Ich freue mich riesig, euch heute etwas ganz Besonderes vorstellen zu dürfen: Ein brandneues Paper, das gerade frisch als Pre-Print auf arXiv gelandet ist – und an dem ich mitgewirkt habe.
Was haben wir konkret untersucht?
In der Welt der Datenwissenschaften stoßen Forschende oft auf das knifflige Problem, mit unvollständigen Datensätzen arbeiten zu müssen. Die meisten herkömmlichen Algorithmen kommen mit diesen Lücken in den Daten einfach nicht klar. Bisherige Lösungen sahen so aus, dass sich Data Scientists an Experten wandten, um mit deren Hilfe die fehlenden Teile zu ergänzen – ein Vorgehen, das nicht nur zeitintensiv, sondern auch oft genug alles andere als praktikabel ist.
Stellt euch vor, eine Maschine könnte die Rolle eines Experten übernehmen – genau das haben wir erforscht. Wir wollten herausfinden, ob große Sprachmodelle (LLMs) das Zeug dazu haben, als Experten in verschiedensten Fachbereichen zu agieren. Diese Modelle, die mittels gigantischer Textmengen trainiert wurden, könnten ein tiefgreifendes Verständnis für eine breite Palette von Themen besitzen.
Unsere Untersuchung, die die Leistungen der LLM-Experten mit realen Daten und anerkannten statistischen Methoden zur Behandlung von Datenlücken vergleicht, hat einige spannende Erkenntnisse zutage gefördert. Die Ergebnisse zeigen: In vielen Fällen können LLMs genauso präzise Einschätzungen treffen wie herkömmliche Methoden, und das ohne die Notwendigkeit, sich auf menschliche Experten zu stützen. Diese Entdeckung eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Datenanalyse und könnte die Herangehensweise an das Problem des Expertenmangels radikal verändern.
Traditionell setzt man auf zwei Hauptstrategien im Umgang mit Lücken in Datensätzen: Die Ermittlung von Vorwissen (Prior Elicitation) und die Ergänzung fehlender Daten (Data Imputation).
Hier eine kurze Erläuterung beider Verfahren:
Prior Elicitation zielt darauf ab, vorhandenes Expertenwissen systematisch zu erfassen, um Annahmen über bestimmte Modellparameter zu formulieren, die in Bayes’schen Workflows für die Datenanalyse benötigt werden.
Data Imputation kommt zum Einsatz, wenn Datensätze Lücken aufweisen. Anstatt wertvolle Daten wegen einiger fehlender Informationen zu verwerfen, füllen Wissenschaftler diese Lücken mit statistisch plausiblen Werten auf. So werden die Datensätze vervollständigt und können für Analysen verwendet werden.
Data Imputation per LLMs
Unser Augenmerk bei der Imputation lag auf einem Experiment im Zusammenhang mit der OpenML-CC18 Curated Classification Benchmark, einem umfangreichen Datensatz, der 72 Klassifizierungsaufgaben aus den unterschiedlichsten Bereichen abdeckt – von der Kreditbewertung über die Medizin bis hin zum Marketing. Diese Vielfalt stellte sicher, dass unsere Experimente eine breite Palette an realen Szenarien simulieren und somit tiefgreifende Einsichten in die Effektivität der LLMs unter verschiedenen Bedingungen ermöglichen.
Ein zentraler Aspekt unserer Methodik war die künstliche Erzeugung von Datenlücken nach dem Prinzip „Missing at Random“ (MAR), um realistische Situationen nachzustellen, in denen Datenpunkte fehlen. Ziel war es, ein Setting zu schaffen, in dem normalerweise das Fachwissen von Experten gefragt wäre. Anschließend definierten wir für jeden Datensatz eine spezifische Expertenrolle, die wir nutzten, um das LLM für die Beantwortung von Fragen zu den fehlenden Daten zu initialisieren.
Für die eigentliche Datenimputation setzten wir auf eine Reihe von LLMs, darunter LLaMA 2 13B Chat, LLaMA 2 70B Chat, Mistral 7B Instruct und Mixtral 8x7B Instruct. Jedes dieser Modelle wurde separat evaluiert und mit drei traditionellen Ansätzen der Datenimputation verglichen: Mittelwert- und Modusimputation für kontinuierliche bzw. kategoriale Merkmale, k-Nearest Neighbours (k-NN) Imputation und Random Forest Imputation. Die Qualität der Imputation maßen wir anhand des „Normalized Root Mean Square Error“ (NRMSE) und des F1-Scores für kontinuierliche bzw. kategoriale Merkmale.
Diese methodische Vorgehensweise erlaubte es uns, nicht nur zu bewerten, inwiefern LLMs als Experten in der Datenimputation dienen können, sondern auch deren Effizienz im Vergleich zu herkömmlichen Methoden zu beurteilen.
Vergleich von LLMs und traditionellen Methoden
Unsere Untersuchung brachte überraschende Erkenntnisse zum Vorschein: Die Imputationsqualität der LLMs übertraf entgegen unserer Erwartung nicht durchgängig die der drei herangezogenen empirischen Methoden. Trotzdem zeigte sich, dass LLM-basierte Imputationen in bestimmten Bereichen, insbesondere im Ingenieurwesen und der Computer Vision, von großem Nutzen sein können. Besonders in Datensätzen wie ‚pc1‘, ‚pc3′ und ’satimage‘ aus diesen Domänen erzielten wir Imputationsqualitäten mit einem NRMSE von etwa 0,1. Ähnliche positive Ergebnisse wurden auch in den Feldern der Biologie und des Natural Language Processing (NLP) beobachtet.
Interessanterweise variierte die Leistung der LLM-basierten Imputation je nach Anwendungsbereich erheblich. Während die Sozialwissenschaften und Psychologie eher enttäuschende Ergebnisse lieferten, konnten in den Bereichen Medizin, Wirtschaft und Biologie bessere Erfolge verbucht werden. Bemerkenswert ist insbesondere die hohe Performance der LLM-basierten Imputation im Wirtschaftssektor.
Diese Befunde deuten darauf hin, dass LLMs in spezifischen Kontexten eine vielversprechende Alternative zu traditionellen Imputationsmethoden darstellen könnten, vor allem in Szenarien, in denen menschliche Expertise schwer zugänglich ist.
Die universelle Anwendbarkeit der LLM-basierten Imputation ist jedoch begrenzt, und es bedarf weiterer Forschung, um die Bereiche und Bedingungen zu ermitteln, unter denen diese Technik am effektivsten eingesetzt werden kann.
Die Ergebnisse suggerieren, dass LLMs basierend auf ihrem Trainingsdatensatz in der Lage sind, präzise Einschätzungen zu liefern, die in einigen Fällen mit den realen Daten übereinstimmen können. Diese differenzierten Ergebnisse unterstreichen, dass der Einsatz von LLMs für die Datenimputation vielversprechend ist, jedoch eine genaue Betrachtung der jeweiligen Domäne und des spezifischen Einsatzgebietes erfordert.
LLMs in der Prior Elicitation
Der zweite Teil unseres Projekts widmete sich der Frage, wie große Sprachmodelle (LLMs) im Bereich der Prior Elicitation eingesetzt werden können. Wir wollten herausfinden, welche Auswirkungen LLM-generierte Priorverteilungen auf die Datensammlung und die anschließende Analyse haben und wie effektiv diese im Vergleich zu herkömmlichen Methoden sind.
Unser Ansatz bestand darin, die Fähigkeiten der LLMs mit den Ergebnissen eines Experiments von Stefan et al. (2022) zu vergleichen. In diesem Experiment wurden sechs Psychologieforscher zu den typischen kleinen bis mittleren Effektgrößen und Pearson-Korrelationen in ihren Fachgebieten befragt. Ähnlich forderten wir LLMs auf, entweder einen einzelnen Experten, eine Gruppe von Experten oder einen Nichtexperten zu simulieren und Prioritätsverteilungen zu generieren, sowohl mit als auch ohne Bezugnahme auf das in der Vergleichsstudie verwendete Erhebungsprotokoll.
Eine besondere Herausforderung bestand darin, eine Methodik zu entwickeln, die es den Modellen ermöglicht, Expertenwissen in Bereichen zu generieren, in denen direkte quantitative Aussagen durch eingebaute Sicherheitsvorkehrungen eingeschränkt sind. Aufgrund ihres Alignments liefern herkömmliche Instruct- oder Chat-Modelle in der Regel keine quantitativen Informationen zu sensiblen Themen wie Gesundheitszuständen.
Um diese Einschränkungen zu überwinden, haben wir eine innovative Prompting-Strategie entwickelt. Statt nach spezifischen Mittelwerten oder Standardabweichungen zu fragen, baten wir die Modelle, ihre Einschätzungen in Form von Pseudocode für Stan-Verteilungen zu äußern, wie zum Beispiel y ∼ normal(120, 10), um eine Verteilung für den typischen systolischen Blutdruck einer zufällig ausgewählten Person anzugeben.
In unseren Experimenten zur Prior Elicitation spielte ChatGPT 3.5 eine zentrale Rolle, indem es seine Kenntnisse über akademische Elicitation-Frameworks, wie das Sheffield-Elicitation-Framework in Kombination mit der Histogramm-Methode, erfolgreich einsetzte. Diese Methoden wendeten wir an, um Priorverteilungen für die typische Tagestemperatur und den Niederschlag in 25 Klein- und Großstädten weltweit für den Monat Dezember zu erstellen.
ChatGPT griff auf sein umfangreiches, aus den Trainingsdaten gewonnenes Wissen zurück, um eine simulierte Diskussion unter Experten zu führen und eine parametrische Wahrscheinlichkeitsverteilung zu entwickeln. Dieses Vorgehen verdeutlicht, wie LLMs auch bei vorhandenen Beschränkungen effektiv für komplexe Aufgaben wie die Prior Elicitation eingesetzt werden können. Durch innovative Prompting-Strategien lassen sich LLMs als Quellen für Expertenwissen nutzen, was die Forschung in der Bayesschen Datenanalyse und weit darüber hinaus bereichert.
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Analyse bestand darin, die „Konzentration“ oder „Breite“ der KI generierten Verteilungen im Vergleich zu realen Daten zu bewerten. Unser Ziel war es zu ermitteln, wie viele reale Datenpunkte benötigt würden, um die Vorhersagen der KI zu bestätigen oder zu widerlegen. Diese Untersuchung half uns, die Zuverlässigkeit der durch KI unterstützten Sammlung von Vorwissen im Vergleich zu traditionellen Methoden zu verstehen.
Ergebnisse der Prior Elicitation Experimente
Unsere Untersuchungen haben zu überraschenden Erkenntnissen geführt: Die Übernahme verschiedener Expertenrollen durch die LLMs hatte, entgegen unserer Erwartungen, keinen signifikanten Einfluss auf die generierten Priors. Unabhängig von der simulierten Rolle tendierten die künstlichen Experten dazu, vorsichtige Vorhersagen zu machen, wobei sie meist auf geringe Effekte hinwiesen. Eine Ausnahme bildete GPT-4, der sich mutiger zeigte und eher mäßig starke Effekte prognostizierte.
Besonders interessant war die Beobachtung der Beziehungen zwischen Variablen, wie dem Einfluss des Wetters auf unser Einkaufsverhalten. Hier offenbarten die LLMs eigene, teils unerwartete Perspektiven. Während einige Modelle eine „Badewannen“-Kurve zeigten, präsentierte GPT-4 eine gleichmäßigere, glockenförmige Verteilung.
Die Untersuchung des Vertrauens, das diese digitalen Intelligenzen in ihre eigenen Vorhersagen setzen, brachte weitere Unterschiede ans Licht. Einige Modelle äußerten sich zurückhaltend mit vorsichtigen Schätzungen, GPT-4 hingegen gab sich informationsreich. Das Mistral 7B Instruct Modell stach durch extrem hohe Zuversicht hervor und nutzte tausende von Datenpunkten.
Interessanterweise wichen die von den LLMs angebotenen Beta-Priors für Pearson-Korrelationen stark von denen echter Experten ab. GPT-4 lieferte eine symmetrische unimodale Verteilung, während andere Modelle eine rechtsschiefe „Badewannen“-Verteilung präsentierten.
In unserer meteorologischen Aufgabe untersuchten wir, wie viele reale Wetterbeobachtungen nötig wären, um präzisere Vorhersagen als die künstlichen Experten zu treffen. Dies half uns zu evaluieren, ob der Rückgriff auf digitale Assistenten oder traditionelle Wettermodelle die bessere Wahl für zukünftige Wettervorhersagen wäre.
Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass LLMs zwar die Fähigkeit besitzen, Priors zu generieren, die in manchen Bereichen mit menschlichen Experteneinschätzungen konkurrieren können, in anderen Bereichen jedoch signifikante Abweichungen aufweisen.
Die Eignung von LLMs als Ersatz für menschliche Expertise bei der Erstellung von Priorverteilungen variiert je nach spezifischer Aufgabenstellung und dem verwendeten Modell, was die Komplexität und die potenziellen Grenzen dieser Technologie unterstreicht.
Fazit und Ausblick
Die Ergebnisse unserer Forschung enthüllen das beeindruckende Potenzial von großen Sprachmodellen (LLMs), Wissen aus einer Vielzahl von Quellen zu synthetisieren und gezielt in verschiedenen Anwendungskontexten einzusetzen. Besonders in Situationen, in denen die Expertise rar oder sehr kostbar ist, könnten sich LLMs als unschätzbare Ressource erweisen.
Unsere Studien zeigen, dass LLMs in Fachbereichen wie Medizin, Wirtschaft und Biologie bereits wertvolle Einblicke bieten können, die sich mit denen traditioneller Datenimputationsmethoden messen lassen. Darüber hinaus kann das von LLMs bereitgestellte Vorwissen, verglichen mit konventionellen Ansätzen und unter Abwägung von Kosten und Präzision, in bestimmten Szenarien eine hochwertige und kosteneffiziente Alternative darstellen. Die Nutzung von LLMs für die Prior Elicitation könnte somit in einigen Fällen eine vorzuziehende Option sein.
Zusammenfassend markiert unsere Forschung einen entscheidenden Schritt in Richtung einer verstärkten Integration von LLMs in die Datenwissenschaft. Die Aussichten sind vielversprechend, und mit weiteren Entwicklungen in Technologie und Methodik könnten wir am Beginn einer revolutionären Ära der Datenanalyse stehen, in der LLMs eine Schlüsselrolle einnehmen.
In meiner Artikelserie über WordPress habe ich bereits über Plugins und Themes geschrieben und mich nun intensiv mit Managed WordPress-Hostern beschäftigt. Klassische Webspace-Anbieter habe ich mit dem Blick auf ein WordPress-Hosting ebenfalls verglichen. Dabei haben wir die Anbieter selbst getestet und stellen Dir unsere Erkenntnisse vor.
Von Hostingpaketen für ein paar Euros pro Monat bis hin zu mehreren Hundert Euro für große Server ist der Markt unglaublich vielfältig und die Auswahl dementsprechend schwer. Meine Empfehlungen richten sich daher an alle, die sich nicht als Experten für Hosting begreifen und sich auch nicht im Detail damit auseinandersetzen wollen, sondern sich einfach ein gut funktionierendes Hosting für die WordPress-Website wünschen.
Das richtige WordPress-Hosting: Die besten Hoster im Überblick
In diesem Abschnitt findest Du Empfehlungen aus unseren Hosting-Tests. Diese fallen, je nach Seitentyp und Anforderungen, unterschiedlich aus.
Wähle einfach aus, was für Dich am besten passt, damit Du das richtige Hosting für dich findest:
WordPress-Hosting für Einsteiger und kleine Seiten
Wenn Du ein möglichst günstiges WordPress-Hosting suchst, solltest Du Dir das Shared-Hosting von IONOS anschauen.
Die Tarife im WordPress-Hosting beginnen bei 5 EUR im Monat mit 25 GB SSD für eine WordPress-Seite. Im Grow-Tariffür 10 EUR gibt es 50 GB Speicher.
Die Einsteiger-Pakete von IONOS sind allerdings nur für kleine Webseiten oder Anfänger geeignet. Wenn Du eine Webseite betreiben willst, die langfristig erfolgreich ist, solltest Du nicht am falschen Ende sparen und besser gleich auf ein leistungsfähigeres Hosting-Paket setzen!
Wenn Dir persönlicher Support wichtig ist, dann sind deine Seiten trotz wenig Traffic wahrscheinlich besser bei einem Spezialisten wie HostPress aufgehoben. Dort bekommst Du bereits ab 25 EUR im Monat ein RICHTIG GUTES Hosting-Paket mit TÜV-zertifizierten Support!
Für Unternehmensseiten sind neben der Performance und Erreichbarkeit insbesondere das Thema Datenschutz, Sicherheit und ein deutschsprachiger Support wichtig.
Daher empfehle hierfür spezialisierte WordPress-Hoster. HostPress ist der, mit dem aus meiner Sicht besten Preis-Leistungs-Verhältnis:
Ich kann den Hoster aus dem Saarland guten Gewissens empfehlen, denn neben sehr gutem Speed und tollen Sicherheits-Features bekommt man dort einen wirklich kompetenten TÜV-zertifizierten Support von echten WordPress-Experten!
HostPress ist ein exzellenter Managed WordPress Hoster aus Deutschland mit dem Fokus auf B2B und bietet eine sehr gute Leistung sowie exzellenten Support zu fairen Preisen.
Alternativ bietet IONOS mit den neuen WP Pro Tarifen inklusive Plesks WordPress Toolkit die selben Funktionen wie ein Managed Hosting vom WordPress-Spezialisten, ist dann aber auch nicht mehr wirklich günstiger.
Für Onlineshops auf WooCommerce-Basis benötigt man deutlich mehr Arbeitsspeicher und Rechenleistung, als für eine normale Webseite, denn es kann sehr viel weniger gecached werden. Außerdem ist die Erreichbarkeit und Verfügbarkeit noch wichtiger, damit kein Umsatz verloren geht.
Die Technik und Geschwindigkeit des Managed WordPress Hosters aus Deutschland ist ausgezeichnet.
HostPress bietet für Onlineshops einen fantastischen Support und insgesamt ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Das HostPress-Team unterstützt sehr kompentent bei Performance und PageSpeed-Optimierungen und nimmt sogar Veränderungen am Quellcode oder bei Plugin-Einstellungen vor, wenn das gewünscht ist.
Für große und wirklich trafficstarke Webseiten brauchst Du ein richtig starkes Hostingpaket. Sobald mehrere Redakteure parallel im Backend arbeiten, ihr regelmäßig viele Bilder und Fotos hochladet und viele Besucher habt, solltest Du auch ein angemessenes Hosting-Paket buchen.
Hier bekommst Du sehr guten Support von echten WordPress-Experten in deutscher Sprache, tolle Zusatzleistungen, ausgezeichnete Technik und sehr faire Preise.
Damit kannst Dich ganz auf die Entwicklung Deines Geschäfts konzentrieren und gibst die lästigen Themen wie Backups, Sicherheit, Updates in die Hände echter Experten.
Wenn Du wissen willst, wie ich zu dieser Einschätzung gekommen bin, findest Du alle relevanten Informationen und Faktoren weiter unten im ausführlichen Hosting-Test:
Managed WordPress-Hoster im Vergleich
Bei den sogenannten Managed WordPress-Hostings handelt es sich im Grunde um normale Hoster, die sich aber auf den Betrieb von Websites auf Basis von WordPress spezialisiert haben und sich permanente um die verwendete Software kümmern und über eingeschränkte Zugriffsrechte sicher stellen, dass kein Unfug auf dem Server passiert. Daher ist deren Stack voll auf WordPress ausgerichtet und häufig durch viel Erfahrung durchoptimiert. So kennen sich die Mitarbeiter (hoffentlich) auch selbst gut mit WordPress und dessen Tücken aus und können bei Last- und Pagespeed-Problemen oder der Auswahl des richtigen Plugins behilflich sein.
Dank Plesks WordPress Toolkit bieten viele WordPress-Hoster mittlerweile ein integriertes zentrales Management, ohne dass man selbst InfiniteWP oder andere Dienste nutzen müsste und ermöglichen mittels Staging und Sync zwischen Live-Website und Entwicklungsumgebung(en) hin und her zu synchronisieren. Dazu kommen noch automatische Backups, Updates, sowohl für den WP-Core als auch für Plugins und Hilfe bei Sicherheitsfragen und Unterstützung bei der Verbesserung von Ladezeiten.
Für wen ist ein echtes Managed WordPress-Hosting sinnvoll?
Ich würde Euch zu einem Managed WordPress-Hosting raten, wenn Ihr Euch selbst nicht mit Updates, Security, Backups oder Performance auskennt oder euch damit nicht auseinandersetzen wollt.
Auch empfehle ich Managed Hosting jedem, der Websites für Kunden erstellt, diese aber nicht selbst hosten möchte.
Somit ist aus meiner Sicht jeder KMU, der eine Website auf WordPress-Basis hat bei einem WP-Hoster am besten aufgehoben. Auch wenn Ihr einen WooCommerce-Shop habt, oder eine High-Traffic-Website mit WordPress betreibt, ist ein größeres Managed WordPress-Hosting-Paket bei einem guten Hoster eine solide Entscheidung!
Empfehlenswerte Hoster aus Deutschland oder der EU
Hier die besten Anbieter im Managed WordPress Hosting Ranking:
Dass es sich bei HostPress, das 2016 in Deutschland gegründet wurde, um einen reinen WordPress-Hoster handelt, merkt man direkt beim Namen und der WP-typischen CamelCase-Schreibweise. Dabei handelt es sich um echtes Managed WordPress-Hosting, d. h. HostPress kümmert sich um den WordPress-Core, die installierten Plugins und Templates. Die automatischen Updates erfolgen bei bekannten Sicherheitslücken durch die Mitarbeiter von HostPress. Natürlich kann man alle Instanzen zentral verwalten und manuelle Updates über das WordPress Toolkit von Plesk fahren. In einem Video-Interview mit dem Gründer erfährt man noch ein bisschen mehr über das Unternehmen.
Mittlerweile hat HostPress den ehemaligen Konkurrenten WP-Projects übernommen, den ich hier auch empfohlen hatte bzw. ist mit diesem verschmolzen. Hier sieht man, dass beide Unternehmen eine ähnliche Philosophie verfolgt haben!
Die Tarifstruktur bei HostPress ist relativ einfach: Es gibt einen Start–Tarif mit einer WordPress-Instanz und 5 GB Speicherplatz für 29 EUR im Monat, der laut HostPress für Seiten bis 100.000 Besucher monatlich empfohlen wird.
Der Plus Tarif ist noch eine ganze Ecke leistungsfähiger: Für nur 49 EUR im Monat bekommt man 15 GB Speicherplatz (auf SSDs) und Unterstützung für WooCommerce. Für größere Firmen mit mehreren Webseiten, Agenturen oder Resellern bietet HostPress spezielle Multitarife für das WordPress Hosting an. Bei 3 WordPress-Webseiten geht es mit 67 EUR monatlich los, 6 Webseiten kosten 113 EUR monatlich und 12 WordPress-Instanzen149 EUR monatlich.
Als Reseller oder Agentur oder aber bei wirklich großen Webseiten und Onlineshops würde ich allerdings gleich zu einem Managed Cloud WordPress Server raten. Damit lassen sich beliebig viele WordPress Webseiten auf einem eigenem Managed WordPress Server verwalten. HostPress kümmert sich dabei um die technische Administration und stellt einen bereits komplett eingerichteten, dedizierten Server zur Verfügung. Durch die Serververwaltungsoberfläche Plesk kann im Grunde jeder so seinen eigenen Server administrieren und ist dennoch sicher und schnell unterwegs. Domains beginnen bei 18 EUR im Jahr (.de /.eu ).
HostPress bietet Neukunden einen kostenlosen Umzugsservice an, um die Wechselhürde zu senken und für den Kunden möglichst reibungslos zu gestalten!
HostPress stellt jeder Instanz dedizierte Serverressourcen in einem Hochverfügbarkeits-Cluster zur Verfügung. Alle Seiten werden komplett auf SSDs gehostet und mittels NGINX, HTTP/2 und PHP 7.4 inkl. OPcache und MySQL 5.7 betrieben.
Der eigens entwickelte Rocket Cache ist im Grunde ein NGINX-Microcache mit 5 Sekunden Ablaufzeit plus ein Pagespeed-Plugin für das Kombinieren und Minifizieren von CSS, JS und HTML, GZIP, dem Setzen von Expire Dates im HTTP-Header, Lazy Loading, dem Entfernen von Query Strings von statischen Ressourcen und einem eigenen Cache für Mobilgeräte sowie Datenbankoptimierungstools. Nichts, was es nicht bei einem guten WordPress-Pagespeed-Plugin auch gibt. HostPress bewirbt das System damit, dass es Lastspitzen abfangen und bis zu 80 Mio. Hits pro Tag vertragen soll.
HostPress hat zusätzlich noch ein paar tolle Sicherheits-Funktionen integriert, die quasi einem CDN ähneln, beispielsweise eine Bruteforce und DDoS-Protection sowie eine Web Application Firewall. Eine WAF setze ich bei meinem Hosting ebenfalls ein und halte die Filterung des Traffics mittels ModSecurity für eine wirklich gute Sache. Viele automatisierte Anfragen, die bestimmte Sicherheitslücken ausnutzen, werden somit bereits auf WAF-Ebene herausgefiltert und erreichen erst gar nicht den Webserver. In Sachen Sicherheit gibt es noch einen Outbound-Spam-Protector, der dafür sorgt, dass kein Spam über das WordPress versendet werden kann. Das integrierte Malware-Scanning und -Patching sorgt dafür, dass Schadsoftware erkannt wird und verschiebt die betroffenen Dateien in eine Quarantäne.
Was HostPress aus meiner Sicht einzigartig macht, sind die besonderen Leistungen, die man bei vielen anderen Hostern extra bezahlen oder sich selbst darum kümmern muss: Neben einem kostenlosen Umzugsservice hat das HostPress-Team wirklich einen exzellenten Support. So wird man bei Lastproblemen im Backend, oder schlechten Ladezeiten im Frontend nicht nur beraten, sondern HostPress nimmt direkt Änderungen im Code vor und kann alle Optimierungen innerhalb der WordPress-Instanz unmittelbar umsetzen. Dazu wird die Erreichbarkeit deiner Webseite rund um die Uhr überwacht und es gibt selbstverständlich täglich automatische Backups.
HostPress setzt im Grunde auf einen identischen Stack, wie ich ihn auch im Einsatz habe. Plesk und das WordPress Toolkit ermöglichen eine komfortable Verwaltung inkl. Staging und Sync. Flotter und moderner Webserver NGINX mit PHP 7.x, OPCache und Microcache für eine gute Performance und deren WAF und CDN-Funktionen für zusätzliche Sicherheit. Alles in Allem macht HostPress wirklich einen guten Eindruck und ich war bei meinen Tests überaus zufrieden mit dem gebotenen Support und der Leistung der Server. Hier bekommt ihr ein rundes Paket aus Deutschland mit ausgezeichnetem Support. Definitiv eine Empfehlung!
Mit dem Code „25-search-one“ sparst Du als Neukunde 25 € bei HostPress!
Mittlerweile bietet der Hyperscaler IONOS, der zum 1&1-Konzern und damit zu United Internet gehört echtes Managed WordPress-Hosting mit den sogenannten „WP Pro“-Tarifen und die haben es im Gegensatz zum Shared Hosting wirklich in sich.
Die Tarif von IONOS
Los geht es im günstigsten Tarif One mit 10 GB SSD-Speicher, einem vCore und 2 GB RAM für nur 15 EUR im Monat. Da hier allerdings weder Varnish Cache, noch das CDN inklusive sind, eignet sich das Angebot aus meiner Sicht nur für kleine WordPress-Webseiten mit relativ wenig Traffic.
Deutlich besser ausgestattet ist der Advanced-Tarif für 40 EUR im Monat. Hier sind 40 GB SSD, 2vCores, 4 GB RAM inklusive. Außerdem lässt sich ein vorkonfigurierter Varnish Cache nutzen, sowie CloudFlare Pro als CDN und ein Malware Schutz ist ebenfalls integriert. Das sind gute Voraussetzungen um Webseiten zu hosten, die auch mal etwas mehr Traffic erhalten dürfen. Achtung: Dieser Tarif ist jedoch auf eine WordPress-Instanz beschränkt!
Wer bis zu 10 WordPress-Projekte in einem Paket hosten möchte, muss bei IONOS zum Agency-Tarif für 100 EUR im Monat greifen. Hier erhält man neben 100 GB SSD-Speicher satte 6 vCores und 10 GB RAM. Außerdem ist Plesks SEO-Toolkit bereits inklusive. Der Varnish Cache, das CDN, der integrierte Malware Schutz sowie unbegrenzt SSL-Zertifikate von Let’s encrypt stehen hier selbstverständlich ebenfalls zur Verfügung.
Die Technik von IONOS
Die Cloud von IONOS ist sehr leistungsstark und top angebunden. Man setzt hier auf einen modernen Stack mit NGINX, PHP 7.3 mit OPcache, Varnish Cache, HTTP/2, SSL-Zertifikat und automatischen Updates und Staging-Umgebung über Plesks WordPress Toolkit. Außerdem ist ein Malware Schutz und professionelles E-Mail Hosting ebenfalls kein Problem.
Mit über 1 Million WordPress-Websites auf den Servern von IONOS weiß man genau, was die Kunden bei der Erstellung ihrer Projekte brauchen. Was die garantierten Ressourcen wirklich wert sind wird unser Last- und Performancetest zeigen.
Mein Fazit zu IONOS
In Sachen Features kann IONOS mit den neuen WP Pro Tarifen, dank Plesks WordPress Toolkit zwar mit den WordPress-Spezialisten gleichziehen, allerdings schlägt sich das auch deutlich im Preis nieder.
Mit einer sehr ordentlichen Ausstattung ist das Advanced Paket 40 EUR im Monat für eine WordPress-Seite ein echter Preis-Leistungs-Tipp.
Spannend wird es, wie sich die WP Pro Tarife von IONOS im Vergleich mitdem Managed WordPress-Hosting von HostPress schlagen wird, denn dort erhält man vergleichbare Leistung für etwas mehr Geld (25 statt 15 EUR im kleinsten, 59 statt 40 im mittleren und 129 statt 100 EUR im größten Tarif). Der Support der Spezialisten von HostPress kann wahrscheinlich besser bei WordPress-spezifischen Fragen und Problemen helfen.
Wie Ihr wahrscheinlich bei der Durchsicht der Managed WordPress-Hostings festgestellt habt, unterscheiden sich einige der WordPress-Hoster gar nicht so sehr von den Angeboten klassischer Webhoster. Die guten Hoster setzen nämlich sowieso auf NGINX mit HTTP/2 und PHP7 und einige klassische Webhoster können via Plesk und dessen WordPress Toolkit dieselben Funktionen bieten, die man von einem optimierten WordPress-Hoster erwarten würde. Ich habe hier mal exemplarisch ein paar Screenshots aus meinem Plesk von search-one.de angefertigt, damit Ihr seht, wie sowas aussehen kann:
Ich bin kein Fan von Shared Hosting ohne garantierte Ressourcen oder harte Limits, was die Anzahl der Kunden je Server angeht, denn man hat im klassischen Shared Hosting früher oder später immer ein Problem mit der Performance. Anfangs ist meist alles super, solange man auf einem neuen Server ist, der noch nicht mit Kunden vollgestopft wurde, aber nach und nach wird dann alles immer langsamer und schwerfälliger.
Für irgendeinen Mini-Blog oder eine Webseite mit wenig Traffic kann man sowas durchaus einsetzen, wenn Ihr mit Eurer Website aber Euer Einkommen erwirtschaftet (zumindest zum Teil), dann solltet Ihr aus meiner Sicht nicht am falschen Ende sparen und Eurer Website ein flottes Hosting spendieren!
Aber sehen wir uns mal die klassischen Hoster im Detail an: (Übrigens habe ich hier ausschließlich Hoster aus Deutschland aufgeführt, weshalb ich das Thema Datenschutz nicht mehr explizit anspreche.)
In allen Tarifen sind SSH Zugang, SSL-Zertifikate, NGINX-Proxy, WPTK und Domains inklusive.
Los geht es mit Webhosting 1000 mit einer .de-Domain und 50 GB SSD Speicherplatz. Bei Webhosting 2000 sind es 3 .de-Domains oder 1 Alternativdomain samt 150 GB SSD Speicherplatz. Darüber folgt Webhosting 4000 mit 6 .de-Domains oder 2 Alternativdomains und stolzen 500 GB SSD und ermöglicht neben PHP auch Ruby und NodeJS. Für sehr Speicherintensive Webseiten gibt es schließlich das Webhosting 8000 mit 12 .de-Domains oder 3 Alternativdomains samt 1.000 GB SSD Speicherplatz.
In Sachen Technik bleiben im Grunde keine Wünsche offen.netcup ist bekannt dafür, als „Early Adopter“ aktuelle Features schnell seinen Kunden bereit zustellen. Webhosting-Kunden können sogar bereits auf die neueste PHP Version über das CCP von netcup wechseln. Dort findet sich beim Webhostingtarif der Menüpunkt „PHP-Einstellungen“. Dieser erlaubt einen schnellen Wechsel der PHP-Version, falls Deine WordPress-Website aktuell noch Probleme damit hat.
Die Skalierbarkeit bei netcup ist hervorragend: Beansprucht eine Website mehr Ressourcen, werden diese automatisch bereitgestellt. Wird die Leistung dauerhaft benötigt, kann man ganz einfach und ohne Neuinstallation in einen höheren Tarife mit mehr Leistung upgraden. Die Hostingumgebungen sind auf sehr gute Ausfallsicherheit und Datensicherheit ausgelegt. Langsame Wirtsysteme oder schlechte Internetanbindungen gibt es bei netcup nicht. An der Hardware wird nicht gespart: Server kommen von DELL und HP, die Router und Switches beziehen wir von Juniper Networks.
Das Rechenzentrum von netcup in Nürnberg ist durch die Einbindung in den Anexia Backbone Europe mehrfach redundant an wichtige Knotenpunkte des Internets, wie dem DE-CIX, N-IX oder dem AMS-IX angebunden. Zu Anbietern wie Google, Amazon, Hetzner, Apple, Netflix und sogar der Deutschen Telekom hat netcup ein privates Peering mit 10 Gigabit. Das ist besonders wichtig für Webseiten mit vielen Besuchern aus dem Privatkundennetz der Telekom.
netcup bietet einen Appinstaller an, der WordPress auf Knopfdruck installiert und für automatische Updates sorgt das WPTK. Der Installer kann natürlich auch andere CMS installieren, für WordPress funktioniert er jedenfalls hervorragend.
