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  • Die besten Lead-Generation-Plugins für WordPress

    Die besten Lead-Generation-Plugins für WordPress

    Heute starten wir mit diesem Artikel unsere neue dreiteilige Serie „E-Mail-Marketing mit WordPress“! Los geht’s logischerweise mit dem Einsammeln von E-Mail-Adressen und Leads über sogenannte Lead-Generation-Plugins.

    Die Leadgenerierung ist der erste und zugleich wichtigste Teil eines guten E-Mail-Marketings, bei dem ein potenzieller Interessent zum Abonnenten beispielsweise Eures Newsletters oder eines Gewinnspiels wird. Egal ob Blog, Start-up, Agentur oder großes Unternehmen – wer die Kontaktinformationen eines Leads sammeln möchte, muss einen echten Mehrwert bieten. Welche E-Mail-Kampagne Ihr nach dem Einsammeln der Leads aufbaut, entscheidet Ihr je nach Marketingstrategie und den Produkten, die Ihr verkaufen wollt.

    Vorwort: Der Newsletter-Versand ist kein Kinderspiel

    Ein wichtiger Hinweis vorab: Die meisten Plugins in dieser Liste arbeiten mit externen Newsletter-Diensten. Dies hat mehrere Gründe, zum Beispiel ist bei vielen günstigeren Hostingpaketen die PHP-Funktion mail() nicht verfügbar. Warum? Wegen Hackern und Spam! Wer beispielsweise sein Kontaktformular selbst programmiert und Mails direkt aus WordPress versenden möchte, muss sehr genau sein. Lückenhafte PHP-Kontaktformulare bieten Spammern eine Plattform, ihre Nachrichten zu verbreiten. Das ist weder für Euch gut noch für den Server-Betreiber. Daher stellen viele Webhoster diese Funktion gar nicht erst zur Verfügung.

    Dieses Problem könnt Ihr lösen, indem Ihr Eure Marketing-E-Mails entweder über einen externen Dienst wie Amazons SES oder einen Newsletteranbieter verschickt – oder zumindest eine eigene E-Mail-Adresse mit einem richtigen Postfach in Eurem Hostingpaket erstellt und die E-Mails dann über SMTP oder andere Mail-Relay Dienste versendet. Dieses Feature ist allerdings in vielen Hostingpaketen stark eingeschränkt. Denn auch hier gibt es eine Menge zu beachten, wenn man will, dass die E-Mails auch erfolgreich (und damit an den Spamfiltern vorbei) zugestellt werden. Außerdem landet eine neue E-Mail-Adresse sehr schnell auf den Filterlisten der großen E-Mail-Anbieter wie web.de, Googlemail und Co., wenn Ihr von heute auf morgen anfangt, tausende Mails am Tag zu versenden. Also immer schön langsam starten und hocharbeiten. Entscheidet Euch besser für einen externen Dienst und ein professionelles Lead-Generation-Plugin, welches sauber getestet und stets aktuell gehalten wird. Damit gebt Ihr Hackern kaum eine Chance, Eure E-Mail-Adresse zu missbrauchen.

    Mehr dazu erfahrt Ihr im zweiten Teil der Reihe E-Mail-Marketing mit WordPress, in der es um Newsletter-Plugins geht!

    Am Anfang steht aber das Einsammeln der Adressen. Die folgende Best-of-Liste bietet Euch einen umfassenden Überblick, welches Plugin das Beste zur Generierung von Leads und Newsletter-Abonnenten für Eure E-Mail-Marketing-Kampagne sein könnte.

    TIPP: Bloom – sammle erfolgreich E-Mail-Opt-ins und Leads

    Bloom eMail Opt-In And Lead Generation Plugin For WordPress

    Bloom ist ein richtig geiles Lead-Generation-Plugin und Teil von Divi, das auf die Erstellung von Anmeldeformularen ausgerichtet ist. Es bietet über 100 vorgefertigte und individualisierbare Vorlagen mit sechs verschiedenen Anzeigetypen. Die Formulare werden auf dem PC, Tablet und Smartphone angezeigt.

    Bloom funktioniert aktuell mit den 19 größten Newsletter-Anbietern. Ihr habt unzählige Möglichkeiten für die Integration: Pop-ups ploppen in der Seitenmitte auf und können nach einem Zeitintervall oder nach der Leadgenerierung erneut auftauchen – wie und wann bestimmt Ihr. Zusätzlich sind Fly-ins in der Sidebar oder im Footer möglich und Ihr könnt das Opt-in-Formular in Eure Beiträge und Seiten integrieren. Das Plugin von Elegant Themes kann nach einem Kauf, einem Kommentar oder längerer Inaktivität erscheinen. Ihr entscheidet auch, auf welcher Unterseite oder bei welchem Beitrag ein Formular aufploppen oder einfliegen soll. Gefällt Euch ein einmal designter Style besonders gut, könnt Ihr diesen einfach kopieren und erneut verwenden. Bloom ist für Anfänger und Profis geeignet. Es ist überschaubar und kann intuitiv erlernt werden. Zum noch besseren Verständnis liefern Erklärvideos Antworten und Wege zur Umsetzung.

    Das Beste: Entscheidet Ihr Euch für Bloom, könnt Ihr zwischen zwei Versionen wählen, mit denen Ihr automatisch auch die anderen Plugins von Elegant Themes erwerbt. Für 89 $ im Jahr bekommt Ihr die Themes Divi und Extra sowie das Lead-Generation-Plugin Bloom und das Social-Media-Sharing-Plugin Monarch. Für eine einmalige Zahlung von 249 $ bekommt Ihr lebenslange Updates, lebenslangen Support und könnt das Paket für so viele Websites nutzen, wie Ihr mögt.

    Fazit: Bloom möchte ein Rundum-sorglos-Paket liefern, mit dem Ihr WordPress-Websites aufbauen und zusätzlich Marketing betreiben könnt. Es ist nicht möglich, sich nur für Bloom zu entscheiden – Ihr kauft immer gleich alle Produkte. Der einmalige Preis von 249 $ ist überschaubar im Vergleich zu anderen Plugins, die jährlich teilweise weit mehr kosten. Wer es also bequem mag und nicht bei mehreren Anbietern verschiedene Produkte kaufen möchte, für den ist die Elegant-Themes-Reihe das Richtige. Habt Ihr einmal ein Problem oder braucht Hilfe, müsst Ihr Euch nur an einen einzigen Support wenden, die Produkte sind immer gleichzeitig up to date und Ihr könnt die Tools auf beliebig vielen Websites verwenden.

    Convert Pro – Sehr umfangreiches Profi Plugin

    Convert Pro Plugin

    Convert Pro arbeitet nahtlos mit allen großen Anbietern von Newsletter-Systemen und E-Mail-Marketing zusammen. Die Ein-Klick-Integration macht es wirklich einfach mit der Erfassung und Verwaltung von Lead-Daten direkt im WordPress-Backend zu starten.

    In Sachen Features bringt Convert Pro einen Drag-and-Drop-Editor mit, der es ermöglicht jedes Element und an beliebiger Stelle zu platzieren. So lassen sich schöne Opt-in-Formulare ohne eine einzige Zeile Code erstellen. Natürlich sind auch hier sehr gut konvertierende Vorlagen dabei, mit denen man direkt loslegen kann.

    Das Timing spielt bei der Lead-Generierung eine wichtige Rolle. Man muss den richtigen Zeitpunkt kennen, an dem ein Besucher wahrscheinlich konvertieren wird. Das Anzeigen einer Nachricht oder eines Formulars im richtigen Moment erhöht die Chancen eine gesunde E-Mail-Liste aufzubauen und den Gesamtumsatz zu steigern. Hier bietet Convert Pro eine super Auswahl von effektiven Triggern:

    conver-pro-trigger

    Fazit: Mit 99 USD pro Jahr oder 399 USD einmalig ist Convert Pro leider nicht ganz billig, dafür erhält man ein Lead-Generierungs-Plugin, dass in Sachen Qualität, Funktionalität und Design Seinesgleichen sucht. Insbesondere das Split- bzw. A/B-Testing. die Erkennung von Referrern, Devices und AdBlockern ist den Aufpreis aus meiner Sicht wirklich wert!

    Convert Plus – Günstiges Plugin zum Einstieg

    convertplus-pro

    Convert Plus ist ein All-in-One WordPress Popup-Plugin, mit dem man Elemente zur Lead-Generierung sehr schnell und einfach in jede beliebige Webseite integrieren kann. Damit lassen sich in wenigen Minuten schöne Popups erstellen und Website-Besucher in Abonnenten, soziale Follower und Kunden zu verwandeln. Funktionen wie das Exit-Popup, Opt-in-Popup, Slide-in-Popup, Video-Popup, On-Click-Popup, Social Popup, eingebettete Formulare, Widget-Boxen, Infobalken machen es zu einem sehr leistungsfähigen Popup- und Lead-Generation-Plugin.

    convert plus Elemente

    Fazit: Für nur 24 USD einmalig erhält mit Convert Plus man ein tolles Paket aus unbegrenzten Updates und 6 Monaten Support. Einhalten sind 10+ Popup-Display-Positionen, 12+ verschiedenen Verhaltenstrigger und Filtern. sowie eine riesige Bibliothek mit über 100+ schön gestalteten und hochkonvertierenden vorgefertigten Vorlagen mitbringt.

    OptinMonster – Das Monster der Lead-Generation-Plugins

    OptinMonster Convert and Monetize Your Website Traffic

    Wer von Leadgenerierung spricht, kommt nicht umhin, OptinMonster im selben Satz zu erwähnen. Das beliebte Pop-up-Tool mit eigenem WordPress-Plugin unterstützt die meisten großen US-Newsletter-Anbieter, wie Aweber und MailChimp, und lässt sich über den Editor einfach individualisieren. Geeignet ist es für Blogger, E-Commerce-Unternehmen und Stores, die zusätzlich über ihre Website Produkte verkaufen möchten oder effizient Newsletter-Abonnenten aus ihrem Blog generieren wollen. Um Eure Conversion-Rate zu steigern, könnt Ihr mit OptinMonster sogar echte A/B-Tests durchführen, diese analysieren und die jeweiligen Darstellungsformen auf jeder Unterseite verändern.

