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MailPoet Review – das vielleicht beste Newsletter Plugin für WordPress im Test

Gilt für Dich die Gleichung Newslettertool = MailChimp?

Dann solltest Du unbedingt diesen Artikel lesen, denn es gibt wirklich hervorragende Alternativen, die dem Platzhirsch das Feld streitig machen. Eine davon ist MailPoet.

Mit dem Newsletter-Plugin kannst du deine E-Mails direkt aus WordPress heraus versenden, ohne Umweg über eine externe Plattform. MailPoet wurde von Beginn an speziell für den Einsatz in und mit WordPress entwickelt. Außerdem werden die Daten auf dem eigenen Server gespeichert. Das kann in Hinblick auf Sicherheit ein Vorteil sein.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist MailPoet so nutzerfreundlich und leistungsstark, wie der Anbieter behauptet, wie sieht es mit den Preisen aus und für wen eignet sich das Plugin? Wir haben uns das Tool für Dich genau angesehen und stellen Dir unsere Ergebnisse hier vor:

Zentrale Funktionen von MailPoet im Überblick

  • Newsletterversand direkt aus WordPress
  • Erstellen individueller Abonnenten-Formulare
  • Über 50 moderne Templates für E-Mails
  • Intuitiv bedienbarer Drag & Drop Editor mit umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten
  • Einfacher Import von Abonnentenlisten durch manuelle Eingabe, CSV-Dateien oder direkt aus MailChimp
  • Segmentierung
  • Verwaltung verschiedener Abonnenten-Listen
  • Verknüpfung mit WooCommerce
  • Analytics
  • Double Opt In für DSGVO-Konformität

Anleitung: So installierst du MailPoet – Schritt für Schritt erklärt

MailPoet installierst du wie andere Plugins einfach über dein WordPress-Dashboard:

  1. Klicke auf „Plugins“.
  2. Wähle „Installieren“.
  3. Gib „MailPoet“ in das Suchfeld ein.
  4. Wähle die aktuelle Version (Version 3) aus und gehe auf „Jetzt installieren“.
  5. Schließe den Vorgang mit „Aktivieren“ ab,
MailPoet im WordPress Plugin Repository

Hast du MailPoet installiert, wirst du aufgefordert, einen Nutzernamen und deine E-Mail einzugeben. Um MailPoet Premium (bis 1.000 Nutzer kostenlos) zu nutzen und damit genauere Analysen zu bekommen sowie von der Integration von WooCommerce zu profitieren, musst du dich bei MailPoet registrieren.

Dann bleibt nur noch ein Schritt. Du musst den Aktivierungschlüssel eingeben, den du auf der Webseite von MailPoet bekommen hast:

  1. Gehe dazu unter MailPoet auf „Einstellungen“.
  2. Wähle ganz rechts „Schlüssel-Aktivierung“.
  3. Gib den Schlüssel ein und schließe mit einem Klick auf „Prüfen“ ab.

Fertig. Jetzt kannst du loslegen.

Die Benutzeroberfläche und wichtige Einstellungen

Der erste Eindruck überzeugt auf ganzer Linie bei MailPoet. Das perfekt in das WordPress-Dashboard integrierte Plugin präsentiert sich übersichtlich und nutzerfreundlich. Vor allem ist es weniger einschüchternd als das manchmal etwas komplizierte MailChimp. Einsteiger, die keine Erfahrung mit Newsletter-Diensten haben, dürften sich hier schnell zurechtfinden.

Statte am besten zuerst den „Einstellungen“ einen Besuch ab.

Hier kannst du unter anderem

  • einen Standardabsender festlegen
  • die Seiten konfigurieren, auf denen Abonnenten ihr Abo verwalten oder sich austragen können
  • einrichten, dass du per E-Mail über neue Abonnements und Statistiken informiert wirst
  • eingeben, dass Besucher, die einen Beitrag kommentieren, sich in deine Liste eintragen können
  • Einstellungen für die Verwendung von WooCommerce tätigen

Im Bereich „Senden mit“ kannst du dich zwischen dem „MailPoet Sending Service“ und deinem Host bzw. einen Drittanbieter entscheiden. Bist du kein Experte, raten wir, beim voreingestellten Sending Service zu bleiben. Das erspart dir aufwendiges Konfigurieren. Außerdem erhöht es die Chancen, dass deine Mails auch wirklich ankommen.  Das Ganze ist sogar kostenlos bis 1.000 Abonnenten!