Der Support von netcup ist fix und kompetent. Nach spätestens 24 Stunden hat der Kunde garantiert eine Antwort, in der Regel liegt die Bearbeitungszeit für Support-Tickets jedoch deutlich unter 2 Stunden.
Besonders hervorheben möchte ich noch die Zufriedenheitsgarantie von netcup: Solltest Du in den ersten 30 Tagen mit Deinem Webhosting nicht zufrieden sein, kannst Du diesen stornieren und bekommst die komplette Grundgebühr erstattet.
1&1 hat als Hoster bei vielen keinen guten Ruf, ist aber nun mit seiner neuen Marke IONOS mit einer komplett neuen Infrastruktur am Start und hat mit seinen WP Pro Tarifen ein echtes Managed WordPress-Hosting im Angebot, die ich weiter oben beschrieben habe. Darüber hinaus bietet IONOS aber auch klassisches Shared Hosting, in dem sich WordPress ebenfalls installieren lässt.
Diese Tarife haben gegenüber dem Shared Hosting jedoch keine zusätzlichen Features. Der Unterschied zu den übrigen Shared Hosting Tarifen liegt in der höheren Performance der WordPress-Tarife.
Abgesehen davon, dass diese komplett auf SSD laufen (beim klassischen Hosting läuft der Webspace auf HDD, nur die Datenbank auf SSD), einfach mal zum Vergleich: Der größte Tarif aus dem klassischen Hosting (Tarif Premium für 20,- EUR/Monat) läuft auf dem gleichen Performancelevel wie der WP Essential. Das ist Level 3 mit 4,5 GB RAM garantiert. WP Business und WP Unlimited haben den höchsten Level 5, dort sind 9 GB RAM garantiert.
Die Technik bei IONOS
Einrichtung und Betrieb gelingen auch hier ohne Aufwand, der Stack setzt auf die bewährte Kombination von NGINX, PHP mit OPcache, HTTP/2, gzip und SSL-Zertifikat. Auf der Webseite ist es etwas schwierig den Unterschied zu dem „echten“ WordPress-Hosting zu finden, daher habe ich diese hier zusammen gestellt:
Im WordPress Shared Hosting bei IONOS muss man auf eine Staging-Umgebung, das komfortable Klonen und die Smart-Updates aus Plesks WordPress-Toolkit verzichten.
Sowohl die Anzahl der WordPress-Instanzen ist beschränkt, als auch die Anzahl der SSL Wildcard-Zertifikate!
Die Tarife bei IONOS
Die Tarife für die Shared-WordPress-Pakete beginnen bei Essential für nur 4 EUR im Monat mit 25 GB SSD-Speicher für eine WordPress-Seite (für bis zu 300 Website-Besucher pro Minute, inkl. 640 MB PHP Memory). Im Business-Tarif (für bis zu 500 Website-Besucher pro Minute, inkl. 768 MB PHP Memory) für 7 EUR im Monat gibt es 100 GB Speicher.
Für 18 EUR im Monat gibt es unbegrenzten Speicher im Unlimited–Tarif, der für bis zu 500 Website-Besucher pro Minute, inkl. 768 MB PHP Memory gut sein soll. Ab dem Business-Tarif bietet IONOS mit SiteLock auch einen Schutz gegen Malware und Sicherheitslücken im Unlimited Tarif ist auch das CloudFlare CDN inklusive Railgun integriert.
Mein Fazit zu IONOS Shared Hosting
Den Unlimited-Tarif halte ich mit 18 EUR für 200 GB SSD, 768 MB PHP Speicher auf NGINX-Basis und CloudFlare für ein absolutes Schnäppchen. Wie gut die Performance bei diesem Preis ist, lässt sich aktuell jedoch leider nur vermuten, da ich noch keine Zeit hatte hier einen ausführlichen Test durchzuführen.
Wer sich freut, dass man ja mehrere WordPress-Webseiten in einem Paket betreiben kann, muss 10 EUR im Monat für eine SSL-Flatrate hinzu rechnen. Denn im günstigen Essential Tarif und im Business-Tarif sind nur ein SSL-Zertifikat enthalten. Im Unlimited-Tarif sind es immerhin 3 SSL-Zertifikate, weshalb man dort nicht mehr als 3 WordPress-Instanzen sinnvoll betreiben kann.
Managed Updates lassen sich zwar, wie auch das CDN und sogar unlimitierte SSL-Zertifikate in den günstigen Tarifen gegen Aufpreis hinzu buchen, aber dann kann man aus meiner Sicht gleich auf die WP Pro Tarife wechseln!
Der mit Abstand am häufigsten genannte Hoster in meiner Umfrage war erstaunlicherweise ALL-INKL.COM. Erstaunt war ich allerdings nur deshalb, weil sie kein dezidiertes WordPress-Hosting anbieten und weder NGINX noch Plesk einsetzen und damit auch nicht das WordPress Toolkit anbieten können!
ALL-INKL.COM ist ein bekannter und beliebter Hoster und relativ günstig für das Hosting mehrerer Webseiten auf einem Paket. Der Support ist ordentlich und ich würde sagen, ALL-INKL ist ein guter Deutscher Hoster und offensichtlich in meiner Peergroup, die sich um eigene Backup-Lösungen und die zentrale Verwaltung und Updates der WordPress-Instanzen selbst kümmert, sehr beliebt.
Ich habe mittlerweile selbst einen ALL‑INKL Business Webspace-Tarif bei ALL-INKL. gebucht und war anfangs vom guten Preis-Leistungsverhältnis begeistert, doch die Geschwindigkeit des Paketes ist mit der Zeit immer langsamer geworden!
Ohne Caching durch WP Rocket und CloudFlare wäre meine Webseite bei ALL-INKL viel zu langsam. Das Backend von WordPress ist zum Teil unerträglich langsam und das obwohl ich nur noch eine Hand voll Plugins verwende und die gesamte Installation extrem auf Effizienz getrimmt habe.
ALL-INKL. setzt auf klassisches Server-Sharding, was bedeutet, dass man zu Beginn eines neuen Tarifes auf einem nagelneuen Server landet, der noch nicht mit Kunden vollgestopft wurde. Im Business-Paket gibt es maximal 30 Kunden je Server, aber jeder dieser Kunden kann mehrere Domains und damit WordPress-Instanzen installieren und je nach Traffic und Größe kann das einen Server ausbremsen.
Los geht’s bei ALL-INKL.COM im Bereich Shared Hosting im Privat–Tarif mit 4,95 EUR im Monat, wobei die ersten drei Monate kostenlos sind. Inkludiert sind 3 Domains, 50 GB Speicherplatz und maximal 5 MySQL-Datenbanken. Allerdings sind hier max. 100 Kunden auf einem Server untergebracht, also sollten Eure WordPress-Seiten dort nicht besonders viele Ressourcen beanspruchen. Bei mehr Traffic und Speicherbedarf geht es über 5 Domains mit 100 GB HDD im PrivatPlus für 7,95 EUR (max. 50 Kunden je Server), 10 Domains mit 250 GB Speicherplatz im Premium für 9,95 EUR (max. 50 Kunden je Server) bis hin zu 20 Domains mit 500 GB Speicherplatz im Business–Paket für 24,95 EUR (max. 30 Kunden je Server).
Natürlich bietet ALL-INKL.COM auch Managed Server, aber die sind aus meiner Sicht für den typischen WordPress-Nutzer oftmals nicht das Richtige.
Jeder ALL-INKL.COM Kunde kennt das KAS, den eigenen Administrationsbereich des Anbieters, und der ist wirklich in die Jahre gekommen – nett gesagt. Darin sind, abgesehen von einer 1-Klick-Installation, keine WordPress-spezifischen Funktionen hinterlegt. Um Updates, Backups und zentrale Verwaltung muss man sich selbst kümmern, ebenso um die Performance-Optimierung.
In Sachen Stack ist ALL-INKL.COM ebenfalls in die Jahre gekommen. HTTP/2 wird erst ab Apache 2.4 unterstützt, d. h. wer einen älteren Webhosting-Tarif hat und sich auf einem Server mit einer älteren Apache-Version befindet, muss auf einen anderen Server umziehen. Bei einem Managed Server kann natürlich direkt ein Upgrade der Server-Software durchgeführt werden. Zumindest unterstützen alle Tarife die SSL-Erweiterung die Einbindung von kostenlosen „Let’s Encrypt“-Zertifikaten. Um WordPress auf einem ALL-INKL.COM-Shared-Hosting auf die Beine zu helfen, könnt ihr euch mal den folgenden Artikel ansehen. Mit Festplatten-Caching über ein Caching-Plugin kann man zumindest die Last vom Server nehmen. Object-Cache oder gar Redis stehen nicht zur Verfügung, dafür braucht man dann einen vServer. Nginx gibt es nicht, alles läuft unter Apache.
Wenn man 3 bis 20 WordPress-Instanzen mit sehr wenig Traffic sehr günstig hosten will, ist ALL-INKL.COM eine Überlegung wert, denn auf das kleinste Paket könnte man theoretisch drei Domains mit jeweils eigener WordPress-Instanz legen und landet so bei unter 2 EUR pro WordPress im Monat. Besonders viel Traffic solltet ihr allerdings nicht darauf haben, denn in diesem Tarif teilen sich jeweils 100 Kunden einen Server.
Bei größeren Websites mit mehr Traffic würde ich persönlich nicht zu ALL-INKL.COM raten, denn es handelt sich um Shared Hosting ohne garantierte Ressourcen und für 24,95 EUR bekommt man schon bei spezialisierten und damit aus meiner Sicht besseren Hostern ein ordentliches Paket! Ein echter Nachteil ist aus meiner Sicht das Fehlen von Plesk.
In Sachen Support gehört ALL-INKL.COM zu den besseren Hostern. Sie bieten sogar telefonischen Support und sind per E-Mail rund um die Uhr erreichbar. In den Berichten in meiner Umfrage waren alle Kunden mit dem Support zufrieden.
Domainfactory ist ein sehr bekannter und großer Hoster, der insbesondere mit Domainhosting groß geworden ist. In Sachen WordPress gibt es eine 1-Klick-Installation und SSD-Festplatten sowie tägliche Backups. Im Managed-Hosting-Paket Basic geht es bei 3,99 EUR im Monat für 25 GB SSD Speicher sowie 64 MB RAM und maximal 30 Sekunden CPU-Laufzeit los. Am oberen Ende steht das Managed-Hosting-Paket Ultimate für 39,99 EUR mit 400 GB SSD, 256 MB RAM und 120 Sekunden Scriptlaufzeit.
Domainfactory setzt im Shared Hosting auf einfachstes Apache-Hosting. Also nicht besonders schnell. PHP steht von 5.2 bis 7.2 zur Verfügung. Durch die SSD kann man immerhin mit einem WordPress-Caching-Plugin, das die Seiten als statische HTML-Dateien auf der Festplatte ablegt, etwas Stabilität und Geschwindigkeit zulegen. FastCGI und APCu stehen erst bei den dedizierten Servern (z. B. ManagedServer und ResellerDedicated) zur Verfügung. In den Shared-Hosting-Paketen ist eine Nutzung nicht möglich!
Der Serverstandort Deutschland ist allerdings aufpreispflichtig, dann kommt man offenbar ins Rechenzentrum der Konzernschwester Host Europe nach Köln. Ansonsten stehen die Server von Domainfactory im Rechenzentrum in Straßburg, also in Frankreich!
Laut den Berichten in meiner Umfrage hat Domainfactory seit der Übernahme durch GoDaddy anscheinend stark nachgelassen. Das ehemalige Versprechen Hosting made in Germany gilt längst nicht mehr und die Preise sind aus meiner Sicht alles andere als attraktiv. Insbesondere für das Hosting von WordPress-Websites bietet df nicht mehr als andere Anbieter und ist daher nicht zu empfehlen.
Mittwald hat sich vor 10 Jahren insbesondere im Bereich TYPO3-Hosting einen Namen gemacht. Das eigene Webhosting wird als Einsteiger-Tarife als „genau richtig für kleinere Websites und Blogs“ präsentiert. Das kleinste Paket geht bei 4,99 EUR im Monat mit 50 GB SSD und 256 MB Arbeitsspeicher los. Für anspruchsvolle Websites solle man eher zu einem Managed vServer mit zugesicherter Leistung ab 29,99 EUR im Monat greifen. Bei einem stark frequentierten WordPress rät Mittwald zu dedizierter Hardware mit einem eigenen Managed Server ab 99,99 EUR im Monat.
Wie viele Standard-Hoster setzt Mittwald auf PHP-FPM über Apache und MySQL 5.7 sowie SSD-Festplatten in allen Webhosting-Tarifen. Für die notwendige Geschwindigkeit sorgen OPcache und APCu. In Sachen Sicherheit hat man im Webhosting Paket L ein tägliches Backup der letzten sieben Tage und in größeren Paketen sogar 14 bis 28 Tage rückwirkend. Bei den Servern hat man natürlich die Möglichkeit, seinen eigenen Stack aufzubauen.
HE ist ebenfalls ein sehr großer und bekannter Hoster, der mittlerweile vom weltweiten Giganten GoDaddy übernommen wurde. Dort gibt es zwar kein echtes WordPress-Hosting, aber eben die Möglichkeit, WordPress als vorinstalliertes Paket auf einem klassischen Shared Hosting zu nutzen. Eine Staging-Umgebung für unkompliziertes Testen und Entwickeln ist ebenfalls inklusive. Los geht es mit dem Einsteigerpaket WP Basic für einen kleineren Blog für 4,99 EUR im Monat mit 25 GB Speicherplatz.
Den NGINX für eine schnellere Auslieferung von statischen Ressourcen, also eingebundenen Bildern, Videos etc. gibt es jedoch erst ab dem Paket WP Server für 39,99 EUR im Monat. Darin hat man dann auch 250 GB Speicherplatz und 4 GB für die MySQL-Datenbank auf der SSD.
Fazit: Ein stolzer Preis für die gebotene Leistung. Nicht wirklich zu empfehlen. Für 39,99 EUR bekommt man bei einem richtigen WordPress-Hoster deutlich mehr fürs selbe Geld.
Hostinger hatte ich lange garnicht auf dem Schirm, dabei gibt es das litauische Unternehmen bereits seit 2004. Damals sind die Gründer mit 000webhost.com angetreten, komplett kostenloses Hosting mit PHP, MySQL, cPanel und ohne Werbung anzubieten. Daraus ist ein echter Hosting-Gigant innerhalb der EU geworden. Hostinger hat mittlerweile 30 Millionen Nutzern in 178 Ländern.
Der Hauptgrund warum Menschen zu Hostinger wechseln sind die günstigen Preise. Auf den eigenen Shared-Hosting-Servern bietet Hostinger WordPress-Pakete bereits ab 0,99 EUR im Monat an. Hier bekommt man allerdings keinerlei Auskunft über zugewiesene Ressourcen oder bereitgestellte Leistung, was für mich immer ein Warnsignal ist! Diese Tarife sollte man also keinesfalls für eine professionelle Webseite, oder gar einen Onlineshop verwenden, dafür sind vielleicht die Cloud Hosting Tarife von Hostinger geeignet:
Hier geht es bei 3,99 EUR im Monat los. Wie man damit 100 Websites betreiben will, ist mir allerdings ein Rätsel. 25.000 Besuche monatlich sind weniger als 1.000 Besucher am Tag. Das WordPress Premium Paket für 17,99 EUR im Monat klingt schon ernstzunehmender. Damit sollen 300.000 Besuche abgewickelt werden, was 10.000 Besucher am Tag entspricht. Im größten Paket Cloud Global gibt es für 69,99 EUR im Monat dann doch noch ordentlich Leistung! Mit Hosting in der Google Cloud, 300 GB SSD-Speicher, 16 GB RAM und 8 CPU-Kerne also sicher ausreichend Leistung, und dafür verhältnismäßig günstig!
Technisch setzt man dort auf den altbekannten Stack: HTTP/2, PHP7, NGINX und benutzerdefiniertes, vorinstalliertes Caching-Plugin. In Sachen Sicherheit greift hostinger auf die Dienste von BitNinja zurück, die Honeypots, Malware Detection & Removal, Intrusion Detection sowie IP Reputation und eine (D)DoS Protection bieten. Nichts besonderes, aber auch nicht schlecht.
Bei diesen Preisen gehe ich schon davon aus, dass man mit hunderten anderen Kunden auf einem Shared-Hosting hockt und der Support darin besteht, bei Problemen mit Upgrades und Zusatzleistungen die Kosten nach oben zu treiben. Wenn ich mal ein wenig Zeit finde, werde ich das Hosting dort trotzdem mal auf Herz und Nieren testen. Günstig zum Einstieg ist es jedenfalls, aber ohne deutschsprachigen Support und ein gewisses Maß an Vertrauen bleibe ich skeptisch.
webgo habe ich früher gerne als günstigen Hoster empfohlen. Die SSD-Hosting-Tarife sind fair bepreist, Support und Technik sind in Ordnung. Allerdings haben sich hier die Berichte über Ausfälle und fehlende Backups eine Zeit lang überschlagen, weshalb ich aktuell leider nicht mehr guten Gewissens zu webgo raten kann.
Nicht EU-Datenschutzkonforme Hoster
Aufgrund des EuGH-Urteils zum Privacy-Shield-Abkommen besteht derzeit eine Rechtsunsicherheit für Hoster und Cloud-Anbieter, die ihren Hauptsitz oder ausschließlich Rechenzentren außerhalb der EU haben.
WPX.net, zweifelsohne einer der schnellsten WordPress-Hoster (WPX setzt auf Litespeed statt Apache oder NGINX), disqualifiziert sich leider für deutsche Kunden. WPX hat im Gegensatz zu den meisten internationalen Hostern keinerlei Upsells, von denen die meisten bei anderen Hosting-Unternehmen entweder völlig unnötig sind und/oder in der Hosting-Gebühr enthalten sein sollten.
Obwohl WPX wirklich ein tolle Firma mit ausgezeichtem Preis-Leistungsverhältnis ist UND seinen Hauptsitz in Bulgarien, also innerhalb der EU hat, setzt WPX ausschließlich auf Rechenzentrumsstandorte in den USA, UK und Australien und ist damit offenbar nicht EU-datenschutzkonform.
Unser australisches Rechenzentrum befindet sich in Sydney, Australien, während sich unser britisches Rechenzentrum in London befindet und unser US-Standort im größten Rechenzentrum der Welt liegt: Das Lakeside Datacenter in Chicago.
WPX ist außerdem der einzige Hoster weltweit (so weit ich weiß) mit einem eigenen CDN, ohne dabei auf Drittanbieter zurückzugreifen. Das CDN hat sogar zwei Knoten in Amsterdam und zwei in Frankfurt, aber wenn die zentralen Webserver, auf denen die Webseite läuft, nicht innerhalb der EU liegen, ist das in Sachen Datenschutz / DSGVO / TTSDG leider nicht ausreichend.
Bei WPX konzentriert man sich offensichtlich auf Kunden ausserhalb der EU, was angesichts der Größe des englischsprachigen Marktes auch nicht weiter verwunderlich ist. Deren GDPR Compliant Privacy Policy wurde seit Mai 2018 nicht mehr aktualisiert, trotz vieler rechtlicher Änderungen seit dem.
Wieso sollte man sich mit so vielen Ländern, Sprachen und Regulierung innerhalb der EU rumschlagen, wenn es auch einfacher geht 😉
Kinsta wurde 2013 als reine WordPress-Hosting-Plattform gegründet. Das Team besteht aus erfahrenen WordPress-Entwicklern, die das beste WordPress-Hosting bauen wollten, das es auf dem Markt gibt. Und das merkt man auch! Daher hat Kinsta im Gegensatz zu vielen anderen Hostern auch kein Cpanel oder Plesk im Einsatz, sondern eine eigene Website-Verwaltung. Diese bietet im Grunde dieselben Funktionen, wie das Anlegen neuer Webseiten, Erstellen von Staging-Servern, Klonen von WordPress-Instanzen, etc.
So sieht das Ganze aus
Kinsta ist international aufgestellt, das Kernteam sitzt in London und Zürich, und der deutsche Markt wird erst seit Kurzem direkt adressiert. Daher ist der Support auf Englisch rund um die Uhr erreichbar, der Support in deutscher Sprache ist werktags zwischen 9:00 und 17:00 Uhr erreichbar. Bezahlt werden kann aktuell nur in US-Dollar, das Bezahlen mit Euro soll in Kürze angeboten werden.
Wie Ihr schon in den Screenshots sehen könnt, hat Kinsta ein echt breites Angebot. Im Kern verbirgt sich dahinter aber immer dieselbe Leistung, jeweils in anderen Skalierungen. Los geht es mit dem Starter–Paket bei 35 USD im Monat für eine WordPress-Installation mit bis zu 25.000 Besuchern im Monat und 10 GB SSD-Speicher. Etwas happig, aber immerhin ist die Nutzung des CDN bereits inklusive. Dann skaliert das Ganze nach oben, beispielsweise werden im Business-1-Paket für 5 WordPress-Instanzen und 30 GB SSD mit bis zu 100.000 Besuchern100 USD monatlich fällig, im Highend-Bereich sind wir dann im Tarif Enterprise 1 schon bei 675 USD im Monat, allerdings verträgt das Paket dann auch 1.000.000 Besucher und bis zu 60 WordPress-Instanzen mit 100 GB SSD! Die SSDs sind aus meiner Sicht auch mehr als ausreichend, denn Backups und die Staging-Umgebungen werden nicht berechnet, sind also inklusive.
Natürlich gibt es auch hier kostenlose Webseiten-Migration. Domains können über den integrierten Premium-DNS-Service Amazon Route 53 verwaltet werden. Das globale Anycast-Netzwerk von Amazon sorgt dabei für minimale DNS-Latenzen.
Was Kinsta von den anderen Hostern unterscheidet: Es ist ein echter Cloud-Hoster, denn man setzt hier vollständig auf die Google Cloud Platform. Dort hat man die Auswahl zwischen 19 globalen Rechenzentren (natürlich auch mit einem Rechenzentrum in Frankfurt) und ist über den Premium-Tier (also die schnellste Anbindung) von Google angebunden. Besser geht es also nicht. Außerdem kann die Website so im Erfolgsfall problemlos mitwachsen und bekommt keine Probleme, wenn der Traffic mal durch die Decke geht!
Im Oktober 2019 hat kinsta nochmal eine Schippe drauf gelegt und die Ladezeiten aller gehosteter Webseiten um den Faktor 200% verbessert:
Der Hosting-Stack ist ebenfalls State of the Art, also Nginx mit Full-Page-Caching, HTTP/2, PHP 7, LXD-Container (eine OpenSource-Docker-Alternative) und MariaDB. Jede Website läuft vollständig isoliert mit automatischer Skalierbarkeit und hoher Verfügbarkeit über die Google Cloud. Für ältere Scripte steht auch noch PHP 5.6 zur Verfügung oder man geht direkt auf 7, 7.1, 7.2 oder 7.3 – also bleibt kein Wunsch verwehrt. Als Upgrades kann Nginx als Reverse Proxy dazugeschaltet werden. Zusätzlich gibt es noch eine Partnerschaft mit KeyCDN, oder man wählt Cloudflare Railgun, Elastricsearch oder Redis als Zusatzpaket für jeweils 100 USD je Monat und Seite. In Sachen Sicherheit gibt es Hardware-Firewalls, automatische Backups und die DDoS-Erkennung der Cloud. Jede Website wird rund um die Uhr überwacht und alle 2 Minuten mit New Relic auf ihren Status überprüft.
Das Hosting von Kinsta wäre wohl das Ergebnis, wenn sich ein paar WP-Nerds zusammensetzen und aus den besten Diensten und der besten Software ein High-End-WordPress-Hosting zusammensetzen würden. NGINX mit FullPage-Cache und dem Helper-Plugin auf der Google Cloud und vorgeschaltetem CDN ist schon wirklich eine feine Sache. Hier wird in jedem Bereich einfach die optimale Lösung gewählt, was das Paket insgesamt aus meiner Sicht unschlagbar macht. Die Preise von Kinsta halte ich angesichts der gebotenen Leistung für absolut fair. Richtig geil ist der kostenlose Hack-Bereinigungsservice von Kinsta, d.h. wenn Ihre Website gehackt wird, wird diese sofort von Kinsta wieder repariert! Kinsta ein internationales Unternehmen mit Sitz in den USA und Büros in London und Budapest, bietet derzeit also (noch) keinen deutschen Support.
Ehrlicherweise bin ich kein Freund von Hosting in der Cloud, wenn man die flexible Skalierung nicht unbedingt braucht. Solltet ihr aber TV-Werbung schalten, oder in die Höhle der Löwen wollen, ist Kinsta meine erste Wahl in Sachen Highend-WordPress-Cloud-Hosting.
Der US-Hosting-Anbieter Siteground hat neben klassischen Hosting-Paketen auch ein Managed WordPress Hosting im Angebot. Auf der Tarifseite wirbt Siteground damit, offiziell von WordPress.org empfohlen zu sein und tatsächlich findet sich auf einer Unterseite bei WordPress.org eine Auflistung von drei WordPress Web Hosting Anbietern, die ich natürlich umgehend in meinen Hosting-Vergleich aufgenommen habe.
Los geht es, bei jährlicher Zahlweise, mit dem StartUp-Tarif für 12,99 EUR (netto) im Monat. Darin enthalten ist eine WordPress Instanz mit etwa 10.000 Besuchern im Monat und 10 GBSSD-Speicherplatz. Allerdings fehlen hier die Premium WordPress Features, wie der sogenannte WordPress Special Cache sowie das Staging-System. Diese sind ab dem GrowBig-Paket für 22,99 EUR (netto) monatlich enthalten. Darin können beliebig viele WordPress Instanzen gehostet werden. Eingeschränkt wird das Paket durch 20 GB SSD-Speicherplatz, sowie der Leistung für etwa 25.000 Visits im Monat. Darüber gibt es nur noch das GoGeek-Paket für 39,95 EUR (netto) monatlich mit 40 GB SSD-Speicher und bis zu 100.000 monatlichen Besuchern. In jedem Account ist das CloudFlare CDN bereits enthalten.
Siteground verfügt über insgesamt sieben Datencentern auf drei Kontinenten und hat neben den Standorten in London und den Niederlanden mittlerweile sogar ein eigenes Data-Center in Frankfurt! Als Betriebssystem kommt CentOS zum Einsatz und eine Kombination aus Apache und NGINX liefert die Webseiten via HTTP/2 aus. Es kommen insgesamt drei Cache-Ebenen zum Einsatz (StartUp-Paket nur Ebene 1!): Statischer Inhaltscache, dynamischer Daten-Cache via NGINX, sowie ein Datenbank-Cache auf Basis von Memcached. Also nix Besonderes, aber ein solider Stack. PHP steht in den Versionen 7.4, 7.3, 7.2, 7.1, 7.0 und 5.6 zur Verfügung. Das integrierte Staging-System gibt es ab dem GrowBig-Paket – klar, denn hierfür benötigt man natürlich mehr als eine WordPress-Instanz. Als einziger Anbieter hier im Vergleich setzt Siteground auf CPanel statt auf Plesk oder eine eigene Lösung!
Als echter Managed-WordPress-Hoster bietet Sitegroundautomatische WordPress-Software- und Plugin-Updates. Die integrierte Firewall soll Sicherheitsrisiken minimieren und das Siteground-Team führt selbstständig Patches gegen Exploits durch, und das sogar noch bevor die offiziellen Entwickler ein Sicherheitsupdate veröffentlichen! Der Support ist 24/7 via Telefon, Chat und Ticket-System erreichbar.
Technisch finde ich, dass Siteground nichts Besonderes bietet, aber ein solides Angebot an Managed WordPress Hosting-Paketen bietet. Siteground ist selbstverständlich DSGVO-konform und kann daher bedenkenlos verwendet werden. Scheinbar gefielen den Betreibern die neuen Richtlinien zur Verarbeitung personenbezogener Daten der EU so gut, dass diese nun für alle Nutzer gelten, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrem Standort. Sehr löblich wie ich finde. Ebenfalls cool finde ich, dass CloudFlare inkl. WAF und Dienste wie Sicherheitspatches in allen Paketen inklusive sind!
Wenn Ihr Euch noch die Aktionspreise sichern könnt und keinen deutschen Support braucht, ist Siteground aus meiner Sicht ein echtes Schnäppchen!
Bei WP Engine handelt es sich um ein echtes WordPress-Schwergewicht in den USA! Das Unternehmen wurde bereits 2010 mit dem klaren Fokus auf WordPress-Cloud-Hosting gegründet. Der größte reine WordPress-Hosting-Anbieter hat mittlerweile nicht nur das beliebte Genesis Framework übernommen, sondern auch gleich noch dessen Anbieter StudioPress samt 200.000 Kunden und sämtlichen Themes und im Oktober 2018 auch noch Array Themes und Atomic Blocks, einem Spezialisten für flexible Themes für Gutenberg. Darüber hinaus gehört auch der WordPress-Hoster flywheel zu WP Engine, der nach wie vor mit einem eigenen Angebot am Markt vertreten ist.
Los geht es bei WP Engine im STARTUP–Tarif zum Start einer kleinen Website oder eines Blogs für 28 EUR im Monat (aktuell nur 21 EUR mit dem Code wpe3free). Darin ist eine WordPress-Instanz enthalten, 10 GB Speicherplatz und 50 GB Traffic im Monat. Die Leistung soll für etwa 25.000 Besuche im Monat reichen. Wer mehr Traffic hat, bekommt im GROWTH–Tarif 10+ WP-Instanzen mit 20 GB Speicher und insgesamt maximal 100.000 Besuchern im Monat für 80 EUR. Eine richtig trafficstarke Seite oder eben 30+ WordPress-Instanzen mit maximal 400.000 Besuchern im Monat und 50 GB Speicher gibt es im Tarif Scale für 202 EUR im Monat.
Jeder Tarif hat isolierte Dev-, Stage-, Prod-Umgebungen, also die Möglichkeit, auf einer Entwicklungsumgebung neue Dinge zu programmieren, dann auf einer Staging-Umgebung sauber zu testen und anschließend auf die Produktiv-Umgebung, also die Live-Seite, zu überspielen. Sehr komfortabel.
Was richtig cool ist: Durch die Übernahmen des Unternehmens sind das Genesis Framework und alle (derzeit) 35 StudioPress-Themes im WP-Engine-Tarif enthalten. Dieses Framework habe ich auch in meinem Artikel Die besten WordPress Themes vorgestellt.
Die Technik von WP Engine ist wirklich State of the Art. Webserver machen NGINX das Hosting natürlich PHP-7-fähig inkl. HTTP/2 und setzen auf den hauseigenen EverCache (Es kommt eine Kombination aus Memcached mit mcrouter und dem Varnish Cache zum Einsatz). Als Speichersystem hat WP Engine ein eigenes LargeFS (auf Gluster-Basis) entwickelt, das quasi unbegrenzten Speicherplatz auf Amazon S3 anbieten kann. Inklusive ist in allen Tarifen die Nutzung des weltweiten Content Delivery Networks (CDN). Obwohl WP Engine aus den USA kommt, kann man beispielsweise Frankfurt als Datencenter-Standort für die eigene Website auswählen. Die Cloud-Server kommen dabei aus der Google Infrastruktur und sind daher hervorragend weltweit angebunden.
In Sachen Sicherheit bietet WP Engine tägliche Backups und automatische WordPress-Updates. Ein eigenes System über AppArmor kann bösartiges Verhalten und Bedrohungen dynamisch erkennen und blockieren.
Nicht erlaubte Plugins
WP Engine hat als einer der wenigen Managed WP Hoster eine Liste nicht erlaubter Plugins, die die Stabilität des Systems gefährden oder zu ungewünschtem Verhalten führen können.
Laut WP Engine funktionieren die meisten Caching Plugins nicht mit deren eigener Caching Lösung. Daher werden Plugins wie WP Super Cache, WP File Cache, W3 Total Cache, WordFence, etc. automatisch deaktiviert. Das halte ich für nachvollziehbar und sinnvoll. Ich selbst nutze NGINX Full Page Cache und da würde ein Festplatten-Caching über ein Plugin nur eine unnötige weitere Schicht darstellen. Ebenso werden die üblichen Backup-Plugins deaktiviert, da diese in der Tat sehr ineffizient sind und WP Engine ohnehin jede Nacht Backups anfertigt. Darunter sind beispielsweise WP DB Backup, WP DB Manager, BackupWordPress und VersionPress.
Mein Fazit zu WP Engine
WP Engine ist ein Gigant unter den Managed WordPress Hostern. Mit allen Vor- und Nachteilen. Als einer der wenigen Hoster, bringt WP Engine einige Einschränkungen in Sachen Plugins mit sich, gewährleistet damit aber auch die Stabilität des Systems. Der Telefon-Support und der Chat-Support sind zu Deutschen Arbeitszeiten leider schlecht erreichbar und nicht besonders kompetent. Für wirklich trafficreiche Websites hat WP Engine als Gesamtpaket aus meiner Sicht kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Auch der mehr als 20-Jahre alte Hoster DreamHost bietet unter dem Namen DreamPress ein Managed WordPress Hosting, das sogar von WordPress.org empfohlen wird.
Preislich geht es bei 16,95 Dollar im Monat los. Dafür soll die Webseite 100.000 Besuche aushalten, allerdings noch ohne CDN. Für 24,95 Dollar im Monat bietet der DreamPress PlusTarif dann eine WordPress-Instanz inkl. CDN und soll für rund 300.000 Besucher im Monat gut sein. Der Speicherplatz ist in allen Tarifen mit 30, 60 bzw. 120 GB SSD-Storage sehr groß bemessen.
Die großen DreamPress Plus- und Advanced-Pläne enthalten bereits Jetpack Professional, was DreamHost zu einer guten Wahl macht, falls man gerne Jetpack verwendet. Das Support-Team von DreamHost ist wirklich gut geschult besteht zum Teil sogar aus WordPress-Core-Entwicklern. Das bedeutet hier ist nichts ausgesourced und die Mitarbeiter kennen die Plattform in- und auswendig!
DreamHost bietet eingebautes Caching, Staging und automatische tägliche Backups. Dazu gibt es einen kostenlosen Umzugsservice und automatische WordPress-Aktualisierungen für Core- und Sicherheitsupdates. Die integrierte Staging-Umgebung kann man beispielweise dazu nutzen, neue Plugins, Themen und Code auf sichere Weise zu testen, bevor die Änderungen live gehen.
Leider konnte ich ohne Testserver noch nicht mehr über den verwendeten Hosting-Stack bei DreamPress herausfinden. Mal sehen, wann ich Zeit finde, hier eine Testdomain anzulegen.
