KI-Textwerkzeuge im historischen Praxisvergleich

Von Kai Spriestersbach am

Historischer KI-Textwerkzeug-Vergleich. Die beschriebenen Tests und Modelle stammen aus früheren Produktständen. Persönliche Einschätzungen, Herstellerangaben und allgemeine Qualitätsfragen sind voneinander zu unterscheiden. Preise, Tarife und Integrationen sind keine aktuellen Angebote. Für heutige Aufgaben sind gute Eingaben, überprüfbare Quellen und ein Vergleich mit eigenen Beispielen entscheidend.

KI-Textwerkzeuge können beim Entwerfen, Überarbeiten und Strukturieren von Texten helfen. Für Journalistinnen, Blogger, Werbetexter und andere Schreibende stellt sich dabei die Frage, welche Arbeitsschritte ein Werkzeug erleichtert und wo fachliche Prüfung nötig bleibt. Dieser Vergleich dokumentiert meine damalige Auswahl und meine Erfahrungen mit den beschriebenen Anwendungen.

KI kann sprachlich überzeugende Texte erzeugen. Das macht sie weder automatisch sachlich richtig noch von menschlichen Texten ununterscheidbar. Auch ein gutes Ranking ist nicht zugesichert: Google beurteilt den Nutzen und die Qualität von Inhalten und untersagt den Einsatz von Automatisierung zur Manipulation von Rankings. Siehe die offizielle Einordnung zu KI-Inhalten.

Die Werkzeuge und zugrunde liegenden Modelle ändern sich schnell. Die hier beschriebenen Funktionen, Grenzen und Preise gehören zum damaligen Vergleich und wurden für diese historische Einordnung nicht neu getestet. Für eine heutige Auswahl braucht es einen Vergleich auf den eigenen Aufgaben.

Ich habe über mehrere Jahre verschiedene KI-Werkzeuge zur Texterstellung ausprobiert. Die folgenden Bewertungen sind meine damaligen Einschätzungen, keine vollständige Marktübersicht oder standardisierte Rangliste. Mein Buch über das Schreiben mit KI greift diese praktische Beschäftigung mit der Technologie auf.

Es ist so etwas wie das inoffizielle Handbuch für ChatGPT und GPT-3 und GPT-4-basierte Tools zur Textgenerierung mittels künstlicher Intelligenz inklusive einfach verständlicher Erklärungen und vielen Beispielen aus meiner täglichen Praxis.

Buch „Richtig Texten mit KI: ChatGPT, GPT-4, GPT-3 & Co.“ von Kai Spriestersbach ist Bestseller bei Amazon. Texte schreiben mit Hilfe Künstlicher Intelligenz für Job, Uni und Websites – Schneller und besser als je zuvor.

Das Buch war über Wochen hinweg Bestseller in den Kategorien „Mathematik“, „Informatik“ sowie „Webdesign & Programmierung“ bei Amazon Deutschland!

Bestelle jetzt dein Exemplar bei Amazon!

Zum Buch gehören ergänzende Materialien. Den jeweils verfügbaren Umfang beschreibe ich auf der Buchseite; eine unbegrenzte laufende Aktualisierung wird hier nicht zugesagt.

Im damaligen Vergleich habe ich Werkzeuge für Snippets, Titel und längere Texte vorgestellt. Die Reihenfolge drückt meine damalige Präferenz aus. Sie ist keine aktuelle Bestenliste.

Wichtig zu betonen finde ich, dass kein KI-Text-Tool eine:n Texter:in ersetzen kann. Es sind nur Tools und keine vollautomatisierten Robo-Texter!

Das bedeutet auch: Wie bei jedem Werkzeug hängt das Ergebnis von der eigenen Fähigkeit ab und davon, wie man es einsetzt.

Ergebnis meiner Tests in der Kurzzusammenfassung

Seit den ersten Versionen dieses Testberichts hat sich wahnsinnig viel getan, nicht nur auf Seiten der Sprachmodelle und APIs, sondern die Toolanbieter haben jede Menge fantastische Funktionen hinzugefügt, die mittlerweile sogar ChatGPT PLUS alt aussehen lassen!

Neuroflash schnitt bei meiner damaligen Auswahl besonders gut ab. Diese Einschätzung bezieht sich auf die hier beschriebenen Aufgaben und Versionen.

Eine Analyse etwa mit einem TF-IDF-Werkzeug kann Begriffe zum Thema sichtbar machen. Sie ersetzt weder Faktenprüfung noch eine eigenständige redaktionelle Beurteilung und sichert kein Ranking.

Was sagt Google zu Texten, die per KI geschrieben wurden?

Übrigens gibt es gute Nachrichten, falls Du Dich fragst, was denn Google zu Inhalten sagt, die mittels KI generiert wurden. In einer Antwort auf Twitter stellte Googles Sprecher Danny Sullivan klar, dass Inhalte, die in erster Linie für die Platzierung in Suchmaschinen erstellt werden, gegen die Richtlinien verstoßen, egal wie diese erstellt werden. Und noch viel wichtiger: Wenn Inhalte hilfreich sind und in erster Linie für Menschen erstellt werden, ist es kein Problem, dass diese von einer KI generiert wurden!

As said before when asked about Al, content created primarily for search engine rankings, however it is done, is against our guidance. If content is helpful & created for people first, that's not an issue.

In Bezug auf automatisch generierte Inhalte sind klare Richtlinien bei Google eigentlich schon seit Langem etabliert: Automatisierung, einschließlich KI, zur Erzeugung von Inhalten mit dem Ziel der Manipulation von Suchergebnissen verstößt gegen die Spamrichtlinien. Googles Anti-Spam-Maßnahmen sind unabhängig von der Erzeugungsweise von Inhalten wirksam.

Automatisierung ist nicht grundsätzlich Spam. Auch im Journalismus werden automatisierte Verfahren für bestimmte Datenberichte eingesetzt. Entscheidend bleiben hilfreiche, eigenständige Inhalte und ein verantwortlicher Umgang mit Fehlern. E-E-A-T ist dabei ein Qualitätskonzept und keine Checkliste, deren Erfüllung alle Anforderungen oder Rankings garantiert.

Die folgenden Abschnitte zeigen die Werkzeuge aus meinem damaligen Vergleich.


1. neuroflash – Der KI Text Generator aus Deutschland

Neuroflash aus Hamburg warb damals mit einer führenden Position im DACH-Markt und einer stark gestiegenen Nutzerzahl. Das sind Anbieterangaben, keine unabhängige Messung der Textqualität. Ich hatte das Werkzeug bereits zu einer früheren Phase seiner Entwicklung ausprobiert.