    Doch der Platzhirsch der E-Mail-Marketing-Plugins ist nicht kostenfrei zu haben, leider gibt es auch keine kostenlose Probeversion. Das Plugin kostet für eine Website regulär 19 $ monatlich im kleinsten Paket. Wer noch mehr Features für bis zu fünf Websites haben möchte, zahlt 99 $ im Monat.

    Wer sich für OptinMonster entscheidet, den erwartet eine große Palette an professionellen Vorlagen. So könnt Ihr mit einer bereits vorgefertigten Vorlage arbeiten, diese zusätzlich verändern und mit minimalem Aufwand auf Eurer Website platzieren. Oder aber Ihr entscheidet Euch dafür, alles selbst zu gestalten, und erstellt Eure Vorlage mit dem Drag-and-drop-Generator. Dabei sind Pop-ups im Header, im Footer oder in der Seitenmitte möglich. Die integrierte Exit-Intent-Technologie lässt das Formular genau dann aufploppen, wenn der Website-Besucher seinen Cursor von der Seite wegführt. So kann er das Pop-up nicht übersehen und man vermeidet vielleicht einen Leser zu verlieren.

    Fazit: Nachteile gibt es eigentlich keine. OptinMonster ist ein Lead-Generation-Plugin, das für Anfänger und Profis gleichermaßen geeignet ist. Es ist einfach zu bedienen, schnell zu erlernen und so vielfältig individualisierbar, dass es sich für jede Marketingstrategie anpassen lässt. Das Plugin garantiert, dass Ihr in kürzester Zeit jede Menge Leads sammelt. Wer bereit ist, Geld zu investieren, kann mit OptinMonster nichts falsch machen.

    Sumo – einfache Integration und effektiver Aufbau von Listen

    Sumo The Easiest Way To Turn Your Visitors Into Ecommerce Customers
    Sumo The Easiest Way To Turn Your Visitors Into Ecommerce Customers

    Ein weiteres Pop-up-Plugin zur Leadgenerierung ist Sumo – eins der wenigen Plugins dieser Art, die auch auf dem Smartphone zuverlässig funktionieren. Das früher noch SumoMe genannte Sumo arbeitet mit den gängigen Newsletter-Anbietern wie Aweber, MailChimp und weiteren zusammen. Um Eure Conversion-Rate zu optimieren, führt das Plugin Heatmap-Tracking durch. Es zeigt Euch Abonnement-Statistiken und Image-Sharing-Statistiken an, hat eine schwebende Social-Bar zum Posten auf mehreren Plattformen und lässt sich mit dem Drag-and-drop-Generator einfach Euren Marketingbedürfnissen anpassen. Neben dem hohen Maß an Kreativität für Eure Newsletter und Pop-ups sorgt es für eine schnelle Leadgenerierung.

    Im Gegensatz zum oben genannten Tool kann Sumo kostenlos getestet werden, bevor man zur Pro-Version wechselt. In der Pro-Version kostet es 39 $ monatlich. Besonders fair ist, dass es nicht mehrere Preiskategorien gibt. Für 39 $ im Monat bekommt Ihr alles, was Sumo kann!

    Fazit: Sumo hat sehr viele Funktionen und ist für kreative Unternehmen und Firmen geeignet. Wenn Ihr viel Wert auf Social Media legt, seid Ihr hier genau richtig. Die hohen Kosten von 468 $ pro Jahr (bzw. 120 $ mehr, je nach Zahlweise) werden schon fast nebensächlich, wenn man sich die umfangreichen Funktionen ansieht, die einem sogar in der kostenlosen Version zur Verfügung stehen. Allerdings gehören unter anderem A/B-Tests und E-Commerce-Designvorlagen leider nicht dazu. Dafür aber E-Mail-Kampagnen, Besucher-Targeting, Posten auf Social-Media-Plattformen, unbegrenzte Subscriber und vieles mehr.

    Optin Forms – kostenlos, aber eingeschränkte Funktionen

    Optin Forms

    Ein vollkommen kostenfreies Opt-in-Plugin für Euer E-Mail-Marketing ist Optin Forms. Das von Fancy Themes entwickelte Tool ist hauptsächlich dazu da, Formulare zu erstellen und auf Websites zu platzieren, um Leads zu generieren.

    Optin Forms funktioniert mit acht verschiedenen Newsletterdiensten. Dass das Plugin gerade mal fünf unterschiedliche Formularentwürfe hat, scheint erst einmal wenig, diese sind jedoch alle komplett anpassbar: Schriften, Texte, Größe, Elemente und Farben – alles kann neu gestaltet werden. Das Plugin ist Widget-freundlich und kann mithilfe eines Widget-Plugins und eines Shortcodes im gewünschten Bereich, wie Sidebar oder Footer, platziert werden. Mehr gibt es über Optin Forms kaum zu sagen – es ist simpel und tut, was es tun soll: Formulare erstellen, damit Besucher ihre Daten hinterlassen und zu Leads werden.

    Fazit: Das Plugin ist einfach zu bedienen und überschaubar. Es ist für Anfänger bestens geeignet, da man weder HTML- noch CSS-Kenntnisse braucht und man von den Funktionen nicht überfordert wird. Wer mehr Vorlagen und weitere Möglichkeiten haben möchte, sollte sich für Optin Monster oder Sumo entscheiden. Aber auch bei Optin Forms passen sich die ausgesuchten Layouts an den Look der Website an und Ihr könnt die Formulare individualisieren. Ein Punkt, der absolut für dieses Plugin spricht: Es kostet keinen Cent! Davon dürften sich vor allem Start-ups und Kleinunternehmer angesprochen fühlen, deren Business noch ganz am Anfang steht und die mit den ersten Leads starten wollen.

    Icegram – kostenlos starten und später upgraden

    icegram The most popular WordPress plugin to grow subscribers, increase conversions and engage visitors.

    Hat da jemand kostenlos gesagt? Ganz genau, Lead-Generation-Plugins müssen nicht unbedingt viel kosten. Icegram ist in einer Free Version zu haben und bietet dort bereits einige Features. Wenn Euch diese nicht reichen, könnt Ihr auf Pro (97 $ im Jahr) oder Max (147 $ im Jahr) aufstocken und bekommt noch mehr Vorlagen.

    Dieses kostengünstige Plugin ermöglicht Euch die Erstellung von Welcome-Bars, Pop-ups, Slide-in-Messengern und Opt-in-Formularen. Die Pop-ups erscheinen auf dem PC, Tablet und Smartphone. Dabei schlägt Icegram sogar Headlines vor, allerdings auf Englisch. Die Vorlagen lassen sich an den Stil Eurer Website anpassen und Ihr entscheidet, in welchem Bereich Eurer Website sie angezeigt werden: links, rechts, unten, oben oder in der Mitte. Es ist sogar möglich, die Anzeigen nur bestimmten Nutzern einzublenden und sie nach einem gewissen Zeitplan auf verschiedenen Unterseiten aufploppen zu lassen. Mit einem gratis Add-on könnt Ihr Euch einen Analysebericht zusenden lassen. Geeignet ist dieses Plugin – vor allem in der kostenfreien Version – für alle, die zunächst kein Geld investieren wollen oder das Plugin vor dem Kauf genauer prüfen möchten. Icegram funktioniert mit den großen Newsletter-Softwares, wie zum Beispiel MailChimp und Aweber.

    Fazit: Ihr könnt kostenlos starten und Euch später für Icegram Pro oder Max entscheiden. Bei diesen Versionen bleiben die Kosten überschaubar und sind im Vergleich zu anderen Plugins gering. Die Call-to-Action-Schaltflächen können beliebig verändert und platziert werden, die Vorlagen sind vielfältig und die Entwickler versprechen den gewünschten Erfolg!

    Leadboxer – erfahre noch viel mehr über Deine Leads

    Leadboxer: Your Personal Lead Generation Machine

    Ebenfalls bestens zur Leadgenerierung geeignet, aber schon ein eher extremes Spezialtool ist das Plugin von Leadboxer. Im B2B-Bereich bietet es großen und kleinen Unternehmen die Möglichkeit, Neu- und Bestandskunden sowie Website-Besucher und Interessenten genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Wie funktioniert das? Die anonymen Website-Besucher werden identifiziert, die Schritte der Interessenten auf Eurer Website nachverfolgt und sogar Firmenname, E-Mail-Adressen und Unternehmensgröße werden von Leadboxer sichtbar gemacht. Noch bevor der Besucher Euch seine Daten preisgibt, wisst Ihr schon eine ganze Menge über ihn. Er wird also zum Lead, noch bevor er es weiß. Das Plugin wertet die Kontakte nach einem Scoring aus und stellt so fest, welche Kriterien die gesammelten Daten erfüllen. Ihr legt fest, auf welche Daten es Euch ankommt. Geeignet ist dieses Plugin vor allem für E-Mail-Marketingstrategien.

    Doch auch für dieses Plugin müsst Ihr Geld in die Hand nehmen. Leadboxer bietet keine kostenlose Version. Bei jährlicher Zahlung kostet das Starterpaket 79 $ pro Monat. Zahlt Ihr monatlich, kostet es 99 $ im Monat. Beim Corporate-Paket, das weitere Funktionen mitbringt, kommt Ihr auf 399 $ oder 499 $ je nach Zahlungsrhythmus. Ein Vorteil ist, dass Leadboxer Euch eine Liste aller qualifizierten Leads zusendet. Auf Wunsch sogar täglich. Ihr müsst nur einmalig einstellen, welche Daten Eurer Leads Euch wichtig sind, und das Plugin übernimmt den Rest. Selbstverständlich könnt Ihr das jederzeit ändern.

    Fazit: Der stolze Preis kann sich durchaus lohnen, wenn Euch genaue Einblicke in Eure Leads wichtig sind. Ein Besuch von Eurem potenziellen Kunden und Ihr habt einen ganzen Datensatz zur Verfügung – wie der Lead das findet, sei mal dahingestellt. Unternehmen, die ihr Hauptaugenmerk auf diese Art von E-Mail-Marketingstrategie setzen, werden mit diesem Plugin zufrieden sein.

    Thrive Leads – umfangreiche Suite zur Leadgenerierung

    Thrive Leads

    Ein weiteres großes Plugin mit vielen Funktionen: Thrive Leads soll eine All-in-one-Lösung für Eure E-Mail-Marketingstrategie darstellen und verspricht den höchsten technologischen Standard.