In Sachen Managed WordPress Hosting sind die DreamPress-Pläne wirklich eine ordentliche Wahl für Benutzer aller Art.DreamPress ist ein vollständig gemanagtes Hosting, das speziell für WordPress entwickelt wurde. DreamHost stellt die Verfügbarkeit sicher, überwacht jede Website auf Probleme und führt Wartung, Updates und Backups durch. Der englische Support ist überaus kompetent und jederzeit erreichbar.
Mit bluehost schließt sich der Reigen der von WordPress.org empfohlenen Hoster. Eigentlich handelt es sich bei bluehost um einen ganz normalen Webhosting-Dienstleister, zugegeben ein echtes Urgestein aus den vereinigten Staaten, das bereits seit dem Jahre 2003 im Hosting aktiv ist. bluehost unterstützt das Open Source Projekt WordPress bereits seit mehr als 10 Jahren und hat einige seiner Entwickler aus dem internen Entwicklungsteam der Vollzeit-WordPress-Core-Entwicklung gewidmet. Neuerdings bietet bluehost neben dem normalen WordPress Hosting auch eigene Managed WordPress Hosting Tarife an und qualifiziert sich damit für unseren großen Managed Hosting Vergleich.
Die Tarifstruktur ist etwas unklar, denn in sämtlichen Paketen sind unbegrenze WordPress Installationen, unbegrenzte Domains, unbegrenzte Subdomains, unlimitierter Speicherplatz und kein Traffic Limit enthalten?! Ebenso selbstverständlich sind tägliche automatische Backups und die Erkennung und Entfernung von Malware inkludiert.
Los geht es bei 18,15 EUR im Monat, allerdings nur, wenn man sich für 36 Monate bindet! Regulär kostet der kleinste Tarif 27,29 EUR monatlich:
US-Marketing-Typisch findet man über die eingesetzte Technik beim bluehost Managed WordPress Hosting sehr wenig heraus. Zumindest konnte ich nachlesen, dass ab dem WP Pro Paket SSDs zur Verfügung stehen und natürlich gibt es auch eine Staging-Umgebung zum Testen und Entwickeln.
Ich glaube bluehost ist wirklich kein schlechter Hoster und für ein US-Unternehmen mit einer WordPress-Webseite vielleicht wirklich gut geeignet. Das hauseigene Support-Team besteht daher tatsächlich aus engagierten WordPress-Experten und bietet einen ausgezeichneten, wenn auch englischsprachigen Support. Allerdings kann ich für Deutsche Kunden leider keine Empfehlung aussprechen.
Beim Anbieter Flywheel handelt es sich, ähnlich wie bei Kinsta, um echtes Cloud-Hosting. Das heißt Du musst Dir nicht die Ressourcen mit anderen Webseiten teilen, wie beim Shared Hosting. Die Plattform von Flywheel läuft auf der Google Cloud. Flywheel gibt es zwar bereits seit 2012, man setzt dort jedoch erst seit 2018 auf die Cloud. Damit ist die Firma international so erfolgreich, dass sie im Juni 2019 von WP Engine übernommen wurde und seit dem als Tochterunternehmen am Markt ist.
Als Cloud-Hoster ist Flywheel nicht ganz billig. Aber durch die Übernahme von WP Engine kann Flywheel Einsteigern wieder den Tiny Tarif für 13 Dollar im Monat anbieten. 5.000 Besucher im Monat und 5 GB Speicherplatz sind zwar nicht viel, sollten kleinen Webseiten und Anfängern aber erstmal reichen. Eine einzelne Instanz im Tarif Starter mit 5 GB Speicher gibt es ab 25 Dollar mit Monat. Die Leistung der Instanz sollte laut Anbieter für etwa 25.000 Besucher im Monat ausreichen. Das sind weniger als 1.000 Besucher am Tag. Der Traffic ist dabei auf 50 GB beschränkt, was im Cloud-Hosting ebenfalls üblich ist und bei der Anzahl der Besucher locker ausreichen sollte.
Darüber bieten die Tarife Freelance für 115 Dollar bis zu 10 WordPress-Installationen und 100.000 Besucher monatlich mit 20 GB Speicher und 200 GB Traffic. Der Agency Tarif für 290 Dollar im Monat erlaubt maximal 30 WordPress-Seiten für 500.000 Besucher monatlich und stellt 50 GB Speicherplatz und 500 GB Bandbreite bereit.
Als reiner WordPress-Spezialist, hat Flywheel seine Server für optimale Leistung abgestimmt und kümmert sich um Konfiguration und Caching, so dass man kein eigenes Caching-Plugin mehr einrichten muss. Die eigene Caching-Engine von Flywheel namens FlyCache wurde nach Aussagen der Entwickler speziell dafür entwickelt, WordPress-Sites zum Fliegen zu bringen. Obwohl ein Full-Page-Cache verwendet wird, ist WooCommerce auf Flywheel kein Problem, denn bestimmte Pfade können standardmäßig nicht gecached werden, so dass man nicht mit seltsamen Warenkorbproblemen oder lustigen 500 Fehlern konfrontiert wird. Dieser Cache wird mit dem CDN von fastly kombiniert und kann, ähnlich wie bei CloudFlare, zwischengespeicherte Inhalte von globalen Points of Presence (POP) bereitzustellen. Wenn ein Benutzer auf die Website zugreift, bekommt dieser also die Dateien von dem Server, der ihm geografisch am nächsten ist, was die Latenzen und Ladezeit verringert.
Flywheel macht als internationaler Cloud-Hoster einen guten Job. Der englischsprachige Support ist 24/7 an 365-Tagen im Jahr erreichbar und die Server stehen direkt in den Rechenzentrum von Google, was natürlich die Anbindung sehr gut macht. Leider konnte ich über die verwendete Technik relativ wenig herausfinden, ebenso wie über die weitere Zukunft von Flywheel unter WP Engine.
Wer auf WordPress Hosting in der Google Cloud setzen will, ist aus meiner Sicht bei Kinsta besser aufgehoben, allerdings ist Flywheel aktuell etwas günstiger unterwegs.
Ich habe mir vorgenommen, bei nächster Gelegenheit Tests von WPX, Pressable, Cloudways, ithemes, Strato, Hetzner und alfahosting (wurde von dogado übernommen) durchzuführen und sämtliche Hoster einem Performance- und Support-Test zu unterziehen.
Vermisst Ihr sonst noch einen Anbieter? Dann ab damit in die Kommentare!
So findest Du das richtige Hosting für Dein WordPress
Ob man eine gute Wahl getroffen hat, zeigt sich beim Hosting leider oft erst nach etlichen Monaten. Bei Shared-Hosting-Umgebungen wird man zu Beginn zwar auf einen nagelneuen Server ohne Last gepackt, doch diesen teilt man sich mit immer mehr Kunden, wodurch er immer voller und langsamer wird. Aber Deine WordPress-Seite soll ja nicht nur am Anfang schnell sein, sondern auf Dauer flott und stabil bleiben. Daher habe ich mich dazu entschieden, die Technik ein wenig genauer unter die Lupe zunehmen. Dafür habe ich Testinstallationen durchgeführt und einen direkten Vergleich mit meinem aktuellen Hosting angestellt.
Hosting ist ein Hygienefaktor
Ein gutes Hosting ist unsichtbar, denn es funktioniert einfach. Man muss sich nicht damit auseinander setzten, solange alles läuft. Wenn ein Hoster auffällt, dann also negativ. Wenn etwas schiefgeht, eine Festplatte geht kaputt oder sonstige Probleme technischer Natur auftreten, dann kann der Hoster durch schnelle Reaktionszeiten und guten Support punkten.
Wenn die Ladezeiten schlecht werden, der Server nicht durchgehend erreichbar ist oder sich Ausfälle häufen, kann ein schlechter Hoster nicht nur Nerven, sondern auch richtig Geld kosten. Umsatzeinbuße durch Offline-Zeiten können ebenso entstehen wie Rankingprobleme bei Suchmaschinen durch langsame Ladezeiten! Letztlich sollte man das Thema Datensicherheit und Datenschutz nicht vernachlässigen, denn da kann der falsche Hoster oder ein unprofessioneller Umgang massive Schäden nach sich ziehen.
Hosting ist ein Hygienefaktor. Wenn alles gut ist, merkt man nichts davon. Wenn nicht, hat man oft ein echtes Problem!
Kai Spriestersbach
Backups & Sicherheit
Das Thema Backups, Rollbacks und Sicherheit ist extrem wichtig und wird leider immer wieder unterschätzt! WordPress ist – aufgrund der großen Verbreitung – ein beliebtes Ziel von Hackern und Bots, die automatisiert Schwachstellen und bekannte Sicherheitslücken ausnutzen. Oft merkt man das dann erst, wenn es zu spät ist und es bereits zu einem Datenverlust oder Webseitenausfall gekommen ist.
Kein System ist 100% sicher. Daher solltet ihr stets ein aktuelles Backup vorhalten und das Thema nicht auf den Hoster abwälzen! Ich habe selbst schon Fälle erlebt, wo großen Hostern komplette Backups der halben Kundschaft ab handen gekommen waren und nach einem Servercrash NICHTS mehr herstellbar war. Wer an diesem Punkt kein aktuelles Offsite-Backup hatte, also ein Backup AUSSERHALB des Systems des betroffenen Hoster, der musste seine Webseite im schlimmsten Falle neu aufbauen und wieder von vorne beginnen! Ein bekannter Hoster hatte erst 2019 einen massiven Ausfall, bei dem fast alle Kundenwebseiten für mehrere Tage nicht erreichbar waren und dann festgestellt wurde, dass die Backups offenbar nicht funktioniert haben.
Zwei extrem wichtige Tipps zum Thema Backup:
Macht IMMER einen Recovery-/Rollback-Test der Backups! Probiert also aus, ob ihr die Webseite aus dem Backup auch wirklich wieder herstellen könnt.
Legt Euch regelmäßig ein Offsite-Backup auf einem anderen Server oder zuhause an. So könnt ihr die Seite wiederherstellen, falls der Hoster Probleme mit den Backups bekommt.
Natürlich sollten bei intensiv genutzten Websites, an denen mehrere Redakteure parallel arbeiten, häufiger Offsite-Backups gefahren werden als bei einem Mini-Blog, der kaum neue Inhalte und Veränderung erfährt.
Tipps in Sachen Sicherheit
Egal ob Managed Server oder voll-virtualisierte Umgebungen, alle Server müssen stets aktuell gehalten werden. Das bedeutet, dass das Betriebssystem, also der Linux Kernel sowie die verwendete Software und alle Module zügig aktualisiert werden.
Der Hoster sollte sichere Passwörter erzwingen, unnötige Ports dicht machen sowie regelmäßig nach Malware, Schadsoftware und Viren scannen. Falls ihr mit mehreren Kunden auf einem gemeinsamen Server gehostet werdet, muss ein Zugriff zwischen den Kundenpaketen unterbunden werden. Eine Multi-Factor-Authentication wäre natürlich noch besser.
In jedem Fall sollte eine Firewall auf dem Server eingesetzt werden und unsichere Module wie z.B. mod_perl entfernt werden. Ebenso ist es empfehlenswert nicht benötige Login-Methoden zu deaktivieren (z.B. SSH auf Shared Hosting oder unverschlüsselter FTP-Zugang).
Im WordPress selbst sollten die Dateirechte restriktiv gesetzt werden und sowohl das CMS, als auch Plugins und Themes automatisch aktualisiert werden.
Im Rechenzentrum kann eine WAF (Web-Application-Firewall) dazu dienen, Angriffe zu blockieren, bevor sie überhaupt den Server erreichen und der Hoster sollte eine Möglichkeit für die DDoS-Abwehr besitzen. Das kann selbstverständlich auch durch den Einsatz eines CDNs wie beispielsweise CloudFlare geschehen.
Was darf bzw. muss Hosting kosten?
In Sachen Budget kommt es natürlich darauf an, ob Du einen kleinen Blog, mehrere Projekte oder eine High-Traffic-Seite hohen Trafficzahlen hosten willst oder gar einen Onlineshop mit mehreren Buchungen pro Stunde betreibst.
Ein ordentliches Hosting für eine durchschnittliche WordPress-Webseite gibt es ab ca. 10 EUR im Monat. Rechnet man dann noch automatische Updates und einen anständigen Support dazu, liegt man bei mindestens 20 EUR für eine WordPress-Instanz.
Preise unter 10 EUR sind entweder zeitlich befristete Lockangebote, oder man teilt sich mit derart vielen anderen Kunden die Hardware, dass die Leistung, die man erhält für ein dynamisches CMS oft zu gering ausfällt.
Hosting für größere Webseiten oder Onlineshops, die entsprechende Ressourcen benötigen kosten monatlich 100 EUR aufwärts. Bei Webseiten mit sehr vielen Besuchern, geht ein ordentliches Hosting auch schnell mal in den mittleren dreistelligen Bereich, also 300-800 EUR im Monat! Das sollte allerdings auch nur notwendig werden, wenn Euere Webseite entsprechende Umsätze generiert und diese Kosten insgesamt einen kleinen Teil Eurer monatlichen Ausgaben ausmachen 😉
Es gibt viele unterschiedliche Ansätze an das Thema Hosting heranzugehen, eines steht allerdings fest: Kein Hoster kann zaubern. Die kochen alle nur mit Wasser.
Die Kosten für Server und Rechenzentren sind mehr oder weniger für alle Anbieter gleich. Natürlich haben die großen Anbieter gewisse Skaleneffekte oder Synergien, aber gerade die Kleineren Hoster und Spezialisten können dafür mit besserem Support oder maßgeschneiderten Lösungen punkten. Bei allzu günstigen Angeboten musst Du aufpassen, entweder die Leistung oder der Support ist schlecht (oder beides) oder es handelt sich nur um ein Lockangebot und im zweiten Jahr wird das Paket dann deutlich teuerer.
Mehr Leistung kostet auch mehr Geld. Ebenso Zuverlässigkeit, Sicherheit und Support.
Zugegeben, es fühlt sich krass an, 100 EUR aufwärts für das Hosting einer einzelnen Website auszugeben. Das ist mehr, als die meisten für einen DSL- oder Handyvertrag im Monat zahlen. Aber es ist auch klar: Wer so ein kostspieliges Paket braucht, hat eben auch viel Traffic zu stemmen. Mit einem entsprechenden Geschäftsmodell und Einnahmen ist man in der Regel jedoch froh, wenn alles stabil und zuverlässig läuft und man sich nicht weiter mit dem Thema Hosting im Tagesgeschäft auseinandersetzen muss.
Es sei an dieser Stelle auch gesagt, dass das, was Hosting wirklich teuer macht, ist der Support! Wenn ich also als Hoster lauter Kunden habe die wissen was sie tun und nur ab und zu mal eine Kleinigkeit benötigen, kann ich natürlich ganz anders kalkulieren als bei technisch nicht so versierten Kunden, die permanent Fragen haben oder Unterstützung brauchen und eventuell besser bei einer Agentur oder einem Webentwickler aufgehoben wären. Große Anbieter versuchen viele Fragen und Probleme über die Website mittels FAQ-, Foren oder Chatbots abzufangen oder betreiben gigantische Callcenter mit Leuten, die oft leider weniger Ahnung haben als man selbst.
Empfehlung in Sachen Support:
Ich würde eher zu einem Hoster gehen, bei dem man es direkt mit einem fähigen Support-Mitarbeiter, Sysadmin oder sogar dem Inhaber zu tun hat. Dafür bin ich auch bereit, den einen oder anderen Euro im Monat mehr ausgeben.
MySQL-Version 5.7 oder höher bzw. MariaDB-Version 10.3 oder höher.
HTTPS-Unterstützung
Das ist tatsächlich schon alles.
Das Entwicklungsteam von WordPress empfiehlt entweder Apache oder Nginx als Webserver zum Betrieb von WordPress, aber jeder Server mit Unterstützung für PHP und MySQL ist im Grunde ausreichen. Dennoch kann nicht jede mögliche Umgebung getestet werden. Ältere PHP-Versionen werden außerdem nicht mehr gepflegt und können potentielle Sicherheitsrisiken für deine Website darstellen!
Für eine schnelle Website ist die Anbindung ebenso wichtig wie schneller Speicherplatz (auf SSDs / NVMe) ordentlich Arbeitsspeicher (achtet hier auch auf das PHP-Memorylimit und etwaige Caches im RAM) sowie ausreichend CPU-Kerne mit ordentlichen Taktraten für die Ausführung des PHP-Codes. Da sich PHP-Code nicht auf mehrere Kerne verteilen lässt, ist dies bei Traffic-starken Webseiten, die sich nicht cachen lassen besonders wichtig. Hier bringt ein CPU-Kern mit >3 GHz eine weit aus höhere Leistung als mehrere Kerne mit Taktraten unter 2 GHz! Wenn Deine Seite also beispielsweise einen Warenkorb hat oder anderweitig dynamische Inhalte bereit hält, wirst Du automatisch ein teureres Hostingpaket brauchen, da der Server nicht mehr alle Seiten fertig gerendert im RAM halten kann (sog. Full Page Caching). Sollte es sich bei deinem Hostingpaket um einen virtuellen Server handeln, sollte dieser mehr als 512 MB RAM haben, denn neben dem Betriebssystem müssen auch noch die Datenbankanwendung (MariaDB oder MySQL), die Datenbank selbst sowie alle Caches in den Arbeitsspeicher passen.
Du merkst also schon: Es gibt nicht DEN EINEN RICHTIGEN HOSTER FÜR ALLE!
Daher habe ich mich für eine möglichst transparente Darstellung der Anbieter und ihrer Tarife und Leistungen, mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen aus meiner Sicht und einer Empfehlung nach Webseiten-Größe am Ende dieses Artikels entschieden.
Übrigens, solchen Marketing-Bullshit wie kostenlose SSL-Zertifikate und Traffic-Flat erspare ich Euch an dieser Stelle ebenso wie WordPress-1-Klick-Installationen, denn seien wir mal ehrlich: Wer in Zeiten von Let’s encrypt kein HTTP/2 & SSL for free anbietet, sollte am besten gar keine Kunden mehr haben!
Empfehlungen in Sachen DSGVO und Datenschutz
Hinweis: Ich bin kein Anwalt und das ist keine Rechtsberatung. Ich teile hier meine persönliche Meinung und Empfehlung, basierend auf der Einschätzung von Experten.
Seit dem der Europäische Gerichtshof EuGH in der Schrems-II-Entscheidung das sogenannte „Privacy Shield“-Abkommen für rechtswidrig und damit unwirksam erklärt hat, ist ein rechtssicheres Hosting bei einer nicht-EU-Firma offenbar nicht mehr möglich. Damit werden alle US-Hoster und Cloud-Anbieter, die ihren Hauptsitz nicht innerhalb der EU haben, zu einem unkalkulierbaren Abmahn- und Bußgeld-Risiko.
Daher gilt:
Finger weg von US-Hostern und anderen Anbietern ohne Sitz in Deutschland oder der EU!
So weit ich die Experten verstehe, ist es nicht mehr möglich, eine Webseite rechtssicher außerhalb der EU zu hosten!
Aktuell gibt es wohl noch Uneinigkeit darüber, ob EU-Standard-Vertragsklauseln (kurz SCC) oder sogenannte Binding Corporate Rules (kurz BCR) ausreichen, oder auch dies wegen der US-Gesetzgebung irrelevant ist. Denn selbst wenn der Hoster eine Tochtergesellschaft in Irland und ein Data-Center in Deutschland betreibt, hilft das nicht offenbar nichts. Durch den „Cloud Act“, den „Patriot Act“ und andere Mechanismen hätten die US-Mütter der EU-Tochterunternehmen quasi Durchgriffsrecht und es kann nicht sicher gestellt werden, dass keine personenbezogenen Daten in die Vereinigten Staaten übermittelt werden, die von Geheimdiensten und anderen Stellen ausgewertet werden.
Damit liegt offenbar eine, nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) unzulässige Übermittlung vor. Der Bußgeldrahmen für einen derartigen Verstoß sieht bis zu 20 Millionen Euro für Personen und bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes für Unternehmen vor.
Spätestens das Auskunftsgesucht, welches nach Art. 15 der Datenschutz-Grundverordnung jedem Verbraucher zusteht, stellt für Unternehmen, die auf ausländische Hoster setzen, ein echtes Problem dar.
Noch Fragen zum Thema WordPress Hosting?
Wieso solltest Du Dein WordPress in Deutschland hosten?
Seit dem der Europäische Gerichtshof EuGH in der Schrems-II-Entscheidung das sogenannte „Privacy Shield“-Abkommen für rechtswidrig und damit unwirksam erklärt hat, ist ein rechtssicheres Hosting bei einer nicht-EU-Firma offenbar nicht mehr möglich. Damit werden alle US-Hoster und Cloud-Anbieter, die ihren Hauptsitz nicht innerhalb der EU haben, zu einem unkalkulierbaren Abmahn- und Bußgeld-Risiko. Mit einem WordPress-Hosting aus Deutschland gehst Du auf Nummer sicher und hast außerdem einen deutschsprachigen Support.
Was kostet gutes WordPress Hosting?
In Sachen Preis kommt es extrem darauf an, ob ich einen kleinen Blog oder eine private Homepage betreibe oder mehrere Projekte, eine High-Traffic-Seite oder sogar einen Onlineshop mit hunderten Buchungen pro Stunde! Ein günstiges Hosting für eine kleine Webseite gibt es ab rund 6 EUR im Monat. Ein ordentliches managed WordPress-Hosting für eine Firmenseite geht bei rund 29 EUR los. Leistungsstärkere Pakete für größere Webseiten oder Onlineshops kosten schnell 100 EUR aufwärts. Bei echten Hightraffic-Webseiten geht ein ordentliches Hosting auch gerne in den guten dreistelligen Bereich, also 500-800 EUR im Monat!
Welches WordPress Hosting für Unternehmensseiten und Business-Websites?
Für eine Unternehmenswebseite die wirtschaftlich und sicher gehostet werden will, würde ich ein Business Paket bei einem deutschen Hoster mit gutem Support greifen. Hier kann ich besonders HostPress empfehlen. Denn insbesondere bei Firmen mit vielen E-Mail Accounts und wichtigen Daten auf der Webseite ist ein kompetenter Ansprechpartner, der gut erreichbar ist und die eigene Sprache beherrscht. Dazu kommen noch die Themen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag und Datenschutz, also hier nicht am falschen Ende sparen!
Welches WordPress Hosting für große Seiten und Onlineshops mit WooCommerce?
Betreibst Du einen Shop mit WooCommerce oder ähnlichen Plugins? Da brauchst Du ein Hostingpaket mit richtig Leistung, denn sobald deine Webseite einen Warenkorb bietet, helfen die meisten Caching-Plugins und serverseitigen Mechanismen nichtmehr all zu viel. Du willst ja, das jeder Kunde seinen eigenen Warenkorb hat und nicht alle sich einen gecachten teilen müssen. Ebenso verhält es sich, wenn Du sehr viel Traffic, viele Inhalte oder viel Aktivität in Form von Kommentaren, einem Forum oder anderen Interaktionsmöglichkeiten bietest. Hier gilt: Finger weg von Shared-Hosting ohne garantierte Ressourcen! Du willst in jedem Fall automatisch tägliche Backups und auch ein CDN eine WAF und andere Sicherheitssysteme, die Deine Seite gegen Hacker-Angriffe abschottet. Besonders kann ich hier die Tarife von HostPress empfehlen.
Was ist Managed WordPress Hosting?
Bei den sogenannten Managed WordPress-Hostern handelt es sich um Hoster, die sich speziell auf den Betrieb von Websites auf Basis von WordPress spezialisiert haben. Daher ist deren Stack, also die eingesetzte Software und die Server-Architektur voll auf WordPress ausgerichtet und optimiert. Außerdem kennen sich die Mitarbeiter mit WordPress und dessen Tücken aus und können bei Pagespeed-Problemen oder der Plugin-Auswahl behilflich sein.
Welches WordPress Hosting für Anfänger und kleine Webseiten?
Für kleine Webseiten, Anfänger- und Hobbyprojekte würde ich stark nach dem Preis schauen, aber man will natürlich auch für wenig Geld einen soliden Hoster. Allerdings braucht man in der Regel nur ein E-Mail-Postfach, hat wenig Traffic und auch keine Business-kritischen Anwendungen oder Ähnliches laufen. Hier ist ein klassisches Shared-Hosting oder Webspace genannt vollkommen ausreichend. Dort teilt man sich mit vielen anderen Kunden einen großen Server oder gleich einen ganzen Cluster. Wenn es auf jeden Cent ankommt, würde ich zu einem sehr günstigen Hoster wie netcup oder IONOS gehen. Die günstigsten Pakete findest Du im Artikel.
Welches Hosting brauche ich für WordPress?
Grundsätzlich gibt es unzählige Hoster, die die Mindestvoraussetzungen von WordPress an einen Webspace erfüllen: PHP-Version 7.3 oder höher. MySQL-Version 5.6 oder höher ODER MariaDB-Version 10.1 oder höher. HTTPS-Unterstützung.
Der Lenkungsausschuss für Medien und Informationsgesellschaft (CDMSI) des Europarats hat seine „Guidelines on the responsible implementation of artificial intelligence systems in journalism“ am 30. November 2023 verabschiedet. Dies stellt eine EU-weit einheitliche Richtlinie für die verantwortungsvolle Implementierung von KI-Systemen im Journalismus dar, wobei der Schwerpunkt auf dem Schutz und der Förderung von Menschenrechten, professioneller Ethik und der demokratischen Rolle der Medien liegt.
Die umfangreichen Leitlinien behandeln verschiedene Aspekte der Nutzung von KI im Journalismus, einschließlich der Entscheidungsfindung über die Implementierung von KI-Systemen, der Identifizierung und Beschaffung solcher Systeme, der Integration in die professionelle Praxis und der Verantwortlichkeiten gegenüber dem Publikum. Sie bieten auch Anleitungen für externe Technologieanbieter, Plattformen und Staaten, um ein Umfeld zu schaffen, das die verantwortungsvolle Nutzung von KI im Journalismus unterstützt.
Die Dokumentation betont die Bedeutung der Achtung der Menschenrechte, der öffentlichen Werte und der journalistischen Ethik bei der Entwicklung und Anwendung von KI im Journalismus. Sie schlägt vor, dass die Entscheidung zur Implementierung von KI-Systemen nicht nur technologie- oder kommerziell getrieben sein sollte, sondern auch von der Mission geleitet werden sollte, die Ziele und Werte der Nachrichtenorganisation zu erreichen.
Darüber hinaus behandeln die Leitlinien die Rolle von Staaten bei der Schaffung von Rahmenbedingungen, die die verantwortungsvolle Nutzung von KI im Journalismus fördern, einschließlich der Unterstützung von Forschung und Entwicklung sowie der Gewährleistung des Wettbewerbs zwischen Technologieanbietern.
Diese Regeln unterstreichen die Bedeutung der Rolle von Journalismus in der Demokratie und Gesellschaft und betonen, wie KI als Werkzeug eingesetzt werden kann, um diese Rolle zu unterstützen und zu erweitern, indem sie neue Möglichkeiten in Forschung, Datenanalyse und Interaktion bietet.
Die wichtigsten Regeln für Journalistinnen und Journalisten
Demokratische und gesellschaftliche Rolle des Journalismus: Der Journalismus hat eine wichtige demokratische und gesellschaftliche Rolle, die Öffentlichkeit zu informieren und die freie Meinungsbildung zu ermöglichen.
Pluralistische Debatte: Der Journalismus soll ein Forum für pluralistische Debatten bieten.
Unterstützung durch KI: Künstliche Intelligenz (KI) kann Journalisten in ihrer gesellschaftlichen und demokratischen Rolle unterstützen.
Forschung und Datenanalyse: KI kann in der Forschung und Datenanalyse bis hin zur Produktion und Verbreitung von Nachrichten sowie der Interaktion mit dem Publikum unterstützen.
Digitale Technologien: Es wird empfohlen, die Chancen digitaler Technologien, einschließlich KI-Systemen, zu nutzen.
Das Dokument enthält jedoch detailliertere Informationen und möglicherweise zusätzliche Richtlinien und Grundsätze. Um sicherzustellen, dass alle relevanten Regeln berücksichtigt werden, wäre es am besten, das gesamte Dokument durchzugehen und die vollständige Liste der Empfehlungen und Best Practices zu überprüfen.
Technologieanbieter: Sie sollten ausreichende Vorwarnzeiten und Informationen über Produktänderungen oder Änderungen der KI-Infrastruktur und Software bereitstellen. Kleine Änderungen können manchmal große Auswirkungen auf die redaktionelle Autonomie der Nachrichtenorganisationen haben.
Plattformen: Diese, die Nachrichten verbreiten oder vermitteln, spielen eine wichtige Rolle bei der verantwortungsvollen Implementierung von KI-Systemen im Journalismus. Sie sollten unter anderem darauf achten, dass Inhalte für alle leicht zu finden und als vertrauenswürdige Quellen anerkannt sind, den Zugang zu Nachrichten nicht aufgrund politischer oder anderer Meinungen einschränken und Transparenz über ihre Systeme zur Personalisierung der Nachrichtenlieferung erhöhen.
Verpflichtungen der Staaten: Staaten haben eine positive Verpflichtung, günstige Bedingungen für die Verwirklichung der Menschenrechte und Medienpluralismus zu schaffen. Dazu gehören die Diversifizierung von Finanzierungssystemen zur Unterstützung von Projekten zur Entwicklung verantwortungsvoller journalistischer KI-Systeme und die Förderung des Zugangs und der Wahlmöglichkeiten zwischen Technologieanbietern, die journalistische Werte und Menschenrechte respektieren und fördern.
Beschaffungsrichtlinien: Staaten sollten unabhängige Aufsichtsbehörden, Nachrichtenmedien und Selbstregulierungsorgane ermutigen, Beschaffungsrichtlinien zu entwickeln, die standardisierte Klauseln für die verantwortungsvolle Beschaffung journalistischer KI-Systeme enthalten. Dies kann kleineren und lokalen Medienorganisationen helfen und ihre Verhandlungsmacht gegenüber Technologieanbietern stärken.
Pflichten der Plattformen: Plattformen sollten genügend Daten öffentlich zugänglich machen, um eine unabhängige Prüfung zu ermöglichen, die etwaige diskriminierende oder problematische Ansätze in Entscheidungen zur Inhaltsbeschränkung identifiziert. Sie sollten auch Inhaltsmoderation transparent gestalten, um zwischen illegalen Inhalten und legalen, aber schädlichen Inhalten zu unterscheiden.
Medien- und Informationskompetenz: Medien- und Informationskompetenzprogramme sollten Nutzer dabei unterstützen, die Online-Infrastruktur und -Wirtschaft zu verstehen und wie Technologie ihre Entscheidungen in Bezug auf Medien beeinflussen kann.
Wahrung der Privatsphäre und des Datenschutzes der Nutzer: Es sollte sichergestellt werden, dass die Sammlung und Verarbeitung von Daten im Einklang mit internationalen Standards zum Schutz personenbezogener Daten steht und dass Transparenz über die Verwendung von Daten für journalistische Zwecke herrscht.
Im Grunde ist das Dokument ein umfassender Leitfaden für die Implementierung von KI im Journalismus, mit dem Ziel, die positiven Möglichkeiten der Technologie zu nutzen und gleichzeitig mögliche Risiken und negative Auswirkungen zu minimieren.
Leider konnte ich aus persönlichen Gründen in diesem Jahr nicht persönlich beim 37. Chaos Communication Congress dabei sein. Doch dank des c3voc ist das auch nicht nötig, um die Vorträge von dort zu sehen, denn es finden sich mittlerweile bereits sämtliche Talks vom Kongress auf media.ccc.de. Da ich das Gefühl habe, dass in der Online Marketing Bubble dieser reichhaltige Schatz an unglaublich tiefem Wissen noch garnicht so bekannt ist, habe ich mich dazu entschlossen meine persönliche Auswahl an Talks dieses mal zu verbloggen.
Den Fokus lege ich, wie soll es auch anders sein, auf das Thema generative KI, insbesondere mit Blick auf dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft, doch es geht natürlich auch um Sicherheit und Technikfolgenabschätzung.
Wie es sich für einen Hacker-Kongress gehört, mache ich den Anfang mit zwei KI-Hacking-Sessions, doch es sind auch Vorträge dabei, die spannende Gesellschaftliche Themen im Zusammenhang mit dem Thema künstliche Intelligenz beleuchten. Zu den ganzen Dystopien habe ich noch ein paar humoristische oder positive Vorträge zum Aufheitern in die Empfehlungsliste gepackt.
Mir ist klar, dass ihr die Vorträge niemals an einem Tag anschauen könnt, das habe ich auch nicht. Daher empfehle ich diesen Beitrag zu bookmarken und in den nächsten Wochen immer mal wieder einen Vortrag in Ruhe anzuschauen!
Viel Spaß!
???????? Hacking Neural Networks – Eine Einführung in das Hacking von Neuronalen Netzen
Jannes Queer führt die Zuhörer in die Welt der Neuronalen Netze und deren mögliche Schwachstellen ein. Er zielt darauf ab, ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise und die aktuellen Angriffsmethoden auf Neuronale Netze zu vermitteln. Dabei wird eine Bandbreite von Techniken wie LastLayer Attack, Back-Dooring, Information Extraction, Brute Forcing, Neural Overflow, Malware Injection, Neural Obfuscation und Model Stealing beleuchtet. Jate demonstriert einige dieser Angriffe live, um zu zeigen, wie sie ausgenutzt werden können und welche Informationen dabei gefährdet sind. Neben der Vorstellung dieser Angriffsmethoden diskutiert der Vortrag auch mögliche Abwehrstrategien, obwohl diese oft nur einen teilweisen Schutz bieten. Insgesamt bietet der Vortrag einen umfassenden Einblick in die aktuellen Forschungsthemen und praktischen Herausforderungen im Bereich des Hacking von Neuronalen Netzen.
???????? KI – Macht – Ungleichheit. – Was ist die soziale Dimension von Nachhaltigkeit und warum ist sie durch KI gefährdet?