Definiere Kreativität neu mit den KI Content Tools von neuroflash

Gestartet ist man 2015 mit der Vision über künstliche Intelligenz in den Kopf der Zielgruppe zu schauen und die potenziellen Reaktionen der Zielgruppe in Echtzeit zu analysieren und zu ermitteln, welche Wörter diese am meisten ansprechen. Mit dem Erfolg von GPT-3-basierten Tools und der Verfügbarkeit der Technologie hat sich das Startup entschlossen, nun ebenfalls ein Tool zur automatischen Textgenerierung zu entwickeln.

neuroflash ContentFlash

Textart auswählen

Zugegeben, zum Start konnte mich neuroflash damals noch nicht überzeugen, aber deren Pro Plan hat sich in den letzten Monaten gewaltig weiterentwickelt!

Im damaligen Pro-Tarif wurden GPT-4 und ein erweitertes Kontextfenster angeboten. Das konnte längere Eingaben ermöglichen, hob aber die Grenzen bei Fakten, Stiltreue und Überprüfung nicht auf. Auch ImageFlash war Bestandteil der damaligen Produktentwicklung.

Der im damaligen Vergleich beschriebene neuroflash-Pro-Tarif enthielt folgende Funktionen. Heutige Leistungsgrenzen sind damit nicht bestätigt:

Der damals beschriebene Tarif bündelte Text- und Bildgenerierung, GPT-4, einen SEO-Blog-Workflow, SEO-Analysen, Plagiatsprüfungen und die Erstellung von Schreibprofilen. Die genannten Nutzungsgrenzen und Integrationen sind historische Tarifangaben, keine heutige Leistungszusage.

Speziell die automatischen Chatpersönlichkeiten nehmen einem wirklich viel Arbeit ab und ersetzen quasi die Erstellung von aufwändigen Anweisungen innerhalb von GPTs. Damit ist es möglich, deine Chatpersönlichkeit auf Knopfdruck und automatisch zu erstellen. Gib einfach ein Textbeispiel deines eigenen Schreibstils ein, lasse es von ChatFlash analysieren und voilà, schon schreibt der Bot quasi wie Du!

Chatpersönlichkeit auf Knopfdruck automatisch erstellen

Das erzeugte Schreibprofil sollte individuelle Stilmerkmale nachbilden. Eine perfekte Imitation des eigenen Stils ist damit nicht belegt; die Vorschläge müssen an eigenen Texten geprüft und überarbeitet werden.

Doch es gibt noch weitere Vorteile im Vergleich mit ChatGPT, die ihr folgender Übersicht entnehmen könnt:

Vorteile von neurflash im Vergleich mit ChatGPT

Die Ergebnisse von neuroflash sind mittlerweile hervorragend und durch den Fokus auf die deutsche Sprache wirklich überzeugend.

In letzter Zeit hat neuroflash massiv seiner Benutzeroberfläche gearbeitet, so dass mich das Hamburger-Startup mittlerweile vollkommen überzeugt hat.

In Sachen Preise liegt neuroflash im Mittelfeld: Für 30 EUR im Monat lassen sich 30.000 Wörter und 30 Bilder pro Monat generieren, für 80 EUR kann man unlimitiert Texte & Bilder erstellen. Die Textanalyse inkl. Lesbarkeit und Vorhersage der Wirkung von Botschaften und Markenwerten gibt es erst im größten Account ab 400 EUR. Damit lässt sich überprüfen, ob deine Texte zu deiner Markenstrategie und Zielgruppe passen und man kann Inhalte für eine bessere Performance optimieren.

Sehr spannend finde ich, dass es bei neuroflash einen komplett kostenlosen und unverbindlichen Plan gibt, mit dem man jeden Monat kostenlos bis zu 2.000 Wörter schreiben kann. Dafür braucht man noch nicht einmal Zahlungsinformationen hinterlegen. Man erstellt einfach ein kostenloses Konto und kann jeden Monat bis zu 2.000 Wörter kostenlos schreiben und 5 Bilder pro Monat generieren.

Es sind sogar echte Premium-Features ChatFlash mit Persönlichkeiten, die Chrome oder Firefox Extension sowie 5 SEO Analysen & Unsplash Bilder pro Monat sowie alle Standard Workflows im kostenlosen Account enthalten.

Die obigen Ansichten zeigen den damaligen Funktionsumfang; aktuelle Tarife und Nutzungsgrenzen sind beim Anbieter zu prüfen.


2. jasper – Das größte KI Text Tool

Jasper hatte es in meiner damaligen Arbeit als GPT-3-basiertes Werkzeug in die Toolbox geschafft. Später fand ich für bestimmte Aufgaben andere Angebote interessanter oder günstiger. Der Unternehmenssitz allein beantwortet jedoch keine Datenschutzfrage; dafür sind die konkrete Verarbeitung, Vertragsbedingungen und eingesetzten Dienste zu prüfen.

Jasper.ai Tutorial und Testvideo

Der Langform-Assistent ist quasi das Herzstück von Jasper/Jarvis. Damit kann man sich von Jasper beim Schreiben von Blogartikeln, E-Mails, Geschichten, Drehbüchern und sogar Büchern helfen lassen:

Der Longform Editor von Jasper

Im neuen BOSS MODE kann man nun tatsächlich mit jasper sprechen und ihm Befehle geben, was er schreiben soll. Das heißt, Du musst nicht mehr unbedingt eine der Vorlagen oder Tools verwenden.

Statt dessen kannst du quasi mit Jasper sprechen und ihm Befehle geben, was er schreiben soll:

Versuche einfach mal Befehle wie:

  • Schreibe eine Gliederung für einen Blogbeitrag über…
  • Schreibe eine Gliederung über die Fähigkeiten im Lebenslauf für…
  • Schreibe einen Einführungsabsatz über…
  • Schreibe einen Firmenslogan für…
  • Schreibe eine Notiz für eine Geburtstagskarte für…
  • Schreibe einen Schlussabsatz über…
  • Schreibe einen E-Mail-Hook über…
  • Schreibe den nächsten Satz…

Und beobachte, wie Jasper ihn vor deinen Augen wie von Zauberhand ausschreibt! Das Ergebnis ist, dass du deine Blogbeiträge, Social-Media-Inhalte, Verkaufsseiten, Marketing-E-Mails, etc. locker in der sechs bis 10-fachen Geschwindigkeit eines menschlichen Autoren erstellen kannst.

