Ich bin absolut fasziniert von Ethan Mollicks Artikel bei Substack. Mollick ist Professor an der renommierten Wharton School der University of Pennsylvania und wirft in seinem Beitrag von November 2023 „Reshaping the tree: rebuilding organizations for AI“ einen inspirierenden Blick auf die Zukunft von Organisationen, geprägt durch Künstliche Intelligenz (KI).
Er beginnt seine Reise in der Vergangenheit, bei der New York and Erie Railroad von 1855, und führt uns zu einer bahnbrechenden Erkenntnis: Organigramme haben eine lange Geschichte. Mollick nutzt diesen Rückblick, um zu fragen, welche Formen der Arbeitsteilung durch KI sinnvoll verändert werden könnten.
Besonders beeindruckend ist, wie Mollick KI nicht nur als Werkzeug, sondern als integralen Bestandteil des Arbeitsprozesses beschreibt. Bei Wharton Interactive, einem internen Startup, das er leitet, wird KI bereits genutzt, um alles von Kundensupport bis zur Softwareentwicklung zu verbessern. Diese Anwendung von KI spart nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern verändert auch grundlegend die Art und Weise, wie wir über Arbeit und Organisation denken.
Mollicks Vision ist nicht nur innovativ, sondern auch pragmatisch. Er betont, wie wichtig es ist, dass Teams ihre eigenen KI-Methoden entwickeln und diese ständig an zukünftige Entwicklungen anpassen. Sein Artikel ist ein Weckruf für alle, die in der schnelllebigen Welt der Technologie und Organisation mithalten wollen. Er zeigt auf, dass wir am Beginn einer neuen Ära stehen, in der KI nicht nur ein Werkzeug, sondern ein fundamentaler Bestandteil unserer Arbeitswelt wird.
Er schlägt einige sehr einleuchtende Prinzipien für den Umgang mit KI in Organisationen vor:
- Teams sollten ihre eigenen Methoden entwickeln, da KIs eher wie Teammitglieder als wie externe IT-Lösungen behandelt werden sollten.
- Man sollte für die nahe Zukunft bauen, da fortgeschrittenere Modelle bald kommen werden.
- Organisationen sollten rechtzeitig lernen und erproben. Welche Geschwindigkeit sinnvoll ist, hängt von Aufgabe, Risiko und vorhandenen Fähigkeiten ab.
KI verändert Organisationen bereits, und Manager müssen aktiv werden, um diese Veränderungen zu gestalten. Es mag zu früh erscheinen, Organisationen für KI umzugestalten, aber bald könnte es zu spät sein.
Ethan Mollick
Für mich ist der Beitrag vor allem eine Einladung, die Organisation der Arbeit zu hinterfragen. Er ist kein Nachweis, dass jede Organisation durch KI schneller oder besser wird.
Meine Folgerung: Erst einen konkreten Ablauf betrachten, dann Zuständigkeiten verändern. Wer beurteilt das Ergebnis? Wer darf Daten freigeben? Wo bleibt eine Entscheidung beim Menschen? Teams brauchen Raum zum Lernen, aber ebenso klare Grenzen und einen Vergleich mit dem bisherigen Ablauf. Im KI-Sparring lassen sich diese Fragen auf die eigene Situation übertragen.
Abonniere das AFAIK-Update
KI verstehen. Fundiert entscheiden. Wirksam umsetzen.
Im AFAIK-Update teile ich meine Einordnungen und Erfahrungen zu KI im Unternehmen: von Strategie und sinnvollen Anwendungsfällen über die Auswahl passender Lösungen bis zur praktischen Umsetzung. Kostenlos, persönlich und mit einem klaren Blick auf Chancen und Grenzen.
Keine Sorge, ich mag Spam genauso wenig wie Du und gebe Deine Daten niemals weiter! Du bekommst höchstens einmal pro Monat eine E-Mail von mir. Versprochen.