    Auch bei diesem Tool könnt Ihr die Formulare mit einem Drag-and-drop-Generator beliebig verändern und an Euren Stil anpassen. Leuchtkästen, Opt-in-Formulare mit einem ersten und zweiten Schritt, Pop-up-Bänder, Exit-Intent, Smartlinks für bereits bestehende Leads, Advanced Targeting, A/B-Tests und noch viel mehr – Thrive Leads liefert die ganze Palette. Das Unternehmen Thrive Themes steckt hinter diesem und weiteren Thrive Plugins. Seit neuestem ist es nicht mehr möglich, ein einzelnes Plugin oder Theme zu kaufen. Statt dessen muss man für 19 $ im Monat die komplette Thrive Suite inklusive aller Plugins erwerben.

    Die Entwickler möchten mit Architect, Landingpages, Optimize und Leads alle Bereiche des E-Mail- und Online-Marketings abdecken. Doch auch alleine bietet Thrive Leads sehr viele technische Möglichkeiten und ist daher eher für fortgeschrittene Anwender geeignet. Sich in alle Einstellungen einzuarbeiten dauert einige Zeit und ist mithilfe von Videos erlernbar. Laut Thrive Themes ersetzt dieses Tool einen Entwickler, Ihr bräuchtet in Eurem Unternehmen also keinen Experten mehr, spart einen Arbeitsplatz und könnt Eure E-Mail-Marketing- oder sogar die komplette Online-Marketing-Strategie nach einer gewissen Einarbeitungszeit selbst umsetzen. Natürlich funktioniert auch dieses Plugin mit den gängigsten Newsletter-Softwares.

    Fazit: Dieses Plugin ist mehr als nur ein kleines Lead-Generation-Tool. Es wird immer aktuell gehalten, stetig weiterentwickelt und funktioniert mit über 30 weiteren Marketing-Softwares. Technologisch betrachtet ist Thrive Leads das wohl fortschrittlichste Plugin auf dem Markt. Aber: Für Anfänger ist es allerdings zu umfangreich und schwierig einzurichten. Kennt Ihr Euch in diesem Themengebiet bereits bestens aus, wird Euer Marketingherz bei Thrive Leads höherschlagen. Der Umfang der Thrive Suite ist enorm, der Preis mit 228 $ im Jahr allerdings ebenso.

    Mein Fazit und meine Empfehlung

    Meine Meinung ist: Als Anfänger solltet Ihr erstmal mit einem der kostenfreien oder günstigen Plugins starten und später zu einer Pro-Version wechseln. So könnt Ihr erstmal ausprobieren, ob Euch ein Plugin zur Leadgenerierung weiterbringt. Gerade in der Anfangsphase eines Unternehmens wird oft überlegt, für was am nötigsten Geld investiert werden sollte. Vielleicht gehört ein Lead-Generation-Plugin zu diesen Überlegungen. Vor allem zu Beginn ist es wichtig, Euer Business wachsen zu lassen, und dafür braucht Ihr Interessenten und potenzielle Neukunden. Die bekommt Ihr am einfachsten und schnellsten über eines der genannten Plugins.

    Seid Ihr bereits ein größeres Unternehmen oder habt viel Traffic, dann würde ich gleich zu einem professionellen Plugin wie Convert Pro, Optin Monster oder Bloom greifen. Wollt Ihr Eure E-Mail-Marketing-Liste ausbauen und auf eine neue Ebene katapultieren? Dann startet mit der Vollversion eines dieser Tools. Manche davon versprechen Euch in bereits wenigen Tagen viele Leads. Mein persönliches Ranking sieht so aus:

    Optin Monster ist mein persönlicher Sieger. Mich hat dieses Plugin absolut überzeugt. Ihr könnt es zwar nicht kostenlos testen, dafür bringt es alles mit, was Ihr von einem guten E-Mail-Marketing-Plugin erwarten könnt: sehr viele Funktionen und guten Support. Außerdem ist es für Anfänger und Profis (dank des einfachen Drag-and-drop-Generators) und für alle Branchen geeignet, da Ihr es komplett individualisieren könnt.

    Im Vergleich zu Bloom ist es überschaubarer, aber absolut ausreichend. Bloom ist zwar noch umfangreicher, dafür braucht Ihr aber eine Einarbeitungszeit und könnt unter Umständen nicht sofort loslegen. Dieses Tool ist eine All-in-one-Lösung, die für technisch versierte WordPress-User bestens geeignet ist. Anfänger werden sich jedoch überfordert fühlen.

    Daher mein Fazit: Mit OPTIN MONSTER müsste jeder klarkommen.

  • Humor: Die besten Witze nur für SEOs

    Humor: Die besten Witze nur für SEOs

    Ich dachte mir, wir könnten doch zwischendurch mal ein paar humorigere Töne im Blog anschlagen. Daher kommen hier nun 12 Witze, die garantiert nur ein SEO versteht, die lustigsten SEO Memes und 11 Dinge, an denen du merkst, dass du ein echter SEO bist!

    12 Witze, die garantiert nur ein SEO versteht!

    1. Was bekommt man, wenn man einen Pinguin und einen Panda kreuzt? – Ein Ranking Problem!!
    2. Letztens im Hotel hatte ich Zimmer 404 – ich habs nicht gefunden und dann in Zimmer 301 geschaut, ob ich vielleicht in ein anderes Zimmer muss.
    3. Geht ein SEO in eine Bar, Bars, Pub, Irish Pub, Trinkhalle und bestellt Alkohol, Wein, Bier, Whiskey, Rum, Wodka
    4. Eine Webseite ist nur so stark, wie ihr schwächster Link!
    5. Was ist der Lieblings-Rankingfaktor eines Piraten? – CTRrrrrrrrr!
    6. Was ist das Lieblings-Contentformat eines Piraten? – Webinarrrrrrr!
    7. Wieviele SEOs braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Eine Birne, das Licht oder auch LED, vielleicht ein Leuchtmittel oder eine Lampe?
    8. Der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken?Seite 2 bei Google!
    9. Was essen Pandas am liebsten? <meta name=”keywords” content=”Bambus, Bambus Blätter, Bambus Stängel, Bambus Triebe, Bambus Stämme, Bambus Pflanzen”>
    10. Was macht ein SEO in den Flitterwochen? – Er hängt ein Schild mit dem Wort NOFOLLOW an die Zimmertür
    11. Was ist der Lieblingsfilm alles SEOs? – Backlink to the future!
    12. Wieso mögen SEOs keine Trampoline? – Zu hohe Bouncerate!

    Ursprünglich habe ich die Liste schonmal zum SEO-Sommerloch 2010 veröffentlicht. Falls Du sie noch nicht kennst, hier ist die nicht ganz ernst gemeinte Liste:

    11 Dinge, an denen du merkst, dass du ein echter SEO bist

    1. Wenn du irgendwo Zwillingen begegnest, musst du an Duplicate Content und den Canonical Tag denken!
    2. Du hast schon in der Schule Keywords anstatt Vokabeln gelernt!
    3. Hübsche Menschen fragst du nicht nach der Telefonnummer sondern nach einem Link!
    4. PPC bedeutet für dich nur „Porn, Pills & Casino“!
    5. Bei einem Räumungsverkauf in der Stadt, versuchst du als erstes deren expired Domain zu snappen!
    6. Du bescheißt lieber deinen Merchant, als deinen Ehepartner!
    7. Deine Antwort auf alle Fragen: Google es!
    8. Du wiederholst in deinen Sätzen ständig die gleichen Begriffe
    9. Du ärgerst dich, weil die meisten Formulare nur ein Feld für URLs bieten!
    10. Du schmierst Toilettenwände mit Domainnamen statt Telefonnummern voll!
    11. Du freust dich, wenn du von jemandem gelinkt wirst!

    Fallen dir noch weitere SEO-Witze ein? Dann ab in die Kommentare damit!

    Hier noch die lustigsten SEO-Meme

  • Meine Teilnahme an der Google Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC)

    Meine Teilnahme an der Google Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC)

    Die Online-Marketing-Challenge ist eine einzigartige Gelegenheit für Studenten, praktische Erfahrungen bei der Erstellung und Durchführung von Online-Marketingkampagnen für echte gemeinnützige Organisationen zu sammeln, indem sie ein monatliches Budget von 10.000 USD in Form von Google Ads-Werbebudgets über das Google Ad Grants-Programm nutzen. Dieses globale akademische Programm bringt zwei Welten zusammen, indem es Studenten und gemeinnützige Organisationen zusammenbringt, um die Entwicklung digitaler Fähigkeiten zu unterstützen und positive Veränderungen auf der ganzen Welt voranzutreiben.

    Wer kann teilnehmen?

    Die Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC) ist offen für Hochschulstudenten aus Grund- oder Aufbaustudiengängen, unabhängig vom Hauptfach. Die Studierenden müssen Teams von 2-5 Mitgliedern bilden und sich unter einem verifizierten Fakultätsmitglied, Dozenten oder Dozenten anmelden, der gegenwärtig an einer akkreditierten Hochschule angestellt ist. Google wird Studententeams mit ausgewählten gemeinnützigen Organisationen zusammenarbeiten, die Teil des Ad Grants-Programms sind und sich für die Teilnahme an der Challenge entschieden haben.

    Die OMC ist eine phantastische Möglichkeit, die Marketingtheorie zum Leben zuerwecken, indem den Studierenden eine praktische Lernerfahrung vermittelt wird, die ihnen die Möglichkeit dazu gibt:

    • durch praktische Erfahrung wertvolle Geschäfts-, Marketing-, Analyse- und Beratungsfähigkeiten zu erwerben.
    • Zu einer sinnvollen Sache beitragen und gleichzeitig von echten Organisationen lernen.
    • Effektive Zusammenarbeit in einem echten Team zu lernen.
    • Eine echte Beziehung zu einem Kunden aufbauen und im wirklichen Leben etwas bewirken.
    • Gewinnen Sie Einblick in die digitale Marketinglandschaft mit echtem Geld auf einer Live-Werbeplattform.
    • Aufbau taktischer Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind.

    Was ist mit der GOMC passiert?