Jasper hat außerdem auf ChatGPT reagiert und mit Jasper Chat ein ähnliches Interface eingeführt! Darüber kannst du eine natürliche Unterhaltung mit der KI führen, die sich überraschend menschlich anfühlt, wie Du es vielleicht von ChatGPT bereits kennst.

Für das Verfassen von Blogbeiträgen gibt es in Jasper einen eigenen Workflow, der Dich von Anfang bis Ende dabei unterstützt, wirklich gute Blogartikel zu schreiben, die auch klickstarke Überschriften und Titel verwenden und somit häufiger gelesen werden.

Beschreibe den Inhalt, den du erstellen willst Dies ist der wichtigste Schritt, damit Jasper versteht, worüber du schreiben willst. Je besser du beschreiben kannst, was du schreiben willst, desto bessere Inhalte wird Jasper produzieren.

Im ersten Schritt beschreibst Du den Inhalt, den du erstellen willst. Dies ist der wichtigste Schritt, damit Jasper versteht, worüber du schreiben willst. Je besser du beschreiben kannst, was du schreiben willst, desto bessere Inhalte wird Jasper produzieren!

Anschließend generiert Jasper mehrere Titel für deinen Blogartikel und, nachdem Du einen ausgewählt hast, generiert Jasper drei unterschiedliche Einführungssätze bzw. Eröffnungen für Deinen Artikel. Ist dies erledigt, gelangst Du in den Longform-Editor und kannst den Blogartikel dort weiterschreiben lassen.

Jasper konnte mir Rohfassungen und Formulierungsvorschläge liefern. Wie viel Arbeit dadurch entfällt, hängt von Thema, Eingabe und Qualitätsanspruch ab. Eine pauschale Aussage, das Werkzeug erledige 80 Prozent der Arbeit, wäre aus diesen Beispielen nicht ableitbar.

Wie Alejandro in der Facebook-Gruppe von jasper feststellt (Screenshot rechts), sollte man jasper nicht als Recherche-Instrument betrachten. Man muss sich schon selbst Gedanken über den Inhalt machen, dann kann jasper einem aber sehr viel Arbeit abnehmen und dementsprechend Zeit sparen!

Kombiniere Jasper mit Surfer SEO

Im damaligen Jasper-Angebot ließ sich Surfer SEO für die Analyse von Suchergebnissen und Begriffen integrieren. Dafür waren passende Konten und Tarife erforderlich. Unser damaliger Surfer-SEO-Bericht beschreibt diesen Workflow. Die folgenden Ansichten zeigen die damalige Integration:

Anschließend kannst Du Direkt im Longform-Editor auf Surfer SEO zugreifen und zu unterschiedlichen Suchanfragen die relevantesten Keywords herausfinden, die jasper anschließend in den Text integriert:

Integrierte Plagiatsprüfung

Die integrierte Plagiatsprüfung konnte mögliche Textüberschneidungen sichtbar machen. Sie garantierte weder vollständige Originalität noch rechtliche Unbedenklichkeit und schloss Duplicate Content nicht zuverlässig aus.

Auch generierte Texte können vorhandenen Formulierungen ähneln. Ein Plagiatschecker ist deshalb höchstens ein zusätzlicher Prüfschritt. Werden fremde Inhalte in die Recherche übernommen, müssen Quellen, zulässige Nutzung und Eigenständigkeit unabhängig davon beurteilt werden; bloßes Umschreiben klärt diese Fragen nicht.

Die weiteren Content-Module

Besonders effektiv finde ich die Aufteilung bzw. Spezialisierung in verschiedene Tools für unterschiedliche Zwecke. Wer sich intensiver mit GPT-3 beschäftigt weiß bereits, dass die Ergebnisse besser werden, je spezifischer der Input ist und das Problem löst jasper/Conversion.ai eben mit unterschiedlichen, auf genau einen Anwendungsfall optimierten Frontends. Aktuell gibt es bereits 49 52 dieser sogenannten „Templates“:

Alle 52 Templates von Conversion.ai im Überblick

Der Inhaltsverbesserer schreibt einen Inhalt um, um ihn interessanter, kreativer und ansprechender zu machen. Natürlich ist nicht jeder generierte Text gleich gut und manchmal kommt auch wirklich Blödsinn raus, aber die meisten Templates erzeugen direkt mehrere Varianten oder lassen sich mit einem Klick erneut starten.

Nehmen Sie einen Inhalt und schreiben Sie ihn um, um ihn interessanter, kreativer und ansprechender zu gestalten.

Speziell für Marketer gibt es ein paar super spannende Tools: Beispielsweise das AIDA-Framework und das PAS-Framework. Mit diesen Marketing-Frameworks (Aufmerksamkeit, Interesse, Verlangen, Aktion bzw. Problem-Argument-Lösung) lassen sich sehr effektiv neue Ideen für Marketingtexte erzeugen.

Für effektive Werbetexte lässt sich das „Before-After-Bridge Framework“ einsetzen, aus Produkt-Features Vorteile generieren oder einzigartige Value Propositions aus einem Angebot erzeugen!

Für E-Commerce-Anwendungen und Onlineshops sind die Produktbeschreibungen sehr interessant. Damit erzeugt man wirklich überzeugende Produktbeschreibungen, die auf Websites, in E-Mails und sozialen Medien verwendet werden können. Wer auf Amazon aktiv, kann sich Produktmerkmale (Aufzählungspunkte) mit den wichtigsten Merkmalen und Vorteilen für Amazon-Angebote erzeugen oder aussagekräftige Produktbeschreibungen für Amazon-Listings erstellen.

Die wichtigsten SEO-Basics sind selbstverständlich auch am Start. So können Seitentitel und Meta-Beschreibungen automatisiert für Blogbeiträge, Homepages, Produktseiten oder Serviceseiten speziell optimiert erzeugt werden.

Für Autoren und Kreative bzw. Content Marketer gibt es Generatoren für Blogpost-Themenideen, Artikel-Gliederungungen (Funktioniert am besten für „Listicles“ und „How to“ Blogbeiträge). Wer nicht weiß, wie er anfangen soll, oder eine Schreibblockade überwinden will, kann sich auch einfach einen Eröffnungsabsatz schreiben lassen. Ebenso lässt sich ein Artikel mit einem ansprechenden Schlussabsatz automatisch abrunden. Sogar kreative Geschichte lassen sich angeblich mit jasper erzeugen, zugegeben ein Bereich, mit dem ich mich bislang noch nicht näher beschäftigt habe.