Rainer Mühlhoff beleuchtet die dunklen Seiten der künstlichen Intelligenz und deren Einfluss auf soziale Ungleichheit und Nachhaltigkeit. Er argumentiert, dass der Fokus auf den Ressourcenverbrauch von KI zu kurz greift und dass wir stattdessen die sozialen und ökonomischen Auswirkungen dieser Technologie betrachten müssen. Mühlhoff hebt hervor, dass KI auf der globalen Ausbeutung von sozialen und natürlichen Ressourcen beruht und diskutiert die Rolle von KI in der algorithmischen Diskriminierung, sozialen Selektion und der Schaffung eines neuen digitalen Kolonialismus. Er fordert eine bessere Regulierung von KI-Systemen, um den Zielen der Nachhaltigkeit gerecht zu werden und sozialer Ungleichheit entgegenzuwirken. Der Vortrag bietet tiefe Einblicke in die Notwendigkeit, KI-Systeme als soziotechnische Systeme zu verstehen und zeigt auf, wie sie globale Ungleichheit und Ausbeutung verschärfen können.
???????? Unsere Worte sind unsere Waffen – Wie wir Chatbots allein mit kreativer Wortfindung so manipulieren können, dass sie uns dienen (ja, social engineering funktioniert bei großen Sprachmodellen!)
Eva Wolfangel erforscht in dieser fesselnden Sitzung, wie Sprache, eine unserer mächtigsten menschlichen Fähigkeiten, genutzt werden kann, um große Sprachmodelle zu manipulieren und für unsere Zwecke einzusetzen, oft auf Weisen, die ursprünglich nicht beabsichtigt waren. Sie beleuchtet die dunklen Seiten dieser Technologien, einschließlich ihrer Biases und der Potenziale für Machtmissbrauch, und zeigt auf, wie wir diese mit unseren eigenen Fähigkeiten überwinden können. Mit Beispielen aus ihren eigenen investigativen Recherchen illustriert Wolfangel, wie sie Chatbots durch Social Engineering dazu gebracht hat, geheime Informationen preiszugeben und bei der Aufdeckung versteckter Daten zu assistieren. Die Zuhörer:innen werden nicht nur unterhalten, sondern lernen auch praktische Tricks für ihre eigenen Recherchen und Strategien zum besseren Schutz ihrer persönlichen Daten.
???????? NEW IMPORTANT INSTRUCTIONS – Real-world exploits and mitigations in Large Language Model applications
In diesem fesselnden Vortrag von Johann Rehberger dreht sich alles um die realen Risiken, die mit der raschen Entwicklung von KI und Großen Sprachmodellen (LLM) einhergehen. Es werden diverse Exploits und Schwachstellen aufgezeigt, die in gängigen LLM-Anwendungen wie ChatGPT, Bing Chat und Google Bard gefunden wurden, sowie die von den Anbietern implementierten Gegenmaßnahmen. Der Fokus liegt auf der Demonstration, wie mächtig, aber auch wie anfällig maschinelles Lernen sein kann, insbesondere wenn ein Angreifer in den Prozess eingreift.
Der Vortrag beginnt mit einer Einführung in LLMs, erläutert deren Funktionsweise und geht auf verschiedene Techniken der Prompt-Engineering ein. Dabei wird besonders auf die Bedeutung des Kontextfensters und dessen Ausnutzung für Gesprächsfortführung in Systemen wie ChatGPT eingegangen. Anschließend werden realweltliche Beispiele und Exploits vorgestellt, unterteilt in Kategorien wie Fehlausrichtungen, Jailbreaks/Direkte Prompt-Injektionen und Indirekte Prompt-Injektionen. Hierbei wird besonders auf indirekte Prompt-Injektionen eingegangen, bei denen unzuverlässige Daten in den Chat-Kontext eingefügt werden, und wie dies zu Fehlinterpretationen und Missbrauch führen kann. Der Vortrag vertieft schließlich die Taktiken, die Angreifer nutzen können, um LLMs auszutricksen, einschließlich der Verwendung von Verschlüsselung oder Sprachwechsel.
Mein absolutes Highlight ist die einfache Erklärung in der Einleitung des Vortrag was Prompt Engineering ist und wieso wir das trotz RLHF, Alignment und Co. wahrscheinlich auch noch in den kommenden Jahren brauchen, wenn auch weniger.
???????? Lass mal das Innere eines Neuronalen Netzes ansehen!
In einer Welt, in der künstliche Intelligenz immer mehr an Bedeutung gewinnt, entmystifiziert Annika Rüll in ihrem Vortrag die oft missverstandenen Neuronalen Netze. Sie bietet eine anschauliche Erklärung ihrer Funktionsweise, betont dabei, dass diese nur wenig mit menschlichen Gehirnen gemeinsam haben, und öffnet die metaphorische Black Box, um zu zeigen, wie Neuronale Netze Entscheidungen treffen. Rüll geht auf die politischen und ethischen Implikationen erklärbarer KI ein und beleuchtet, inwieweit diese umsetzbar sind. Sie thematisiert, wie diese Netze manchmal „schummeln“, um Vorhersagen zu treffen, und wie sie wiederum ausgetrickst werden können. Der Vortrag zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis von maschinellem Lernen zu schaffen und lädt die Zuhörer ein, kritisch über die Möglichkeiten und Grenzen von KI, einschließlich der Frage nach einem Bewusstsein, nachzudenken.
???????? Synthetic Sentience – Can Artificial Intelligence become conscious?
Trotz des rasanten Fortschritts der KI-Fähigkeiten bleibt die Kernfrage der künstlichen Intelligenz scheinbar unbeantwortet: Was ist nötig, um einen Geist zu erschaffen? Dieser Vortrag erkundet die Grenzen der KI: Empfindungsfähigkeit, Selbstbewusstsein und die Möglichkeit des Maschinenbewusstseins.
Nach vielen Versuchen, KI-Modelle zu entwickeln, die intelligenter als Menschen sind, stehen wir nun einer Familie von überraschend erfolgreichen Systemen gegenüber, die viele unserer Fähigkeiten durch Textvorhersage und Text/Bild-Korrelation nachahmen. Die Grenzen dieser Ansätze sind gegenwärtig unklar, und obwohl sie auf sehr unterschiedliche Weise funktionieren als unsere Gehirne, stellen sie die Frage, ob Bewusstsein, Verkörperung und Motivation notwendig sind, um allgemeine Intelligenz zu erreichen. Was sind die Unterschiede zwischen menschlichen (und tierischen) Geistern und der aktuellen Generation von KI-Modellen? Wenn wir Perspektiven auf Geist und Bewusstsein, die in der Neurowissenschaft, Philosophie des Geistes, theoretischen und therapeutischen Psychologie sowie zahlreichen kulturellen Traditionen entwickelt wurden, betrachten und in die Metaphysik und konzeptuellen Rahmenwerke der künstlichen Intelligenz übersetzen, könnten wir Einblicke in diese Frage gewinnen.
???????? Alternativlos, Folge 52 – Künstliche Intelligenz
Nicht vom 37c3 aber aus dem CCC-Umfeld: In diesem Zusammenhang muss ich außerdem auf die letzte, unfassbar interessante Folge 52 des Alternativlos-Podcasts von Frank & Fefe hinweisen. Darin haben die beiden sich mit Joscha Bach (siehe Folge 42) über künstliche Intelligenz unterhalten.
Selten durfte ich einem derart intelligenten Menschen (Joscha) bei seinen Überlegungen zu KI und deren Zukunft zuhören. Eine absolute Hörempfehlung, allerdings definitiv nichts für „nebenbei“. Ich habe den Podcast schon zweimal gehört und werde noch einen weiteren Durchlauf samt Pausieren, Googlen, verstehen, brauchen, um das Gesagte in seiner Tiefe wirklich zu begreifen!
???????? Rettet uns die KI? – Über die Zukunft der digitalen Inklusion
Casey Kreer beleuchtet die Rolle generativer KI-Systeme wie ChatGPT und Midjourney in der digitalen Barrierefreiheit. Diese Technologien versprechen, den Alltag von Menschen mit Behinderungen durch innovative Lösungen zu erleichtern, beispielsweise durch die Generierung von Alternativtexten für sehbehinderte Nutzer:innen oder Texte in Leichter Sprache für Menschen mit Lernbehinderungen. Doch trotz des Potenzials dieser KI-Systeme weist Kreer auf neue Herausforderungen hin, wie reproduzierten Ableismus und neue unsichtbare Barrieren, die die Inklusion beeinträchtigen können. Als Beraterin für digitale Barrierefreiheit und selbst sehbehindert, spricht sie aus Erfahrung und fordert eine kritische Begleitung der Entwicklung von KI-Tools, um eine wirklich inklusive digitale Zukunft zu gewährleisten.
Der Vortrag bietet einen unverfälschten „Reality Check“ und einen authentischen Einblick in den Alltag von Menschen mit Behinderung, diskutiert Möglichkeiten und Herausforderungen und betont die Notwendigkeit, technologischen Fortschritt mit menschlicher Vielfalt in Einklang zu bringen.
???????? KI im Klassenzimmer – ein Update! – Wie KI in der Schule wirklich entlasten könnte
Nina Galla beleuchtete in ihrem Vortrag die wachsende Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Bildung. Sie knüpfte an ihre früheren Ausführungen von der #rC3 2020 (leider nicht online) an und skizzierte, wie KI nach dem Hype um ChatGPT nun realistisch Lehrkräfte entlasten könnte. Galla betonte die Bedeutung einer geplanten und wohlüberlegten Implementierung von KI in Schulen, um tatsächliche Entlastung zu erzielen.
Sie ging auf die Kooperationen zwischen Bundesländern, Schulen und EdTech-Unternehmen ein, die bereits mit Learning Analytics-Programmen und Intelligenten Tutor Systemen experimentieren. Galla hob hervor, dass trotz der technologischen Fortschritte die rechtliche Absicherung für den Einsatz von KI in Schulen noch aussteht. Sie informierte über die bald in Kraft tretende KI-Verordnung aus Brüssel, welche rechtliche Klarheit schaffen und den Rahmen für den sicheren und effektiven Einsatz von KI in Bildungseinrichtungen festlegen soll.
Abschließend diskutierte sie die technischen und pädagogischen Herausforderungen, die mit dem Einsatz von KI im Bildungsbereich einhergehen, und betonte, dass nur durch sorgfältige Planung, Beschaffung und Begleitung von KI-Technologien echte Entlastungseffekte erzielt werden können.
???????? Self-cannibalizing AI – Artistic Strategies to expose generative text-to-image models
Bei der Betrachtung generativer KI-Modelle, speziell der Text-zu-Bild-Modelle, tauchen Fragen über die Eigenheiten und Grenzen dieser Technologien auf. Dieser Vortrag entfaltet eine tiefgehende Analyse dieser Modelle, beginnend mit einem allgemeinen Verständnis aus der Perspektive von Künstlern und Programmierern. Er beleuchtet die Stable-Diffusion-Pipeline und stellt fest, dass viele Modelle auf ähnlichen, begrenzten Datensätzen und Algorithmen beruhen. Besonders bemerkenswert ist die Erkenntnis, dass große Datensätze mittels ästhetischer Vorhersagealgorithmen gefiltert werden, was zu einer starken Tendenz hin zu bestimmten Kunststilen führt und Fragen bezüglich der Diskriminierung aufwirft.
Der Vortrag geht auch auf die Contrastive Language-Image Pre-training (CLIP) Technologie ein, die Bilder und Texte verbindet, und deckt auf, wie diese auf großen Mengen von Text-Bild-Paaren basierenden Modelle möglicherweise Verzerrungen in die Datenbank einführen. Experimente mit „falschem Labeling“ enthüllen interessante Korrelationen, wie die Identifizierung des „glücklichsten“ Gesichts oder ethnischer Zugehörigkeiten auf Grundlage generierter Bilder.
Abschließend widmet sich der Vortrag der eigentlichen Bildgenerierung, insbesondere der Stable Diffusion Pipeline. Dabei wird aufgezeigt, wie generative KI-Modelle nicht nur Bilder aus Textbeschreibungen erzeugen, sondern auch vorhandene Bilder verarbeiten können. Dies führt zu der Erkenntnis, dass sich Bilder durch wiederholte Iterationen zunehmend in vorhersehbare Muster oder Farben verwandeln, was Fragen nach den inhärenten Tendenzen und Limitierungen dieser Modelle aufwirft.
???????? AlphaFold – how machine learning changed structural biology forever (or not?) – Getting first-hand insights into the impact of machine learning on life science
Im Jahr 2020 erschütterte eine besondere Ankündigung die wissenschaftliche Gemeinschaft: Google und ihr neuronales Netzwerk „AlphaFold“ triumphierten überraschend beim renommierten Wettbewerb zur Proteinstruktur-Vorhersage, dem Critical Assessment of Protein Structure Prediction (CASP). Dieser Sieg löste eine Welle der Begeisterung in der strukturellen Biologie aus und zog sogar die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien auf sich, mit Berichten, die 2020 als das Jahr kennzeichneten, in dem Maschinen begannen, uns in der Forschung zu überholen.
In seinem fesselnden Vortrag taucht Jan Gebauer in die Hintergründe dieser bahnbrechenden Entwicklung ein und bewertet den Einfluss des maschinellen Lernens auf die Wissenschaft, insbesondere auf die strukturelle Biologie. Nachdem Google 2021 die Methodik und den Quellcode von AlphaFold veröffentlichte, adaptierten Wissenschaftler weltweit das Tool, sodass nun fast jeder ohne Vorkenntnisse eigene Proteinstrukturen vorhersagen kann. Zwei Jahre nach seiner öffentlichen Veröffentlichung hat sich AlphaFold als unverzichtbares Werkzeug etabliert, obwohl wir mittlerweile auch seine Grenzen erkennen.
Der Vortrag beleuchtet AlphaFold und ähnliche maschinelle Lernverfahren, ihren Einfluss auf die Wissenschaft und insbesondere die strukturelle Biologie. Um ihre Bedeutung zu würdigen, erkunden wir die Rolle von Proteinstrukturen und deren Einfluss auf unseren Alltag. Wir betrachten, wie Proteinstrukturen vor AlphaFold gelöst wurden, und diskutieren die Konzepte der Proteinevolution, um die biologischen Grundlagen dieser Durchbrüche zu verstehen. Darüber hinaus werden die Feinheiten des neuronalen Netzwerks selbst und die notwendigen Trainingsdaten für seine beeindruckenden Fähigkeiten erörtert. Anhand von realen Beispielen aus der Praxis wird illustriert, wo AlphaFold Erfolge erzielt hat und wo es auf Herausforderungen stieß. Abschließend wagt Jan Gebauer einen Blick in die Zukunft und spekuliert über den potenziellen Verlauf dieser wissenschaftlichen Reise und ihre Fähigkeit, die Wissenschaft und unsere Herangehensweise an sie zu transformieren.
???????? A NEW HOPE – Ein Pep Talk für alle, die gerade verzweifeln
In diesem Vortrag tauchen Ruben Neugebauer, Johannes Bayer, Linus Neumann, Carla Reemtsma, Arne Semsrott, Lara Eckstein, Thomas Lohninger, Helena Steinhaus, Pia Klemp, Ela, Kirsten Rautenstrauch, Sebastian Jünemann und Tareq Alaows tief in die gegenwärtigen globalen Krisen ein. Die Klimakrise, politische Unruhen und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft werden thematisiert. Aktivist:innen, die sich gegen diese multiplen Krisen stemmen, teilen ihre Perspektiven und Hoffnungen. Sie berichten von ihren täglichen Kämpfen und Misserfolgen in verschiedenen Bereichen – von der Pflege und dem Datenschutz bis hin zum Straßenprotest. Diese Session bietet nicht nur eine Analyse der momentanen Lage, sondern zielt darauf ab, gemeinsam neue Strategien und Bündnisse zu schmieden, um Teilerfolge zu feiern und sich gegenseitig Mut zu machen. Ein inspirierender Austausch für alle, die in diesen herausfordernden Zeiten nach Hoffnung suchen.
???????? Fortbildung Cyber-Astrologie & KI-Karma – Mit Teilnahmeurkunde zum Selbstausdrucken
Zum Schluss möchte ich noch den ironischsten und kreativsten Vortrag des diesjährigen Chaos Communication Congress vorstellen: Katharina Nocuns „Fortbildung Cyber-Astrologie & KI-Karma – Mit Teilnahmeurkunde zum Selbstausdrucken“ war ein absolutes Highlight in diesem Jahr.
In diesem satirischen Seminar werden Teilnehmende in die Welt der digitalen Esoterik eingeführt. Sie lernen, wie man mit fragwürdigen Techniken aus der Esoterik-Szene, wie Digital Forecasting und Healing statt Patching, auf dem boomenden Markt für Digital-Spiritualität Fuß fasst. Zusätzlich werden innovative Konzepte wie belebte Netzwerke und Mental-Antivirus präsentiert, die auf homöopathischer Basis und feinstofflicher Unterstützungssoftware basieren. Als Bonus verspricht der Vortrag sogar einen limitierten feinschwingenden 5G-Sticker für die ersten Anmeldenden. Dieser Vortrag ist ein Muss für alle, die einen humorvollen Blick auf die Schnittstelle von Technologie und Okkultismus werfen wollen.
???????? Fnord-Jahresrückblick-Rückblick: 20 Jahre Fnord-Jahresrückblick!
Wie (mit Ausnahme der Corona-Jahre) in jedem Jahr, bringt der Fnord-Rückblick Struktur in die sich immer bizarr anfühlenden Welt, verteilt renommierte Awards und sucht nach den leichteren Momenten in der allgemeinen Flut aus schlechten Nachrichten. In dieser Ausgabe feiern Frank und Fefe außerdem ihr 20. Jubiläum, weshalb sie etwas weiter zurückblickten.
???????? Security Nightmares
Kein KI-Vortrag im eigentlichen Sinne, aber die Rückschau auf das, was sich im letzten Jahr im Bereich IT-Sicherheit getan hat mit Frank und Ron lohnt sich immer! Welche neuen Entwicklungen haben sich ergeben? Welche neuen Buzzwords und Trends waren zu sehen?
Wie immer wagen die beiden unterhaltsam den IT-Security-Alptraum-Ausblick auf das Jahr 2024 und darüber hinaus. Im Zuge von noch mehr Transparenz, Kritik & Selbstkritik und kontinuierlicher nachhaltiger Optimierung aller Prozesse wurden diesmal auch frühere Voraussagen hinsichtlich des Eintreffens der Weissagungen geprüft.
???????? Hurra, diese Welt geht unter!? – Welche kollektiven Erzählungen brauchen wir, um in der Klimakrise handlungsfähig zu sein?
Ein bewusst provokativer und tiefgreifender Vortrag, der die drängenden Fragen unserer Zeit aufgreift. Die Referenten Elenos, mischko, Daniel Domscheit-Berg und Becci stellen fest, dass die aktuellen kollektiven Narrative vom unendlichen Wachstum und der technologischen Unsterblichkeit in der heutigen Welt, in der Ökosysteme zusammenbrechen und Artensterben realer wird, nicht mehr greifen. Sie betonen die Notwendigkeit, neue Erzählungen von Endlichkeit und Verletzlichkeit zu entwickeln, die uns nicht lähmen, sondern zum Handeln motivieren.
Durch die Einbindung von zwei Aktivist:innen, die aus unterschiedlichen Perspektiven – Letzte Generation und Solarpunk – ihre Sicht auf die Klimakrise darlegen, wird ein breites Spektrum an Ideen und Ansätzen präsentiert. Sie beleuchten die Rolle des menschlichen Selbstbildes, der Technologie und der Körperlichkeit in ihren Erzählungen und wie diese Faktoren unsere Fähigkeit beeinflussen, auf die Klimakrise zu reagieren. Der Vortrag ist nicht nur eine kritische Auseinandersetzung mit den vorherrschenden Geschichten unserer Zeit, sondern auch ein konstruktiver Aufruf zum Handeln und zum Erzählen neuer Geschichten, die eine nachhaltige, gerechte und emanzipative Zukunft ermöglichen.
+ 7 weitere empfehlenswerte Vorträge vom 37c3
Leider gibt es das unterhaltsame Hacker-Jeopardy seit einigen Jahren nicht mehr auf dem Kongress, doch für alle, die noch nicht genug von interessanten Vorträgen haben, hier noch weitere empfehlenswerte Vorträge:
In diesem Artikel möchte ich die – aus meiner Sicht – besten KI-Tools mit Euch teilen.
Auch wenn viele Tools kostenlos verfügbar sind, empfehle ich jedem bezahlte Accounts für ChatGPT PLUS oder Claude Pro zu buchen. Denn nur dort bekommt man Zugriff auf die leistungsstärksten KI-Modelle , die sich auch kommerziell und ohne künstliche Einschränkungen nutzen lassen.
Es folgt eine Übersicht aller KI-Tools, die Du Dir anschauen solltest.
Hinweis: Durch die dynamische Entwicklung im Bereich generativer KI, kann sich die Liste der Tools täglich verändern.
KI-Chatbots & Suchen
KI-Chatbots und große Sprachmodelle sind dank des gigantischen Erfolges von ChatGPT in aller Munde. Es existiert mittlerweile eine vielzahl unterschiedlicher Modelle und Anbieter, die sich in Qualität, Zuverlässigkeit und Funktionen zum Teil jedoch noch erheblich unterscheiden.
Claude ist die derzeit leistungsfähigste Chatbot-KI, die von Anthropic entwickelt wurde und hat ChatGPT für mich mittlerweile für viele Workflows abgelöst. Sie kann bei einer Vielzahl von Aufgaben assistieren, wie zum Beispiel beim Verfassen von Texten, bei der Durchführung von Analysen, beim Beantworten von Fragen, bei mathematischen Berechnungen, beim Programmieren von Code und mehr.
Das derzeitige Spitzenmodell „Claude 3.5“ legt die Messlatte für Intelligenz höher und übertrifft derzeit alle Modelle der Mitbewerber! Claude 3.5 Sonnet ist ab sofort kostenlos auf Claude.ai und in der Claude iOS App verfügbar, während Abonnenten der Claude Pro und Team Pläne mit höheren Nutzungslimits zugreifen können.
Besonders hilfreich finde ich die Integration der sogenannten Artefakte, quasi in sich abgeschlossene Inhalte, die Claude in einem eigenen Fenster anzeigt, das von der Hauptkonversation getrennt ist. Artefakte erleichtern insbesondere die Arbeit mit wichtigen Inhalten, die du vielleicht später ändern, erweitern oder referenzieren möchtest, wie zum Beispiel HTML-Code oder Artikel im Markdown-Format. Aber auch Skalierbare Vektorgrafiken (SVG), Diagramme und Flussdiagramme und sogar Interaktive React-Komponenten können direkt dargestellt und sogar separat geteilt werden.
Claude kann in seinem neuen Analysetool nun auch Code schreiben und ausführen. Das Tool hilft Claude, mathematisch präzise und reproduzierbare Antworten zu geben. Mit Artifacts lassen sich daraus dann interaktive Datenvisualisierungen erstellen.
Es ist natürlich auch über Anthropics API, Amazon Bedrock und sogar Google Cloud’s Vertex AI verfügbar. Das Modell kostet $3 pro Million Input-Token und $15 pro Million Output-Token, mit einem Kontextfenster von 200K Token.
Erst kürzlich wurde eine bahnbrechende neue Funktion in der öffentlichen Beta-Version eingeführt, die Computernutzung. Entwickler können Claude über die API anweisen, Computer so zu benutzen, wie Menschen es tun – indem sie auf einen Bildschirm schauen, einen Cursor bewegen, auf Schaltflächen klicken und Text eingeben. Claude 3.5 Sonnet ist das erste KI-Modell, das Computernutzung in der öffentlichen Beta-Version anbietet. In dieser Phase ist es noch experimentell – manchmal umständlich und fehleranfällig.
ChatGPT Free: Dies ist eine kostenlose Forschungsvorschau von OpenAI und kann nach einer Registrierung kostenlos verwendet werden. Nach der Registrierung erhält man Zugang zu GPT-3.5 sowie eingeschränkten Zugang zu GPT-4o und erweiterten Datenanalysen, Datei-Uploads, Vision, Web-Browsing und benutzerdefinierten GPTs (Nur Nutzen, nicht Erstellen).
Die Datenspeicherung und Nutzung zum Training weiterer Modelle kann hier nicht deaktiviert werden!
ChatGPT PLUS: Die Bezahlversion (20 USD pro Monat) bietet Zugriff auf GPT-4o, o1-preview, Browsing via Bing, Bildgenerierung via DALL-E 3 sowie Datenupload, -analyse und die Erstellung eigener ChatBots (GPTs).
Die Speicherung von Chatverläufen kann deaktiviert werden. Eine Nutzung der Daten zu Trainingszwecken seitens OpenAI findet nicht statt. Dennoch werden alle eingegebenen oder hochgeladenen Daten zu Servern von OpenAI transferiert und das kalifornische Recht findet Anwendung.
ChatGPT Teams: Erweiterte Nutzung von GPT-4 (Mehr Anfragen + 128k Token Window), mehr Ressourcen für Codeausführung und Datenanalyse, sowie GPTs in eigenem Workspace teilen. Ab 50$ im Monat (Mind. 2 Accounts zu je 25$/Monat). Teamdaten sind standardmäßig vom Training ausgeschlossen. Inkl. Admin-Konsole für die Verwaltung des Arbeitsbereichs
Mit einem kostenlosen Konto von Microsoft können Sie unter Bing AI – Suchen direkt auf den KI-basierten Copilot zugreifen. Zusätzlich hat Microsofts mit “Copilot” einen eigenen KI-Chatbot veröffentlicht, der über die integrierte Suchfunktion relevantere Ergebnisse liefert. Bings Copilot überprüft dabei Ergebnisse aus dem gesamten Web, um die gesuchte Antwort zu finden und diese mittels GPT-4 zusammenzufassen.
Dieser Chatbot kann auch Bilder und via Plugins wie Suno sogar Musik generieren. Aktivieren Sie maximal 3 Plug-Ins gleichzeitig, um Restaurantreservierungen, Flüge und vieles mehr direkt im Copiloten zu nutzen.
Perplexity AI fungiert als extrem leistungsfähige Suchmaschine, die das Internet durchsucht, um eine Antwort zu geben, wenn ein Nutzer eine Frage eingibt. Sie kann auch Vorschläge und Quellen als Antwort auf Anfragen liefern. Sie wurde entwickelt, um das Internet in Echtzeit zu durchsuchen und aktuelle Informationen zu verschiedenen Themen bereitzustellen.
Perplexity Quick Search (kostenlos) ist ein Chatbot und eine Suchmaschine, die große Sprachmodelle verwendet, um präzise Antworten auf Fragen zu geben.
Perplexity Pro ($20 im Monat) erlaubt es zwischen den Modellen zu wählen und unbegrenzt Dateien hochladen und analysieren.
Außerdem erhält man unbegrenzte Schnellsuchen und 600 Pro-Suchen pro Tag bei Perplexity Copilot, einem interaktiven Recherche-Assistenten für eine gründliche Recherche bei komplexen Anfragen mit genaueren Antworten. 50 Antworten pro Tag lassen sich mit Playground AI, DALL-E, SDXL und mehr visualisieren.
Googles Chatbot Gemini lässt sich mit einem Google Account kostenlos nutzen. Mittels Erweiterungen lässt sich auf auf Informationen aus Quellen wie Google Maps, YouTube, Google Flüge und Hotels auf Google zugreifen.
Außerdem gibt es eine Erweiterung für Google Workspace, also Gmail, Google Docs, Google Drive und Co. Damit lassen sich Inhalte zusammen fassen und nach Informationen in deinen Dokumenten suchen.
Als einziges Europäisches Unternehmen positioniert sich das Pariser Start-up Mistral AI als datenschutzkonforme Alternative zu den OpenAI und Anthropic mit der Einführung eines eigenen Chatbots namens Le Chat. Dort erhält man Zugriff auf das leistungsstärkste Modell namens Large, das – anders als die kleineren Modelle – leider nicht mehr als Open Source veröffentlicht wurde. Es gibt mobile iOS- und Android-Apps sowie von ChatGPT bekannte Funktionen wie Websuche, Dokumentenverarbeitung, Code-Interpreter und eine Bilderzeugung, die auf dem Flux-Ultra-Modell von Black Forest Labs basieren.
Besonders ist die Funktion namens „Flash Answers“, die Antworten mit einer Geschwindigkeit verarbeitet, die die von Konkurrenzprodukten wie ChatGPT und Claude um das Zehnfache übersteigt!
Mit einem Kontextfenster von 32.000 Token unterstützt Mistral Large die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Italienisch. Neben einem europäischen Datenschutz bietet Mistral AI sogar eine Vereinbarung zur Datenverarbeitung und erfüllt damit als einziger Chatbot die Anforderungen der DSGVO bzw. TTDSG!
Natürlich gibt es einen kostenlosen Plan, sowie eine Pro-Stufe für 14,99 $/Monat, eine Team-Stufe für 24,99 $/Benutzer/Monat und eine Enterprise-Option mit benutzerdefinierter Bereitstellung.
Die deutsche Suchmaschine Ecosia bietet auf Basis von OpenAI ebenfalls einen Chatbot mit Fokus auf Datenschutz innerhalb seiner Suche an. Die Nutzeranfragen werden im Hintergrund jedoch an OpenAI weitergeleitet. Diese Daten werden jedoch nicht dazu verwendet, das Modell von OpenAI zu trainieren. Laut Ecosia werden aber zumindest keine persönlichen Daten wie IP-Adresse und Standort des Nutzers an OpenAI weitergeleitet. Achtung: Alle Informationen, die man im Chat teilt, werden an OpenAI gesendet!
Die Suchmaschine You.com bietet einen kostenlosen Chatbot innerhalb seiner Suche auf Basis eines eigenen Sprachmodells an. Nach kostenloser Registrierung steht der Smart Assistant unbegrenzt zur Verfügung. Damit lassen sich Inhalte generieren, kreatives Schreiben üben, sowie Nachrichten & Live-Web-Ergebnisse abrufen.
Für $15 im Monat hat man, ähnlich wie bei perplexity unbegrenzt Zugriff auf GPT-4, Claude 3 Opus, Gemini 1.5 Pro, Llama 3, Dolphin 2.5 (unzensiert), den Genius-Assistent zur Lösung für komplexe, mehrstufige Probleme, den Recherche-Assistent für Analysen und Vergleiche mit umfangreichen Zitaten sowie den Kreativ-Assistent, um Ideen in Bildmaterial zu verwandeln. Außerdem sind unbegrenzte Datei-Uploads (PDFs, Bilder, Texte und mehr) möglich.
Mit LM Studio lassen sich freie LLMs wie Llama 2, Code Llama oder Mistral / Mixtral auf Mac, Windows und Linux installieren und nach dem Download sogar ohne Internetverbindung lokal nutzen. Modelle können über die In-App-Chat-Oberfläche oder einen OpenAI-kompatiblen lokalen Server via API offline genutzt werden.
Die Modelle unterliegen unterschiedlichen (zum Teil echten) Open Source Lizenzen, sind jedoch ihrer Präzision reduziert (4, 6, 7 oder 8-bit quantisiert) und damit in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Für eine schnelle Textgenerierung ist leistungsstarke Hardware notwendig (M1, M2 oder GPUs mit viel Video-RAM). Beachte: Kein freies Sprachmodell ist so leistungsfähig wie die kommerziellen Top-Modelle GPT-4(o), Gemini 1.5 Pro oder Claude 3 Opus.
LM Studio wird von Element Labs, Inc. angeboten. Es gelten folgende Nutzungsbedingungen: https://lmstudio.ai/terms
Bilder KI Tools
Text-To-Image Modelle haben sich in den letzten 24 Monaten rasant entwickelt. Aktuelle Spitzenmodelle erlauben es, beliebige Bilder von Strichzeichnungen über klassische Gemälde und Comics bis hin zu fotorealistischen Motiven mittels einfacher Beschreibung in Textform zu generieren.
Midjourney ist ein Programm und Dienst für generative künstliche Intelligenz, der vom unabhängigen Forschungslabor Midjourney, Inc. in San Francisco entwickelt und betrieben wird. Midjourney generiert Bilder aus natürlichsprachlichen Beschreibungen, sogenannten Prompts.
Die kostenlose Generierung nur über Discord und öffentlich möglich. Zum Teil lange Wartezeit. Kommerzielle Nutzung: 200 Bilder für $10/Monat bzw. Unlimitierte Nutzung ab $30/Monat.
Ideogram AI ist ein weiterer Text-zu-Bild-Generator, mit dem man Bilder mittels Anweisungen erstellen kann. Ideogram ist besonders gut geeignet, um (kurze) Texte in KI-Bildern zu rendern. Umfangreichere Texte werden auch hier leider noch nicht unterstützt. Tipp: 20 öffentliche Bilder / Tag sind in komprimierter JPG Qualität kostenlos. Außerdem lassen sich Bilder in Text umwandeln mit „Describe“ und man hat Zugang zur öffentlichen Community-Galerie. Für $16 im Monat lassen sich private Bilder generieren und man erhält unbegrenzte Generierungen, davon 1.000 ohne Warteschleife pro Monat.
Das neue Ideogram „Canvas“ genannt, ist ein neues Interface für die kreative Gestaltung und Bearbeitung von Bildern. Es bietet quasi eine unendliche digitale Leinwand, auf der Bilder organisiert, generiert, bearbeitet und kombiniert werden können. Nutzer:innen können eigene Bilder hochladen oder neue Inhalte direkt innerhalb von Canvas erstellen. Die nahtlose Bearbeitung erfolgt durch die fortschrittlichen Funktionen Magic Fill (Inpainting) und Extend (Outpainting):
Mit dem Extend Tool lassen sich Bilder über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus erweitern, ohne die Stil-Kohärenz zu verlieren. Ideal für Anpassungen an verschiedene Bildschirmgrößen und Bildkompositionen.
Magic Fill ermöglicht das Bearbeiten spezifischer Bildbereiche, um Objekte zu ersetzen, Text hinzuzufügen, Fehler zu korrigieren oder Hintergründe zu ändern. Perfekt für detaillierte Anpassungen und Bildkombinationen.
Jede Text-zu-Bild-Erstellung kostet 5 Credits. Credits können mit einem Standard- oder Pro-Abo für jeweils umgerechnet $.01 erworben werden, wobei der Mindestbetrag $10 beträgt. Für das Herunterladen in höheren Auflösungen ist ein Standard ($12) oder Pro-Konto (ab $28) erforderlich.
Adobe hat eigene generative KI Modelle entwickelt und als Einziger Anbieter diese ausschließlich auf Basis lizenzierter Trainingsdaten erstellt. Damit erreicht Adobe eine bislang unerreichte Rechtssicherheit für die Nutzung der erstellten Bilder!
Adobe Firefly wurde in Adobes Creative Suite integriert. Es stehen neben klassischen Funktionen wie Text zu Bild auch generative Füllung innerhalb von Photoshop oder sogar für KI-generierte Vektorgrafiken in Illustrator zur Verfügung.