    Die OMC hieß noch GOMC und war die weltweite Google Online Marketing Challenge. Damals konnten sich nicht nur gemeinnützige Unternehmen über das Ad Grands Programm bewerben, sondern es war möglich mit jedem Unternehmen, das noch nie, oder zumindest nicht in den letzten 12 Monaten Werbung über Google Ads geschaltet hatte. Im Gegensatz zu den 10.000 USD, die gemeinnützige Unternehmen erhalten, hatten die Unternehmen in der GOMC lediglich 250 USD an Budget zur Verfügung und mussten somit in sehr kurzer Zeit, mit sehr wenig Budget und Daten das Maximale herausholen!

    Ich selbst habe im Jahr 2016, während meines Studiums an der FHWS zum Bachelor of Science in E-Commerce mit einem Team und dem Kunden YOU CAN FIGHT! teilgenommen und dabei den Sieg im Finale nur knapp verfehlt:

    Unsere AdWords Strategie für “YOU CAN FIGHT!”

    Für die Keyword-Research nutzen wir im Keyword Planer die Vorschläge auf Basis von Suchbegriffen, der URLs der Mitbewerber, sowie allgemeiner Seiten, wie z.B. der Wikipedia-Seite zu Krav Maga. Außerdem werten wir die Suchbegriffe aus dem Analytics-Konto, der Google Search Console und die Long Tail Suchanfragen aus Google Trends, den ähnlichen Suchen auf der Suchergebnisseite und den Vorschlägen von Google Suggest im Suchfeld aus. Diese Daten werden auch für die Erstellung einer Liste von Negative-Keywords verwendet. Für unsere Keyword-Bidding-Strategie haben wir ein Nachfragemodell erstellt, welches für jede Phase der potentiellen Customer-Journey die CPCs anhand der potentiellen Conversionrate festlegt:

    Nachfragemodell für CPC-Gebote nach potentieller Conversion-Rate (CR)

    Wir gruppieren ähnliche Keywords in granulare AdGroups. Darin schalten wir gezielte Anzeigen, passend zum jeweiligen User-Intent. Jede AdGroup soll mindestens drei Anzeigen-Varianten enthalten, die gegeneinander getestet werden. Insbesondere werden wir emotionale Ansprache gegen rationale Anzeigentexte testen.

    AusrichtungNur SuchnetzwerkNur Suchnetzwerk
    ZielgruppeTrainierende (B2C)Instructor Ausildung (B2B)
    TargetingKöln (20 km um den Standort)Deutschland
    Sprache, ZeitDeutsch, Wochentags 8:00-19:00 Uhr (Bürozeiten)
    AdGroups
    Beispiele
    Selbstbewusstsein AdGroup,Selbstverteidigung AdGroup,
    Krav Maga Training AdGroup, …
    Krav Maga Instructor AdGroup,
    Krav Maga Unterrichten AdGroup,
    Selbstverteidigung unterrichten AdGroup, …
    Keywords
    Beispiele
    [krav maga köln]
    +selbstbewusstsein +stärken
    “krav maga lernen”
    +selbstverteidigung
    +taekwondo
    [krav maga instructor]
    “krav maga unterrichten”
    “krav maga ausbilder werden”
    +selbstverteidigung
    +unterrichten
    Anzeigen
    Beispiele


    Negative Beispiele-instructor, -ausrüstung, -”ausbilder werden”-training, -ausrüstung, -kostenlos
    Anzeigen-erweiterungenStandorterweiterung, Anruferweiterung, Sitelinks, ZusatzinformationenAnruferweiterung, Sitelinks, Zusatzinformationen
    Kampagnen im Suchnetzwerk mit Targeting, Beipiel AdGroups und Keywords

    Budget-Verteilung und Ziele

    Wir teilen das Budget auf Kundenwunsch in die Bereiche der Trainierenden (B2C) und der Instructor-Ausbildung (B2B) im Verhältnis von 5:2 auf. Für das Display-Netzwerk, die Brand Searches und das Retargeting erstellen wir separate Kampagnen für beide Zielgruppen.

    KampagneSuche B2CSuche B2BDisplayBrandRetargeting
    Woche 120% = 10$/day8% = 4$/day4% = 2$/day3% = 1,5$/day0%
    Woche 210% = 5$/day4% = 2$/day2% = 1$/day2% = 1$/day2% = 1$/day
    Woche 320% = 10$/day8% = 4$/day4% = 2$/day5% = 2,5$/day8% = 4$/day
    Gesamt50%20%10%10%10%
    Impressions / Clicks2.500 / 250500 / 25100.000 / 100200 / 1005.000 / 50
    Ø CPC / Ø CTR$0,50 / 10%$2,00 / 5%$0,50 / 0,1%$0,25 / 50%$0,50 / 1%
    Budgetverteilung für alle fünf Kampagnen 

    Metriken und KPIs

    • Micro-Conversions: Fortschritte im Anmeldeprozess, Eingabe von Daten.
    • Soft-Conversions: Generierte Leads, Ebook Downloads, Newsletter-Abos.
    • Hard-Conversions: Anrufe, Buchungen, Anmeldung zum Probetraining.

    Das Hauptziel der Kampagnen war die wirtschaftliche Kundengewinnung. Diese sollten daher auf Kostenumsatzrelation per CPO ausgesteuert werden.Der maximale CPO im Bereich B2C liegt laut YCF UG bei 15 EUR, für B2B bei 150 EUR. Die wichtigsten Hebel sind: Die Identifikation geeigneter Suchbegriffe mit dazu passenden Anzeigentexten und Landingpages, sowie ein optimaler Nutzerfluss auf der Website.

    Ergebnisse unserer GOMC-AdWords-Kampagne

    Die YCF UG bietet Krav Maga Selbstverteidigungskurse und Ausbildungen zum Instructor an. Hauptziele der Kampagnen waren die Neukundengewinnung (B2C) sowie die Positionierung als Instructor-Ausbilder (B2B). Als sekundäres Ziel galt es, Aufmerksamkeit für die „taktische Selbstverteidigung“ zu schaffen. Die Botschaft „Niemand muss Opfer körperlicher Gewalt sein“ sollte klar kommuniziert werden. Das Budget wurde für die unterschiedlichen Ziele strategisch aufgeteilt und in separaten Kampagnen umgesetzt. Im Display-Netzwerk haben wir primär auf Branding und Positionierung gesetzt. Eine Remarketing-Kampagne (RLSA) sollte die Effektivität des Budgets maximieren.Die AdWords-Kampagne lief 21 Tage (26.04 bis 16.05.16) und verbrauchte US$ 243,25 Budget.

    Die Ergebnisse der Kampagnen sind durchweg positiv. Insbesondere die Konversionsraten haben alle Erwartungen übertroffen. Mit US$ 243,25 wurden 76 Interessenten für Probetrainings, sowie 20 für die Instructor-Ausbildung gewonnen. Unsere Planzahlen sowie der Forecast haben sich als sehr realistisch herausgestellt:

     BudgetImpressionsClicksØ CPCØ CTR
    Goal $250.00108,200525 $0.480.49%
    Achieved $243.2595,793521 $0.470.54%
    Planzahlen im Vergleich zu den tatsächlichen Werten

    Die Anzahl der Conversions hat alle Erwartungen übertroffen. Die vorgegebenen CPAs wurden in sämtlichen Kampagnen deutlich unterboten (Tab. 2).

    CPAB2CB2B
    Goal $ 15.00$ 150.00
    Achieved$ 2.35$ 3.57
    CPA

    Die von uns erstellten Landingpages haben zu hohen Konversionsraten und niedrigen Absprungraten geführt und damit neben gezieltem Targeting und optimalen Anzeigentexten, den Ausschlag für den Erfolg der AdWords-Kampagne gegeben.

    Die B2C-Kampagne kann zur Neukundengewinnung deutschlandweit auf alle YCF-Standorte adaptiert werden. Neue Ausbilder können im B2B kosteneffizient akquiriert werden und mit neuen Kunden ihre eigenen Trainingsteams aufbauen. Der Buchungsprozess, der bislang noch bei einem externen Dienstleister liegt, sollte nutzerzentriert auf der eigenen Webseite umgesetzt werden, um die Konversionsraten weiter zu steigern. Mit erhöhtem Budget kann auf die automatische Gebotseinstellung „Ziel-CPA“ umgestellt werden, um mehr Kunden zu erreichen und den Aufwand für die Gebotsverwaltung zu reduzieren. Die erfolgreiche Social Media Kampagne auf Google+ sollte fortgeführt und auf Facebook adaptiert werden.

    Kampagnenstrategie

    Die Kampagne „B2C Search“ wurde zur Neukundengewinnung für den Trainingsstandort Köln eingesetzt. Durch die „B2B Search“-Kampagne wurden Interessenten für eine Ausbildung zum „Krav Maga Instructor“ gewonnen. Auf das bestehende Gefühl von Unsicherheit vieler Menschen, insbesondere nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht in Köln, haben wir mit der klaren Botschaft: „Du kannst Dich selbst verteidigen“ geantwortet. Krav Maga wurde als effektives Selbstverteidigungssystem präsentiert, und damit die Nachfrage nach Kursen und Instructor-Ausbildungen gesteigert. Durch eine intensive Keyword-Recherche wurde eine breite Abdeckung relevanter Suchanfragen von Beginn an sichergestellt. Die Identifizierung zahlreicher „Negative Keywords“ half irrelevante Impressionen zu vermeiden. Die Kampagnen wurden bereits zum Start granular aufgesetzt. Für viele Suchanfragen wurden eigene AdGroups mit passenden Anzeigentexten und Landingpages angelegt, die auf die jeweilige Suchintention der Nutzer ausgerichtet wurden.

    Insgesamt haben wir 37 Anzeigengruppen in 5 Kampagnen mit 233 Keywords, 36 negativen Keywords und 155 verschiedenen Anzeigen eingesetzt. Es kamen 4 verschiedene Anzeigenerweiterung zum Einsatz (Standort, Sitelinks, Anruf und Zusatzinformationen).