Für vorhandene Artikel bot Jasper Vorschläge für Überschriften und Zwischenüberschriften. Die damalige Werbung stellte besonders erfolgreiche Werbetextformeln in Aussicht. Ob eine Überschrift tatsächlich passt oder besser konvertiert, muss am konkreten Inhalt und gegebenenfalls in einem kontrollierten Vergleich geprüft werden.

Im Bereich Ads und Marketing lassen sich klickstarke Überschriften und überzeugende Anzeigen-Texte für Facebook, Google Ads und sogar Posts für Google My Business erstellen, oder einprägsame Bildunterschriften für Instagram-Posts generieren. Natürlich lassen sich auch überzeugende E-Mail-Betreffzeilen erstellen, die Leser zum Öffnen bewegen.

Wer auf YouTube unterwegs ist, kann sich Ideen für neue Themen erzeugen lassen, die Zuschauer ansprechen und auf YouTube gut ranken. Daraus lassen sich Skript-Gliederungen erzeugen und natürlich kann jasper Titel und Beschreibungen für YouTube verfassen, die Aufmerksamkeits- und klickstark daher kommen.

Auch in der Unternehmenkommunikation hilft jasper. Beispielsweise schreibt er freundliche Antworten auf öffentliche Kundenrezensionen, oder Titel und Intro für Pressemitteilungen erstellen, die Leute tatsächlich lesen wollen. Womit ich noch mehr experimentieren möchte, ist die neueste Fähigkeit von jasper Fragen zu bestehenden Themen oder Inhalten zu erzeugen und diese dann im Quora-Stil intelligent zu beantworten!

Besonders cool für die Erstellung von Aggregatoren oder News-Teasern ist der neue Text-Summarizer, der die Kernaussagen eines Textes findet und diese extrahiert.

Neu hinzugekommen und derzeit noch im Beta-Status, sind die Generierung von Geschäfts- oder Produktnamen, sowie eine Funktion, mit der man Umfrage-Fragen samt passender Multiple-Choice-Antworten generieren kann. Erstaunlih gut funktioniert es, automatisierte Antworten auf Bewertungen schreiben zu lassen.

Zusammenfassungen langer Texte

Ein damaliges Feature war der Content Summarizer für Texte bis zu 7.000 Zeichen. In der hier beschriebenen Version war die Ausgabe nur auf Englisch verfügbar, auch bei deutschen Eingaben. Eine spätere Änderung war zu diesem Zeitpunkt eine Erwartung, keine zugesicherte Funktion.

Jaspers Content Summarizer, der Inhalte mit einer maximalen Länge von 7.000 Zeichen in Sichtpunkten zusammenfassen kann!

Der bisherige Text Summarizer, der nach wie vor bei den Templates erreichbar ist, kann zwar bereits auf Deutsch genutzt werden, allerdings ist dieser derzeit in der Lage maximal 700 Zeichen zu verarbeiten. Für kurze Aussagen funktioniert die Extraktion der Kernaussage dafür umso besser:

Der bisherige Text Summarizer kann auf Deutsch genutzt werden, ist allerdings nur in der Lage maximal 700 Zeichen zu verarbeiten.

Standardsprache Deutsch möglich

Mittlerweile kann man in jasper sowohl die Input Language, als auch die Output Language auf Deutsch stellen. Dort hat man nun neuerdings die Wahl, ob man „Less formal“, also eher Du oder „more formal“, also eher Sie in seinen Texten lesen möchte:

Conversion.ai mit Deutsch als Standardsprache.

Ich habe seit dem letzten Updates ein paar deutsche Texte erstellt, die unglaublich überzeugend sind. Nochmal ein gutes Stück besser, als bei unserem drittplatzierten Frase. Jasper ist ein hervorragendes KI-Text-Tool und hatte sich in der Vergangenheit sogar zusammen mit SurferSEO als Testsieger herausgestellt. Es bietet ein benutzerfreundliches Interface und die Möglichkeit, schnell unterschiedliche Textarten zu generieren. Mit dem neuen Jasper Chat-Feature kann man sogar eine natürliche Unterhaltung mit der KI führen, die überraschend menschlich wirkt. Mit den vielen Vorlagen und Templates, braucht man sich nicht mit der Formulierung eigener Prompts beschäftigen, sondern kann direkt loslegen!

Preise und Fazit

Preislich geht es bei 39 USD pro Monat für 20.000 Wörter los, wobei man eigentlich direkt den Business Account mit dem erweiterten Kontextfenster haben will, aber der geht dann richtig ins Geld…

Die damals beschriebene Geld-zurück-Regelung setzte eine Zahlung beziehungsweise Zahlungsdaten voraus. Sie war deshalb kein kostenloser Test ohne Verpflichtungen. Ob und unter welchen Bedingungen eine Erstattung heute möglich ist, ist beim Anbieter zu prüfen.


3. Frase.io – Liefert richtig gute SEO-Texte!

Frase überzeugte mich im damaligen Vergleich besonders durch die Kombination aus Textgenerierung und SERP-Analyse. Sprachlich plausible deutsche Ausgaben sind allerdings kein Nachweis dafür, dass Menschen und KI-Texte zuverlässig ununterscheidbar wären.

Eine aktuelle Rabattaktion ist hier nicht bestätigt. Für eine Auswahl zählen die aktuellen Vertragsbedingungen und die Ergebnisse auf den eigenen Aufgaben.

Frase wurde mit guten Nutzerbewertungen und einer größeren SEO-Nutzerschaft beworben. Solche Angaben beschreiben das damalige Marketing und ersetzen keinen nachvollziehbaren Qualitätsvergleich. Der Schwerpunkt des Werkzeugs lag auf einem SEO-Workflow.

1. Platz ist Frase.io damit unser TESTSIEGER! Endlich auch für Deutsche Texte!

Wo es bei jasper die Integration von Surfer SEO braucht, kann man in Frase.io direkt im SERP-Modul die obersten Google-Ergebnisse für eine Suchanfrage analysieren. Dadurch erhält man die durchschnittliche Wortzahl, eine Liste aller Überschriften, verwendeten Links, Begriffe usw. Frase extrahiert zudem automatisch Fragen aus den Suchergebnissen. Diese kann man inklusive der Antworten der Konkurrenten aus der SERP, der „People Also Ask Box“ oder Q&A-Plattformen wie Quora und Reddit auf einen Blick sehen.