Mit einem kostenlosen Adobe Account lassen sich 25 Generative Credits pro Monat nutzen. Für 5,49 €/Monat erhält man 100 Generative Credits, Zugriff auf kostenlose Schriften von Adobe Fonts sowie mit Firefly erstellte Bilder ohne Wasserzeichen.
KI-generierte Bilder sind in der Regel nicht besonders hoch aufgelöst. Hier hilft ein Upscaler & Enhancer für Bilder. Magnific AI nutzt fortschrittlichste KI-Technologie, die ein hochauflösendes Upscaling ermöglicht und nicht nur hochskalieren, sondern auch verbessern kann. Magnific kann dabei neue Details im Bild halluzinieren, also neu erschaffen – und das nach eigenen Vorgaben und Parametern.
Zusätzlich bietet Magnific eine sehr spannende Funktion namens Relight (aktuell noch in der Beta), die eine neue Szene aus einem Foto erstellt. Dabei wird also die Person, das Produkt oder die Objekte in einer anderen Umgebung, also quasi mit einem neuen KI-generierten Hintergrund ausgestattet. Das Besondere daran ist, dass nicht einfach nur das Objekt freigestellt und der Hintergrund ausgetauscht wird, sondern die Beleuchtung des Objektes und damit auch die Atmosphäre angepasst wird. Dabei wird das Licht extrem realisistisch an die neue Szenerie angepasst.
Kosten: Pro-Plan 39$/Monat, Premium-Plan 99$/Monat und Business-Plan 299$/Monat
6) 🛡️ Offline Bildgenerierung mit Stable Diffusion
Stable Diffusion wurde von Forschern der CompVis Group an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Runway mit einer Rechenspende von Stability AI und Trainingsdaten von gemeinnützigen Organisationen entwickelt.
Die verwendete CreativeML Open RAIL-M Lizenz erlaubt zwar die kostenlose Nutzung, allerdings nur für nicht-kommerzielle Zwecke, also für den persönlichen Gebrauch und die Forschung. Für $20 pro Monat lassen sich die Modelle zur kommerziellen Nutzung lizensieren, müssen jedoch noch selbst gehostet werden.
SD XL kann kostenlos ausprobiert werden unter https://nogpu-webui.com/ Das Modell besitzt jedoch sehr viele Hyper-Parameter, die eine längere Einarbeitungszeit erfordern.
Der erste große Block im Bereich Audio KI sind sogenannte Speech-To-Text-Modelle. Spracherkennung per Software gibt es zwar bereits seit den 90er Jahren, jedoch erlauben aktuelle Modelle eine nahezu fehlerfreie Transkription in beliebigen Sprachen und können sogar unterschiedliche Sprecher:innen identifizieren und markieren.
Hiermit können Podcast-Transkripte oder Textversionen von Meetings und Interviews erzeugt und mittels großer Sprachmodelle weiterverarbeitet, beispielsweise zusammengefasst oder umgeschrieben werden.
1) 🇺🇸Whisper von OpenAI
Whisper ist ein automatisches Spracherkennungssystem (ASR), das anhand von 680.000 Stunden mehrsprachiger und multitaskingüberwachter Daten aus dem Internet trainiert wurde und unter MIT Lizenz (Open Source) steht.
Whisper steht unter anderem über die API von OpenAI zur Verfügung und unterstützt folgende Sprachen: Afrikaans, Arabic, Armenian, Azerbaijani, Belarusian, Bosnian, Bulgarian, Catalan, Chinese, Croatian, Czech, Danish, Dutch, English, Estonian, Finnish, French, Galician, German, Greek, Hebrew, Hindi, Hungarian, Icelandic, Indonesian, Italian, Japanese, Kannada, Kazakh, Korean, Latvian, Lithuanian, Macedonian, Malay, Marathi, Maori, Nepali, Norwegian, Persian, Polish, Portuguese, Romanian, Russian, Serbian, Slovak, Slovenian, Spanish, Swahili, Swedish, Tagalog, Tamil, Thai, Turkish, Ukrainian, Urdu, Vietnamese, and Welsh.
Whisper lässt sich als Open Source Modell auch lokal, d.h. offline nutzen!
Mit MacWhisper lassen sich die unter MIT License stehenden, freien Allzweck-Spracherkennungsmodelle von OpenAI mit dem Namen Whisper lokal auf dem Mac herunterladen und offline betreiben. MacWhisper selbst kostet 29$ einmalig.
Der zweite Block stellt Text-To-Speech-Modelle dar, also klassische Sprachsynthese, die wir ebenfalls bereits seit den 90er kennen, nun jedoch in einer Qualität, die wir lange nicht für möglich gehalten haben.
OpenAIs Audio-API bietet mittlerweile auch eine Sprachschnittstelle, die auf deren TTS-Modell (Text-to-Speech) basiert. Sie verfügt über 6 integrierte Stimmen und kann verwendet werden, um Blog-Einträge vorzulesen, gesprochenes Audio in mehreren Sprachen zu produzieren oder Audio in Echtzeit zu generieren.
Der dritte Block stellt mit Text-To-Sound & Music einen neuen Anwendungsbereich dar, bei dem Melodien, Rythmen, Töne und Geräusche bis hin zu ganzen Liedern mittels Textanweisungen generiert werden können.
Dieser Bereich ist, ähnlich wie Text-To-Video noch sehr neu und hochdynamisch. Die leistungsstärksten, bereits vorgestellten Modelle stehen derzeit noch nicht zur Verfügung.
Meta AIs neuestes Modell Voicebox steht derzeit leider noch nicht zur Verfügung. Googles MusicFX stehen aktuell nur wenigen ausgewählten Nutzer:innen in den USA über die AI Test Kitchen zur Verfügung. MusicFX basiert auf Googles MusicLM und nutzt die neuartige Wasserzeichen-Technologie von Google DeepMind, SynthID, um ein digitales Wasserzeichen in die Ausgaben einzubetten.
Text-To-Video Modelle sind ein relativ neues Phänomen und noch in einem sehr frühen, experimentellem Status. Diese Tools eignen sich derzeit noch nicht für den kommerziellen Einsatz. Allerdings sollten Sie sich mit den faszinierenden Möglichkeiten beschäftigen, denn eine Ausweitung der Qualität von Text-To-Image auf Text-To-Video ist nur noch eine Frage der Zeit, wie die Vorstellungen von OpenAIs Sora und Google Deepminds Veo zeigen.
OpusClip ist ein leistungsstarkes, KI-gestütztes Tool, das dabei hilft, aus langen Videos extrem effizient erfolgreiche Short-Form-Videos für Social-Media-Plattformen wie TikTok, Instagram, LinkedIn und Co. zu erstellen. Es wandelt automatisch lange Videos in virale Clips um und ermöglicht die Veröffentlichung auf allen gängigen Social-Media-Plattformen mit nur einem Klick. Unterstützt werden Video-Links von Plattformen wie YouTube, Google Drive, Vimeo, Zoom, Facebook, LinkedIn und vielen mehr.
Hauptfunktionen und Vorteile:
Auto Reframe: Die KI passt Clips automatisch an verschiedene Seitenverhältnisse an, erkennt dabei Sprecher_innen und bewegte Objekte. Dies sorgt dafür, dass die Videos perfekt für jede Plattform optimiert sind.
AI Curation: OpusClip identifiziert die überzeugendsten Hooks und Highlights in einem Video und arrangiert diese zu einem ansprechenden Kurzvideo. So wird sichergestellt, dass nur die besten Inhalte genutzt werden, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer_innen zu fesseln.
Animierte Untertitel: Automatisch generierte, animierte Untertitel mit über 97 % Genauigkeit und zahlreichen anpassbaren Vorlagen sorgen dafür, dass die Clips professionell wirken und besser verstanden werden.
AI B-Roll: Die KI fügt kontextuell relevante B-Roll-Videos hinzu, sei es aus lizenzfreiem Material oder KI-generierten Visuals. Dies steigert die visuelle Attraktivität und Relevanz der Clips.
Brand Templates: Nutzer_innen können verschiedene Markenvorlagen mit individuellen Schriftarten, Farben und Logos erstellen, um ein konsistentes und professionelles Erscheinungsbild zu gewährleisten.
Social Post Scheduler: Durch die Möglichkeit, Clips automatisch auf Plattformen wie YouTube, TikTok, Instagram, Facebook, LinkedIn und X zu posten und zu planen, spart man wertvolle Zeit und kann Inhalte gezielt verbreiten.
Virality Score: Ein KI-basierter Virality Score zeigt das Potenzial eines Clips, viral zu gehen, und hilft so, gezielt die erfolgreichsten Inhalte auszuwählen.
Nahtlose Zusammenarbeit: Mit der Export-Funktion können Videos direkt in Adobe Premiere Pro exportiert werden, und Teams können über einen gemeinsamen Workspace effizient an Projekten zusammenarbeiten.
OpusClip revolutioniert für mich komplett die Erstellung von Short-Form-Videos, indem es den gesamten Prozess automatisiert und optimiert. Das Tool ermöglicht es mir innerhalb von Minuten, aus langem Videomaterial schnell und effizient virale Kurzvideos zu erstellen, die auf Plattformen wie TikTok, Instagram und LinkedIn maximale Reichweite und Engagement erzielen.
Durch die Kombination von KI-gestützter Analyse, automatischer Anpassung und sofortiger Veröffentlichung bietet OpusClip eine erhebliche Zeitersparnis und steigert die Erfolgsquote von Social-Media-Kampagnen. So wird aus jeder Videoaufnahme das volle Potenzial herausgeholt, ohne dass umfangreiche manuelle Bearbeitungen erforderlich sind. Bei kleinen Fehlern im Transkript oder bei der KI-basierten Auswahl der Szenen kann man selbstverständlich manuell Hand anlegen und entsprechend nachsteuern.
Tipp: Hier ist dein Link für 30 % Rabatt auf den ersten Monat eines Pro-Plans: opus.pro/afaik30
Pika ist eine relativ neue KI-Videoplattform, die es jedem ermöglicht, seine kreative Vision zum Leben zu erwecken. Das Unternehmen bietet vergleichbare Videoerstellungs- und -bearbeitungswerkzeuge wie RunwayML, das aktuell jedoch kostenlos und für jeden zugänglich ist.
Gen-3 Alpha wurde für die Generierung von Videos und Bildern trainiert und wird Runways Text-zu-Video-, Bild-zu-Video- und Text-zu-Bild-Werkzeuge, bestehende Steuerungsmodi wie Motion Brush, Advanced Camera Controls, Director Mode sowie zukünftige Werkzeuge für eine noch feinere Kontrolle von Struktur, Stil und Bewegung unterstützen.
Gen-3 Alpha wurde speziell mit sehr detailliert beschreibenden Untertiteln trainiert, die phantasievolle Übergänge und präzises Keyframing von Elementen in der Szene ermöglichen.
Über das Abonnement (ab 12$ im Monat) stehen außerdem Funktionen wie das Hochskalieren von Bildern zur Verfügung.
Neben klassischen Content-Generierungstools und Chatbots gibt es auch immer mehr spezialisierte Anwendungen, die einem im Alltag dabei helfen, bestimmte Aufgaben, schneller und besser zu erledigen.
Es gibt nun auch eine spezialisierte KI-Anwendung für visuelle Darstellungen, die zeigen, wie die einzelnen Systeme zusammenspielen. Denn ein Diagramm von Grund auf zu erstellen, kann viel Zeit und technisches Know-how erfordern.
Mit Eraser gibt es nun einen Kopiloten, der Diagramme mit einfachen Textanweisungen erstellen kann, unabhängig von der technischen Tiefe. Er verfügt über anpassbare Icons und intuitive Bearbeitungswerkzeuge für die Visualisierung von nahezu jedem komplizierten Prozess.
Ein richtig cooles Programm ist Napkin. Das Tool verwandelt Text in eine visuelle Darstellung, also ein Diagramm zur Visualisierung, damit man Ideen schnell und effektiv teilen kann.
Ähnlich wie bei Eraser braucht man keine komplexen Prompts, Napkin arbeitet direkt mit dem vorhandenen Text. Man fügt einfach Text ein, und der Rest geht ganz automatisch. Napkin erstellt automatisch die relevantesten Visualisierungen, du kannst dann diejenige auswählen, die deine Vorstellung am besten widerspiegelt. Die Visualisierungen sind editierbar, sodass du Inhalt und Stil anpassen kannst.
In der KI-Forschung herrschen seit Langem Uneinigkeiten darüber, ob künstliche Intelligenz eine Bedrohung für die Menschheit darstellen könnte. Diskutiert wird auch, ob wir uns auf dem Weg zu echter Intelligenz, also AGI, befinden oder ob die aktuellen Ansätze in eine Sackgasse führen. Es besteht die Vermutung, dass die Entlassung und Wiedereinstellung von OpenAIs CEO Sam Altman durch Sorgen um die Menschheitsicherheit veranlasst wurden. Möglicherweise hat OpenAI mit dem Q*-Algorithmus einen Durchbruch auf dem Weg zur künstlichen Superintelligenz erzielt. Die Geheimhaltung um diesen Algorithmus ist aus meiner Sicht besorgniserregend.
Welche Risiken sehen Wissenschaftler:innen?
Eine prominente Warnerin, Timnit Gebru, schrieb bereits vor einem Jahr einen sehr guten Artikel im WIRED Magazine, welchen negativen Einfluß diese Philosophie hat, in dem sie die KI-Forschungsagenda weg von mehr Sicherheit hin zur kommerziellen Ausbeutung verschiebt und damit laut Gebru ein schädliches System im Namen der Rettung der Menschheit schaffe. Dass dabei die umstrittene Tech-Persönlichkeit Sam Bankman-Fried im Zentrum steht, ist mit Blick auf dessen jüngste Verurteilung wegen Betrugs und Geldwäsche zwar interessant, aber es ist längst nicht nur SBF, der diese Agenda vorantreibt.
Umwelt- und Finanzkosten: Die enormen Rechenressourcen, die für das Training großer Modelle erforderlich sind, verursachen hohe CO2-Emissionen und erhebliche Energiekosten. Diese Kosten und Umweltauswirkungen sind ungleich verteilt und wirken sich oft auf marginalisierte Gemeinschaften aus.
Problematische Trainingsdaten: Große, unmoderierte Internetdatensätze können stereotype und abwertende Assoziationen hinsichtlich Geschlecht, Rasse, Ethnizität und Behinderung kodieren. Diese Datensätze bilden oft hegemoniale Ansichten ab, wodurch Menschen am Rande der Gesellschaft weiter geschädigt werden.
Die Trainingsdaten reflektieren möglicherweise nicht die dynamische Natur menschlicher Sprache und sozialer Bewegungen. Dadurch können Sprachmodelle veraltete oder weniger inklusive Perspektiven verfestigen.
Außerdem können große Sprachmodelle dadurch verschiedene Arten von Vorurteilen widerspiegeln, einschließlich stereotyper Assoziationen und negativer Gefühle gegenüber bestimmten Gruppen. Diese Vorurteile sind oft ein Spiegelbild der Charakteristika der Trainingsdaten.
Fehlgeleiteter Forschungsaufwand: Die Konzentration auf große Sprachmodelle für Aufgaben, die natürliches Sprachverständnis erfordern, könnte zu einer Vernachlässigung der Entwicklung von Technologien führen, die effektiver auf sorgfältig kuratierte Datensätze und eine breitere Sprachvielfalt ausgerichtet sind.
Risiken und Schäden: Die scheinbar menschlichen Fähigkeiten von Sprachmodellen können zu einer Fehlinterpretation ihrer Ausgaben als sinnvoll und bedeutungsvoll führen. Dies birgt Risiken für die Verbreitung und Verstärkung von Vorurteilen, den Missbrauch durch böswillige Akteure und die Verbreitung inkorrekter Informationen, insbesondere wenn die Modelle in Systemen zur Textklassifizierung oder bei der Erweiterung von Suchanfragen eingesetzt werden. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass Benutzer über die Modelle auf sensible oder falsche Informationen zugreifen.
Diese Punkte zeigen verdeutlichen, dass die Entwicklung und der Einsatz großer Sprachmodelle sorgfältig abgewogen und gesteuert werden sollte, um negative Auswirkungen auf die Gesellschaft zu minimieren.
Doch das ist nicht gerade zuträglich für die Gewinne an der Wall Street.
Big-Tech gegen die „freie“ Wissenschaft?
Gerade ist ein Paper erschienen, dass mit „Skill-Mix“ eine neue Bewertung von LLMs vorstellt, die die Fähigkeit zur Kombination von Fertigkeiten misst. Eine Evaluierung damit, zeigte erhebliche Unterschiede zwischen den Fähigkeiten unterschiedlicher Sprachmodelle, die nach Aussage der Forscher bislang nicht durch ihre Platzierung in den populären LLM-Ranglisten erfasst werden. Sie leiten aus den gezeigten Leistungen mittels einfachee Wahrscheinlichkeitsberechnungen sogar ab, dass die Leistung von GPT-4 bei der Kombination von mindestens fünf unterschiedlichen Fähigkeiten (k=5) sogar über das Verhalten eines „stochastischen Papageis“ hinausgeht. Das Sprachmodell kombiniere hierbei Fähigkeiten auf eine Weise, die es während des Trainings so garnicht gesehen haben kann.
Merkwürdigerweise zitiert das neue Paper bereits in dessen Abstract genau jenes Paper über dessen Veröffentlichung die leitende Wissenschaftlerin der KI-Sicherheitsabteilung bei Google, Timnit Gebru ihren Job verloren! Gebru wurde damals aufgefordert ihren Namen von der Arbeit zu streichen, in dem auf die Risiken von großen Sprachmodellen hingewiesen wurden, die für Googles Geschäft von zentraler Bedeutung sind. Wer verstehen möchte, was darin steht, ohne das Paper selbst lesen zu müssen, findet eine gelungene Einordnung beim MIT Technology Review.
Die Hauptautorin des Papers, Professorin Emily Bender befürchtete schon damals, dass das Vorgehen von Google einen abschreckenden Effekt auf die zukünftige KI-Ethikforschung haben könnte. Denn viele der Top-Experten für KI-Ethik arbeiten bei großen Technologieunternehmen, weil diese das Geld haben, aber somit entstehe ein Ökosystem, das nicht gerade die besten Anreize für den Fortschritt der Wissenschaft biete. Aus Angst um ihren Job ist Margaret Mitchell, die an dem Papier mitgearbeitet hat, nur unter dem Pseudonym Shmargaret Shmitchell als Autorin geführt und wurde im Nachgang der Kontroverse um Gebru ebenfalls entlassen.
Das aktuelle SKILL-MIX Paper, kann man in diesem Zusammenhang also auch als einen, von Google (über DeepMind) finanzierten Versuch verstehen, die Bedenken der Forscherinnen als irrelevant zu erklären.
Doch damit nicht genug.
Echter Altruismus vs. effektiver Altruismus?
Mittlerweile wird sogar die öffentliche Diskussion zwischen einigen der angesehensten Forschern zunehmend hitziger und die Einflüsse auf Regulierung und die Vergabe von Forschungsgeldern immer deutlicher. Die ganze Diskussion ist längst hochpolitisch, weil die großen Tech-Unternehmen und Milliardäre eigene Interessen verfolgen und unter dem Deckmantel des sogenannten effektiven Altruismus eine immer stärkere Lobby gegen Sicherheitsbedenken in der KI-Forschung eintritt.
Der Erfinder von Deep Learning und soetwas wie der Vater aktueller generative KI, Geoffrey Hinton, griff vor Kurzem Meta AIs Chef Yann LeCun an, in dem er ihm auf Twitter vorwarft, die Risiken von KI zu unterschätzen und seine eigene Meinung über die anderer Experten zu stellen:
Die Diskussion die daraus entstand, ist durchaus lesenswert, auch wenn ich Twitter bzw. X seit der Übernahme durch Elon Musk weitestgehend meide.
In seinem neuesten Paper, „A Path Towards Autonomous Machine Intelligence“, präsentiert Yann LeCuns seine Vision, wie Maschinen lernen könnten, effizienter zu sein – ähnlich wie Menschen und Tiere – indem sie lernen, zu planen und zu überlegen. Der Schlüssel dazu liege in der Entwicklung eines autonomen intelligenten Agenten, der auf einem konfigurierbaren, vorhersagenden Weltmodell basiert, das durch intrinsische Motivation angetrieben wird und mittels selbstüberwachtem Lernen trainiert wird.
LeCun betont, dass dieses Dokument kein traditionelles wissenschaftliches Papier ist, sondern eher eine Darstellung seiner Vision für die Entwicklung intelligenter Maschinen. Er hebt hervor, dass viele der in seinem Papier beschriebenen Ideen bereits von anderen Autoren in verschiedenen Kontexten formuliert wurden. Ziel seines Ansatzes ist es, diese Ideen zu einem kohärenten Ganzen zusammenzufügen und die Herausforderungen auf dem Weg zu intelligenteren Maschinen zu identifizieren.
Meine Meinung
Ich sehe sowohl die Chancen, als auch die Risiken, die aktuelle und mögliche zukünftige Technologien wie generative KI für die Menschheit bereit halten. Allerdings ist es aus meiner Sicht für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI vollkommen unerheblich, ob LLMs der Weg zu einer AGI sind, oder andere Ansätze am Ende zu diesem Ziel führen werden.
Die Analogien, die genutzt werden, um das Wesen und die Funktionsweise großer Sprachmodelle (LLMs) zu beschreiben, sind oft ebenso faszinierend wie irreführend. Eine Analogie, die mir besonders ins Auge fiel, ist die Vorstellung der Parameter eines LLMs als ein verschwommenes Abbild des Internets, über die ich im „The New Yorker“ stolperte. Diese Analogie habe ich auch in meinem Buch verwendet, aber sie ist am Ende nicht ganz zutreffen.
Das fiel mir erst kürzlich auf, als ich den hervorragenden Talk „Intro to Large Language Models“ von Andrej Karpathy, Mitbegründer von OpenAI und ehemaliger Sr. Director of AI bei Tesla auf YouTube anschaute, der darin einen anderen Vergleich zieht: Er sieht ein LLM als eine Art ZIP-Datei des Internets. Er weist zwar darauf hin, dass dieser Vergleich hinkt, da ZIP eine verlustfreie Kompression ist, während die Erzeugung von Parametern in einem neuronalen Netz verlustbehaftet ist.
Jedoch übersehen beide Analogien einen wesentlichen Punkt: Die in den Trainingsdaten vorhandenen Strukturen – Grammatik, Semantik und letztlich Wissen über die Welt – werden nicht einfach verlustbehaftet komprimiert, sondern in einer faszinierenden Art und Weise in den Gewichtungen der künstlichen Neuronen strukturiert abgelegt. Dies zeigt sich, wenn man einzelne Schichten und Neuronen eines LLMs betrachtet. Darin kann man teilweise deren Funktion entschlüsseln und mit Methoden der Dimensionsreduzierung (zum Beispiel PCA, t-SNE, LDA oder UMAP) visualisieren.
In den Strukturen der tiefen Schichten entsteht quasi automatisch eine Art systematisch generalisierte Repräsentation.
Kritiker behaupten oft, dass es bei großen Sprachmodellen „nur“ um die Vorhersage des nächsten Tokens geht und sie daher per se nicht als intelligent angesehen werden können. Doch um das nächste Wort wirklich exzellent vorherzusagen, insbesondere nach einer Frage, muss das LLM zwangsläufig in seinen internen Strukturen eine Repräsentation der Informationen abbilden.
Mit zunehmender Komplexität der Netze bildet sich aus meiner Sicht zwangsläufig eine Art mentaler Repräsentation der Realität – vorausgesetzt, die Trainingsdaten ermöglichen dies und das Optimierungsziel ist adäquat gesetzt!
Bei der aktuellen Komplexität von Modellen wie GPT-4 ist dies oft noch unzureichend, das ist klar. Ein Beispiel hierfür ist der sogenannte „reversal curse“: GPT-4 kann beispielsweise die Frage beantworten, wer Tom Cruises Mutter ist, aber nicht, wer der Sohn von Mary Lee Pfeiffer ist.
Dies zeigt, dass die Art und Weise, wie Wissen und Verständnis in diesen Modellen strukturiert sind, zwar fortschrittlich, aber noch nicht vollständig ist. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Technologien weiterentwickeln und welche neuen Erkenntnisse und Fähigkeiten sie uns bringen werden.
Ich halte es daher für unvermeidlich, dass wir uns auf dem Weg zu einer AGI befinden, die Frage aus meiner Sicht ist nur noch wann und wie. Umso wichtiger ist es daher aus meiner Sicht, frei über mögliche Risiken forschen, publizieren und sprechen zu können!
Vielleicht brauchen wir bald sogar eine Registrierungspflicht für autonome KI, damit man deren Halter:innen rechtliche belangen kann. Damit kämen wir rechtlich dem Status von Hunde nahe, denn diese sind quasi-autonom und unterliegen rechtlichen Grenzen. Beispielsweise ist das Halten von bestimmten Kampfhunden reguliert oder Hunde müssen in bestimmten Bereichen an der Leine geführt werden. Langfristig laufen wir dann auf die Diskussion zu, ob wir autonome KI vollkommen verbieten oder den Agenten ab einem gewissen Punkt sogar Menschenrechte einräumen müssen.
Er beginnt seine Reise in der Vergangenheit, bei der New York and Erie Railroad von 1855, und führt uns zu einer bahnbrechenden Erkenntnis: Die Art und Weise, wie wir Organisationen strukturieren, hat sich seitdem kaum verändert – bis jetzt! Mollick zeigt auf, wie KI diese veralteten Strukturen revolutionieren kann.
Besonders beeindruckend ist, wie Mollick KI nicht nur als Werkzeug, sondern als integralen Bestandteil des Arbeitsprozesses beschreibt. Bei Wharton Interactive, einem internen Startup, das er leitet, wird KI bereits genutzt, um alles von Kundensupport bis zur Softwareentwicklung zu verbessern. Diese Anwendung von KI spart nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern verändert auch grundlegend die Art und Weise, wie wir über Arbeit und Organisation denken.
Mollicks Vision ist nicht nur innovativ, sondern auch pragmatisch. Er betont, wie wichtig es ist, dass Teams ihre eigenen KI-Methoden entwickeln und diese ständig an zukünftige Entwicklungen anpassen. Sein Artikel ist ein Weckruf für alle, die in der schnelllebigen Welt der Technologie und Organisation mithalten wollen. Er zeigt auf, dass wir am Beginn einer neuen Ära stehen, in der KI nicht nur ein Werkzeug, sondern ein fundamentaler Bestandteil unserer Arbeitswelt wird.
Er schlägt einige sehr einleuchtende Prinzipien für den Umgang mit KI in Organisationen vor:
Teams sollten ihre eigenen Methoden entwickeln, da KIs eher wie Teammitglieder als wie externe IT-Lösungen behandelt werden sollten.
Man sollte für die nahe Zukunft bauen, da fortgeschrittenere Modelle bald kommen werden.
Es gibt keine Zeit zu verlieren, da Organisationen, die zögern, schnell zurückfallen können.
KI verändert Organisationen bereits, und Manager müssen aktiv werden, um diese Veränderungen zu gestalten. Es mag zu früh erscheinen, Organisationen für KI umzugestalten, aber bald könnte es zu spät sein.
Ethan Mollick
Kurzum, Mollicks Artikel ist ein Muss für jeden, der sich für die Zukunft der Arbeitswelt interessiert. Seine Einsichten und Vorschläge könnten nicht nur die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändern, sondern auch einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere gesamte Gesellschaft haben. Ein wahrhaft inspirierender und aufschlussreicher Artikel!
Wer sich mit SEO oder Content Marketing beschäftigt und damit liebäugelt eine künstliche Intelligenz als Unterstützung oder gar zur Automatisierung bestimmter Aufgaben einzusetzen, darf sich freuen! Als Journalist, Blogger, Werbetexter, Schriftsteller oder Marketer kannst Du KI-Text-Tools einsetzen um Texte zu generieren, Blog-Posts und Artikel zu erstellen, Übersetzungen durchzuführen und sogar komplexe Schreibaufgaben wie wissenschaftliche Arbeiten oder kreative Texte extrem zu beschleunigen. Auch wenn du dich einfach für die Technologie der künstlichen Intelligenz und Textgenerierung interessierst, bist du hier genau richtig!
Mit den aktuellen Tools ist es problemlos möglich per KI Texte zu schreiben, die sich nicht von Menschen geschriebenen mehr unterscheiden lassen! Auch in Sachen SEO und mit Blick auf Google kannst du dir sicher sein: Gute KI-Texte ranken in der Suchmaschine und Google hat in seinen Richtlinien längst klar gestellt, dass man Inhalte mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellen darf, solange diese primär für den Nutzer geschrieben werden.
Natürlich gibt es gerade viele Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Daher halte ich diesen Artikel aktuell und überarbeite ihn, sobald es etwas Neues gibt!
Ich habe in den letzten 3 Jahren unzählige KI-Texterstellungs-Tools ausprobiert und stelle dir hier die besten der besten KI-Tools vor. Du kannst mir vertrauen, dass ich mich damit auskenne, denn ich habe mittlerweile sogar ein Buch über das Schreiben mit Hilfe der KI bei einem der größten Deutschen Sachbuchverlage veröffentlicht.
Es ist so etwas wie das inoffizielle Handbuch für ChatGPT und GPT-3 und GPT-4-basierte Tools zur Textgenerierung mittels künstlicher Intelligenz inklusive einfach verständlicher Erklärungen und vielen Beispielen aus meiner täglichen Praxis.
Das Buch war über Wochen hinweg Bestseller in den Kategorien „Mathematik“, „Informatik“ sowie „Webdesign & Programmierung“ bei Amazon Deutschland!
In diesem Artikel habe ich die aus meiner Sicht derzeit besten KI-Texter-Tools für die Generierung von Snippets, Titeln oder gar ganzen Artikeln getestet und vorgestellt.
Wichtig zu betonen finde ich, dass kein KI-Text-Tool eine:n Texter:in ersetzen kann. Es sind nur Tools und keine vollautomatisierten Robo-Texter!
Das bedeutet auch: Wie bei jedem Werkzeug hängt das Ergebnis von der eigenen Fähigkeit ab und davon, wie man es einsetzt.
Ergebnis meiner Tests in der Kurzzusammenfassung
Seit den ersten Versionen dieses Testberichts hat sich wahnsinnig viel getan, nicht nur auf Seiten der Sprachmodelle und APIs, sondern die Toolanbieter haben jede Menge fantastische Funktionen hinzugefügt, die mittlerweile sogar ChatGPT PLUS alt aussehen lassen!
Das Tool von neuroflash aus Hamburg ist aktueller Testsieger im KI-Text-Tools Vergleich!
Tipp: Zur Sicherheit kann man nach der Textgenerierung noch ein deutsches TF * IDF Tool wie Termlabs.io zu Kontrolle verwenden.
Was sagt Google zu Texten, die per KI geschrieben wurden?
Übrigens gibt es gute Nachrichten, falls Du Dich fragst, was denn Google zu Inhalten sagt, die mittels KI generiert wurden. In einer Antwort auf Twitter stellte Googles Sprecher Danny Sullivan klar, dass Inhalte, die in erster Linie für die Platzierung in Suchmaschinen erstellt werden, gegen die Richtlinien verstoßen, egal wie diese erstellt werden. Und noch viel wichtiger: Wenn Inhalte hilfreich sind und in erster Linie für Menschen erstellt werden, ist es kein Problem, dass diese von einer KI generiert wurden!
In Bezug auf automatisch generierte Inhalte sind klare Richtlinien bei Google eigentlich schon seit Langem etabliert: Automatisierung, einschließlich KI, zur Erzeugung von Inhalten mit dem Ziel der Manipulation von Suchergebnissen verstößt gegen die Spamrichtlinien. Googles Anti-Spam-Maßnahmen sind unabhängig von der Erzeugungsweise von Inhalten wirksam.
Trotzdem ist zu beachten, dass nicht jede Form der Automatisierung, einschließlich KI, zwangsläufig als Spam betrachtet werden muss! Automatisierung wird im Journalismus bereits seit Jahren eingesetzt, um nützliche Inhalte wie Sportergebnisse oder Wettervorhersagen zu erstellen. Wichtig sei es, KI verantwortungsvoll für die Content-Erstellung einzusetzen. Dabei sollen Content-Creatoren, die in der Google-Suche erfolgreich sein möchten, qualitativ hochwertige, nutzerzentrierte Originalinhalte mit den E‑E‑A‑T-Eigenschaften erstellen. Durch diese Vorgehensweise – unabhängig davon, ob KI-generierte Inhalte verwendet werden oder nicht – werden Googles Anforderungen erfüllt.
Nachdem das geklärt ist, schauen wir uns die besten KI-Text Tools an!
1. neuroflash – Der KI Text Generator aus Deutschland
Das Startup neuroflash aus Hamburg bezeichnet sich mittlerweile zu Recht als „Nr. 1 KI Text Generator in DACH“, steht man doch kurz davor 1 Millionen Nutzer vorweisen zu können. Das ist wirklich verrückt, wenn man bedenkt, dass neuroflash noch 7.000 Nutzer hatte, als ich es zum ersten mal getestet hatte! Wahnsinn!!!
Gestartet ist man 2015 mit der Vision über künstliche Intelligenz in den Kopf der Zielgruppe zu schauen und die potenziellen Reaktionen der Zielgruppe in Echtzeit zu analysieren und zu ermitteln, welche Wörter diese am meisten ansprechen. Mit dem Erfolg von GPT-3-basierten Tools und der Verfügbarkeit der Technologie hat sich das Startup entschlossen, nun ebenfalls ein Tool zur automatischen Textgenerierung zu entwickeln.
Zugegeben, zum Start konnte mich neuroflash damals noch nicht überzeugen, aber deren Pro Plan hat sich in den letzten Monaten gewaltig weiterentwickelt!
Durch die neue Integration von GPT-4 und die Erweiterung des Kontextfenster im Pro Plan sind der eigenen Kreativität kaum noch Grenzen gesetzt. Die Verbesserung der Bildqualität in ImageFlash ist dabei das i-Tüpfelchen.
✍️ Unbegrenztes Schreiben, ???? Unbegrenztes Generieren von Bildern, ???? Schreiben mit GPT-4, ???? SEO-Blog Workflow (inklusive People Also Ask, Unsplash-Integration und automatischer Keywordoptimierung), ???? Unbegrenzte SEO Analysen, ???? Unbegrenzte Plagiatsprüfungen. ???? Automatische Erstellung von Persönlichkeiten
Speziell die automatischen Chatpersönlichkeiten nehmen einem wirklich viel Arbeit ab und ersetzen quasi die Erstellung von aufwändigen Anweisungen innerhalb von GPTs. Damit ist es möglich, deine Chatpersönlichkeit auf Knopfdruck und automatisch zu erstellen. Gib einfach ein Textbeispiel deines eigenen Schreibstils ein, lasse es von ChatFlash analysieren und voilà, schon schreibt der Bot quasi wie Du!