    Displayanzeige (HTML5)

    Die Kampagne im Display-Netzwerk zielte besonders auf Branding und Positionierung der YCF UG ab. Hierfür wurden in erster Linie animierte HTML5 Displayanzeigen eingesetzt (Abb. 1). Diese wurden über den integrierten Editor in Google AdWords erstellt und konnten somit in sämtlichen Anzeigeformaten genutzt werden. Dies reduzierte den Aufwand für die Erstellung und Anpassung auf ein Minimum. Da die Webseite der YCF UG bereits über Traffic aus der organischen Suche verfügte, konnten Remarketing-Listen (RLSA) erstellt werden, um die Konversionswahrscheinlichkeit und Kundenbindung zu erhöhen. Dort haben wir eine vorhandene Liste aus dem E-Mail-Marketing als Zielgruppe eingesetzt. Das Remarketing-Potential konnte leider nicht voll ausgeschöpft werden, da unseren spezifischeren RLSA-Listen im Kampagnen-Zeitraum nicht ausreichend Daten zur Verfügung standen. Operational Details: Die ersten Gespräche und Briefings mit dem Kunden erfolgten telefonisch. Um die Distanz zu verringern und unseren Kunden persönlich kennenzulernen, haben wir uns entschlossen zu einem Kickoff-Meeting nach Köln zu reisen. Um die Ansichten des Kunden besser zu verstehen, haben wir gemeinsam an einem Probetraining vor Ort teilgenommen. Wir haben dort die Effektivität von Krav Maga kennengelernt und erlebt, wie wichtig eine Teilnahme am Training für die Kundengewinnung ist. Bei dieser Gelegenheit konnten wir mit Teilnehmern des Probetrainings sowie geübten „Kravisten“ sprechen und wichtige Informationen für die Konzeption der Landingpages gewinnen. Ausgestattet mit einem besseren Verständnis für die Ziele des Kunden und den Schilderungen der Trainierenden, begannen wir mit der Konzeption der Landingpages. Wir erstellten für jede Zielgruppe eine eigene Zielseite im User-Centered-Design Verfahren. Dabei haben wir unsere Ansätze direkt in WordPress umgesetzt und anschließend im Usability-Labor unserer Hochschule mit Probanden getestet. Wir haben sowohl Eye-Tracking (Abb. 2), als auch qualitative Nutzerbefragungen durchgeführt und etliche Konversionshürden identifiziert. Diese konnten nach Rücksprache mit dem Kunden beseitigt:

    Eye-Tracking Ergebnisse

    werden. Insgesamt haben wir acht unterschiedliche Landingpages, passend zur jeweiligen Zielgruppe und Suchintention erstellt. Um die Konversionswahrscheinlichkeit zu erhöhen, mussten wir die extrem langen Ladezeiten der Webseite reduzieren. Daher haben wir den Serverstandort nach Deutschland verlagert, ein CDN eingesetzt (CloudFlare) und mit Google PageSpeed Insights und mod_pagespeed die Ladezeiten verbessert. Zur Absicherung der Kundendaten und dem Aufbau von Vertrauen, stellten wir die Seite auf SSL um (HSTS). Mit den Zielgruppen im Hinterkopf haben wir anschließend unsere Keyword Research durchgeführt. Wir kombinierten Daten aus dem Google Analytics Konto, der Google Search Console sowie des AdWords Keyword Planer. Long Tail Suchanfragen gewannen wir aus Google Trends, den ähnlichen Suchen und Google Suggest. Sämtliche Begriffe, die auf eine abweichende Nutzerintention hindeuteten, haben wir in diesem Schritt in eine Negativ-Keywordliste aufgenommen. Während die B2C Search Kampagne per Umkreisausrichtung auf einen Radius von 30 km um Köln beschränkt wurde, lief die B2B Search KampagneDeutschlandweit. Als Brand Kampagne buchten wir die Namen der Trainer, sowie die Marke YOU CAN FIGHT im Suchnetzwerk ein. Für die Remarketing Kampagne verwendeten wir die E-Mail-Liste aus dem Newsletter-Marketing. Außerdem wurden sämtliche Website Besucher via Google Analytics als RLSA-Zielgruppe hinzugefügt. Im Display-Netzwerk haben wir drei AdGroups mit Targeting per Placements, Interessen und Keywords erstellt.

    Zum Kampagnenstart richteten wir die lokale Standorterweiterung über die Verknüpfung mit Google MyBusiness ein. Da laut unserem Kunden die Verkaufswahrscheinlichkeit bei telefonischer Kontaktaufnahme sehr hoch ist, aktivierten wir während der Bürozeiten die Anruferweiterung. Um die Kampagnen-Performance besser beurteilen zu können, haben wir in Google Analytics Ziele definiert und das AdWords Conversion Tracking implementiert. Durch automatische Berichte konnten wir jeweils den vorherigen Tag auswerten und unsere Optimierungsansätze planen. Unsere erstellten Keywordlisten haben wir in granulare AdGroups gegliedert und für jede AdGroup drei unterschiedliche Anzeigen erstellt. Als Zielseiten dienten die zur Suchintention passenden Landingpages, welche die geschalteten Keywords direkt widerspiegelten (Abb. 3).

    Relevanz von Suche, Matching, Anzeige und Landingpage

    Die Anzeigentexte wurden möglichst ansprechend unter Verwendung der Keywords und mit einer klaren Call-To-Action formuliert. Um das Matching der Broad Keywords zu verbessern, haben wir die Keywords aller anderen AdGroups jeweils als „Negatives“ hinzugefügt. Die Remarketing-Listen wurden auf allen anderen Kampagnen ausgeschlossen.

    Wir haben in den ersten Tagen ganz bewusst unsere Anzeigen auf der Top-Position platziert, um möglichst schnell an aussagekräftige Daten hinsichtlich der CTR und CR zu gelangen. Bei vorgeschlagenen „First-Page Bids“ von US$ 3,36 mussten wir den Qualitätsfaktor über den Durchschnitt heben, um unsere geplanten Klickpreise zu erreichen. Da die Qualitätsfaktoren sich im Bereich von 10 bis 7 eingependelt haben, konnten wir bereits nach wenigen Tagen unsere CPC-Gebote senken.

    Ø CPC im Verlauf

    Durch immer relevantere Anzeigen und granularere AdGroups konnten wir diese weiter verbessern (Abb. 4). Ineffektive Keywords, die keinen Anteil an Konversionen hatten, wurden pausiert (Tab. 3). Bei teuren Keywords haben wir gezielt die Gebote auf Position 2 und 3 gesenkt. Den Suchanfragenbericht haben wir regelmäßig ausgewertet und weitere „Negatives“ hinzugefügt.

    KeywordImp.QSCTR
     +köln +sicher1460,00%
     +köln +sicherheit8761,15%
    Ineffektive Keywords
    MyBusiness Card

    Die „B2C Search“-Kampagne lief sehr erfolgreich, war jedoch durch das Tagesbudget in ihren möglichen Impressionen beschränkt. Der Ø CPC lag insgesamt 44% über unserem Ziel, da die geplanten 10% CTR zu optimistisch waren. In der „B2B Search“-Kampagne war die Nachfrage niedriger als erwartet. Trotzdem konnten wir durch eine CTR von 14%doppelt so viele Klicks wie geplant generieren. Statt der „Suggested Bid“ von US$ 3,36 haben wir nur US$ 0,41 pro Klick bezahlt. In der Display-Kampagne konnten wir bei einem Ø CPC von nur US$ 0,23sehr günstig Anzeigen schalten. Daher haben wir das Budget für Display um 69% erhöht und die geplanten Klicks um 84% übertroffen. Die Brand-Kampagne hatte zwar mehr Impressions als geplant, konnte aber durch die niedrige CTR weniger Klicks verbuchen. Es hat sich herausgestellt, dass die Prominenz des Google MyBusiness Eintrages (Abb. 5) von der Anzeige ablenkt. In der Remarketing-Kampagne konnten wir die dreifache CTR erreichen, wenn auch zu einem etwas höheren CPC als erwartet. Insgesamt gab es hier wenige Impressions, da einige RLSA-Listen noch nicht genug Daten für eine Anzeigenschaltung enthielten. In der Multi-Channel-Analyse hat sich gezeigt, dass AdWords die anderen Kanäle nicht kannibalisiert, sondern zusätzliche Kunden erreicht.

    KeywordCampaignAdGroupQSClicksCTRØPos.ØCPC
    „you can fight“BrandYOU CAN FIGHT!95223,0 %1,00,17
    [krav maga köln]B2CKrav Maga Köln9268,6 %1,90,63
    „krav maga instructor“B2BInstructor101712,9 %1,10,26
    Effektivste Keywords der Search Kampagnen

    Schlussfolgerung

    Der Schlüssel zum Erfolg war, neben der strategischen Einrichtung und der laufenden Optimierung des AdWords Accounts, insbesondere das Verständnis für die Intention der Suchenden. Durch die qualitativen Nutzerbefragungen konnten wir die Motivationen und emotionalen Trigger verstehen, die sich in bestimmten Suchanfragen ausdrücken. Dies ermöglichte die Erstellung hochrelevanter Anzeigentexte und zielgerichteter Landingpages. Enorm wichtig war permanentes Monitoring der Kampagnen, sowie die Auswertung der täglichen Berichte zu Performance und Suchanfragen.

    OverviewCampaignB2C SearchB2B SearchDisplayBrandRemarketingTotal
    Budget (US$)Goal125.0050.00 25.00 25.00 25.00 250.00 
    Achieved134.34 21.9942.20 10.75 33.97 243.25 
    Result107%44%169%43%136%97%
    ImpressionsGoal2,500500100,0002005,000108,200
    Achieved3,15138690,6773651,21495,793
    Result126%77%91%183%24%89%
    ClicksGoal2502510010050525
    Achieved186531845939521
    Result74%212%184%59%78%99%
    Ø CPC (US$)Goal0.50 2.00 0.50 0.25 0.50 0.48 
    Achieved0.72 0.41 0.23 0.18 0.87 0.47 
    Result144%21%46%72%174%99%
    Ø CTRGoal10%5%0.1%50%1%0,485%
    Achieved6%14%0.2%16%3%0,544%
    Result59%275%200%32%321%112%
    ConversionsSum161415401297
    CPA (US$)Average8.391.572.810.272.832.51
    Alle Kampagnen mit Plan- und IST-Werten im Vergleich

    Unsere Empfehlungen für die Zukunft

    Budget-Simulation für die B2C Kampagne
    Budget-Simulation für die B2C Kampagne

    Um die Reichweite in der B2C-Kampagne zu maximieren sollte das Budget auf das von AdWords vorgeschlagene Niveau von US$ 23,00 angehoben werden (Abb. 6). Dadurch können noch mehr Neukunden akquiriert werden. Außerdem sollten neue Keywords getestet werden. So könnte der Nutzer beispielsweise bei einer Suche nach „selbstverteidigung karate“ auf eine Landingpage geführt werden. Dort sollten die Vorteile von Krav Maga gegenüber Karate dargestellt werden. Für die Challenge haben wir uns auf ziviles Krav Maga konzentriert. Professionelles Sicherheitspersonal stellt eine interessante Zielgruppe für „Military-“ und „Law Enforcement Krav Maga“ dar. Hierfür sollten neue AdGroups angelegt und getestet werden. Durch den hohen Anteil an mobilen Zugriffen, wäre es ratsam mittels „User ID“ geräteübergreifendes Tracking zu aktivieren und die gesamte Customer Journey auszuwerten. Über ein geeignetes Attributionsmodell kann der Beitrag einzelner Kampagnen zum Gesamterfolg gemessen werden und damit das Budget effizienter eingesetzt werden. Mittels Video-Placements könnten auf YouTube Betrachter von Krav Maga Videos und Berichten zu den Übergriffen in Köln gezielt erreicht werden. Gezielte A/B-Tests könnten neue Optimierungsansätze auf den Landingpages verifizieren und die Konversionsraten weiter steigern.