Anschließend kann Frase entweder die Frage inklusive der Antwort aus der Quelle zitieren, inklusive korrekter Verlinkung auf die Originalquelle, oder mittels KI eine eigene Antwort daraus verfassen. Dabei kann die Antwort aus den SERPs als Input verwendet werden, so dass die Ergebnisse der so erzeugen Inhalte sehr überzeugend sind, wie man im folgenden Screenshot sehen kann:

Daraus lässt sich automatisch ein Briefing für Inhalte erstellen, oder man erstellt sein eigenes Briefing. Doch damit nicht genug! Frase hilft einem außerdem, inhaltliche Lücken in Texten zu schließen und damit besser zu ranken, indem es die Themen in den eigenen Inhalten mit denen der Mitbewerber vergleicht.

Natürlich kann Frase auch mittels KI schreiben. So lassen sich automatisch Überschriften erzeugen und vorhandene Absätze erweitern. Mit den integrierten Vorlagen lässt sich die Ausgabe der KI auf bestimmte Anwendungsfälle anpassen. Diese sind sogar noch umfangreicher und mächtiger, als bei jasper! Diesen Beitrag habe ich beispielsweise in weniger als einer halben Stunde mit Frase geschrieben.

Aktuell sind folgende Templates enthalten:

  • Attention Interest Desire Action (AIDA): Erstelle Marketingtexte nach der AIDA-Formel – eine Methode, die nachweislich den Leser dazu verleitet, auf einen Call-to-Action zu klicken.
  • Before After Bridge (BAB): Wie die Welt vor und nach deinem Produkt oder deiner Lösung war.
  • Blog Introduction: Einleitung für deinen Blogbeitrag.
  • Bullet Point to Answers: Verwandle eine Frage in eine Aufzählung von Antworten.
  • Definition: Gib eine wörterbuchähnliche Definition für ein Thema an.
  • Explain Why: Gib eine Antwort auf eine Frage mit dem Schwerpunkt auf dem „Warum“.
  • Feature – Benefit: Verwandle die Produkt-/Dienstleistungsmerkmale in eine Liste von Vorteilen.
  • Featured Snippet (Numbered List): Erstelle eine Liste von Schritten, die erklären, wie man etwas tut.
  • List of Questions: Fragen zu einem Thema
  • Listicle Ideas: Generiere Ideen für Artikel in Listenform.
  • Meta Description: Meta-Beschreibung für ein bestimmtes Thema.
  • Metaphor / Analogy: Schreibe eine Analogie über ein Thema.
  • Next Paragraph: Schreibe einen Folgeabsatz für deinen Absatz.
  • Outline: Erstelle eine Gliederung anhand eines Titels.
  • Paragraph Answer: Erhalte eine absatzlange Antwort auf eine Frage.
  • Paragraph Compression: Komprimiere einen langen Absatz in eine kürzere Zusammenfassung.
  • Paragraph Finisher: Schreibe einen Satz und beende dann den Absatz.
  • Paragraph Rewriter: Einen Absatz umschreiben.
  • Paragraph for Heading: Ein Einleitungsabsatz für deine Überschrift.
  • Problem, Agitate, Solution (PAS): PAS-Texterstellungsformel
  • Pros and Cons: Erstelle eine Liste mit Vor- und Nachteilen zu einem Thema.
  • Related Topics: Erhalte eine Liste mit verwandten Themen für einen Absatz.
  • Sentence Rewriter: Schreibe einen Satz um.
  • Short Answer: Erhalte eine schnelle 1-Satz-Antwort auf eine Frage.
  • Summary Bullets: Aufzählungspunkte, die die wichtigsten Punkte eines Textes zusammenfassen.
  • Taglines: Erstelle eine Tagline zu einem bestimmten Thema.
  • Talk Tracks: Verschiedene Perspektiven zu einem bestimmten Thema.
  • Title Ideas: Erhalte eine Liste von Titelvariationen basierend auf einem Anfangstitel.

Besonders spannend bei Frase ist, dass es von Haus aus bereits acht Sprachen unterstützt, darunter Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und sogar Deutsch!

Außerdem bringt Frase bereits viele spannende Integrationen via Addons kostenlos mit:

  1. Durch eine integrierte Google Search Console-Anbindung lässt sich das Wachstum des organischen Traffic direkt in Frase beobachten und Chancen erkennen.
  2. Das Google Docs Add-on erlaubt es die Frase Content Optimization direkt innerhalb von Google Docs zu verwenden.
  3. Mit dem WordPress-Addon veröffentlicht man Inhalte direkt auf seiner WordPress-Website.
  4. Mit dem Addon für das HubSpot CRM kann man Fragen von Kunden und Interessenten direkt via Frase beantworten.

Für SEO-bezogene Recherche war Frase in meinem damaligen Vergleich interessant. Die erwähnte Übernahme durch Copysmith führte damals zu meiner Vermutung, dass Funktionen zusammengeführt werden könnten. Das war eine Prognose und keine bestätigte Produktplanung.

Der damals genannte siebentägige Test für einen US-Dollar war kostenpflichtig. Aktuelle Testbedingungen, Kündigungsregeln und Tarife müssen direkt beim Anbieter geprüft werden.

Für die folgende Funktionsübersicht gelten die damaligen Produktversionen; eine aktuelle Rabattzusage ist damit nicht verbunden.


4. Rytr *Preis-Leistungs-Sieger*

Rytr war ein weiterer KI-Schreibassistent für Entwürfe und Formulierungsvorschläge. Die Werbung versprach eine erheblich schnellere Texterstellung. Eine allgemeine zehnfache Beschleunigung lässt sich aus meinem damaligen Einsatz nicht ableiten. Nach der damaligen Produktbeschreibung nutzte das Werkzeug Sprachmodelle von OpenAI.

Derzeit bietet das Tool 27 sogenannter Use-Cases, also Vorlagen für spezielle Anwendungsfälle zur Auswahl. Besonders fallen die mehr als 30 Sprachen auf, die Rytr bereits unterstützt. Neben der Auswahl der Sprache, bietet Rytr mehr als 20 Sprachstile bzw. Stimmungslagen (Tones), mit denen man den Ton des Textes vorgeben kann.

Für einen Blogartikel startet man beispielsweise mit dem „Blog Idea & Outline“-Use Case mit einer Suchanfrage und erhält nun diverse Zwischenüberschriften samt Vorschlägen für die jeweils relevanten Schlüsselwörter:

Blog Idea & Outline in Rytr

Anschließend, kann man diese markieren und über die „Paragraph“-Funktion erstellt Rytr aus der H2 und der Liste von Keywords einen Absatz:

Aus einer H2 und einer Liste von Keywords entsteht ein Absatz

Rytr bot im damaligen Funktionsumfang eine SEO-Analyse und eine SEMrush-Integration für Keyword-Vorschläge. Diese können die Recherche unterstützen. Sinnvolle Begriffe und sprachlich gute Texte allein garantieren jedoch kein Ranking.