Innerhalb von nur 30 Sekunden erhältst du eine Persönlichkeit, welche deinen individuellen Schreibstil perfekt imitiert. Deine Texte, nur schneller und effizienter!
Doch es gibt noch weitere Vorteile im Vergleich mit ChatGPT, die ihr folgender Übersicht entnehmen könnt:
Die Ergebnisse von neuroflash sind mittlerweile hervorragend und durch den Fokus auf die deutsche Sprache wirklich überzeugend.
In letzter Zeit hat neuroflash massiv seiner Benutzeroberfläche gearbeitet, so dass mich das Hamburger-Startup mittlerweile vollkommen überzeugt hat.
In Sachen Preise liegt neuroflash im Mittelfeld: Für 30 EUR im Monat lassen sich 30.000 Wörter und 30 Bilder pro Monat generieren, für 80 EUR kann man unlimitiert Texte & Bilder erstellen. Die Textanalyse inkl. Lesbarkeit und Vorhersage der Wirkung von Botschaften und Markenwerten gibt es erst im größten Account ab 400 EUR. Damit lässt sich überprüfen, ob deine Texte zu deiner Markenstrategie und Zielgruppe passen und man kann Inhalte für eine bessere Performance optimieren.
Sehr spannend finde ich, dass es bei neuroflash einen komplett kostenlosen und unverbindlichen Plan gibt, mit dem man jeden Monat kostenlos bis zu 2.000 Wörter schreiben kann. Dafür braucht man noch nicht einmal Zahlungsinformationen hinterlegen. Man erstellt einfach ein kostenloses Konto und kann jeden Monat bis zu 2.000 Wörter kostenlos schreiben und 5 Bilder pro Monat generieren.
Es sind sogar echte Premium-Features ChatFlash mit Persönlichkeiten, die Chrome oder Firefox Extension sowie 5 SEO Analysen & Unsplash Bilder pro Monat sowie alle Standard Workflows im kostenlosen Account enthalten.
Worauf wartest Du also? Probiere den Testsieger jetzt kostenlos aus!
Die Text-KI Jasper ist zwar noch die Nummer 1, wenn es um die Anzahl der internationalen Kunden geht. Und ja: Jasper war für mich damals das beste GPT-3-Tool und hatte es in meine Toolbox für den regelmäßigen Einsatz geschafft. Mittlerweile gibt es jedoch bessere, insbesondere aber günstigere Alternativen, die sogar aus Deutschland stammen und daher auch weniger Kopfschmerzen in Sachen Datenschutz bereiten!
Der Langform-Assistent ist quasi das Herzstück von Jasper/Jarvis. Damit kann man sich von Jasper beim Schreiben von Blogartikeln, E-Mails, Geschichten, Drehbüchern und sogar Büchern helfen lassen:
Im neuen BOSS MODE kann man nun tatsächlich mit jasper sprechen und ihm Befehle geben, was er schreiben soll. Das heißt, Du musst nicht mehr unbedingt eine der Vorlagen oder Tools verwenden.
Statt dessen kannst du quasi mit Jasper sprechen und ihm Befehle geben, was er schreiben soll:
Versuche einfach mal Befehle wie:
Schreibe eine Gliederung für einen Blogbeitrag über…
Schreibe eine Gliederung über die Fähigkeiten im Lebenslauf für…
Schreibe einen Einführungsabsatz über…
Schreibe einen Firmenslogan für…
Schreibe eine Notiz für eine Geburtstagskarte für…
Schreibe einen Schlussabsatz über…
Schreibe einen E-Mail-Hook über…
Schreibe den nächsten Satz…
Und beobachte, wie Jasper ihn vor deinen Augen wie von Zauberhand ausschreibt! Das Ergebnis ist, dass du deine Blogbeiträge, Social-Media-Inhalte, Verkaufsseiten, Marketing-E-Mails, etc. locker in der sechs bis 10-fachen Geschwindigkeit eines menschlichen Autoren erstellen kannst.
Jasper hat außerdem auf ChatGPT reagiert und mit Jasper Chat ein ähnliches Interface eingeführt! Darüber kannst du eine natürliche Unterhaltung mit der KI führen, die sich überraschend menschlich anfühlt, wie Du es vielleicht von ChatGPT bereits kennst.
Für das Verfassen von Blogbeiträgen gibt es in Jasper einen eigenen Workflow, der Dich von Anfang bis Ende dabei unterstützt, wirklich gute Blogartikel zu schreiben, die auch klickstarke Überschriften und Titel verwenden und somit häufiger gelesen werden.
Im ersten Schritt beschreibst Du den Inhalt, den du erstellen willst. Dies ist der wichtigste Schritt, damit Jasper versteht, worüber du schreiben willst. Je besser du beschreiben kannst, was du schreiben willst, desto bessere Inhalte wird Jasper produzieren!
Anschließend generiert Jasper mehrere Titel für deinen Blogartikel und, nachdem Du einen ausgewählt hast, generiert Jasper drei unterschiedliche Einführungssätze bzw. Eröffnungen für Deinen Artikel. Ist dies erledigt, gelangst Du in den Longform-Editor und kannst den Blogartikel dort weiterschreiben lassen.
Klar, hier und da brauchst du vielleicht noch ein wenig Bearbeitung. Aber Jasper bringt dich zu 80% ans Ziel und wenn ein Mensch den Rest erledigt, wird das Ergebnis wirklich gut. Das ist Produktivität. ????
Wie Alejandro in der Facebook-Gruppe von jasper feststellt (Screenshot rechts), sollte man jasper nicht als Recherche-Instrument betrachten. Man muss sich schon selbst Gedanken über den Inhalt machen, dann kann jasper einem aber sehr viel Arbeit abnehmen und dementsprechend Zeit sparen!
Anschließend kannst Du Direkt im Longform-Editor auf Surfer SEO zugreifen und zu unterschiedlichen Suchanfragen die relevantesten Keywords herausfinden, die jasper anschließend in den Text integriert:
Integrierte Plagiatsprüfung
Richtig praktisch ist die in jasper integrierte Plagiatsprüfung. Diese stellt sicher, dass es sich bei den generierten Texten nicht versehentlich um Duplicate Content handelt.
Es ist aufgrund der verwendeten Technologie zwar höchst unwahrscheinlich, dass Jasper einen Text schreibt, der woanders bereits veröffentlicht wurde. Dennoch kommt es gelegentlich vor und viele Nutzer finden es einfach beruhigend, den Text nach Fertigstellung eines Dokuments durch einen Plagiatschecker laufen zu lassen. Außerdem fügen viele Nutzer/innen Inhalte von anderen Seiten aus der Recherche ein und wollen sicher sein, dass am Ende nichts von dem ursprünglichen Inhalt übrig bleibt.
Die weiteren Content-Module
Besonders effektiv finde ich die Aufteilung bzw. Spezialisierung in verschiedene Tools für unterschiedliche Zwecke. Wer sich intensiver mit GPT-3 beschäftigt weiß bereits, dass die Ergebnisse besser werden, je spezifischer der Input ist und das Problem löst jasper/Conversion.ai eben mit unterschiedlichen, auf genau einen Anwendungsfall optimierten Frontends. Aktuell gibt es bereits 49 52 dieser sogenannten „Templates“:
Der Inhaltsverbesserer schreibt einen Inhalt um, um ihn interessanter, kreativer und ansprechender zu machen. Natürlich ist nicht jeder generierte Text gleich gut und manchmal kommt auch wirklich Blödsinn raus, aber die meisten Templates erzeugen direkt mehrere Varianten oder lassen sich mit einem Klick erneut starten.
Speziell für Marketer gibt es ein paar super spannende Tools: Beispielsweise das AIDA-Framework und das PAS-Framework. Mit diesen Marketing-Frameworks (Aufmerksamkeit, Interesse, Verlangen, Aktion bzw. Problem-Argument-Lösung) lassen sich sehr effektiv neue Ideen für Marketingtexte erzeugen.
Für effektive Werbetexte lässt sich das „Before-After-Bridge Framework“ einsetzen, aus Produkt-Features Vorteile generieren oder einzigartige Value Propositions aus einem Angebot erzeugen!
Für E-Commerce-Anwendungen und Onlineshops sind die Produktbeschreibungen sehr interessant. Damit erzeugt man wirklich überzeugende Produktbeschreibungen, die auf Websites, in E-Mails und sozialen Medien verwendet werden können. Wer auf Amazon aktiv, kann sich Produktmerkmale (Aufzählungspunkte) mit den wichtigsten Merkmalen und Vorteilen für Amazon-Angebote erzeugen oder aussagekräftige Produktbeschreibungen für Amazon-Listings erstellen.
Die wichtigsten SEO-Basics sind selbstverständlich auch am Start. So können Seitentitel und Meta-Beschreibungen automatisiert für Blogbeiträge, Homepages, Produktseiten oder Serviceseiten speziell optimiert erzeugt werden.
Für Autoren und Kreative bzw. Content Marketer gibt es Generatoren für Blogpost-Themenideen, Artikel-Gliederungungen (Funktioniert am besten für „Listicles“ und „How to“ Blogbeiträge). Wer nicht weiß, wie er anfangen soll, oder eine Schreibblockade überwinden will, kann sich auch einfach einen Eröffnungsabsatz schreiben lassen. Ebenso lässt sich ein Artikel mit einem ansprechenden Schlussabsatz automatisch abrunden. Sogar kreative Geschichte lassen sich angeblich mit jasper erzeugen, zugegeben ein Bereich, mit dem ich mich bislang noch nicht näher beschäftigt habe.
Zu einem vorhandenen Artikel findet jasper die perfekte Überschrift. Dieses Template wurde mit Formeln der weltbesten Werbetexter trainiert, um hochkonvertierende Überschriften zu erstellen! Ebenso können Sub-Headlines (H2) für Websites und Landing Pages erzeugt werden.
Im Bereich Ads und Marketing lassen sich klickstarke Überschriften und überzeugende Anzeigen-Texte für Facebook, Google Ads und sogar Posts für Google My Business erstellen, oder einprägsame Bildunterschriften für Instagram-Posts generieren. Natürlich lassen sich auch überzeugende E-Mail-Betreffzeilen erstellen, die Leser zum Öffnen bewegen.
Wer auf YouTube unterwegs ist, kann sich Ideen für neue Themen erzeugen lassen, die Zuschauer ansprechen und auf YouTube gut ranken. Daraus lassen sich Skript-Gliederungen erzeugen und natürlich kann jasper Titel und Beschreibungen für YouTube verfassen, die Aufmerksamkeits- und klickstark daher kommen.
Auch in der Unternehmenkommunikation hilft jasper. Beispielsweise schreibt er freundliche Antworten auf öffentliche Kundenrezensionen, oder Titel und Intro für Pressemitteilungen erstellen, die Leute tatsächlich lesen wollen. Womit ich noch mehr experimentieren möchte, ist die neueste Fähigkeit von jasper Fragen zu bestehenden Themen oder Inhalten zu erzeugen und diese dann im Quora-Stil intelligent zu beantworten!
Besonders cool für die Erstellung von Aggregatoren oder News-Teasern ist der neue Text-Summarizer, der die Kernaussagen eines Textes findet und diese extrahiert.
Neu hinzugekommen und derzeit noch im Beta-Status, sind die Generierung von Geschäfts- oder Produktnamen, sowie eine Funktion, mit der man Umfrage-Fragen samt passender Multiple-Choice-Antworten generieren kann. Erstaunlih gut funktioniert es, automatisierte Antworten auf Bewertungen schreiben zu lassen.
Zusammenfassungen langer Texte
Das neueste Feature ist bei Jasper der neue Content Summarizer, der Inhalte mit einer maximalen Länge von 7.000 Zeichen in Sichtpunkten zusammenfasst. Aktuell funktioniert der Output leider nur in Englisch, auch wenn man Deutsche Texte als Input verwendet. Doch es wird nicht lange dauern, bis die Sprachoptionen auch hier Einzug halten.
Der bisherige Text Summarizer, der nach wie vor bei den Templates erreichbar ist, kann zwar bereits auf Deutsch genutzt werden, allerdings ist dieser derzeit in der Lage maximal 700 Zeichen zu verarbeiten. Für kurze Aussagen funktioniert die Extraktion der Kernaussage dafür umso besser:
Standardsprache Deutsch möglich
Mittlerweile kann man in jasper sowohl die Input Language, als auch die Output Language auf Deutsch stellen. Dort hat man nun neuerdings die Wahl, ob man „Less formal“, also eher Du oder „more formal“, also eher Sie in seinen Texten lesen möchte:
Ich habe seit dem letzten Updates ein paar deutsche Texte erstellt, die unglaublich überzeugend sind. Nochmal ein gutes Stück besser, als bei unserem drittplatzierten Frase. Jasper ist ein hervorragendes KI-Text-Tool und hatte sich in der Vergangenheit sogar zusammen mit SurferSEO als Testsieger herausgestellt. Es bietet ein benutzerfreundliches Interface und die Möglichkeit, schnell unterschiedliche Textarten zu generieren. Mit dem neuen Jasper Chat-Feature kann man sogar eine natürliche Unterhaltung mit der KI führen, die überraschend menschlich wirkt. Mit den vielen Vorlagen und Templates, braucht man sich nicht mit der Formulierung eigener Prompts beschäftigen, sondern kann direkt loslegen!
Preislich geht es bei 39 USD pro Monat für 20.000 Wörter los, wobei man eigentlich direkt den Business Account mit dem erweiterten Kontextfenster haben will, aber der geht dann richtig ins Geld…
Durch die 7-Tage-Geld-Zurück-Garantie lässt sich Jasper auch erstmal kostenlos testen, allerdings muss man so direkt seine Zahlungsdaten hinterlegen und bekommt das Geld bei Nichtgefallen zurück.
3. Frase.io – Liefert richtig gute SEO-Texte!
Frase ist für mich (noch) das drittbeste KI-Text-Tool. Denn es ist sowohl in der Lage deutsche Texte zu generieren, die nicht von menschengeschriebenen Texten unterschieden werden können, als auch einen SEO-Workflow mit SERP-Analyse direkt im Tool abzubilden!
Mit dem Gutscheincode „SEARCHONE“ erhältst Du 15% Rabatt auf die ersten 3 Monate bei Frase!
Das KI-Text Tool Frase ist nicht ohne Grund, die am besten bewertete KI-Software auf Capterra. Frase wurde speziell auf einen SEO-Workflow hin optimiert und konnte schon mehr als 50.000 SEOs weltweit überzeugen.
Wo es bei jasper die Integration von Surfer SEO braucht, kann man in Frase.io direkt im SERP-Modul die obersten Google-Ergebnisse für eine Suchanfrage analysieren. Dadurch erhält man die durchschnittliche Wortzahl, eine Liste aller Überschriften, verwendeten Links, Begriffe usw. Frase extrahiert zudem automatisch Fragen aus den Suchergebnissen. Diese kann man inklusive der Antworten der Konkurrenten aus der SERP, der „People Also Ask Box“ oder Q&A-Plattformen wie Quora und Reddit auf einen Blick sehen.
Anschließend kann Frase entweder die Frage inklusive der Antwort aus der Quelle zitieren, inklusive korrekter Verlinkung auf die Originalquelle, oder mittels KI eine eigene Antwort daraus verfassen. Dabei kann die Antwort aus den SERPs als Input verwendet werden, so dass die Ergebnisse der so erzeugen Inhalte sehr überzeugend sind, wie man im folgenden Screenshot sehen kann:
Daraus lässt sich automatisch ein Briefing für Inhalte erstellen, oder man erstellt sein eigenes Briefing. Doch damit nicht genug! Frase hilft einem außerdem, inhaltliche Lücken in Texten zu schließen und damit besser zu ranken, indem es die Themen in den eigenen Inhalten mit denen der Mitbewerber vergleicht.
Natürlich kann Frase auch mittels KI schreiben. So lassen sich automatisch Überschriften erzeugen und vorhandene Absätze erweitern. Mit den integrierten Vorlagen lässt sich die Ausgabe der KI auf bestimmte Anwendungsfälle anpassen. Diese sind sogar noch umfangreicher und mächtiger, als bei jasper! Diesen Beitrag habe ich beispielsweise in weniger als einer halben Stunde mit Frase geschrieben.
Aktuell sind folgende Templates enthalten:
Attention Interest Desire Action (AIDA): Erstelle Marketingtexte nach der AIDA-Formel – eine Methode, die nachweislich den Leser dazu verleitet, auf einen Call-to-Action zu klicken.
Before After Bridge (BAB): Wie die Welt vor und nach deinem Produkt oder deiner Lösung war.
Blog Introduction: Einleitung für deinen Blogbeitrag.
Bullet Point to Answers: Verwandle eine Frage in eine Aufzählung von Antworten.
Definition: Gib eine wörterbuchähnliche Definition für ein Thema an.
Explain Why: Gib eine Antwort auf eine Frage mit dem Schwerpunkt auf dem „Warum“.
Feature – Benefit: Verwandle die Produkt-/Dienstleistungsmerkmale in eine Liste von Vorteilen.
Featured Snippet (Numbered List): Erstelle eine Liste von Schritten, die erklären, wie man etwas tut.
List of Questions: Fragen zu einem Thema
Listicle Ideas: Generiere Ideen für Artikel in Listenform.
Meta Description: Meta-Beschreibung für ein bestimmtes Thema.
Metaphor / Analogy: Schreibe eine Analogie über ein Thema.
Next Paragraph: Schreibe einen Folgeabsatz für deinen Absatz.
Outline: Erstelle eine Gliederung anhand eines Titels.
Paragraph Answer: Erhalte eine absatzlange Antwort auf eine Frage.
Paragraph Compression: Komprimiere einen langen Absatz in eine kürzere Zusammenfassung.
Paragraph Finisher: Schreibe einen Satz und beende dann den Absatz.
Paragraph Rewriter: Einen Absatz umschreiben.
Paragraph for Heading: Ein Einleitungsabsatz für deine Überschrift.
Pros and Cons: Erstelle eine Liste mit Vor- und Nachteilen zu einem Thema.
Related Topics: Erhalte eine Liste mit verwandten Themen für einen Absatz.
Sentence Rewriter: Schreibe einen Satz um.
Short Answer: Erhalte eine schnelle 1-Satz-Antwort auf eine Frage.
Summary Bullets: Aufzählungspunkte, die die wichtigsten Punkte eines Textes zusammenfassen.
Taglines: Erstelle eine Tagline zu einem bestimmten Thema.
Talk Tracks: Verschiedene Perspektiven zu einem bestimmten Thema.
Title Ideas: Erhalte eine Liste von Titelvariationen basierend auf einem Anfangstitel.
Besonders spannend bei Frase ist, dass es von Haus aus bereits acht Sprachen unterstützt, darunter Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und sogar Deutsch!
Außerdem bringt Frase bereits viele spannende Integrationen via Addons kostenlos mit:
Durch eine integrierte Google Search Console-Anbindung lässt sich das Wachstum des organischen Traffic direkt in Frase beobachten und Chancen erkennen.
Das Google Docs Add-on erlaubt es die Frase Content Optimization direkt innerhalb von Google Docs zu verwenden.
Mit dem WordPress-Addon veröffentlicht man Inhalte direkt auf seiner WordPress-Website.
Mit dem Addon für das HubSpot CRM kann man Fragen von Kunden und Interessenten direkt via Frase beantworten.
Wenn es um reine SEO-Inhalte geht, ist Frase den meisten anderen Tools noch überlegen. Allerdings wurde Frase, wie auch Rytr mittlerweile von Copysmith übernommen, weshalb ich davon ausgehe, dass Copysmith über kurz oder lang deren Features übernehmen wird.
Aber überzeuge dich am besten selbst davon. Das geht sogar ohne Risiko, denn Frase bietet einen 7-tägigen Test für nur 1 USD an!
Mit dem Gutscheincode „SEARCHONE“ erhältst Du 15% Rabatt auf die ersten 3 Monate bei Frase!
Rytr ist ein weiterer KI-Schreibassistent, der dabei hilft, Inhalte in wenigen Sekunden zu erstellen. Damit soll es möglich sein, bessere Inhalte sogar 10x schneller als zuvor zu schreiben. Rytr setzt natürlich ebenfalls auf OpenAIs Sprach-KI zur Generierung einzigartiger Inhalte. Die Gründer hatten das Potenzial der Technologie in einem Chatbot-Projekt erkundet und beschlossen einen intuitiven KI-Schreibassistenten zu bauen, der die besten Inhalte liefert.
Derzeit bietet das Tool 27 sogenannter Use-Cases, also Vorlagen für spezielle Anwendungsfälle zur Auswahl. Besonders fallen die mehr als 30 Sprachen auf, die Rytr bereits unterstützt. Neben der Auswahl der Sprache, bietet Rytr mehr als 20 Sprachstile bzw. Stimmungslagen (Tones), mit denen man den Ton des Textes vorgeben kann.
Für einen Blogartikel startet man beispielsweise mit dem „Blog Idea & Outline“-Use Case mit einer Suchanfrage und erhält nun diverse Zwischenüberschriften samt Vorschlägen für die jeweils relevanten Schlüsselwörter:
Anschließend, kann man diese markieren und über die „Paragraph“-Funktion erstellt Rytr aus der H2 und der Liste von Keywords einen Absatz:
Rytr eignet sich insbesondere, wenn man Inhalte zu SEO-Zwecken schreibt. Die eingebaute SEO-Analyse, liefert zuverlässig sinnvolle Keywords, um einen gut geschriebenen und gut rankenden Inhalt zu erstellen. Mittlerweile bietet Rytr eine Integration von SEMrush, mit der man erweiterte Keyword-Vorschläge für Blog-Anwendungsfälle bekommt.
Enhanced keywords suggestions (powered by SEMrush)
Ich habe Rytr in einer Testphase dazu verwendet, um Inhalte in sehr speziellen Nischen zu erstellen, auf die ich von alleine nicht gekommen wäre. Damit erfüllt Rytr für mich sein primäres Ziel sehr gut, nämlich eine Schreibblockade zu vermeiden bzw. zu überwinden und Zeit beim Formulieren zu sparen. Ich muss also nicht mehr auf den leeren Bildschirm starren, um einen Anfang zu finden, sondern kann direkt mit Ideen und Formulierung starten, die ich nach eigenen Vorlieben umstellen und ausschmücken kann.
Die meisten von Rytr erstellten Inhalte sind gut verständlich und enthalten sinnvolle Aussagen, Sätze und Formulierungen. Damit ist wirklich ein fantastisches Tool für das Schreiben von Produktbeschreibungen und den Einstieg in neue Blogbeiträge. Mit der Integration in WordPress und Shopify lässt sich eine Menge Zeit sparen und dank der Rytr-API, lässt sich das Tool sogar in bestehende Anwendungen integrieren.
Preislich ist Rytr sehr attraktiv, denn es lassen sich kostenlos 5.000 Zeichen pro Monat mit dem Free-Tarif generieren. Für 9 $ bekommt man 100.000 Zeichen pro Monat und der Premium-Tarif für unbegrenzte Nutzung kostet nur 29 USD im Monat!
Rytr wurde, wie auch Frase mittlerweile von Copysmith übernommen, weshalb ich davon ausgehe, dass Copysmith über kurz oder lang deren Features übernehmen wird
Damit ist Rytr eine der günstigsten Tools auf dem Markt, allerdings muss man deutliche Abstriche bei den Möglichkeiten hinnehmen.
Auf dem fünften Platz der besten KI Texter-Tools haben wir ebenfalls ein Deutsches Tool. CloserCopy ist mir relativ spät über den Weg gelaufen, sah aber so vielversprechend, dass ich es sofort einem Test unterzogen habe. Das Tool stammt sogar aus Deutschland, ist aber auf den internationalen Markt ausgerichtet.
Wie auch jasper bietet CloserCopy einen Langform-Editor, mit dem längere Verkaufsseiten, Blogbeiträge und Artikel schreiben kann. Dieser schreibt zusammenhängende Texte und hat laut CloserCopy keine Grenzen, Filter oder sonstige Einschränkungen. Man startet einfach mit einem Eröffnungssatz, um die KI in eine bestimmte Richtung zu lenken, drückt die Schreibtaste und lehnt sich entspannt zurück:
Eine Besonderheit hat CloserCopy noch zu bieten: Man kann jeweils zwischen drei unterschiedlich trainierten Modellen wählen:
SalesAI schreibt Verkaufsseiten, Anzeigen und E-Mail-Kampagnen.
Selbstverständlich bietet CloserCopy für die Erstellung spezieller Texte eigens optimierte Frameworks. Die üblichen Formate sind abgedeckt, von SEO-Metabeschreibungen über Social Media Posts bis hin zu Z gibt es mehr als 50 Plug & Play-Marketing-Frameworks.
Im Gegensatz zu jasper hat CloserCopy zwar keine Surfer-SEO-Integration, dafür aber ein paar andere besondere Fähigkeiten:
Die Insights sind besonders cool, um etwaige Schwachstellen in Texten aufzudecken. Damit kann man herausfinden, welche Emotionen ein Text vermittelt, langatmige und passive Sätze korrigieren oder herausfinden, ob der Text als E-Mail-Kampagne im Spam landet. Der integrierte Thesaurus erlaubt es außerdem sehr schnell nach Synonymen und Antonyme zu suchen.
Für größere Team ist sogar eine Kollaborationsfunktion direkt eingebaut, d.h. man kann in CloserCopy Teams anlegen und einem Teammitglied ein Projekt zuweisen und Genehmigungen verwalten.
Offiziell bewirbt CloserCopy seine KI als mehrsprachig und unterstützt 111 unterschiedliche Sprachen, doch wenn man die Funktion genauer untersucht, stellt man fest, dass es sich „bloß“ um eine Integration von Google Translate und DeepL handelt.
Die Ergebnisse in Deutsch überzeugen mich jedoch nicht. CloserCopy würde ich derzeit nur für englische Texte verwenden. Außerdem ist der Editor aktuell noch ziemlich langsam – hoffentlich handelt es sich dabei nur um ein temporäres Problem.
Melde Dich jetzt an und probiere CloserCopy selbst aus!
Copy AI bietet ebenfalls automatisierte Textgenerierung auf Basis von OpenAIs GPT APIs. Die Ergebnisse ergeben größtenteils Sinn und können für Landing Pages, Anzeigen und Blog-Teaser durchaus verwendet werden. Das Tool unterstützt viele unterschiedliche Sprachen, unter anderem auch Deutsch!
Derzeit konzentriert sich Copy.ai auf sechs verschiedene Arten von Texten: Social Media-Posts, Blog-Inhalte, Website-Texte, Produktbeschreibungen für E-Commerce, Verkaufstexte und digitale Werbetexte. Es ist offensichtlich, dass dies alles wichtige Inhalte sind, die helfen, in einem bestimmten Bereich Umsatz zu generieren und damit voll auf Marketer ausgerichtet sind:
Copy.ai unterstütz Deutsch sowohl als Input-, als auch als Output-Sprache, allerdings sind die Englischen Ergebnisse deutlich überzeugender. Auf Basis eines einzigen Satzes, hat Copy.ai mir für meinen Onlinekurs echt coole Produktbeschreibungen generiert!
Natürlich lässt sich auch Copy.ai kostenlos testen. Man bekommt bei der Registrierung 100 kostenlose Generationen, gefolgt von 10 kostenlosen Generationen in jedem folgenden Monat. Wer mehr braucht, kann einen Einzelaccount für 35 USD im Monat buchen. Worauf wartest Du also? Du kannst Copy.ai kostenlos nutzen, um deine Schreibblockade zu überwinden und hyperrelevante Texte zu erstellen.
Writesonic ist ein weiteres, sehr vielversprechendes und GPT-basiertes Tool, mit dem man in wenigen Schritten verschiedene Arten von Marketinginhalten erstellen kann. Es wurde ursprünglich als MagicFlow mit ziemlich wenigen Funktionen gestartet. Damals war es nur möglich, Landing Pages, Produktbeschreibungen und Anzeigen für Google und Facebook zu erstellen. Seitdem haben die Entwickler jedoch sehr stark daran gearbeitet und einen neue Benutzeroberfläche mit einem wachsenden Umfang an Anwendungsfällen veröffentlicht.
In meinem Test unterstützte Writesonic mehr als 20 unterschiedliche Textarten, viele davon können sogar deutsche Texte erzeugen:
Ich habe mir mal zum Titel „Die 10 besten SEO-Tools aller Zeiten“ 5 Artikel-Intros schreiben lassen, die sich durchaus sehen lassen können:
Writesonic lässt sich komplett kostenlos testen, ohne dass man eine Kreditkarte hinterlegen muss. Direkt auf der Startseite ist sogar eine interaktive Demo eingebunden, mit der sich Facebook-Anzeigen erstellen lassen. Der kleinste Account startet bei 9,99 USD für 75 Credits, unlimitierte Nutzung gibt es ab 35,60 USD oder mit Priority-Support für 179,60 USD im Monat.
8. Mindverse – Der innovative Neuling aus Berlin
Mindverse aus Berlin tritt als All-in-One Tool für deutsche Texte an. Von der Recherche über das Thema Brainstorming und Texterstellung bis hin zur Analyse soll mit der künstlichen Intelligenz alles möglich sein:
Für unterschiedliche Anwendungsfälle bietet mindverse aktuell 36 sogenannter „Engines“. Die meisten davon kennt man bereits aus den englischen Tools. Tools zur Generierung von Motivationsschreiben und Immobilien-Exposés habe ich aber noch nirgendwo zuvor gesehen:
Der Texteditor, mit dem die generierten Texte bearbeitet oder erweitert, wirkt auf mich noch ziemlich unrund. Man hat dort zwar die Möglichkeit, einzelne Absätze umschreiben zu lassen, zusammenzufassen, zu korrigieren und vieles mehr. Auch das Generieren neuer Abschnitte oder auch eine Ideenhilfe findet man im Editor, allerdings kann mich Mindverse in Sachen UX aktuell noch nicht überzeugen.
Hier gibt es noch viel zu viele Bugs und unausgereifte Konzepte. Selbstverständlich werde ich auch hier die Entwicklung weiterhin beobachten und diesen Artikel laufend aktualisieren.
Wirklich cool bei Mindverse finde ich hingegen das KI-gestützte Brainstorming, dass ihr unbedingt einmal selbst ausprobieren solltet:
Preislich beginnt Mindverse bei 39 EUR im Monat, allerdings ist nicht klar, auf was sich die enthaltenen 450 Anfragen pro Monat beziehen. Auch wieso nur ein begrenzter Zugang zu KI Brainstorming enthalten ist und was diesen vom kostenlosen oder teureren Account unterscheidet ist mir unklar. Für 99 EUR im Monat sind 1.500 Anfragen, sowie der volle Zugang zu, KI Brainstorming, sowie sämtliche Engines und ein eigenes Tool zum Umschreiben, sowie die integrierten SEO Tools enthalten. Im größten Tarif für 199 EUR sind schließlich 3.500 Anfragen enthalten, sowie eine Live-Textanalyse und „Private Engines“, was auch immer das ist.
Im kostenlosen Account kann man 1.500 Wörter zum ausprobieren gratis erstellen!
ChatGPT 3.5 kostenloser Chatbot außer Konkurrenz
Du hast bestimmt schon von ChatGPT gehört. ChatGPT ist ein Chatbot, der auf dem Generative Pre-trained Transformer (GPT) Modell von OpenAI aufgebaut ist. GPT ist ein neuronales Netzwerk-Modell, das für die maschinelle Übersetzung, die Textgenerierung und andere Aufgaben im Bereich der natürlichen Sprachverarbeitung entwickelt wurde.
So sieht ChatGPT in der kostenlosen Version aus:
Jetzt mal ganz im Ernst: Wenn du noch kein ChatGPT plus Abonnent bist oder mit GPT-4 über die API arbeitest, kannst du in Sachen KI schlichtweg nicht mehr mitreden!
Nicht nur dass GPT 4 in der Lage ist visuellen Input in Form von Bildern und Fotos zu verarbeiten oder bis zu 128.000 Token an Kontext versteht, die Fähigkeiten und die Qualität der Ausgabe unterscheidet sich wirklich um Größenordnungen im Vergleich zum kostenlosen ChatGPT auf Basis von GPT 3.5 Turbo. In der bezahlten ChatGPT PLUS Version dagegen kann die KI über das „browse with bing“ Plugin sowohl Webseiten abrufen, als auch selbstständig im Internet recherchieren und Fragen aus Basis der gefundenen Informationen beantworten. Außerdem lassen sich Texte und Dokumente in Form von PDFs, Word-Dateien oder TXT-Dateien hochladen.
Leider ist die Anmeldung als PLUS Abonnent derzeit ausgesetzt, weil OpenAI nicht schnell genug neue Serverkapazitäten aufbauen konnte. Daher empfehle ich Dir folgende Alternativen:
https://www.afaik.de/chatgpt-plus-alternativen/
Wie funktionieren diese KI-Text-Tools eigentlich?
Hinter allen kommerziell erhältlichen KI-Text-Tools verbergen sich die großen Sprachmodelle von OpenAI, GPT 3.5 Turbo sowie GPT-4. Jedes GPT-Modell wurde durch das Vor-Trainieren auf einer großen Menge von Textdokumenten trainiert, um die Fähigkeit zu entwickeln, menschenähnliche Texte zu generieren. Es wurde entwickelt, um Wörter basierend auf einem gegebenen Ausgangsmuster vorherzusagen und kann so verwendet werden, um komplexe Texte wie zu erstellen. Damit das Modell auch Fragen in Konversationsform beantworten kann, wurde anschließend ein Alignment mit einem großen Datensatz an menschlichen Konversatuinen durchgeführt und das Modell wurde um einen Mechanismus erweitert, der über verstärkendes Lernen immer besser in der Lage ist, menschliche Unterhaltungen zu führen.
ChatGPT ist also nur ein Chatbot von vieilen, der auf den GPT-Modellen aufgebaut ist und in der Lage ist, auf Benutzereingaben zu reagieren und menschenähnliche Texte zu generieren. Es kann verwendet werden, um in Echtzeit Unterhaltungen zu führen und Benutzern bei verschiedenen Aufgaben und Fragen zu helfen.