    Was haben wir daraus gelernt?

    Clicks und Conversions nach Gerät

    Die GOMC war für uns eine wichtige Erfahrung im letzten Jahr unseres Studiums. Für den Großteil des Teams war dies die Möglichkeit zum ersten Mal einen Kunden eigenständig und direkt zu betreuen. Die getroffenen Entscheidungen, hatten Einfluss auf ein reales Unternehmen sowie dessen Umsatz, Mitarbeiter und Kunden. Eine große Herausforderung für uns war die Kommunikation mit dem Kunden. Für uns selbstverständliche Fachbegriffe waren dem Kunden nicht geläufig und mussten zunächst erklärt werden. Wir konnten im Rahmen der GOMC echte Erfahrungen in der Kundengewinnung mit Google AdWords machen und haben dabei sehr positive Erfahrungen hinsichtlich der Werbemöglichkeiten, aber auch mit dem Unternehmen Google und dessen AdWords E-Mail und Telefonsupport gemacht. Die Mitarbeiter konnten uns bei Problemen stets eine Lösung aufzeigen. Die schnelle Freigabe der Website nach Ergänzung der fehlenden Datenschutzerklärung ist nur eines der positiven Beispiele. Für die Verwendung des Markennamens “YOU CAN FIGHT” in den Anzeigentexten haben wir eine Markenanmeldung an das AdWords-Team weitergeleitet. Wir wurden durch die positiven Beispiele der Trainierenden bestärkt für Krav Maga zu werben und weiteren Menschen zu mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu verhelfen. Sehr positiv war auch die Erkenntnis, wie effektiv nutzerzentrierte Webseiten konvertieren und wie man Landingpages auf Basis qualitativer Nutzerbefragung in der Praxis umsetzt und mittels Eye-Tracking verifiziert. Außerdem war es sehr interessant zu sehen, wie wichtig der mobile Traffic mittlerweile geworden ist. Dieser lag mit 56,3% noch vor dem Desktop und auch 53% aller Konversionen erfolgten über Smartphones (Abb. 7).

    An unserer Hochschule wurden interdisziplinäre Teams aus unterschiedlichen Vertiefungen des Studiengangs gebildet. Das gemeinsame Projekt profitierte von den unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten jedes einzelnen Teammitglieds. Wir teilten uns in Subteams für das AdWords-Account Management, die Conversion Optimierung und das Social Media auf Google+ auf. Über regelmäßige Hangouts haben wir Ideen diskutiert und Erfahrungen geteilt. Für die Dokumentation unserer Arbeit haben wir Google Docs verwendet und konnten so gleichzeitig an Dokumenten arbeiten. Auch menschlich war es eine rundum positive Erfahrung, denn wir haben uns gegenseitig besser kennen und schätzen gelernt und wurden als Team zusammengeschweißt. Wir können uns vorstellen nach dem Studium weiter zusammen zu arbeiten.

    Unser Ansprechpartner war sehr kooperativ und hatte stets ein offenes Ohr für unsere Fragen und Vorschläge. Die räumliche Distanz galt es durch technische Hilfsmittel wie Hangouts, Docs und Skype zu überwinden. Damit der Kunde uns persönlich kennenlernen konnte, sind wir gemeinsam zu einem Kickoff-Meeting nach Köln gereist. Dort haben wir unser Konzept für die GOMC vorgestellt und diskutiert. Die Vertrauensbasis, die bei diesem Treffen geschaffen wurde, war Grundlage unserer produktiven Zusammenarbeit. Die Ziele, Motivationen und Beweggründe des Kunden und seiner Zielgruppe zu verstehen, war für uns eine entscheidende Voraussetzung für unsere erfolgreiche Kampagne. Der Kunde vertrat zum Teil Ansichten, die wir nur schwer nachvollziehen konnten. Für ihn wirkten bestimmte Formulierungen sowie die verwendete Bilderwelt positiv und relevant, obwohl diese unserer Ansicht nach nicht immer passend waren. Diese Botschaften sollten aus Sicht des Kunden gezielt provozieren. Wir entwickelten darauf eine eigene Hypothese und verifizierten diese mit einer Nutzerbefragung. Dabei stellte sich heraus, dass bestimmte Formulierungen und Bilder eher negative Emotionen weckten und die Interessenten so von einer Konversion abhielten. Daher haben wir positive Gefühle wie Sicherheit betont und den Kunden mehr Selbstvertrauen und eine Bestätigung der eigenen Fähigkeiten in Aussicht gestellt. Diese Strategie hat deutlich mehr Interessenten zu einem Probetraining bewegt und unseren Kunden überzeugt, unsere Strategie vollumfänglich umsetzen. Dies war eine sehr positive Erfahrung für unser Team, da unsere Ansichten von einem erfolgreichen Unternehmer berücksichtig wurden und sich später bestätigt haben.

    Weitere Empfehlungen

    Die Kampagne hätte von Beginn an stärker auf die konkrete Nachfrage nach Krav Maga Kursen ausgerichtet werden. Um Interessenten, die noch nie von Krav Maga gehört haben zu überzeugen, sollte ein separates strategisches Budget bereitgestellt werden.

    Unsere Aufteilung in Subteams machte zwar die Zusammenarbeit effizient, erschwerte jedoch die Möglichkeit in allen Bereichen Fachwissen aufzubauen. Durch detaillierte Dokumentation und Präsentation könnten wir im Team noch besser voneinander lernen.

    Neben der GOMC waren wir als Studenten in anderen Kursen und Projekten eingebunden, was die Terminfindung oft komplizierte. Spontane Meetings haben zwar gut funktioniert, jedoch wäre es sinnvoll feste Termine zu vereinbaren um die Abstimmung zu vereinfachen.

    Zu unserer Aufgabe gehörte es auch den Internetauftritt des Kunden kritisch zu analysieren. Dabei haben wir gelernt, dass man dem Kunden auch positive Aspekte aufzeigen sollte, um ihn in seinen bisherigen Anstrengungen zu bestärken. Auch, dass der Kunde eine spürbare emotionale Bindung zu seiner Arbeit hat, sollte bei Kritik stets beachtet werden.

  • Video: Webinar RankBrain, Machine Learning und die Zukunft von SEO

    Video: Webinar RankBrain, Machine Learning und die Zukunft von SEO

    Spätestens mit der Veröffentlichung von RankBrain ist klar: Google setzt bei seiner Suche auf Künstliche Intelligenz. In diesem Webinar erkläre ich was es eigentlich mit künstlicher Intelligenz auf sich hat und was das für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet. Insbesondere gehe ich darauf ein, was der aktuelle Stand in Sachen KI ist und wo (noch) die Grenzen liegen. Außerdem zeige ich, wie neuronale Netze und Deep Learning funktionieren.

    Das wirst Du nach dem Webinar erreicht haben:

    Nach dem Seminar verstehst Du besser, wie künstliche Intelligenz, neuronale Netze bzw. Deep Learning funktionieren und mit welchen Waffen Google zukünftig die Suchergebnisse weiter verbessern wird.

    Webinar RankBrain & SEO jetzt ansehen:

  • Wie zitiere ich im Usenet?

    Wie zitiere ich im Usenet?

    Von Dirk Nimmich

    $Revision: 2.4 $


    Dieser Text beschreibt allgemeine Zitiergewohnheiten (»quoten«) im Usenet. Die dabei gemachten Äußerungen und Erläuterungen basieren dabei auf Erfahrungen des Autors. Der Text war in der jeweils aktuellen Fassung auch im WWW unter dem URL <https://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/ oder <http://learn.to/quote/> abrufbar.

    1. Zitateinleitung

    1.1 Wie leite ich ein Zitat ein?

    Viele Newsreader ermöglichen es, eine Art Schablone zu definieren, die am Anfang eines (Antwort-) Postings automatisch eingefügt wird. Oft findet man dann zig Zeilen lange Einleitungen folgender Art:

    Der Benutzer *Aqua Blubb*
    mit der E-Mailadresse *aqua@blubb.blubber.de*
    äußerte sich am *Montag, dem 13. Oktober 1753*
    zum Thema *Wasserblasen im Aquarium*
    wie folgt:

    Diese Romane, oft auch in einen (aus Sicht des Autors) mehr oder weniger witzigen Satz eingebettet, sind völlig ungeeignet, die hier übliche Zitattechnik nach folgendem Muster zu verwenden:

    Nutzer C. schrieb:
    > Nutzer B. schrieb:
    > > Nutzer A. schrieb:
    > > > blablabla
    > > blubberblubber
    > laberlaber

    Jedem Nutzer kann hier eindeutig sein Geschreibsel zugeordnet werden, indem man die Zitatzeichen am Anfang zählt (Einrückungen wie diese erleichtern die Zuordnung). Jedesmal wird dafür nur eine einzige Zeile verbraucht. Damit bekommt man schnell einen Überblick darüber, um welche Autoren und um welche Äußerungen aus vorangegangenen Postings es geht.