Enhanced keywords suggestions (powered by SEMrush)

Ich habe Rytr in einer Testphase dazu verwendet, um Inhalte in sehr speziellen Nischen zu erstellen, auf die ich von alleine nicht gekommen wäre. Damit erfüllt Rytr für mich sein primäres Ziel sehr gut, nämlich eine Schreibblockade zu vermeiden bzw. zu überwinden und Zeit beim Formulieren zu sparen. Ich muss also nicht mehr auf den leeren Bildschirm starren, um einen Anfang zu finden, sondern kann direkt mit Ideen und Formulierung starten, die ich nach eigenen Vorlieben umstellen und ausschmücken kann.

Die meisten von Rytr erstellten Inhalte sind gut verständlich und enthalten sinnvolle Aussagen, Sätze und Formulierungen. Damit ist wirklich ein fantastisches Tool für das Schreiben von Produktbeschreibungen und den Einstieg in neue Blogbeiträge. Mit der Integration in WordPress und Shopify lässt sich eine Menge Zeit sparen und dank der Rytr-API, lässt sich das Tool sogar in bestehende Anwendungen integrieren.

Preislich ist Rytr sehr attraktiv, denn es lassen sich kostenlos 5.000 Zeichen pro Monat mit dem Free-Tarif generieren. Für 9 $ bekommt man 100.000 Zeichen pro Monat und der Premium-Tarif für unbegrenzte Nutzung kostet nur 29 USD im Monat!

Rytr wurde, wie auch Frase mittlerweile von Copysmith übernommen, weshalb ich davon ausgehe, dass Copysmith über kurz oder lang deren Features übernehmen wird

Rytr gehörte in meiner damaligen Auswahl zu den günstigeren Angeboten. Der kleinere Funktionsumfang war bei der Auswahl gegen die konkreten Aufgaben abzuwägen.


5. ClosersCopy

Auf dem fünften Platz der besten KI Texter-Tools haben wir ebenfalls ein Deutsches Tool. CloserCopy ist mir relativ spät über den Weg gelaufen, sah aber so vielversprechend, dass ich es sofort einem Test unterzogen habe. Das Tool stammt sogar aus Deutschland, ist aber auf den internationalen Markt ausgerichtet.

ClosersCopy

Wie auch jasper bietet CloserCopy einen Langform-Editor, mit dem längere Verkaufsseiten, Blogbeiträge und Artikel schreiben kann. Dieser schreibt zusammenhängende Texte und hat laut CloserCopy keine Grenzen, Filter oder sonstige Einschränkungen. Man startet einfach mit einem Eröffnungssatz, um die KI in eine bestimmte Richtung zu lenken, drückt die Schreibtaste und lehnt sich entspannt zurück:

CloserCopy Long Form Editor

Eine Besonderheit hat CloserCopy noch zu bieten: Man kann jeweils zwischen drei unterschiedlich trainierten Modellen wählen:

Unterschiedlich trainierte Modelle von CloserCopy
  • SalesAI schreibt Verkaufsseiten, Anzeigen und E-Mail-Kampagnen.
  • BlogAI schreibt gut rankende Blog-Artikel.
  • StoryAI schreibt fiktionale, fesselnde Geschichten.

Selbstverständlich bietet CloserCopy für die Erstellung spezieller Texte eigens optimierte Frameworks. Die üblichen Formate sind abgedeckt, von SEO-Metabeschreibungen über Social Media Posts bis hin zu Z gibt es mehr als 50 Plug & Play-Marketing-Frameworks.

Im Gegensatz zu jasper hat CloserCopy zwar keine Surfer-SEO-Integration, dafür aber ein paar andere besondere Fähigkeiten:

Die Insights sind besonders cool, um etwaige Schwachstellen in Texten aufzudecken. Damit kann man herausfinden, welche Emotionen ein Text vermittelt, langatmige und passive Sätze korrigieren oder herausfinden, ob der Text als E-Mail-Kampagne im Spam landet. Der integrierte Thesaurus erlaubt es außerdem sehr schnell nach Synonymen und Antonyme zu suchen.

Für größere Team ist sogar eine Kollaborationsfunktion direkt eingebaut, d.h. man kann in CloserCopy Teams anlegen und einem Teammitglied ein Projekt zuweisen und Genehmigungen verwalten.

Offiziell bewirbt CloserCopy seine KI als mehrsprachig und unterstützt 111 unterschiedliche Sprachen, doch wenn man die Funktion genauer untersucht, stellt man fest, dass es sich „bloß“ um eine Integration von Google Translate und DeepL handelt.

Die Ergebnisse in Deutsch überzeugen mich jedoch nicht. CloserCopy würde ich derzeit nur für englische Texte verwenden. Außerdem ist der Editor aktuell noch ziemlich langsam – hoffentlich handelt es sich dabei nur um ein temporäres Problem.

Die beschriebenen Beispiele zeigen meinen damaligen Eindruck von CloserCopy. Für eine heutige Auswahl sind die Ergebnisse mit den eigenen Textaufgaben und den aktuellen Vertragsbedingungen zu vergleichen.


6. Copy.ai

Copy AI bietet ebenfalls automatisierte Textgenerierung auf Basis von OpenAIs GPT APIs. Die Ergebnisse ergeben größtenteils Sinn und können für Landing Pages, Anzeigen und Blog-Teaser durchaus verwendet werden. Das Tool unterstützt viele unterschiedliche Sprachen, unter anderem auch Deutsch!

Derzeit konzentriert sich Copy.ai auf sechs verschiedene Arten von Texten: Social Media-Posts, Blog-Inhalte, Website-Texte, Produktbeschreibungen für E-Commerce, Verkaufstexte und digitale Werbetexte. Es ist offensichtlich, dass dies alles wichtige Inhalte sind, die helfen, in einem bestimmten Bereich Umsatz zu generieren und damit voll auf Marketer ausgerichtet sind:

Copy.ai unterstütz Deutsch sowohl als Input-, als auch als Output-Sprache, allerdings sind die Englischen Ergebnisse deutlich überzeugender. Auf Basis eines einzigen Satzes, hat Copy.ai mir für meinen Onlinekurs echt coole Produktbeschreibungen generiert!