Besonders wichtig in Hinsicht auf Datenschutz und die gefürchtete DSGVO: der Reiter „Registrierungsbestätigung“.

Indem du diese aktivierst, erhalten neue Abonnenten deines Newsletters eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst wenn sie diesen anklicken, bekommen sie deinen Newsletter. Das bezeichnet man als Douple Opt In. Natürlich kannst du Text und Link anpassen. Außerdem kannst du eine Bestätigungsseite auswählen, also die Seite, auf die Abonnenten nach dem Klick auf den Link landen.

Exkurs: Warum das Double Opt In so wichtig ist

Das sogenannte „Double Opt In“-Verfahren ist eine zentrale Voraussetzung, damit du in Sachen Datenschutz auf der sicheren Seite bist. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass die erste Bestellung des Newsletters wirklich von der betreffenden Person stammt und nicht von einem Dritten.

Hier findest du weitere Tipps zum rechtssicheren Versenden von Newslettern.

Kontakte importieren ist sehr einfach

Du hast bereits eine Liste mit Abonnenten? Dann lade diese einfach in MailPoet hoch. Das geht auf drei verschiedene Arten, je nachdem, wo sich die Liste befindet. Alle drei Varianten findest du im Bereich “Abonnenten“ – „Daten importieren“:

  • Die Daten in ein Textfeld einfügen: Die altmodische Variante. Füge die Daten in einem CSV- Format in ein Textfeld ein.
  • Datei hochladen: Lade eine Datei mit deinen Abonnenten – ebenfalls im CSV-Format – hoch.
  • Von MailChimp exportieren: gib deinen MailChimp API-Schlüssel ein.

Wenn du bisher ein anderes Newsletter-Programm als MailChimp verwendet hast, musst also du nur die entsprechenden Daten im CSV-Format exportieren und in MailPoet importieren.

Noch leichter macht es MailPoet MailChimp-Usern. Als solcher musst du einen neuen API-Schlüssel generieren und diesen in MailPoet eingeben. Den Schlüssel erstellst du in deinem Mailchimp-Account unter „API Keys“ – „Deine API Schlüssel“ – „Create a Key“. Sieh dir dazu die Anleitung von MailChimp an.

Formulare erstellen – So wird’s gemacht

Damit sich möglichst viele Besucher deiner Webseite für deinen Newsletter anmelden, brauchst du natürlich noch Anmeldeformulare.

  1. Gehe auf „Formulare“
  2. Hier findest du ein Formular, dass du nach deinen Vorstellungen bearbeiten kannst.

Dabei gibt dir MailPoet nicht nur die Möglichkeit, die Texte zu bearbeiten. Du kannst außerdem Farben für Hintergrund, Rahmen und Schriften auswählen sowie aus verschiedenen Platzierungen auf der Seite auswählen. Sogar unterschiedliche Fonts für die Schriften stehen dir zur Verfügung, alles andere als eine Selbstverständlichkeit für Newsletter-Plugins.

Noch eine gute Nachricht: Programmierkenntnisse brauchst du keine.

Wenn du sie hast, kannst du sie aber nutzen und noch mehr aus deinen Formularen herausholen. Dafür steht dir unten rechts ein „Individuelles CSS“ zur Verfügung.

So geht’s eine E-Mail mit MailPoet erstellen

Jetzt geht es ans Eingemachte: das Erstellen der ersten E-Mails.