    Der Anfang des Postings ist ausschlaggebend dafür, daß weitergelesen wird. Wenn dort bereits die Hälfte der ersten Bildschirmseite mit Müll (oder vielleicht abgeschwächter: uninformativem Text) gefüllt ist, lesen viele erst gar nicht weiter.

    Abgesehen davon sind die gebräuchlichen »witzigen« Einleitungen spätestens beim dritten oder vierten Posting jedem bekannt und danach meist gar nicht mehr so witzig.

    Deshalb sollte die Einleitung eines Zitats sich auf das wesentliche beschränken und höchstens eine Zeile umfassen.

    1.2 Was soll ich in die Einleitung aufnehmen, was nicht?

    Die meisten Angaben, die man normalerweise in einer Antwort macht, sind schon im Kopf eines jeden Postings vorhanden. Im allgemeinen reicht es deshalb, wenn man in der Einleitungszeile einfach nur den Namen des Autors aufnimmt, den man zitiert. Viele Menschen nehmen hier auch oder alternativ die E-Mail-Adresse des Autors auf. Da man es hier aber mit Menschen zutun hat und man sich auch eher Namen als E-Mail-Adressen merken kann, ist der Name des Autors jedoch sinnvoller. Darüber hinaus haben einige Leute mehrere E-Mail-Adressen, von denen sie aus posten. Manchmal stimmt diese Adresse auch nicht, sondern nur die zusätzlich angegebene Antwort- (Reply-To-) Adresse, so daß die Angabe der E-Mail-Adresse aus dem Absender- (From-) Feld in die Irre führen kann.

    Das Aufführen der Message-Id ist nicht notwendig, weil diese schon automatisch im Kopf der Nachricht in den References (Bezügen) auftaucht. Einige Usenetteilnehmer führen diese trotzdem auf, weil es Gateways zu Netzen gibt, in denen eine solche Bezugsverkettung unbekannt ist.

    Auch die Newsgroup, in die die Antwort gepostet wird, ist bereits im Header eingetragen, so daß sie normalerweise nicht mehr extra erwähnt werden muß. Bei Crosspostings in eine neue Newsgroup ist es jedoch sinnvoll, den Ursprung der Nachricht doch aufzuführen, um den Lesern das Nachvollziehen der gesamten Diskussion zu erleichtern.

    Der Betreff, auch Subject genannt, wird dem Benutzer schon in der Artikelübersicht und oft auch in der Kopfzeile des Bildschirms oder Fensters angezeigt. Er braucht deshalb nicht noch einmal in der Zitateinleitung wiederholt werden.

    Das Datum des Artikels, auf den man sich bezieht, hat in der Regel keinen zusätzlichen Informationswert für den Leser der Antwort. Normalerweise antwortet man ohnehin auf Postings, die in den vergangenen Tagen geschrieben wurden, so daß er den Lesern noch einigermaßen präsent sein dürfte; der Interessierte kann sich das Absendedatum des Originals auch über die Kommentarverkettung selbst besorgen. Lediglich bei Antworten auf ältere Artikel ist es sinnvoll, das Datum des Ursprungsartikels einzufügen, um auch einen zeitlichen Zusammenhang herzustellen.

    Der Eintreffzeitpunkt des Ursprungsartikels beim Autor der Antwort interessiert so gut wie keinen. Das Erstellungsdatum der Nachricht braucht, ebenso wie der Ort, nicht extra im Text erwähnt werden. Beide sind bereits im Kopf der Nachricht enthalten (Datum) oder können dort bequem untergebracht werden (Ort in der Organization:-Zeile eintragen).

    Im allgemeinen reicht es also aus, ein Zitat einfach mit

    Vorname Name schrieb:

    einzuleiten. Bei Crosspostings und Umleiten der Antworten in eine andere Newsgroup (Followup-To) fügt man noch die Ursprungsnewsgruppe ein, um den Lesern der neu hinzugekommenen Newsgroup die Zurückverfolgung der Diskussion zu erleichtern:

    Vorname Name schrieb in de.alte.newsgroup:

    2. Zitieren und antworten

    2.1 Wieviel soll ich zitieren?

    Es ist nicht nötig, den gesamten Text des Vorredners zu zitieren. Zitate sollen in erster Linie einen Bezugspunkt darstellen, der den Mitlesenden einen schnellen Wiedereinstieg in den Thread ermöglicht. Sie sind nicht dazu gedacht, den vorangegangenen Artikel noch einmal zu veröffentlichen.

    Im Normalfall reicht es daher völlig aus, genau die Aussage stehen zu lassen, auf die man sich beziehen möchte. Die Mitlesenden sind entweder ohnehin darüber im Bilde, worum es in der Diskussion geht, oder in der Lage, den vorangegangenen Artikel anhand der Bezüge (References) zu finden und selber komplett zu lesen. Für das Verständnis der Aussagen ist das Lesen der vorangegangenen Artikel sowieso häufig nötig, da sie aufeinander aufbauen und gelegentlich sogar nur in diesem Kontext Gültigkeit besitzen.

    Durch sparsames Zitieren wird auch die Lesbarkeit deutlich verbessert, insbesondere bei längeren Artikeln. Lange Zitate erschweren die Übersicht und das Auffinden Deines eigenen Textes. Nicht selten führen sie dazu, daß ein Artikel gar nicht bis zum Ende gelesen wird; wer sucht schon lange nach Neuem in einem Text, den er schon kennt?

    Auf der anderen Seite sollte ein Zitat nicht so knapp ausfallen, daß die Aussage des Autors unklar wird oder gar in einem völlig anderen, falschen Licht erscheint.

    2.2 Was sollte ich nicht zitieren?

    Text, auf den Du nicht eingehst, solltest Du löschen. Damit reduzierst Du den Leseaufwand bei Deinen Lesern, die nun auch nicht mehr Deine Antwort zwischen schon bekanntem Text suchen müssen. Außerdem sparst tausenden von Servern Übertragungs- und Speicherkapazität.

    Signaturen haben normalerweise nichts mit dem eigentlichen Artikel Deines Vorredners zu tun, und in aller Regel wirst Du auch nicht darauf eingehen. Deshalb sollen Signaturen nicht zitiert werden. Gute Newsreader schneiden Signaturen (auf Wunsch) beim Antworten ohnehin automatisch ab — jedenfalls dann, wenn sie »korrekt« durch zwei Minuszeichen und ein Leerzeichen in einer eigenen Zeile vom Rest des Artikels abgesetzt sind.

    2.3 Warum soll ich meine Antwort nach dem Zitat plazieren?

    Die normale Leserichtung ist von links nach rechts und von oben nach unten, und man erwartet in dieser Richtung auch eine zeitliche und logische Abfolge in den Texten, die man liest. Vor allem Leser, die eine Menge von Artikeln lesen (und damit, nebenbei bemerkt, ideale Antwortgeber sind), schätzen es sehr, wenn sie zuerst den Text lesen können, auf den Du Dich beziehst. Das Zitat dient hier als Erinnerungshilfe, die natürlich dann nicht gegeben ist, wenn Du das Zitat ans Ende stellst.

    Außerdem ist es hier so üblich. Das mag ein schwaches Argument sein. Aber weil es ungewohnt ist, wundert man sich als Leser, worauf sich der Autor bezieht, blättert ein wenig vor und wieder zurück, vielleicht holt man sich den referenzierten Artikel, weil man das Ende noch nicht lesen will, kurz: man braucht länger zum Lesen — für Vielleser häufig ein Grund, einen Artikel gar nicht erst zuende zu lesen, wenn der Zusammenhang nicht klar ist.

    Und jetzt mal ehrlich: sieht das nicht auch ein wenig bescheuert aus und ist man nicht verwundert, wenn man erst die Antwort erhält und dann die Frage gestellt bekommt? (Mal abgesehen von irgendwelchen Gameshows, wo das üblich ist.)

    Weiterhin spart Dir (ja: Dir) diese Art des Zitierens Zeit: Du brauchst nicht zu wiederholen, was Dein Vorredner geschrieben hat, um den Zusammenhang klar zu machen. Du stellst Deine Antwort einfach hinter das, was Du kommentieren willst, und sofort weiß jeder, worauf Du Dich beziehst. Dadurch wird Dir zudem klar, auf welche Teile Du Dich nicht beziehst und kannst den entsprechenden Text einfach löschen.

    Also: Durch dieses Verfahren sparst Du Zeit, sparen Deine Leser Zeit, und auf vielen Newsservern wird Speicherplatz und Übertragungskapazität gespart. Genial, was man mit so simplen Methoden alles sparen kann, nicht wahr?

    2.4 Aber mein Newsreader plaziert den Cursor über dem zitierten Text.

    Ja. Damit Du die Möglichkeit hast, von oben nach unten den Text durchzugehen und nicht benötigte Teile zu löschen. Und natürlich, damit Du an den richtigen Stellen Deine Antwort einfügen kannst, denn von allein kann Dein Newsreader ja nicht wissen, auf was Du eingehen willst.

    2.5 Warum soll ich den Originalartikel nicht am Ende anhängen?

    Die meisten Menschen lesen einen Artikel von oben nach unten. (Du nicht?) Oft ist das Ende eines Artikels nicht auf dem Bildschirm oder im Fenster zu sehen. Wenn Du den kompletten Artikel Deines Vorredners am Ende Deines Postings anhängst, können viele Leute nicht abschätzen, ob Du noch etwas dazu schreibst oder nicht. Deshalb müssen sie erst bis zum Ende durchblättern, um festzustellen, daß da doch nichts neues mehr kommt. Das ist gerade für Vielleser ärgerlich. Bedenke: auch das Überfliegen eines Artikels bis zum Ende kostet Zeit, und nicht nur der einzelne, sondern alle Artikel zählen.

    Außerdem widerspricht das Anhängen des kompletten Vorgängerartikels dem Prinzip, nur das zu zitieren, worauf man sich bezieht. Abgesehen davon muß ja nicht jeder Artikel x-mal (nämlich in jeder Antwort und jeder darauf folgenden Antwort usw.) neu verbreitet werden; die Übertragungs- und Speicherungskosten würden innerhalb kürzester Zeit explodieren.