Copy.ai Product Descriptions in Deutsch

Natürlich lässt sich auch Copy.ai kostenlos testen. Man bekommt bei der Registrierung 100 kostenlose Generationen, gefolgt von 10 kostenlosen Generationen in jedem folgenden Monat. Wer mehr braucht, kann einen Einzelaccount für 35 USD im Monat buchen. Worauf wartest Du also? Du kannst Copy.ai kostenlos nutzen, um deine Schreibblockade zu überwinden und hyperrelevante Texte zu erstellen.


7. Writesonic

Writesonic ist ein weiteres, sehr vielversprechendes und GPT-basiertes Tool, mit dem man in wenigen Schritten verschiedene Arten von Marketinginhalten erstellen kann. Es wurde ursprünglich als MagicFlow mit ziemlich wenigen Funktionen gestartet. Damals war es nur möglich, Landing Pages, Produktbeschreibungen und Anzeigen für Google und Facebook zu erstellen. Seitdem haben die Entwickler jedoch sehr stark daran gearbeitet und einen neue Benutzeroberfläche mit einem wachsenden Umfang an Anwendungsfällen veröffentlicht.

In meinem Test unterstützte Writesonic mehr als 20 unterschiedliche Textarten, viele davon können sogar deutsche Texte erzeugen:

Verabschieden Sie sich von der Schreibblockade. Mit den KI-gesteuerten Schreibwerkzeugen von Writesonic können Sie in Sekundenschnelle leistungsstarke Anzeigen, Blogs, Landing Pages, Produktbeschreibungen, Ideen und vieles mehr erstellen.

Ich habe mir mal zum Titel „Die 10 besten SEO-Tools aller Zeiten“ 5 Artikel-Intros schreiben lassen, die sich durchaus sehen lassen können:

Writesonic lässt sich komplett kostenlos testen, ohne dass man eine Kreditkarte hinterlegen muss. Direkt auf der Startseite ist sogar eine interaktive Demo eingebunden, mit der sich Facebook-Anzeigen erstellen lassen. Der kleinste Account startet bei 9,99 USD für 75 Credits, unlimitierte Nutzung gibt es ab 35,60 USD oder mit Priority-Support für 179,60 USD im Monat.


8. Mindverse – Der innovative Neuling aus Berlin

Mindverse aus Berlin tritt als All-in-One Tool für deutsche Texte an. Von der Recherche über das Thema Brainstorming und Texterstellung bis hin zur Analyse soll mit der künstlichen Intelligenz alles möglich sein:

Das All-in-One Tool für deutsche Texte: Recherche, Brainstorming, Texterstellung und Analyse mit unserer künstlichen Intelligenz

Für unterschiedliche Anwendungsfälle bietet mindverse aktuell 36 sogenannter „Engines“. Die meisten davon kennt man bereits aus den englischen Tools. Tools zur Generierung von Motivationsschreiben und Immobilien-Exposés habe ich aber noch nirgendwo zuvor gesehen:

Der Texteditor, mit dem die generierten Texte bearbeitet oder erweitert, wirkt auf mich noch ziemlich unrund. Man hat dort zwar die Möglichkeit, einzelne Absätze umschreiben zu lassen, zusammenzufassen, zu korrigieren und vieles mehr. Auch das Generieren neuer Abschnitte oder auch eine Ideenhilfe findet man im Editor, allerdings kann mich Mindverse in Sachen UX aktuell noch nicht überzeugen.

Mindverse Texteditor

Hier gibt es noch viel zu viele Bugs und unausgereifte Konzepte. Selbstverständlich werde ich auch hier die Entwicklung weiterhin beobachten und diesen Artikel laufend aktualisieren.

Wirklich cool bei Mindverse finde ich hingegen das KI-gestützte Brainstorming, dass ihr unbedingt einmal selbst ausprobieren solltet:

Preislich beginnt Mindverse bei 39 EUR im Monat, allerdings ist nicht klar, auf was sich die enthaltenen 450 Anfragen pro Monat beziehen. Auch wieso nur ein begrenzter Zugang zu KI Brainstorming enthalten ist und was diesen vom kostenlosen oder teureren Account unterscheidet ist mir unklar. Für 99 EUR im Monat sind 1.500 Anfragen, sowie der volle Zugang zu, KI Brainstorming, sowie sämtliche Engines und ein eigenes Tool zum Umschreiben, sowie die integrierten SEO Tools enthalten. Im größten Tarif für 199 EUR sind schließlich 3.500 Anfragen enthalten, sowie eine Live-Textanalyse und „Private Engines“, was auch immer das ist.

Im kostenlosen Account kann man 1.500 Wörter zum ausprobieren gratis erstellen!


ChatGPT 3.5 kostenloser Chatbot außer Konkurrenz

Du hast bestimmt schon von ChatGPT gehört. ChatGPT ist ein Chatbot, der auf dem Generative Pre-trained Transformer (GPT) Modell von OpenAI aufgebaut ist. GPT ist ein neuronales Netzwerk-Modell, das für die maschinelle Übersetzung, die Textgenerierung und andere Aufgaben im Bereich der natürlichen Sprachverarbeitung entwickelt wurde.

So sieht ChatGPT in der kostenlosen Version aus:

Ich bin ein künstlicher Intelligenz-Assistent und kann dir bei Fragen und Problemen helfen. Ich kann auch Unterhaltungen führen und Informationen zu verschiedenen Themen bereitstellen. Wenn du etwas wissen möchtest oder Unterstützung bei einer Aufgabe benötigst, kannst du mich gerne fragen. Ich werde mein Bestes tun, um dir zu helfen.

ChatGPT und die damals neuen GPT-4-Zugänge waren wichtige Vergleichspunkte für KI-Textwerkzeuge. Ein kostenpflichtiges Abonnement ist aber keine Voraussetzung, um die Technologie zu verstehen oder sinnvoll zu beurteilen. Für die Auswahl zählen zugängliche Modelle und die eigenen Aufgaben.

Nicht nur dass GPT 4 in der Lage ist visuellen Input in Form von Bildern und Fotos zu verarbeiten oder bis zu 128.000 Token an Kontext versteht, die Fähigkeiten und die Qualität der Ausgabe unterscheidet sich wirklich um Größenordnungen im Vergleich zum kostenlosen ChatGPT auf Basis von GPT 3.5 Turbo. In der bezahlten ChatGPT PLUS Version dagegen kann die KI über das „browse with bing“ Plugin sowohl Webseiten abrufen, als auch selbstständig im Internet recherchieren und Fragen aus Basis der gefundenen Informationen beantworten. Außerdem lassen sich Texte und Dokumente in Form von PDFs, Word-Dateien oder TXT-Dateien hochladen.