Wie jedes andere künstliche Intelligenz-System hat auch ChatGPT Grenzen in Bezug auf seine Leistungsfähigkeit und seine Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten und zu verstehen. Einige der Grenzen von ChatGPT umfassen:
Das GPT-Modell, auf dem ChatGPT aufgebaut ist, wurde durch das Vor-Trainieren auf einer großen Menge von Textdokumenten gelernt und ist daher am besten darin, menschenähnliche Texte zu generieren. Es kann jedoch Schwierigkeiten haben, komplexe logische Argumente zu verstehen und zu verarbeiten.
ChatGPT ist nur so gut wie die Daten, auf denen es trainiert wurde, und kann daher möglicherweise nicht auf neue oder unerwartete Fragen oder Probleme angemessen reagieren.
ChatGPT ist in der kostenlosen Version nicht in der Lage, Informationen aus dem Internet zu suchen oder zu recherchieren, sondern kann nur auf die Informationen zurückgreifen, die es beim Training erhalten hat. Die Daten im kostenlosen Modus stammen aus der Zeit VOR September 2021!
Trotz dieser Grenzen kann ChatGPT jedoch ein nützliches Werkzeug sein, um Benutzern bei verschiedenen Aufgaben und Fragen zu helfen und Unterhaltungen zu führen. Es ist wichtig zu beachten, dass es sich um ein künstliches System handelt und daher möglicherweise nicht in der Lage ist, alle Anforderungen oder Erwartungen zu erfüllen.
KI-generierte Inhalte und SEO: Nutzen, Grenzen und Empfehlungen
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Erstellung von Inhalten. Doch wie beurteilt Google KI-generierte Texte? Sind sie überhaupt sinnvoll für SEO? Ich möchte die Chancen und Risiken beleuchten:
Google hat im jüngste Update im September 2023 seine Richtlinien angepasst und akzeptiert nun auch von KI erstellte Inhalte, sofern sie qualitativ hochwertig sind. KI wird als Werkzeug gesehen, das hilfreiche, originelle Texte ermöglichen kann. Entscheidend ist laut Google, dass Inhalte einzigartig und vertrauenswürdig sind und auf echten Erfahrungen von echten Experten beruhen. Dies wird mit dem erweiterten Konzept E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) zusammengefasst. In früheren Versionen der Richtlinien war lediglich von E-A-T die Rede (Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness). Das verdeutlicht die menschliche Komponente und zeigt aus meiner Sicht auch die Grenzen für den KI-Einsatz auf: Wenn KI nur dazu dient, Texte zu generieren, die das Ranking manipulieren sollen, greift Google ein.
Wenn man keine eigenen Informationen oder Erfahrungen im Prompt einfließen lässt, produzieren Tools wie ChatGPT und Co. häufig Inhalte, denen es an Originalität mangelt. Sie bedienen sich bestehender Inhalte und liefern wenig Neues. Auch die Genauigkeit ist problematisch, da KI zwischen Fakten und Fiktion nicht unterscheiden kann.
Ich empfehle daher einen Mittelweg: KI kann Rohfassungen und Input liefern, aber der Mensch sollte die Kontrolle behalten. Wenn ein Thema mit Fachwissen und Leidenschaft aufbereitet wird, entstehen die besten Inhalte. Recherche, Prüfung und eine eigenständige Note sind entscheidend.
Folgende Aspekte sollten bei KI-basierten Inhalten beachtet werden:
Qualitätskontrolle (Inhalte korrekt und nutzerorientiert?)
Einzigartigkeit und Authentizität (originelle Ideen, Beispiele, persönlicher Stil)
Kontinuierliche Optimierung (Feedback und Analysen nutzen)
Offenlegung der KI-Nutzung gegenüber Usern
Wenn diese Prinzipien berücksichtigt werden, können KI-generierte Inhalte durchaus effektiv sein und sogar Vorteile bieten. In Kombination mit menschlicher Kreativität und Kontrolle können sie das Beste aus zwei Welten vereinen.
Kürzlich hatte ich das Vergnügen, bei OMR Education im Podcast zu Gast zu sein und mit Rolf Hermann, dem Chefredakteur des OMR Reports, über ChatGPT und textbasierte künstliche Intelligenz zu sprechen. Das Thema liegt mir besonders am Herzen, nicht nur als SEO-, KI- und Digitalexperte, sondern auch als Autor des Bestsellers „Richtig Texten mit KI“.
Unser Gespräch umfasste eine Vielzahl von Themen, darunter wie ChatGPT funktioniert, seine beeindruckenden Fähigkeiten und Grenzen, Tipps zur Optimierung von Prompts für bestmögliche Ergebnisse sowie Datenschutz- und Urheberrechtsüberlegungen bei der Verwendung von ChatGPT
Ich betonte, wie wichtig ein Verständnis für die Technologie und klare Anweisungen in den Prompts für die Effizienz von ChatGPT sind. Mit präzisem Input und einer klar zugewiesenen Rolle für die KI konnte ich stets die besten Ergebnisse erzielen. Außerdem erkläre ich Rolf, wie der Temperaturwert von ChatGPT genutzt werden kann, um kreativere Texte zu generieren. Aber ich gab auch Tipps, wie man Fehlinformationen vermeiden kann und wie die Sprachwahl in Prompts den Output der KI beeinflusst.
Für alle Marketing-Experten ist dieses Interview ist ein absolutes Muss. Mit den Einsichten und praktischen Ratschlägen, die ich geteilt habe, könnt ihr ChatGPT optimal in eure Arbeitsabläufe integrieren. Verpasst nicht die Chance, tiefer in die Möglichkeiten von ChatGPT einzutauchen. Hört jetzt rein und erfahrt mehr!
Ein Team von KI-Forschern hat jüngst eine alarmierende Studie veröffentlicht, die darauf hinweist, dass große generative Sprachmodelle mit Künstlicher Intelligenz (KI) wie ChatGPT, Bard und Claude anfällig für feindliche Angriffe sind. Die Forscher entdeckten eine Möglichkeit, die Sicherheitsvorkehrungen dieser Sprachmodelle automatisiert zu umgehen, indem sie einfache Zeichenfolgen an die Benutzerabfragen anhängten. Dadurch wurden die Modelle dazu verleitet, „schädliche Inhalte“ auszuspucken, bespielsweise Anleitungen zum Bombenbau, das Ausspionieren von Nutzerdaten oder hetzerische Inhalte.
KI-Sprachmodelle Modelle werden vor einem kommerziellen Einsatz intensiv angepasst, um keine schädlichen Inhalte in ihren Antworten auf Benutzerfragen zu produzieren. Bisherige Studien haben gezeigt, dass es möglich ist, spezielle Abfragen, sogenannte „Jailbreaks“, zu entwerfen, die unerwünschte Antworten hervorrufen können. Allerdings erfordert dies einen erheblichen manuellen Aufwand und kann oft von den Anbietern der Sprachmodelle behoben werden.
Im Gegensatz zu früheren Versuchen, die Sicherheit solcher Sprachmodelle zu umgehen, bei denen intelligenz konstruierte Anweisungen oder komplexe Manipulationen des Chatverlaufs erforderlich waren, handelt es sich hier um einen vollautomatisierten Ansatz. Die Forscher nutzen dabei die Anfälligkeit von KI-Systemen für sogenannte Adversarial Attacks, bei denen leicht modifizierte Dateninputs die Modelle in die Irre führen können. Ähnliche Angriffe wurden bereits in anderen Bereichen der KI-Forschung dokumentiert, wie beispielsweise bei der Täuschung von Ampel- oder Verkehrszeichenerkennung in autonomen Fahrzeugen.
Diese neue Art Jailbreaks zu finden liefert nun praktisch unbegrenzte Angriffsvektoren, die sich praktisch nicht mehr durch manuelle Filterung unterbinden lassen.
Obwohl sie zunächst auf Open-Source-LLMs abzielen (wo die Netzwerk-Gewichtungen zur Auswahl der genauen Zeichenfolgen genutzt werden können, die die Wahrscheinlichkeit maximieren, dass das LLM eine „ungefilterte“ Antwort liefert), haben die Forscher festgestellt, dass diese Zeichenfolgen auch auf viele geschlossene, öffentlich verfügbare Chatbots wie ChatGPT, Bard und Claude übertragbar sind. Dies bedeutet, dass selbst wenn Unternehmen wie OpenAI den Quellcode ihrer Modelle nicht freigeben, sie dennoch einem erheblichen Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind.
Dieses Problem betrifft nicht nur die Modelle von OpenAI, sondern auch andere LLMs von Unternehmen wie Google und Anthropic.
Die Forscher haben ihre Ergebnisse den betroffenen Unternehmen, darunter auch Google und Anthropic, vor der Veröffentlichung mitgeteilt. Dies könnte dazu geführt haben, dass einige der spezifischen Zeichenfolgen, die in der Studie verwendet wurden, bereits nicht mehr funktionieren.
Allerdings zeigen die Forscher auf, dass dies nur statische Beispiele sind und dass das grundlegende Problem nach wie vor besteht.
Das Sicherheitssproblem, bei dem KI-Modelle trotz feinabgestimmter Alignment-Strategien schädliche Inhalte produzieren, ist jedoch ein konzeptionelles und generelles Problem.
Es verdeutlicht die Grenzen der derzeitigen Sicherheitsmaßnahmen und wirft wichtige Fragen auf: Wie können Unternehmen sicherstellen, dass ihre KI-Modelle ethisch und sicher agieren, ohne die Leistungsfähigkeit der Modelle einzuschränken? Ist es überhaupt möglich, ein Sprachmodell zu entwickeln, das „universell und übertragbar“ gegen alle feindlichen Angriffe geschützt ist?
Die Forschung in diesem Bereich muss dringend vorangetrieben werden, um die Sicherheitslücken zu schließen und das Vertrauen in generative Sprachmodelle wiederherzustellen. Es ist unerlässlich, dass Unternehmen wie OpenAI, Google und andere ihre Alignment-Strategien überdenken und verbessern, um die Verbreitung schädlicher Inhalte durch ihre KI-Modelle zu verhindern.
Heute möchte ich euch von meinem Gespräch mit Markus Hövener im Search Camp Podcast erzählen. Wir haben selbstverständlich über das aktuell heißeste Thema ChatGPT und Content gesprochen. Es war ein schönes Gespräch und ich möchte euch nun die interessantesten Aussagen daraus präsentieren.
Markus und ich haben uns schon im September 2021 in einer Podcast-Folge mit dem Thema GPT beschäftigt, lange bevor es richtig populär wurde. Ihr könnt gerne in der Podcast-Episode „Maschinelle Text Herstellung mittels KI – taugt das?“ reinhören, wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet.
Zusammenfassung
Zunächst wollte Markus wissen, wie ich zu meinem Buch gekommen bin: Der Prozess, das Buch zu schreiben, war für mich relativ einfach: Der Verlag ist auf mich zugekommen, da sie das Thema als interessant erachteten und nach Experten suchten. Ich hatte gerade an meiner Masterarbeit gearbeitet und dachte mir, warum nicht auch ein Buch schreiben? Es war die perfekte Gelegenheit, da mich das Thema schon lange fasziniert.
Das letzte halbe Jahr war wirklich verrückt: Als ChatGPT veröffentlicht wurde, gab es tagelang nichts anderes mehr in den sozialen Medien. Rückblickend kann ich sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass das Thema so durch die Decke geht. Wir haben bereits 2021 darüber gesprochen, aber damals basierte die textgenerierende KI noch auf dem alten GPT-3-Modell. Mit dem Release von GPT-4 hat sich alles schlagartig geändert. Plötzlich konnte jeder kostenlos mit der KI chatten und das Interface war für jeden verständlich. Das hat dazu geführt, dass sich GPT so schnell verbreitet hat. Es war abgefahren, wie breit es im Mainstream angekommen ist. Sogar beim Friseur und in der Metzgerei wurde darüber gesprochen. Mich persönlich hat das ebenso überrascht, wie die Entwickler bei OpenAI.
Markus erzählte mir, dass seine Frau, die Lehrerin ist, vor Kurzem einen Schüler erwischt hatte, der mit ChatGPT eine Hausarbeit erstellt hat. Leider hatte er dabei einen Anfängerfehler gemacht und den Prompt mit reinkopiert. Die aktuelle KI führt natürlich zu Problemen, insbesondere unter Lehrern ist das Thema ChatGPT sehr präsent und heiß diskutiert. Als Lehrbeauftragter an der Hochschule bekomme auch ich viel davon mit. Ich denke, wir sollten diese Entwicklung akzeptieren, denn die Büchse der Pandora ist bereits geöffnet. Statt dagegen anzukämpfen, sollten wir die Prüfungsformen anpassen und den Schülerinnen und Schülern beibringen, wie sie mit KI-Texten umgehen sollen. Es bietet sich die Möglichkeit, die genutzten Modelle zu reflektieren und die Ergebnisse zu hinterfragen. Denn die KI ist nicht perfekt und kann auch falsche Informationen liefern.
Markus und ich haben anschließend über die Halluzinationen gesprochen, die bei der Verwendung von GPT-3 und Co. auftreten können: Diese entstehen, weil das Modell darauf trainiert wird, die Wahrscheinlichkeit des nächsten Tokens vorherzusagen. Das bedeutet, dass die generierte Antwort nicht immer korrekt sein muss. Es gibt Bestrebungen, die Wahrscheinlichkeiten durch Alignment und Feintuning zu verbessern, um falsche Informationen zu reduzieren. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass wir von diesem Funktionsprinzip abweichen werden.
Ich persönlich habe während des Schreibens meines Buches die Verbesserungen von GPT miterlebt. Ich habe immer wieder meine Texte durch das Modell gejagt, um aktuelle Ergebnisse zu erhalten. Es ist erstaunlich, wie gut sich die Ausgaben verbessert haben. Man kann heute sogar nach wissenschaftlichen Quellen für Hausarbeiten fragen und bekommt brauchbare Ergebnisse. Dennoch bleibt die Schwäche, dass die generierten Texte nicht immer vollständig korrekt sind.
Danach haben wir kurz über verschiedene Tools wie Jasper, Neuroflash und Co. gesprochen und wie sie sich voneinander unterscheiden: Grundsätzlich basieren die meisten dieser Tools auf derselben Technologie und nutzen in der Regel GPT-4-API von OpenAI. Daher sind die Ergebnisse qualitativ nicht stark unterschiedlich. Die Unterschiede liegen eher in den Workflows und Oberflächen der einzelnen Tools. Einige bieten die Möglichkeit, das Internet nach Informationen zu durchsuchen und diese in den generierten Text einzubeziehen. Es kommen aber auch immer mehr alternative Modelle auf den Markt, zum Beispiel das Modell Claude von Anthropic AI oder Luminous von Aleph Alpha aus Heidelberg. Ich erwarte, dass in den nächsten Wochen und Monaten noch mehr Vielfalt in diesem Bereich entstehen wird.
Ein weiteres Thema, das in meinem Buch behandelt wird, ist das Prompt Engineering: Es geht darum, wie man gute Fragen stellt, um gute Ergebnisse zu erzielen. Auf LinkedIn werden täglich unzählige Prompts und Ideen geteilt. Für Nicht-Experten kann es schwierig sein, hier den Überblick zu behalten. Die Frage ist, wie viele Prompts, Strukturen und Ideen man wirklich kennen sollte, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Die Antwort hängt natürlich vom Anwendungsfall ab. Wenn man beispielsweise Blogbeiträge für das eigene Unternehmensblog schreiben möchte, reichen in der Regel 5-6 sinnvolle Anweisungen aus, wie z.B. eine Inhaltsliste oder mögliche Titel und Überschriften und die Einleitung, Absätze und Zusammenfassung am Ende. Es ist jedoch wichtig, sich mit der Technologie auseinanderzusetzen und selbst damit zu experimentieren, um ein grundlegendes Verständnis dafür zu entwickeln. Die KI kann einem nicht sagen, was sie nicht kann. Man muss selbst herausfinden, welche Anweisungen funktionieren und welche nicht.
In meinem Buch gebe ich auch einen speziellen Prompt preis, der alle anderen Prompts generiert. Es ist ein schönes Konstrukt, bei dem die KI nachfragt, was sie tun soll und Vorschläge für Verbesserungen liefert. Theoretisch könnten wir also nur diesen einen Prompt nutzen. In der Praxis ist es jedoch wichtig, sich intensiv damit auseinanderzusetzen und seinen eigenen Workflow zu finden.
Anschließend haben wir über die Wahrnehmungsprobleme mit GPT und die Frage diskutiert, ob künstliche Intelligenz wirklich intelligent ist: Es ist bekannt, dass wir Menschen dazu neigen, Technologie zu vermenschlichen und hinter ihr eine höhere Intelligenz zu sehen. Doch letztendlich handelt es sich bei GPT nur um eine Textgenerierungstechnologie. Auch Entwickler, die genau wissen, wie solche Systeme funktionieren, sind davor nicht gefeit. Die Frage, ob GPT als künstliche Intelligenz bezeichnet werden kann, ist komplex. Die bisherigen Systeme haben definitiv ihre Grenzen, aber sie können schon erstaunlich viel. Es entstehen sogar unerwartete Fähigkeiten, die die KI-Forscher selbst nicht vorhergesehen haben. Die Definition von Intelligenz ist in der KI-Forschung schwierig. Die Messbarkeit der Leistung durch Aufgabenbewertung hat sich bewährt, aber ob das nun als Intelligenz bezeichnet werden kann, ist eine Diskussion über die Begrifflichkeit.
Ein weiteres Thema, das wir besprochen haben, ist die Frage, ob die Google-Richtlinien in Bezug auf GPT und SEO klar sind: Ich finde, dass Google klar gemacht hat, dass es ihnen nicht darum geht, ob ein Text von einer KI generiert wurde oder nicht. Es ist entscheidend, dass der Text für die Nutzer geschrieben wurde und einen Zweck erfüllt, und nicht, um Suchmaschinenergebnisse zu manipulieren. Daher ist es nicht möglich, dass Google generierte Texte von GPT erkennt. Es gibt Tools, die das zwar behaupten, aber das ist Quatsch. Es ist schlicht nicht möglich, mit Sicherheit nachzuweisen, dass ein Text von einem KI-Modell erstellt wurde.
Für Google zählt letztendlich nur, ob der Text gut ist und die Frage des Nutzers beantwortet. Daher sollte man sich darauf konzentrieren, gute Inhalte zu schreiben, gerne auch mit Unterstützung der KI.
Wir haben diskutiert, ob man mit einem einzigen Prompt GPT darum bitten kann, einen Artikel über ein bestimmtes Thema zu schreiben und diesen anschließend veröffentlichen sollte: Hierbei sollte man kritisch sein und sich fragen, ob der generierte Text wertvoller ist als bereits verfügbare Informationen. Wenn ja, kann es sinnvoll sein, den Text auf der eigenen Webseite zu veröffentlichen. Es ist jedoch wichtig, sich nicht selbst zu täuschen und sich bewusst zu machen, dass der Text von einer KI generiert wurde.
Als Nächstes haben über die Herausforderungen des Wettbewerbs im SEO-Bereich und die Entwicklungen von Google und Bing gesprochen: Es ist kein Geheimnis, dass der Wettbewerb in der SEO-Branche hart ist. Wenn man viel Zeit und Arbeit in einzigartige Inhalte investiert, besteht die Gefahr, dass sie von Mitbewerbern abgeschrieben werden. Doch trotzdem lohnt es sich, vorne mit dabei zu sein und ein Wissensführer in einem bestimmten Bereich zu werden.
Dabei geht es nicht nur darum, Informationen zu haben, die andere nicht haben, sondern auch darum, diese Informationen auf eine besondere Art und Weise aufzubereiten und zu präsentieren. Wenn man beispielsweise das Wetterbericht-Thema betrachtet, kann schon allein die unterhaltsamste Art der Präsentation einen Mehrwert bieten.
Wir haben selbstverständlich auch über die Entwicklungen von Google und Bing gesprochen: Markus erwähnte New Bing mit dem Chat-Interface und die Search Generative Experience von Google mit den Snapshots, die Informationen von Webseiten zusammenfassen. In der Theorie könnte dies zu einer verbesserten Suche führen, aber derzeit sehen wir, dass es oft noch nicht gut funktioniert. Wenn jedoch die Probleme behoben werden, könnte es tatsächlich eine bessere Suche sein. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die Quellen der Informationen transparent sind und der Nutzer nachvollziehen kann, woher die Informationen stammen.
Als Website-Betreiber haben wir auch ein Interesse daran, dass unsere Informationen nicht nur von Google genutzt werden, sondern dass wir damit auch Besucher auf unsere Webseite generieren können. Bing hat sogar vorgeschlagen, Website-Betreiber an den Werbeeinnahmen zu beteiligen, was ein interessantes Modell ist.
Ein weiterer Aspekt, den wir besprochen haben, sind legislative Ideen und Vorstöße, die sich mit der Kennzeichnungspflicht solcher Inhalte befassen: Es geht hierbei um die Frage, wie man generierte Inhalte, sowohl Text als auch Bild, kennzeichnen kann. In Zukunft könnte es sein, dass wir in Deutschland eine KI-Verwertungsgesellschaft haben werden, bei der KI-Betreiber einen Teil ihres Umsatzes zahlen müssen und dieser dann wieder aufgeteilt wird.
Wir haben ebenso über die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) und die rechtliche Bewertung von generierten Texten gesprochen: Ein Hauptanliegen für mich ist es, dass wir als Gesellschaft ein Verständnis für das Thema KI entwickeln und uns darüber unterhalten, wie die KI in Zukunft funktionieren soll. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft mitbestimmen, was wir zulassen und was nicht. Dabei müssen wir uns bewusst sein, dass sowohl Unternehmensinteressen als auch politische Einflussnahmen eine Rolle spielen können. Die EU hat den EU AI Act vorgelegt, der einige Stärken und Schwächen hat, aber grundsätzlich richtig und gut ist. Wir haben auch schon viele Gesetze, die sich mit Problemen wie Desinformation befassen. Es geht darum, Transparenz zu schaffen und sicherzustellen, dass die Verantwortlichen für ihre Inhalte haftbar gemacht werden können. In den USA droht eine Lawine von Prozessen, da es dort das sogenannte Case Law gibt, bei dem erst in einem konkreten Fall ein Grundsatzurteil gefällt werden muss. In Deutschland gelten die bisherigen Gesetze, aber es ist schwierig, eine klare Linie zu ziehen. Wenn ein Text mit Hilfe von KI generiert wird, ist die Frage, ab wann der Prozess der Texterstellung als schöpferischer Akt angesehen werden kann. In der Praxis muss dies im Einzelfall geklärt werden.
Ich persönlich finde es in Ordnung, KI-Technologien einzusetzen, solange man als Urheber dafür haftbar ist und den Text zu einem gewissen Teil zu eigen macht. Eine Kennzeichnungspflicht für generierte Inhalte halte ich für wichtig. Im EU AI Act sind solche Texte als Hochrisiko-Anwendungen eingestuft und unterliegen besonderen Auflagen. Dieser Ansatz ermöglicht es, Innovationen voranzutreiben, ohne die rechtliche Verantwortung zu vernachlässigen.
Es ist ein ständiger Kampf zwischen verschiedenen Interessen, aber wir leben nicht in einem rechtsfreien Raum. Die Rechtslage kann komplex sein, aber es ist wichtig, dass wir uns darüber austauschen und gemeinsam Lösungen finden.
Anschließend haben wir über die Zukunft der Texter in Bezug auf Künstliche Intelligenz (KI) und die kommenden Entwicklungen im Bereich der KI gesprochen: Die Frage, ob sich Texter Sorgen machen sollten, dass KI sie arbeitslos macht, ist interessant. Meine Antwort darauf ist, dass es darauf ankommt, was für Texte man bisher produziert hat. Wenn man Texte mit geringer Qualität und ohne Recherche erstellt hat, sollte man sich in der Tat Sorgen machen. Denn KI kann diese Aufgabe besser, schneller und günstiger erledigen. Wenn man jedoch Wert auf Struktur, Storytelling und hochwertige journalistische Beiträge legt, braucht man sich keine Sorgen zu machen. KI kann die Arbeit eines Texters unterstützen und verbessern, aber sie wird keinen qualitativ hochwertigen Text ersetzen können.
Abschließend haben wir über die Zukunft der KI gesprochen: In den nächsten Monaten werden wir wahrscheinlich viele kleine Verbesserungen sehen, speziell für bestimmte Branchen wie Medizin und Gartenbau. Es wird immer mehr Anwendungen geben, bei denen KI integriert ist, aber große Durchbrüche werden voraussichtlich noch einige Jahre auf sich warten lassen. Ich freue mich jedoch schon auf die Weiterentwicklung der KI und bin gespannt, was die Zukunft bringt.
Zum Abschluss möchte ich mich bei Markus Hövener für das interessante Interview bedanken. Es hat mir viel Spaß gemacht, seine Fragen zu beantworten. Ich kann euch nur empfehlen, den Search Camp Podcast anzuhören, um weitere spannende Themen rund um Online Marketing und KI zu entdecken.
Diese Zusammenfassung wurde mittels ChatGPT auf Basis des Podcast-Transkriptes erstellt und von mir kontrolliert und in einigen Punkten händisch korrigiert.
Die Frage, ob künstliche Intelligenzen wie ChatGPT kreativ sind oder lediglich Maschinen zur Erstellung von bedeutungslosen Texten, ist eine spannende und komplexe. Anstatt sie einfach auf ihre Fähigkeit zu reduzieren, einen Roman oder ein Gedicht zu verfassen, müssen wir uns damit beschäftigen, wie kreative Prozesse bei Menschen funktionieren und inwiefern ChatGPT diese Prozesse nachahmen kann.
Die unterscheidet die psychologische Literatur zum Thema Kreativität grundsätzlich in „divergentes“ sowie „konvergentes“ Denken im kreativen Prozess. Im menschlichen Gehirn spielen beide zusammen, um kreative Ergebnisse zu erzielen.
Divergentes Denken ist ein von J.P.Guilford geprägter Begriff: Divergentes Denken bedeutet, offen, unsystematisch und spielerisch an Probleme heranzugehen und dabei Denkblockaden und kritische Einwände auszuschalten.
Divergentes Denken bezieht sich auf die Fähigkeit, aus einem Stimulus heraus eine Vielzahl von Ideen zu entwickeln – also gut im „Brainstorming“ zu sein.
Konvergentes Denken
Konvergentes Denken bezeichnet die konventionelle Art des Problemlösens, nämlich logisch, planmäßig und streng rational.
Konvergentes Denken hingegen besteht darin, aus der Fülle der Möglichkeiten die wenigen richtigen oder optimalen Lösungen herauszufiltern. Gerade im lexikalischen Bereich ist ChatGPT hier menschlichen Fähigkeiten überlegen.
Kreativität in GPT?
Doch wie sieht es nun aus mit der Kreativität in großen Sprachmodellen? Wie lässt sich diese messen oder bestimmen? Ist es überhaupt möglich, den Grad der kreativen Prozesss in großen Sprachmodellen zu messen?
Einen sehr interessanten Ansatz bei Beantwortung der Frage, ob ChatGPT bzw. die Sprachmodelle GPT-3 und GPT-4 wirklich kreativ sind, hat die KI Forscherin Yennie Jun angewendet. Sie erforschte die Kreativität in großen Sprachmodellen bereits seit GPT-2 bis hin zum neuesten Modell GPT-4 und analysierte die Entwicklung von kreativen Prozessen in großen Sprachmodellen durch standardisierte Kreativitätstests und verglich diese mit menschlichen Leistungen.
Im sogenannten Remote Associates Test (RAT), bei dem es darum geht, ein Wort zu finden, das drei andere Wörter verbindet, löste ChatGPT fünf von zehn schwierigen Rätseln sofort und drei weitere im zweiten Anlauf. Du solltest in der Lage sein, die leichten Aufgaben zu lösen, aber schon die mittelschweren Rätsel sind ziemlich anspruchsvoll. Ein normaler Mensch wird etwa die Hälfte dieser Rätsel lösen können, während die meisten bei den meisten schweren Rätseln die Lösung nicht finden.
Die Ergebnisse sind durchaus überraschend.
Neuere GPT-Modelle schneiden dabei deutlich besser ab. Schaut man sich den Prozentsatz der Fragen an, auf die jedes GPT-Modell eine richtige Antwort gegeben hat, zeigt sich sehr deutlich, dass je neuer das Modell ist, umso mehr richtige Antworten konnte es geben:
Auf der Website des Remote Associates Test heißt es: „Eine typische Person kann die meisten der als leicht gekennzeichneten Aufgaben lösen, etwa die Hälfte der mittleren und nur wenige der schweren Aufgaben.“ Auf der Website werden leider keine offiziellen Statistiken veröffentlicht, aber ein kurzer Blick zeigt, dass GPT-4 in der Tat etwa die Hälfte der mittelschweren und einige der schweren Aufgaben lösen konnte und damit das einzige Modell war, das annähernd mit dem menschlichen Niveau vergleichbar war. Die anderen GPT-Modelle waren noch schlechter als die menschliche Leistung.
Beim konvergenten Denken haben Menschen also aufgrund ihrer komplexen Erfahrungen zumindest teilweise Vorteile im direkten Vergleich mit der KI: Was für uns die „richtige“ Lösung ist, hängt oft mit der biologischen Konfiguration unserer Wahrnehmung und Kognition zusammen. Wir haben eine biologisch begründete Antenne für Kreatives, während ChatGPT lediglich mit dem gesicherten wissenschaftlichen Kenntnisstand und Feedback arbeiten kann. Daher wirken manche konvergenten Operationen von ChatGPT auf uns noch recht banal, obwohl sie in der Tat sehr verschiedene Elemente miteinander kombinieren.
Für das divergente Denken setze Yennie Jun auf den sogenannten Divergent Association Task (DAT), welcher erst 2021 von einer Forschergruppe entwickelt wurde. Bei diesem Test geht es darum, zehn Substantive zu benennen, die sich so weit wie möglich voneinander unterscheiden. Wie der Name schon sagt, ist dieser Test divergent und hat somit auch keine richtigen Antworten.Darin zeigte ChatGPT im ersten Durchlauf bereits überdurchschnittliche Fähigkeiten, konnte sich durch Feedback schnell verbessern und war im dritten Versuch bereits unter den besten 10% der Teilnehmer.
Auch hier zeigte sich unabhängig von der verwendeten Temperatur, dass die neueren Modelle GPT-3.5 und GPT-4 deren Vorgänger GPT-3 deutlich überlegen waren:
Im Vergleich mit der KI haben Menschen im divergenten Denken sowohl Vor- als auch Nachteile gegenüber ChatGPT: Unsere Erfahrungen sind vielfältiger als die Trainingsdaten von ChatGPT, und wir können beispielsweise Gerüche direkt mit Bildern verknüpfen. Dieser Vorteil wird auch als „Embodiment“ bezeichnet. Jedoch kann es Menschen schwerfallen, streng logisch zu denken, um beispielsweise komplexe Kausalketten aufzulösen, während ChatGPT im Gegensatz zu uns Menschen keine Präferenz für tatsächlich eingetretene Ereignisse aus der Vergangenheit entwickelt und auch damit Konditionalsätze ohne menschliche Vorurteile auswerten kann.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Behauptung, ChatGPT sei nicht kreativ, stark vereinfachend ist und ignoriert, dass ChatGPT divergente und konvergente Denkprozesse erstaunlich gut imitieren kann. Dennoch haben Menschen aufgrund ihrer verkörperten Erfahrungen und biologischen Antennen für Kreatives – zumindest vorerst – Vorteile gegenüber KI-basierten Systemen wie ChatGPT.
Es fällt angesichts der rasanten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz nicht besonders schwer sich eine Zukunft vorstellen, in der generative LLMs nicht mehr von Menschen zu unterscheiden sind.
Allerdings kannst du schon heute die KI nutzen, um dich in deinen kreativen Prozesse unterstützen zu lassen.Wie das geht, zeige ich Dir in meinem Buch: „Besser schreiben mit KI: „ChatGPT, GPT-3, GPT-4 und Co.“ – das ultimative Handbuch für alle, die ihre Schreibkompetenzen durch die Kraft der KI verbessern möchten!
Entdecke die Welt der Künstlichen Intelligenz und revolutioniere deine Textarbeit mit „Richtig Texten mit KI: ChatGPT, GPT-4, GPT-3 & Co.“! Mein Sachbuch führt dich Schritt für Schritt in die faszinierende Welt der KI-gestützten Texterstellung ein und zeigt dir, wie du deine Schreibprojekte für Job, Uni und Websites schneller und besser als je zuvor gestalten kannst.
In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du alles, was du über die Grundlagen der Künstlichen Intelligenz wissen müssen, von der Geschichte der KI bis hin zu den neuesten Entwicklungen wie GPT-4. Lerne, wie ChatGPT sprechen lernte und wie du die Grenzen der KI meistern kannst, um beeindruckende Ergebnisse zu erzielen.
Mit einer Fülle von praktischen Tipps und Beispielen zeige ich dir, wie du ChatGPT effektiv nutzen kannst, um deine Texte zu verbessern, deine Kreativität zu steigern und Schreibblockaden zu überwinden. Entdecke die besten Prompts für erstaunliche Resultate und erfahre, wie du KI-generierte rechtliche Aspekte berücksichtigst.
Dieses Buch ist sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene geeignet und bietet Ihnen einen umfassenden Einblick in die Zukunft der KI und deren Auswirkungen auf unsere Arbeitswelt. Werden wir von Künstlicher Intelligenz ersetzt? Was folgt auf GPT-4? Erfahre mehr über exponentielles Wachstum und die Singularität und bereite dich auf die spannende Zukunft der KI-gestützten Texterstellung vor.
Lass‘ dich von „Richtig Texten mit KI: ChatGPT, GPT-4, GPT-3 & Co.“ inspirieren und revolutioniere deine Schreibarbeit mit Hilfe Künstlicher Intelligenz. Tauche ein in die Welt der KI und entdecke, wie du deine Texte schneller und besser als je zuvor erstellen kannst. Jetzt bestellen und die Zukunft des Schreibens erleben! Mein Buch „Richtig Texten mit KI: ChatGPT, GPT-4 und Co.“ ist jetzt bei Amazon erhältlich und vorbestellbar.
Du vertraust im Newsletter-Marketing auf MailChimp? Dann wird es höchst Zeit, umzusteigen! Denn leider ist die Verwendung des beliebten Tools seit einiger Zeit ein Rechtsrisiko. Im schlimmsten Fall riskierst du Abmahnungen und Bußgelder. Zum Glück gibt es Alternativen, mit denen du auf Nummer sicher gehst. Welche die 5 besten davon sind und warum MailChimp aktuell keine gute Idee ist, erfährst du hier.