Alles, was du dafür brauchst, findest du unter „E-Mails“. MailPoet stellt dir verschiedene Mail-Typen zur Auswahl inklusive nützlicher Automatisierungsfunktionen. Zunächst gibt es die folgenden:

  • Newsletter
  • Willkommens-Mail
  • Benachrichtigung über neueste Beiträge

Außerdem kannst du über „WooCommerce“ automatisch E-Mails an Nutzer schicken lassen, die

  • trotz Waren im Warenkorb deine Webseite verlassen haben
  • ihren ersten Einkauf bei dir im Shop getätigt haben
  • ein Produkt einer bestimmten Kategorie gekauft haben
  • ein bestimmtes Produkt gekauft haben

Schließlich kannst du noch das Template für WooCommerce-E-Mails bearbeiten.

Was hier ins Auge sticht, sind die vielen Möglichkeiten, deine Mails zu bearbeiten und ihnen ein aufmerksamkeitsstarkes Design zu geben. Über 50 responsive Templates gibt dir MailPoet zur Auswahl.

Dabei überzeugt nicht nur die Quantität. Auch die Qualität der Vorlagen kann sich sehen lassen.

Diese lassen sich im nächsten Schritt individuell anpassen. Bearbeite den Text, lade eigene Bilder hoch oder füge Buttons oder Produkte aus deinem WooCommerce-Shop hinzu. Mit einfachem Drag and Drop lassen sich Blöcke entfernen, verschieben und hinzufügen.

Bist du fertig, kannst du eine Vorschau-E-Mail an eine E-Mail-Adresse deiner Wahl schicken. Auf diese Art kannst du dich vergewissern, dass alles so aussieht, wie geplant.

Im Schritt „Letzte Details“ bleibt zum Beispiel noch, den Betreff auszuwählen und natürlich die Liste von Abonnenten, an die die E-Mail gehen soll.

Kleiner Wermutstropfen: Du kannst zwar Datum und Zeit für das Versenden angeben. Allerdings gibt es keine Möglichkeit in MailPoet, die Versendezeit an verschiedene Zeitzonen anzupassen.

Sehr mächtige Funktion: Segmente erstellen

Eine weitere nützliche Funktion in MailPoet stellt die Segmentierung von Abonnenten dar. So kannst du zum Beispiel gezielt Personen noch einmal anschreiben, die einen Link in einem Newsletter nicht geklickt oder diesen gar nicht geöffnet haben. Im Idealfall machst du ein paar Prozent davon doch noch zu Kunden.

Um ein neues Segment zu erstellen,

  1. gehe auf „Listen“
  2. klicke auf „Neues Segment“
  3. Füge Name und evtl. Beschreibung (nur für deinen Gebrauch) ein
  4. Lege das Segment fest

Beim letzten Schritt hast du die Auswahl zwischen

  • E-Mail
  • WordPress Benutzerrollen und
  • WooCommerce

Je nach deiner Wahl stehen dir verschiedene Aktionen zur Verfügung, über die du die Adressaten deiner Mail festlegen kannst. Bei „E-Mail“ kannst du beispielsweise Nutzer auswählen, die eine Mail geöffnet oder nicht geöffnet haben. Bei „WooCommerce“ solche, die in einer bestimmten Kategorie oder ein bestimmtes Produkt eingekauft haben.

Analytics – Messen und Auswerten mit MailPoet

Auch beim Messen und Auswerten lässt dich MailPoet nicht im Stich. Unter „E-Mails“ siehst du neben jeder versandten Mail, wie viel Prozent der Adressaten diese geöffnet und den Link darin angeklickt haben. Klickst du darauf, bekommst du eine detaillierte Auswertung der Interaktion – allerdings nur, wenn du dich für MailPoet Premium entschieden hast. Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären.

Wichtig: Vergewissere dich, dass bei „Einstellungen“ – „Fortgeschritten“ das Kästchen für „Ja“ bei „Tracking für Öffnen und Klicken“ angekreuzt ist.

Der Preis – Kostenlos bis 1.000 Nutzer… aber dann?

Bis 1.000 Abonnenten ist die Nutzung von MailPoet kostenlos. Zugegeben, das sind 1.000 weniger als bei MailChimp. Allerdings profitierst du bei MailPoet schon bei der kostenlosen Nutzung von allen Funktionen in vollem Umfang!