Leider ist die Anmeldung als PLUS Abonnent derzeit ausgesetzt, weil OpenAI nicht schnell genug neue Serverkapazitäten aufbauen konnte. Daher empfehle ich Dir folgende Alternativen:

https://www.afaik.de/chatgpt-plus-alternativen/

Wie funktionieren diese KI-Text-Tools eigentlich?

Viele der damals beschriebenen Textwerkzeuge bauten auf Sprachmodellen von OpenAI auf; das gilt nicht für alle kommerziellen KI-Angebote. Sprachmodelle werden auf großen Datenbeständen vortrainiert und sagen im Kern nächste Textelemente voraus. Zusätzlich können sie durch weitere Trainingsschritte und menschliches Feedback an Dialog- und Instruktionsaufgaben angepasst werden. Ein Dialog mit dem fertigen Modell bedeutet nicht automatisch, dass es dabei seine Gewichte fortlaufend verändert.

ChatGPT ist also nur ein Chatbot von vieilen, der auf den GPT-Modellen aufgebaut ist und in der Lage ist, auf Benutzereingaben zu reagieren und menschenähnliche Texte zu generieren. Es kann verwendet werden, um in Echtzeit Unterhaltungen zu führen und Benutzern bei verschiedenen Aufgaben und Fragen zu helfen.

Wie jedes andere künstliche Intelligenz-System hat auch ChatGPT Grenzen in Bezug auf seine Leistungsfähigkeit und seine Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten und zu verstehen. Einige der Grenzen von ChatGPT umfassen:

  1. Das GPT-Modell, auf dem ChatGPT aufgebaut ist, wurde durch das Vor-Trainieren auf einer großen Menge von Textdokumenten gelernt und ist daher am besten darin, menschenähnliche Texte zu generieren. Es kann jedoch Schwierigkeiten haben, komplexe logische Argumente zu verstehen und zu verarbeiten.
  2. ChatGPT ist nur so gut wie die Daten, auf denen es trainiert wurde, und kann daher möglicherweise nicht auf neue oder unerwartete Fragen oder Probleme angemessen reagieren.
  3. ChatGPT ist in der kostenlosen Version nicht in der Lage, Informationen aus dem Internet zu suchen oder zu recherchieren, sondern kann nur auf die Informationen zurückgreifen, die es beim Training erhalten hat. Die Daten im kostenlosen Modus stammen aus der Zeit VOR September 2021!

Trotz dieser Grenzen kann ChatGPT jedoch ein nützliches Werkzeug sein, um Benutzern bei verschiedenen Aufgaben und Fragen zu helfen und Unterhaltungen zu führen. Es ist wichtig zu beachten, dass es sich um ein künstliches System handelt und daher möglicherweise nicht in der Lage ist, alle Anforderungen oder Erwartungen zu erfüllen.


KI-generierte Inhalte und SEO: Nutzen, Grenzen und Empfehlungen

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Erstellung von Inhalten. Doch wie beurteilt Google KI-generierte Texte? Sind sie überhaupt sinnvoll für SEO? Ich möchte die Chancen und Risiken beleuchten:

Google hat im jüngste Update im September 2023 seine Richtlinien angepasst und akzeptiert nun auch von KI erstellte Inhalte, sofern sie qualitativ hochwertig sind. KI wird als Werkzeug gesehen, das hilfreiche, originelle Texte ermöglichen kann. Entscheidend ist laut Google, dass Inhalte einzigartig und vertrauenswürdig sind und auf echten Erfahrungen von echten Experten beruhen. Dies wird mit dem erweiterten Konzept E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) zusammengefasst. In früheren Versionen der Richtlinien war lediglich von E-A-T die Rede (Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness). Das verdeutlicht die menschliche Komponente und zeigt aus meiner Sicht auch die Grenzen für den KI-Einsatz auf: Wenn KI nur dazu dient, Texte zu generieren, die das Ranking manipulieren sollen, greift Google ein.

Wenn man keine eigenen Informationen oder Erfahrungen im Prompt einfließen lässt, produzieren Tools wie ChatGPT und Co. häufig Inhalte, denen es an Originalität mangelt. Sie bedienen sich bestehender Inhalte und liefern wenig Neues. Auch die Genauigkeit ist problematisch, da KI zwischen Fakten und Fiktion nicht unterscheiden kann.

Ich empfehle daher einen Mittelweg: KI kann Rohfassungen und Input liefern, aber der Mensch sollte die Kontrolle behalten. Wenn ein Thema mit Fachwissen und Leidenschaft aufbereitet wird, entstehen die besten Inhalte. Recherche, Prüfung und eine eigenständige Note sind entscheidend.

Folgende Aspekte sollten bei KI-basierten Inhalten beachtet werden:

  • Qualitätskontrolle (Inhalte korrekt und nutzerorientiert?)
  • Einzigartigkeit und Authentizität (originelle Ideen, Beispiele, persönlicher Stil)
  • Fachwissen einbringen (Expertenmeinungen, Prüfung)
  • Kontinuierliche Optimierung (Feedback und Analysen nutzen)
  • Offenlegung der KI-Nutzung gegenüber Usern

Wenn diese Prinzipien berücksichtigt werden, können KI-generierte Inhalte durchaus effektiv sein und sogar Vorteile bieten. In Kombination mit menschlicher Kreativität und Kontrolle können sie das Beste aus zwei Welten vereinen.

Abonniere das AFAIK-Update

KI verstehen. Fundiert entscheiden. Wirksam umsetzen.

Im AFAIK-Update teile ich meine Einordnungen und Erfahrungen zu KI im Unternehmen: von Strategie und sinnvollen Anwendungsfällen über die Auswahl passender Lösungen bis zur praktischen Umsetzung. Kostenlos, persönlich und mit einem klaren Blick auf Chancen und Grenzen.

Keine Sorge, ich mag Spam genauso wenig wie Du und gebe Deine Daten niemals weiter! Du bekommst höchstens einmal pro Monat eine E-Mail von mir. Versprochen.

Kai Spriestersbach

Geschrieben von

Ich bin Kai Spriestersbach, M.Sc. in Web Science. Ich verbinde Forschung zu generativer KI mit Erfahrung als Head of AI, technischer Entwicklung und unternehmerischer Praxis.

Mit AFAIK unterstütze ich Unternehmen und Investoren bei KI-Strategie, der Prüfung technischer und wirtschaftlicher Annahmen sowie vereinbarter Entwicklung. Auf AFAIK teile ich wissenschaftliche Quellen, technische Erfahrungen und nachvollziehbare Einschätzungen – mit ihren Möglichkeiten, Grenzen und offenen Fragen.

Mehr über Kai