    2.6 Eine Leerzeile zwischen zitiertem und eigenem Text? Wozu?

    Zwischen zitiertem und eigenem Text eine Leerzeile einzufügen, hilft dem Leser, beides voneinander zu trennen und leichter aufzufinden. Keiner sucht gerne die Antwort in einem Text, den er schon kennt. Nicht jeder Newsreader oder jedes Terminal ist in der Lage, zitierten Text farblich oder durch anderen Schriftstil von der Antwort abzusetzen; aber selbst wenn eine solche Kennzeichnung vorgenommen wird, ist es für das Auge einfacher, wenn auch noch ein Leerraum dazwischen liegt.

    2.7 Wie kennzeichne ich ausgelassenen Text?

    Ausgelassenen Text sollte man mit der Zeichenfolge […] oder (…) kennzeichnen. Die erste Variante ist dabei weiter verbreitet.

    Die meisten Antwortenden löschen jedoch einfach die Zeilen aus dem Artikel ihres Vorredners, auf die sie sich nicht beziehen wollen oder die nicht zur Wahrung des Zusammenhangs notwendig sind, ohne dies näher zu kennzeichnen. Dies ist selten unhöflich gemeint, sondern spart dem Antwortenden Zeit. Den Originalkontext kann jeder Leser über die Bezüge (»References«) wiederherstellen.

    Läßt man Teile von Sätzen weg, sollte man dies aber auf jeden Fall wie oben beschrieben markieren.

    2.8 Darf ich zitierten Text neu formatieren?

    Ja. Allerdings gibt es einige Menschen im Netz, die ein solches Umformatieren unhöflich finden oder gar als »Quotemardern« bezeichnen. Solange jedoch nur neu formatiert und die Aussage des Vorredners nicht durch Auslassungen verändert wird, gehen solche Anwürfe meist an der eigentlichen Diskussion vorbei und sollten keine Beachtung finden. Schließlich kann die Originalformatierung einfach über die Bezüge nachgelesen werden. Und in Büchern und Zeitschriften zitiert man ja auch nicht, indem man das Original in der Formatierung 1:1 übernimmt.

    Achte aber bei der Umformatierung darauf, daß die Zitatzeichen am linken Rand erhalten bleiben.

    2.9 Und wie sieht das mit Verbessern von Rechtschreibfehlern aus?

    Im allgemeinen lautet die Antwort: Laß es lieber sein. Auch wenn es gut gemeint ist, viele Leute fühlen sich bevormundet, wenn Du an ihren Texten „Verbesserungen“ anbringst. Manchmal ist ein Schreibfehler auch Absicht, etwa wenn jemand statt »falsch« »flasch« schreibt.

    Und wenn man es genau nimmt, handelt es sich dann auch nicht mehr um ein Zitat.

    2.10 Was ist mit »kaputten« Umlauten?

    Manche Newsreader sind nicht in der Lage, Umlaute darzustellen oder quoted-printable-kodierte Umlaute (z. B. =E4) in lesbare Zeichen umzusetzen. Manchmal passiert es auch, daß ein Artikel mit defekten Umlauten (etwa v für ö oder á für ß) ankommt. In diesen Fällen sollte man diese »kaputten« Umlaute durch ihre Umschreibung oder »richtige« Umlaute ersetzen. Die Leser Deines Artikels werden es Dir danken.

    3. Zitatzeichen („Quotezeichen“)

    3.1 Welches Zeichen soll ich als Quotezeichen verwenden?

    Ein Größerzeichen (»>«). Dies wird von so gut wie jedem Newsreader als solches erkannt und ist auch technischen (Son-of-RFC 1036 und Nachfolger) und sozialen Regeln (Netiquette) so erwähnt.

    3.2 Soll ich ein Leerzeichen nach dem Quotezeichen einfügen?

    An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Die einen finden es ästhetischer, wenn nach jedem Zitatzeichen ein Leerzeichen eingefügt wird. Dem wird entgegengehalten, daß dadurch beim Zitieren schon zwei Zeichen einer Zeile verlorengehen und so bei mehrfachem Zitieren die 80 Zeichen/Zeile schneller erreicht werden. Andererseits ist es selten notwendig, mehr als zwei oder drei Vorredner zu zitieren.

    Anderen gefällt es besser, wenn der zitierte Text direkt an das Quotezeichen anschließt. Hier gibt es aber wieder Leute, die den zitierten Text als an das Quotezeichen »angeklatscht« und schwieriger zu lesen finden. Als Nachteil wird von manchen auch angesehen, daß so eine Ganzwörtersuche mit Newsreadern, die eine solche nicht von vornherein unterstützen, schwieriger ist.

    Einen Kompromiß stellt die Lösung dar, aufeinanderfolgende Zitatzeichen ohne Leerzeichen darzustellen und erst zwischen dem letzten Quotezeichen und dem zitierten Text ein Space einzufügen. Als Nachteil dieser Zitierform wird teilweise empfunden, daß das Zitatzeichen bei übernommenen Zitaten gegenüber der Einleitung des Zitats nach links eingerückt ist, so daß für dieses Zitat kein einheitlicher linker Rand besteht.

    Welche Lösung man letztlich bevorzugt, hängt vom eigenen ästhetischen Empfinden ab; sämtliche drei beschriebenen Formen kommen im Usenet vor und werden von ihren Verwendern in den immer wieder auftretenden Diskussionen mehr oder weniger heftig verteidigt.

    3.3 Warum sind Initialen als Quotezeichen nicht sinnvoll?

    • Aus Platzgründen. Daß das bei wenigen hintereinandergeschachtelten Antworten nicht so schlimm ist, leuchtet ein. Es kommt aber durchaus vor, daß vier, fünf, sechs oder noch mehr Ebenen zitiert werden (wer das nicht glaubt, sollte mal in die Newsgroup de.talk.bizarre schauen). In der Regel wird aber von den Autoren rechts nicht so viel Platz gelassen, daß deren Text dann auch noch auf einem 80-Zeichen/Zeile-Terminal dargestellt werden kann. Diesem Punkt wird oft von den Befürworten von Initialen widersprochen, denn die korrekte Verwendung sehe keine Verschachtelung von Zitierebenen hintereinander vor. Vielmehr bekämen alle Zitate die Initialen ihrer Urheber auf derselben Ebene. Dem ist zweierlei entgegenzuhalten: Zum einen ist auf diese Weise oft überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen, in welcher Reihenfolge wer was geschrieben hat, ohne sich die Vorgängerartikel zu holen. Zum anderen geht die Nicht-Verschachtelung zum Teufel, sobald auch nur eine Person antwortet, die einen Newsreader einsetzt, die mit den Initialen nichts anfangen kann. Und solche Newsreader dürften in einer überwältigenden Mehrheit sein.
    • Weil es im Usenet keinen Sinn hat. Wer soll denn bitte »P« oder von mir aus auch »DN« sein? Was meinst Du, auf wie viele der hunderttausenden Usenet-Leser »DN« paßt? In einer Mailbox geht das in Ordnung, da werden gleiche Kombinationen mangels Masse nicht so häufig auftreten.
    • Weil es hier so üblich ist. Das mag ein schwaches Argument sein, dennoch ist es schwierig, sich ein einmal angewöhntes »Look-And-Feel« wieder abzugewöhnen. Vor allem, wenn »>« und »DN>« durcheinander verwendet wird, fällt es schwer, alles nachzuvollziehen. Weil man es nicht gewohnt ist, braucht man länger zum Lesen, da man quasi dauernd über die »merkwürdige« Zitatweise stolpert — für Vielleser häufig ein Grund, einen Artikel gar nicht erst zuende zu lesen.
    • Weil es die automatische Zeilenumbruchfunktion von Newsreadern durcheinanderbringen kann. Manche Newsreader formatieren bei überlangen Zeilen den Text automatisch so neu, daß er in die definierte Zeilenbreite paßt. Dabei orientieren sie sich an den bisherigen Quotezeichen, um die einzelnen Quoteebenen wieder rekonstruieren zu können. Initialen vor einem Quotezeichen sind aber nicht eindeutig als solche zu erkennen, sondern könnten auch normaler Text sein.
    • Viele Newsreader können heute zitierten Text besonders hervorheben, indem sie diesen in einer anderen Farbe oder mit einem anderen Schriftstil darstellen. Dazu ist aber eine möglichst eindeutige Kennzeichnung notwendig. Oft wird von bestimmten »Standardzeichen« ausgegangen, die ein Zitat kennzeichnen sollen (»>«, »:«, »|«, »<«, »#« etc.). In der Regel gehen die Programme außerdem davon aus, daß eine Zeile, die mit einem Buchstaben beginnt, eine Text-Zeile ist und nehmen daher diese Hervorhebung bei mit Initialen eingeleiteten Zitaten oft nicht vor.
    • Und schließlich ist es eigentlich eine Sache der Präsentation des Newsreaders beim Leser. Wenn es dem Leser gefällt, kann er sich — ein passendes Programm vorausgesetzt — Initialen anzeigen lassen.

    4. Wie zitiere ich aus anderen Quellen?

    Von Zeit zu Zeit kommt es vor, daß man nicht nur aus dem Artikel seines Vorredners zitieren möchte, sondern Belege zum Beispiel aus Büchern beifügen möchte. Dazu setzt man den Text einfach in Anführungszeichen, wie man es auch in »normalen« Texten tun würde. Bei längeren Zitaten rückt man den Text entweder um einige Zeichen ein, oder man verwendet wie beim Zitieren von Vorgängerartikeln ein Zitatzeichen am linken Rand. Zur Unterscheidung wird dazu oft ein anderes Zitatzeichen genommen, in vielen Fällen »|«. Die Verwendung eines Zitatzeichens hat den Vorteil, daß das Zitat von bestimmten Newsreadern auch als solches speziell gekennzeichnet wird, zum Beispiel durch eine andere Farbe oder einen anderen Schriftstil.

    Egal, für welche Zitierweise man sich entscheidet: Grundsätzlich gibt man die genaue Quelle (Autor, Titel, Seite, evtl. Auflage, Erscheinungsjahr und Zeitungs-/Zeitschriftentitel) an, damit andere das Zitat nachprüfen können.

    5. Danksagungen

    Für hilfreiche Anregungen und Ergänzungen zu diesem Text danke ich

    Nicole Simon <nisi@lynet.de>
    Peter Heirich <peter@heirich.in-berlin.de>
    Markus Schmidinger <max@didi.westend.com>
    Christof Zottmann <cz@hanfzeit.com>

    Dirk Nimmich