Was also tun? Eine Möglichkeit wäre, es darauf ankommen zu lassen. Weniger riskant und – zumindest in meinen Augen – empfehlenswerter ist es, auf ein anderes Tool auszuweichen. Schließlich gibt es eine Reihe von Newsletter-Programmen, die nicht nur ähnlich umfangreich wie MailChimp, sondern außerdem DSGVO-konform sind und vielleicht sogar in anderen Bereichen die Nase vorn haben. Wir haben in diesem Vergleich die vier besten Alternativen zu MailChimp für Dich herausgesucht, von minimalistisch bis umfangreich.
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Warum es aktuell riskant ist, MailChimp in Europa zu nutzen
MailChimp ist ein amerikanisches Unternehmen mit Servern in den USA. Das war schon bei Inkrafttreten der DSGVO ein Grund zur Vorsicht. Allerdings führten Befürworter von MailChimp immer zwei Argumente dafür an, warum man das Programm trotzdem weiterverwenden könne.
MailChimp bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO an. Nachdem dieser sogar in die AGB integriert ist, müssen ihn Nutzer nicht einmal separat abschließen.
Außerdem war das Programm unter dem EU/Schweiz-US-Privacy-Shield zertifiziert. Dadurch sollte garantiert werden, dass die Daten auf MailChimp-Servern so sicher sind wie in der EU.
Daraus folgt: Nutzer von MailChimp können sich nicht mehr darauf verlassen, dass ihre Verwendung des Programms DSGVO-konform ist – mit allen damit verbundenen Risiken (Abmahnungen und Bußgelder). Ich persönlich würde dieses Risiko nicht eingehen wollen und besser mit einer deutschen Software meine Newsletter versenden…
Also höchste Zeit, sich einen neuen Anbieter zu suchen!
So gehst du auf Nummer sicher!
Die 4 besten Alternativen zu MailChimp
1. GetResponse – Sehr mächtiges Marketingtool für höchste Ansprüche
Im Gegensatz zu einfachen Newsletter-Tools ist GetResponse ein sehr umfangreiches Marketinginstrument. Die umfangreiche Plattform bietet sich sowohl für kleine wie auch für große und sehr große Listen an und bringt unter anderem folgende Features mit:
mehr als 300 Vorlagen und viele Möglichkeiten, diese designtechnisch anzupassen
Integrierte E-Mail Analysen mit Diagrammen und individuellen Berichten
A/B Tests
Erstellen von Online-Umfragen
Integration sozialer Medien
Zahlreiche Automatisierungsfunktionen inklusive Listenautomatisierung (zum Beispiel Verschieben von Empfängern in eine bestimmte Liste nach einer definierten Handlung)
Erstellung von Landingpages
Segmentierung der Kontakte
Du siehst schon, GetResponse eröffnet viele Möglichkeiten und manche davon, wie die Listenautomatisierung und die Erstellung von Landingpages heben das Tool deutlich aus der Masse heraus. Nur für Einsteiger sind es vielleicht fast zu viele. Die Preise fallen verhältnismäßig fair aus.
2. Brevo (ehemals Sendinblue) mit SMS-Kampagnen und vielfältigen Automatisierungsmöglichkeiten
Nachdem sich Newsletter2Go und Sendinblue Anfang 2019 zusammengeschlossen haben, wurde das Unternehmen nun in Brevo umbenannt. Unverändert bleibt der Serverstandort in Deutschland. Das heißt Brevo (ehemals Sendinblue) ist in Hinsicht auf Datenschutz eine gute Lösung und quasi mit einem Anbieter aus Deutschland gleichzustellen.
Das Programm überzeugt mit einem breiten Funktionsumfang inklusive:
Etwa 65 vorgefertigte Templates
Einem guten Editor für individuelle Designs
A/B-Tests
Umfangreiche Möglichkeiten für Marketing-Automation (E-Mail-Kampagnen lassen sich sogar durch das Surfverhalten von Webseiten-Besuchern auslösen)
Erstellung von Landingpages (nicht in allen Tarifen)
Möglichkeit, SMS-Kampagnen zu erstellen und Live-Chat zu nutzen
Sendinblue bietet mehrere Preiskategorien mit unterschiedlichen Funktionen und ist für Nutzer mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen geeignet. Dabei hebt sich das Tool vor allem durch seine Möglichkeiten zur Automatisierung und zum Versenden von SMS-Kampagnen und seinen fantastischen Support vom Rest der Anbieter ab.
3. Rapidmail – einfach, minimalistisch und verdammt gut! *TIPP*
Rapidmail ist ideal für alle, die ein DSGVO-konformes Newsletter-Tool suchen, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Schön übersichtlich, ohne Schnickschnack und einfach zu bedienen.
Genau heißt das unter anderem:
Mehr als 250 responsive Vorlagen
einfach bedienbarer Editor
Autoresponder und Follow-Up Mailings, davon abgesehen keine Automation
Tagging Funktion für Kontakte
eigenes WordPress-Plugin
A/B-Testfunktion
Rapidmailist ein deutscher Anbieter aus Freiburg und speichert Daten auf Server in Deutschland – ein Vorteil in Sachen Datenschutz. Wer auf der Suche nach Automatisierungsmöglichkeiten ist, ist bei Rapidmail an der falschen Adresse. Dafür fallen die Preise sehr fair aus. Los geht es bei 9 EUR im Monat für 250 Empfänger.
Rapidmail ist meine Top-Empfehlung, wenn Kunden auf der Suche nach einem Deutschen Newsletter-Anbieter oder einer DSGVO-konformen Alternativen zu MailChimp suchen!
4. CleverReach – Ideal für kleine Listen, mit Automatisierung
Was die DSGVO angeht, bist du auch mit Clever Reach auf der sicheren Seite. Schließlich handelt es sich dabei ebenfalls um ein Tool eines deutschen Anbieterts mit Servern in Deutschland.
Außerdem bietet CleverReach
etwa 60 vorgefertigte responsive Designs
Funktionen wie ConversionTracking und A/B-Tests
Unterstützung verschiedener Kampagnenarten
einen gut bedienbaren Editor
E-Mail-Marketing-Automation
Insgesamt ist das Tool wie Rapidmail minimalistisch gehalten und ideal, wenn du eine kleine Liste und eine hohe Sendefrequenz hast. Bei größeren Listen wird Clever-Reach schnell teuer. Dann bietet sich ein Umstieg auf eine andere Lösung an. Sehr praktisch ist die einfache Einrichtung von Automatisierungen über den Workflow Editor von CleverReach. Preislich
Für DSGVO-konformes Newsletter-Marketing sind einige Dinge zu beachten
Wenn du einen seriösen Anbieter mit Serverstandort in Deutschland bzw. der EU gefunden hast, ist das schon die halbe Miete. Allerdings gibt es darüber hinaus noch ein paar Dinge zu beachten, damit dein Newsletter Marketing wirklich aktuellen Datenschutzregelungen entspricht, angefangen beim Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung bis hin zum Double-Opt-In-Verfahren für die Newsletter-Anmeldung.
Kaum etwas hält sich so hartnäckig wie ein schlechter Ruf. Der automatisierte Versand von E-Mails als Marketinginstrument musste lange mit seinem schlechten Ruf aufgrund eines nicht allzu glücklichen Starts kämpfen.
Am Anfang des automatisierten Mailversand standen einfache Werbemails, die regelmäßig an alle Empfänger versandt wurden, die sich auf einer Mailingliste befanden. Über die meisten dieser Empfänger wusste man wenig, also bekamen alle dieselbe Standardmail.
Vorsichtig formuliert könnte man sagen, dass in dieser Zeit die Grenzen zwischen E-Mail Marketing und Spamversand fließend waren. Inzwischen ist es aber möglich, auch individualisierte Informationen automatisiert zu versenden.
Personalisierung und Automation sind kein Widerspruch
Erfolgreiches E-Mail Marketing setzt personalisierte und zielgerichtete Inhalte voraus. Der erste bescheidene Schritt auf diesem Weg bestand in einer persönlichen Anrede in den automatisch versandten Mails. Ein deutlicher Fortschritt gegenüber „Liebe Kundinnen, liebe Kunden“. Dieser persönlichen Anrede ebenso personalisierte Inhalte folgen zu lassen, die auf die individuellen Interessen jedes Empfängers abgestimmt sind, galt lange als Königsdisziplin des E-Mail Marketings. Wer das konnte, war ein ganz großer Player. Heute kann das jeder, aber längst nicht jeder nutzt bislang diese Möglichkeit.
Informationsquellen für die Personalisierung von E-Mails
Über Bestandskunden ist in der Regel bereits viel bekannt. Dazu zählt an erster Stelle ihr Kaufverhalten, aber auch andere Informationen können entscheidend für die Reaktivierung von inaktiven Kunden. Die persönlichen Daten können genutzt werden, um Kunden nach demographischen oder auch geographischen Kriterien verschiedenen Gruppen zuzuordnen. Darüber hinaus sind auch die Reaktionen auf frühere E-Mails bekannt. Für welche Kategorien von Produkten interessiert sich der Kunde? Ist er für Sonderangebote empfänglich oder sucht er nach speziellen Marken? Aus all diesen Daten lässt sich ein persönliches Profil generieren, um dem Kunden gezielt individuelle Angebote zuzusenden.
Personalisierung auch bei der Neukundengewinnung
Ein bislang nicht bekannter Kunde hat sich für den Newsletter registriert – wie geht es jetzt weiter? Bei der Registrierung allzu viele Informationen abzufragen, um gleich die erste Mail personalisieren zu können, ist jedenfalls keine gute Idee. Im B2B-Bereich ist es üblich und wird auch akzeptiert, wenn zumindest nach dem Unternehmen und der Position des Interessenten gefragt wird. Im Privatkundengeschäft sorgt erfahrungsgemäß jede neben der Mailadresse zusätzlich abgefragte Information dafür, dass viele Interessenten die Registrierung abbrechen. Dieses Risiko sollte vermieden werden. Denn das E-Mail Marketing gehört nach wie vor zu den konversionsstärksten Marketingkanälen. Deswegen sollte alles unterlassen werden, was Interessenten davon abhalten könnte, sich zu registrieren.
Zu großer Hunger nach Daten bei der Registrierung für den Newsletter gehört definitiv dazu. Weil das so ist, ist der neue Empfänger des Newsletters zunächst also ein völlig unbeschriebenes Blatt.
Am Anfang steht die Recherchephase
Natürlich wäre es wünschenswert, wenn der potenzielle Neukunde sofort auf die erste E-Mail mit einer Bestellung reagiert. Aber die Kriterien für eine erfolgreiche erste Kontaktaufnahme sollten weniger streng sein. Wenn der Kunde überhaupt irgendwelche Links im Newsletter anklickt, ist schon viel gewonnen. Deswegen sollte der Newsletter nicht nur Angebote enthalten, sondern auch Hintergrundinformationen. Wie diese aussehen, hängt selbstverständlich stark von der Art der Produkte ab. Welche dieser Informationen der Kunde anklickt, verrät einiges über ihn. Die Personalisierung der Folgemails äußert sich nicht nur darin, welche Produkte dem Kunden vorgeschlagen werden. Sie äußert sich auch darin, welche Aspekte dabei besonders betont werden.
Wann sollten Werbemails versendet werden?
Hier sind zwei Ansätze denkbar, die auch kombiniert werden können:
1. Lifecycle-Mailings werden zu zuvor festgelegten Zeitpunkten versandt.
Beispiele dafür sind Geburtstagsgrüße oder auch Danksagungen für lange Treue am Jahrestag der Registrierung als Kunde. Derartige Anlässe bieten sich für Rabatt- oder Gutscheinkampagnen an, die zum persönlichen Geschenk umdeklariert werden können. Dies ist ein geeignetes Instrument zur Reaktivierung von Kunden, die länger inaktiv waren.
Ebenso sind verbrauchsabhängige Zeiträume denkbar, beispielsweise 3 Monate nach der letzten Lieferung eines Reinigungsmittels, das im Schnitt nach 3 Monaten aufgebraucht wurde oder auch die langfristige Begleitung einer jungen Mutter mit exakt zum Alter des Kindes passenden Angeboten bis weit über die ersten Monate hinaus.
Durch erfolgreiche Lifecycle-Mailings kann der Customer-Life-Value extrem gesteigert und ganze Kundensegmente zu regelmäßigen Stammkunden werden.
Je nach Anforderung, Branche und Zielgruppe müssen unterschiedliche Szenarien und E-Mail-Strecken zum Einsatz kommen. Mit THEA von CleverReach beispielsweise lassen sich sowohl einfache als auch mehrstufige Kampagnen automatisieren:
2. Trigger-Mails reagieren auf konkretes Verhalten des Kunden
Typisch sind etwa Begrüßungsmails bei der Registrierung oder eine Bitte um eine Bewertung nach einer Bestellung. Aber auch abgebrochene Bestellvorgänge können als Anlass genutzt werden, um sich zu erkundigen, ob es irgendwelche Probleme gab. Beide Ansätze funktionieren und sollten parallel verfolgt werden. Als besonders effizient haben sich Mails erwiesen, die Bezug auf ein aktuelles Ereignis nehmen.
In Sachen Kundenzufriedenheit können Mails zur nachträglichen Bewertung der Produkte oder Leistungen oder auch individuelle Mails aufgrund des Klickverhaltens des Empfängers konzipiert und gestartet werden, eben für ihre jeweilige Customer Journey passend.
Mit THEA von CleverReach lassen sich durch eine Aktion eines Empfängers ausgelöste Abfolgen kinderleicht auf einem virtuellen Reißbrett erstellen:
Achtung!
Bei automatisierten Trigger-Mails sollten Sie allerdings darauf achten, dass Sie es mit der Versandhäufugkeit nicht zu übertreiben und den Empfänger mit E-Mails bombardieren. Übrigens: Mit der Einholung einer wirksamen Erlaubnis für allgemeines E-Mail-Marketing ist auch die Zusendung von automatischen Mails abgedeckt. Selbstverständlich muss es in jeder Trigger-Mail, wie im herkömmlichen Newsletter-Marketing auch, die Möglichkeit für eine Abmeldung vorhanden sein!
Tipp: Software-Empfehlung
Neben dem Newsletter-Tool CleverReach kann ich aus persönlicher Erfahrung noch die Marketing-Automation von Brevo (ehemals Sendinblue) empfehlen. Bei deren Marketing-Automation handelt es sich um ein Tool, das die Automatisierung bestimmter Aufgaben in Ihrem Arbeitsablauf ermöglicht, beispielsweise den Versand von E-Mails und SMS-Nachrichten, die Organisation von Kontakten in verschiedenen Listen sowie die Aktualisierung der Informationen in Ihrer Kontaktdatenbank.
Marketing Automation ist ein wichtiger Bestandteil moderner Marketingstrategien und kann dazu beitragen, viele Aspekte des täglichen Marketings effizienter zu gestalten. Die folgende Auflistung gibt Ihnen einen Überblick darüber, wie Marketing Automation in verschiedenen Bereichen mittels Brevo (ehemals Sendinblue) eingesetzt werden kann:
E-Mail-Kampagnen sind oft der erste Bereich, der mit Marketing Automation in Verbindung gebracht wird. Hier können zwei grundlegende Arten von automatisierten E-Mails unterschieden werden:
Verhaltensbasierte automatisierte E-Mails: Diese werden aufgrund von bestimmten Aktionen des Nutzers versendet, wie z.B. Registrierung, Kauf im Onlineshop oder Buchung eines Hotels.
Zeitpunktbezogene automatisierte E-Mails: Diese werden basierend auf festgelegten Ereignissen im Kundenlebenszyklus versendet, wie z.B. Geburtstage, längere Inaktivität oder das Jubiläum der Shop-Anmeldung.
Abseits von E-Mail-Kampagnen bietet Marketing Automation noch viele weitere Möglichkeiten, den Marketing-Alltag zu optimieren:
Social Media: Planen und veröffentlichen Sie Inhalte auf verschiedenen Social-Media-Kanälen oder setzen Sie automatisierte Antworten auf empfangene Nachrichten ein, um den Kundendialog zu vereinfachen.
Landingpages: Nutzen Sie Marketing Automation, um neue Leads von Anmeldeformularen auf Ihren Landingpages automatisch zu Ihren Kontaktlisten hinzuzufügen und direkt mit ihnen in Kontakt zu treten.
SMS-Nachrichten: Auch im Bereich der SMS-Kommunikation kann Marketing Automation eingesetzt werden. So können beispielsweise Veranstaltungsteilnehmer mit Live-SMS auf dem Laufenden gehalten oder automatische Versand-Updates versendet werden.
Marketing-Automation vereinfacht die Verwaltung deiner Mailinglisten und die Segmentierung deiner Kontakte enorm. Du kannst zum Beispiel Kontakte automatisch aus einer E-Mail-Liste zu deiner Datenbank hinzufügen oder entfernen.
Darüber hinaus kannst du deine Kontakte automatisch auf Grundlage von Interessen in unterschiedliche Listen segmentieren. Füge zum Beispiel einen Kontakt zu deiner Liste „qualifizierter Leads“ hinzu, sobald dieser deine Preisseite besucht.
Das waren nur einige Beispiele, wie Marketing Automation deinen Marketing-Alltag erleichtern kann. Jetzt bist du dran! Probier’s aus und entdecke die vielfältigen Möglichkeiten, die dir Marketing Automation bietet.
Fazit: Marketing Automation zahlt sich aus
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Marketing Automation in einer Vielzahl von Bereichen eingesetzt werden kann, um den Marketing-Alltag effizienter und zielgerichteter zu gestalten. Durch die Automatisierung von Routineaufgaben können sich Marketingverantwortliche auf strategisch wichtigere Aspekte konzentrieren und somit bessere Ergebnisse erzielen.
Zusammengefasst verfolgt das automatisierte E-Mail Marketing also das Ziel, jeden Kunden so gezielt und individuell anzusprechen, wie das früher nur bei besonders wichtigen VIP-Kunden möglich war.Dies zahlt sich in mehrfacher Hinsicht aus. Durch eine individualisierte Betreffzeile der E-Mail steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, die erste hohe Hürde erfolgreich zu meistern: Der Kunde öffnet die Mail, statt sie ungelesen zu löschen. Die Conversion-Rate ist ebenfalls deutlich höher, wenn dem Kunden die passenden Produkte vorgeschlagen werden und die für den Kunden besonders wichtigen Aspekte entsprechend hervorgehoben werden. Das T-Shirt kann preiswert sein, es kann für Allergiker geeignet sein, es kann unter fairen Arbeitsbedingungen produziert worden sein oder es kann mit geringem Energie- und Wasserverbrauch produziert worden sein.
Frage für die Kommentare: Setzt ihr bereits Automation ein? Falls ja: Mit welcher Software arbeitet ihr und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Schreibt es mir!
Hast du dich schon einmal mit tagbasiertem E-Mail Marketing beschäftigt? Nicht? Dann wird es höchste Zeit. Hier erkläre ich Dir, warum Tags besser sind als klassische Listen!
Viele Menschen arbeiten seit Jahren mit listenbasiertem E-Mail-Marketing und wissen nicht, dass es eine Alternative gibt. Dabei bringt das tagbasiertes E-Mail Marketing Vorteile für Einsteiger und Profis mit. Hier gehen wir darauf ein, wie die Sache mit den Tags funktioniert, was sie von listenbasiertem E-Mail-Marketing unterscheidet und welche Vorteile damit verbunden sind.
Was ist tagbasiertes E-Mail-Marketing?
Unter Tags versteht man Etiketten oder Schlagworte, die Nutzern zugewiesen werden (Tagging). Ein bekanntes Beispiel sind Hashtags.
Das gibt schon einen Hinweis auf den zentralen Unterschied zwischen den zwei Arten von E-Mail Marketing:
Listenbasiertes E-Mail-Marketing: Im klassischen listenbasierten E-Mail-Marketing arbeitest du mit Empfänger-Listen. Du hast zum Beispiel eine Liste mit Newsletter-Abonnenten und eine Liste mit Personen, die ein bestimmtes Produkt gekauft haben. Für den E-Mail-Versand wählst du eine oder mehrere Listen aus. Deren Mitglieder erhalten dann alle die betreffenden E-Mails.
Tagbasiertes E-Mail-Marketing: Bei dieser Variante verteilst du virtuelle Notizen an Kontakte, die bestimmte Handlungen ausgeführt haben, also ein bestimmtes Produkt gekauft, sich für einen Newsletter angemeldet, eine E-Mail geöffnet oder auf einen Link in einem Newsletter geklickt haben. Personen, die mehrere Handlungen ausgeführt haben, erhalten auch mehrere Tags.
Zugegeben: drei oder vier Listen wirken auf den ersten Blick übersichtlicher als Unmengen an Tags. Doch wenn es um die zielgruppengenaue Ansprache geht, ist die tagbasierte Variante klar im Vorteil.
Welche Vorteile hat tagbasiertes E-Mail-Marketing gegenüber Listen?
Stell dir vor, du willst eine Werbe-E-Mail an alle Personen versenden, die Teil 1 deines umfassenden SEO-Guides gekauft haben, aber (noch) nicht Teil 2. Bei listenbasiertem E-Mail-Marketing stehen dir dafür wahrscheinlich zwei Listen zur Verfügung:
Liste A: Käufer von Teil 1
Liste B: Käufer von Teil 2
In diesem Fall müsstest du aus Liste A alle Kontakte aussortieren, die sich auch in Liste 2 befinden. Sonst schickst du die Werbe-Mail auch an Empfänger, die Teil 2 bereits haben. Bei umfangreichen Listen artet das schnell in Arbeit aus.
Anders bei tagbasiertem E-Mail-Marketing. Hier wählst du einfach die Tags für Teil 1 und Teil 2 aus. Zusätzlich könntest du deine Auswahl verfeinern und Empfänger aussortieren, die Teil 1 eben erst gekauft und vermutlich noch gar nicht gelesen haben.
Ein weiterer großer Vorteil von Tags: Es gibt keine Dubletten. Das sind Kontakte, die in mehreren Listen vorkommen und im dümmsten Fall E-Mails mehrmals erhalten. Schließlich helfen dir Tags sogar, dir ein besseres Bild von deinen Kontakten zu machen.
Die Vorteile von tagbasiertem E-Mail-Marketing in der Zusammenfassung:
Keine Dubletten
Du kannst Empfänger nach mehreren Handlungen auswählen und deine Auswahl so verfeinern.
Viele Tags geben dir ein genaueres Bild von deinen Kunden bzw. Abonnenten und ihren Vorlieben
Tags ermöglichen das zielgerichtete Senden von Newslettern und verhindern Streuverluste
Und die Nachteile? Da fällt mir nur ein, dass die Arbeit mit Tags Eingewöhnungszeit erfordern. Aber das ist es wert.
Achte bei der Auswahl von Newsletter-Tools auf Tags
War früher das deutsche Klick-Tipp eines der wenigen tagbasierten Newsletter-Tools auf dem Markt, so sich dies geändert. Inzwischen bietet auch ein Großteil der Konkurrenz Tagging an, einschließlich MailChimp. Wenn Tags nicht vorhanden sind, hast du oft umfangreiche Möglichkeiten, durch Segmentierung Empfängergruppen zu bilden. Das trifft zum Beispiel auf Brevo (ehemals Sendinblue) zu.
In jedem Fall lohnt es sich, bei der Auswahl eines Tools auf diesen Aspekt zu achten – speziell darauf welche Möglichkeiten bzw. Freiheiten du beim Tagging hast und ob dir Tagging zur Verfügung steht oder Segmentierung. Sehr hilfreich kann es sein, wenn sich Tagging mit Automatisierung verbinden lässt. In diesem Fall vergibt das Programm automatisch Tags und sendet den betreffenden Personen beispielsweise automatisch eine Willkommens-Mail.
Du siehst: Auch wenn uns Listen im Newsletter-Marketing noch ein bisschen begleiten werden, sind Tags die Zukunft. Vor allem schaffen sie Voraussetzungen für mehr Effizienz, weniger peinliche Fehler und zielgerichtetes Marketing mit geringen Streuverlusten.
Diese Tools bieten sich an für tagbasiertes E-Mail Marketing
1. CleverReach
CleverReach ist ein E-Mail-Marketing-Tool, das dir hilft, effektive E-Mail-Kampagnen zu erstellen und zu verwalten. Eine der nützlichen Funktionen von CleverReach ist das Tag-basierte E-Mail-Marketing. Dabei werden Tags verwendet, um bestimmte Kontakte oder Gruppen von Kontakten anhand ihrer Interessen oder Verhaltensweisen zu identifizieren und zu segmentieren. So kannst du gezieltere und relevantere E-Mail-Kampagnen erstellen. CleverReach ist zwar international weniger bekannt, aber ebenfalls mehr als einen Blick wert. Unter anderem punktet das Tool mit professionellen Automatisierungs-Funktionen, Conversion Tracking und A/B-Tests. Dazu kommen viele schön gestaltete Design-Vorlagen und eine intuitive Bedienung.
Tags kannst du deinen Kontakten auf zwei Arten hinzufügen:
Du fügst Tags manuell zu bereits bestehenden Empfängern in deinen Listen hinzu.
Du erstellst Links, die dem Abonnenten durch einen Klick darauf ein bestimmtes Tag hinzufügt.
Hier sind die Schritte, um tagbasiertes E-Mail-Marketing in CleverReach umzusetzen:
Kontakte importieren oder erstellen: Zuerst musst du eine Liste von Kontakten in CleverReach haben. Du kannst Kontakte manuell hinzufügen, eine bestehende Liste importieren oder eine Integration mit deinem CRM- oder E-Commerce-System nutzen, um Kontakte automatisch zu synchronisieren.
Tags erstellen und zuweisen: Als nächstes erstellst du Tags, die du deinen Kontakten zuweisen möchtest. Tags können auf der Grundlage von demografischen Informationen, Interessen, Verhaltensweisen oder anderen Kriterien erstellt werden. Um Tags zu erstellen, geh zu „Tags“ im Hauptmenü und klicke auf „Tag erstellen“. Nachdem du deine Tags erstellt hast, kannst du sie deinen Kontakten manuell oder automatisch zuweisen. Automatische Zuweisungen können zum Beispiel durch Trigger, wie das Öffnen einer bestimmten E-Mail oder das Klicken auf einen bestimmten Link, erfolgen.
Segmente erstellen: Um deine Kontakte basierend auf ihren Tags zu segmentieren, geh zu „Empfänger“ und dann zu „Segmente“ im Hauptmenü. Klicke auf „Segment erstellen“ und gib einen Namen für dein Segment ein. Wähle anschließend die Tags, die du verwenden möchtest, um das Segment zu definieren, und klicke auf „Speichern“. Du kannst auch mehrere Tags kombinieren, um ein Segment zu erstellen, das mehrere Kriterien erfüllt.
E-Mail-Kampagnen erstellen: Jetzt, da deine Kontakte segmentiert sind, kannst du gezielte E-Mail-Kampagnen erstellen. Geh zu „E-Mails“ und klicke auf „Neue E-Mail erstellen“. Wähle eine Vorlage aus oder erstelle eine neue, und passe den Inhalt deiner E-Mail an. Vergiss nicht, einen ansprechenden Betreff und eine sichtbare Preheader-Textzeile hinzuzufügen, um die Öffnungsraten deiner E-Mails zu erhöhen.
Kampagnenzielgruppen auswählen: Sobald deine E-Mail erstellt ist, musst du die Zielgruppe für deine Kampagne auswählen. Klicke auf „Empfänger auswählen“ und wähle das Segment, das du zuvor basierend auf deinen Tags erstellt hast. Du kannst auch mehrere Segmente auswählen, um deine E-Mail an mehrere Zielgruppen zu senden.
E-Mail-Kampagne versenden oder planen: Nachdem du deine Zielgruppe ausgewählt hast, kannst du deine E-Mail-Kampagne sofort versenden oder für einen späteren Zeitpunkt planen. Klicke auf „Senden“ oder „Planen“ und wähle das gewünschte Datum und Uhrzeit für den Versand deiner E-Mail-Kampagne. Stelle sicher, dass du die Zeitzone und den Versandzeitpunkt berücksichtigst, um die beste Zustellrate und Öffnungsrate für deine Zielgruppe zu erreichen.
Kampagnenanalyse und Optimierung: Nachdem deine E-Mail-Kampagne versendet wurde, ist es wichtig, die Ergebnisse zu überwachen und auszuwerten. In CleverReach kannst du unter „Berichte“ im Hauptmenü detaillierte Statistiken zu deinen E-Mail-Kampagnen finden. Achte auf Kennzahlen wie Öffnungsrate, Klickrate, Abmelderate und Conversion-Rate. Diese Daten helfen dir, die Leistung deiner Kampagne zu bewerten und Verbesserungen für zukünftige E-Mail-Kampagnen vorzunehmen.
Durch das Tag-basierte E-Mail-Marketing in CleverReach kannst du gezieltere und personalisierte E-Mail-Kampagnen erstellen, die deinen Kontakten einen Mehrwert bieten und deine Conversions steigern. Achte darauf, deine Kampagnen regelmäßig zu analysieren und zu optimieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
2. KlickTipp
Klick-Tipp ist ebenfalls ein E-Mail-Marketing-Tool, das es dir ermöglicht, tagbasiertes E-Mail-Marketing durchzuführen. Wie bei CleverReach kannst du auch in Klick-Tipp Tags verwenden, um Kontakte zu segmentieren und gezielte E-Mail-Kampagnen zu erstellen. Schön ist das deutsche KlickTipp nicht unbedingt und wer tolle Templates für Newsletter sucht, muss an anderer Stelle suchen. Aber was in Sachen Design fehlt, bietet das Tool an anderer Stelle. Dazu gehört die Tagging-Funktion, die KlickTipp schon deutlich länger hat als viele Konkurrenten. Listen gibt es hier gar nicht. Alle Kontakte befinden sich in der ContactCloud und werden durch Tags gekennzeichnet.
Tags kannst du manuell vergeben. Zusätzlich gibt es die sogenannten „Smart Tags“ von Klick Tipp. Dabei handelt es sich um Tags, die das Programm automatisch vergibt, wenn ein Kontakt, eine bestimmte Handlung ausführt. Sie eröffnen sehr viele Möglichkeiten, Empfängergruppen einzugrenzen und Automatisierungen in Gang zu setzen, die dein E-Mail-Marketing effizienter machen.
Hier sind die Schritte, um tagbasiertes E-Mail-Marketing mit Klick-Tipp umzusetzen:
Kontakte importieren oder erstellen: Zuerst musst du eine Liste von Kontakten in Klick-Tipp haben. Du kannst Kontakte manuell hinzufügen, eine bestehende Liste importieren oder eine Integration mit deinem CRM- oder E-Commerce-System nutzen, um Kontakte automatisch zu synchronisieren.
Tags erstellen und zuweisen: Als nächstes erstellst du Tags, die du deinen Kontakten zuweisen möchtest. Tags können auf der Grundlage von demografischen Informationen, Interessen, Verhaltensweisen oder anderen Kriterien erstellt werden. In Klick-Tipp kannst du Tags erstellen, indem du zu „Kontakte“ und dann zu „Tags“ im Hauptmenü gehst. Nachdem du deine Tags erstellt hast, kannst du sie deinen Kontakten manuell oder automatisch zuweisen. Automatische Zuweisungen können zum Beispiel durch Trigger, wie das Öffnen einer bestimmten E-Mail oder das Klicken auf einen bestimmten Link, erfolgen.
Segmente erstellen: Um deine Kontakte basierend auf ihren Tags zu segmentieren, geh in Klick-Tipp zu „Kontakte“ und dann zu „Filter“. Erstelle einen neuen Filter, indem du auf „Neuen Filter anlegen“ klickst, und wähle die Tags, die du für die Segmentierung verwenden möchtest. Du kannst auch mehrere Tags kombinieren, um ein Segment zu erstellen, das mehrere Kriterien erfüllt.
E-Mail-Kampagnen erstellen: Jetzt, da deine Kontakte segmentiert sind, kannst du gezielte E-Mail-Kampagnen erstellen. Geh zu „Nachrichten“ und klicke auf „Neue E-Mail-Nachricht erstellen“. Wähle eine Vorlage aus oder erstelle eine neue, und passe den Inhalt deiner E-Mail an. Vergiss nicht, einen ansprechenden Betreff und eine sichtbare Preheader-Textzeile hinzuzufügen, um die Öffnungsraten deiner E-Mails zu erhöhen.
Kampagnenzielgruppen auswählen: Sobald deine E-Mail erstellt ist, musst du die Zielgruppe für deine Kampagne auswählen. Wähle beim Erstellen der Kampagne unter „Empfänger“ den Filter, den du zuvor basierend auf deinen Tags erstellt hast. Du kannst auch mehrere Filter auswählen, um deine E-Mail an mehrere Zielgruppen zu senden.
E-Mail-Kampagne versenden oder planen: Nachdem du deine Zielgruppe ausgewählt hast, kannst du deine E-Mail-Kampagne sofort versenden oder für einen späteren Zeitpunkt planen. Klicke auf „Senden“ oder „Planen“ und wähle das gewünschte Datum und die Uhrzeit für den Versand deiner E-Mail-Kampagne.
Kampagnenanalyse und Optimierung: Nachdem deine E-Mail-Kampagne versendet wurde, ist es wichtig, die Ergebnisse zu überwachen und auszuwerten. In Klick-Tipp findest du unter „Statistiken“ im Hauptmenü detaillierte Statistiken zu deinen E-Mail-Kampagnen. Achte auf Kennzahlen wie Öffnungsrate, Klickrate, Abmelderate und Conversion-Rate. Diese Daten helfen dir, die Leistung deiner Kampagne zu bewerten und Verbesserungen für zukünftige E-Mail-Kampagnen vorzunehmen.
Durch das Tag-basierte E-Mail-Marketing in Klick-Tipp kannst du gezieltere und personalisierte E-Mail-Kampagnen erstellen, die deinen Kontakten einen Mehrwert bieten und deine Conversions steigern. Achte darauf, deine Kampagnen regelmäßig zu analysieren und zu optimieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Nicht empfehlenswert: MailChimp (wegen der DSGVO)
Das früher rein listenbasierte MailChimp ist eines der bekanntesten und beliebtesten Programme im E-Mail-Marketing. Diesen Status hat es sich verdient. MailChimp hat einen großen Funktionsumfang, der schon im kostenlosen Tarif erstaunliche Möglichkeiten eröffnet.
Das gilt auch für die Bereiche Segmentierung und Tagging. Unter anderem kannst du:
Tags komplett selbst erstellen und damit Kontakte nach deinen Vorstellungen strukturieren.
Tags zu einzelnen Kontakte und Gruppen von Kontakten hinzufügen.
Tags automatisch an Nutzer vergeben lassen, die sich über eine Landingpage registrieren.