Reißt deine Abonnentenzahl die Hürde, sind die Preise für die Nutzung von MailPoet nach Anzahl deiner Abonnenten gestaffelt. Aktuell bedeutet dies zum Beispiel:

  • 2.000 Abonnenten: 21 Euro im Monat
  • 2.500 Abonnenten: 25 Euro im Monat
  • 3.500 Abonnenten: 42 Euro im Monat
  • 5.000 Abonnenten: 46 Euro im Monat
  • 1.0000 Abonnenten: 63 Euro im Monat
  • 70.000 Abonnenten: 292 Euro im Monat

Fazit: MailPoet oder nicht MailPoet – Unsere Zusammenfassung

Die Antwort lautet wie so oft „Es kommt darauf an“:

Gerade für kleinere Unternehmen, die nach einem leistungsstarken und leicht zu bedienenden Newsletter-Tool suchen, ist MailPoet mehr als einen Blick wert.

Nicht nur bringt das PlugIn eine Reihe an nützlichen Funktionen für den Newsletterversand mit und unterstützt WooCommerce. Die attraktiven Vorlagen und vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten unterstützen dich dabei, Abonnenten zu begeistern. Dass MailPoet kaum Einarbeitungszeit erfordert, ist ein dickes Plus gegenüber MailChimp. Außerdem kannst du alle Vorgänge beim Versenden von Newslettern direkt in deinem WordPress-Dashboard erstellen. Damit ist MailPoet auch noch bequem.

Allerdings handelt es sich bei MailPoet um einen reinen Newsletterdienst. Suchst du nach einer übergreifenden Werbeplattform, mit der du zusätzlich Social-Media-Kampagnen verwalten kannst, ist eine DSGVO-konforme Alternative zu MailChimp vielleicht doch die bessere Wahl.

Vergleich: MailPoet oder Mailchimp?

Nicht alle E-Mail-Lösungen sind gleich. MailPoet ist das beliebteste E-Mail-Plugin für WordPress. Mailchimp ist die populärste E-Mail-Lösung der Welt, aber leider nicht DSGVO-konform. Lasst uns die beiden vergleichen:

Zwei Freemium-Optionen. Eine mit Begrenzungen

Sowohl MailPoet als auch Mailchimp bieten großzügige Pläne für kostenlose Benutzer an, um Ihnen den schnellen Einstieg in den Aufbau von Listen und den Versand von E-Mails zu erleichtern. Aber während beide ähnliche Preispläne nach dem Upgrade anbieten, kann man nur mit MailPoet unbegrenzt Listen erstellen und unbegrenzt E-Mails versenden!

MerkmaleMailPoetMailchimp
Unbegrenzte Anzahl von E-MailsJappJapp
Unbegrenzte ListenJappNope
Zeit zum LernenEin halber TagEin halber Tag
Zeit zum KonfigurierenWeniger als eine StundeWeniger als eine Stunde
Beitrag per Drag & Drop in den E-Mail-Designer einfügenJaKopieren und Einfügen
Bilder per Drag & Drop platzierenJaBild erneut hochladen
Willkommens-E-MailsKostenlosKostenlos
Ausführliche StatistikenFrei im freien PlanKostenlos
Branding in der FußzeileKein Branding!Japp
Kostenloser SupportJappJapp

MailPoet funktioniert in dem Moment, in dem man es aktiviert. Wenn Du WordPress bereits kennst, kannst Du mit der Vorlagensammlung und dem intuitiven Drag-and-Drop-Builder in wenigen Minuten mit dem Versenden von E-Mails beginnen. Hier gibt es keine Lernkurve, nur eine freundliche und vertraute Benutzeroberfläche!

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Kai Spriestersbach

Kai Spriestersbach

Kai Spriestersbach ist erfolgreicher Unternehmer und digitaler Stratege mit einem Master-Abschluss in Web Science. Er ist Inhaber von AFAIK und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Aufbau und der Optimierung von webbasierten Geschäftsmodellen. Als einer der erfahrensten Search Marketing Experten im deutschsprachigen Raum hat er mehr als 25 Vorträge auf SEO- und Online-Marketing-Konferenzen in Deutschland und Österreich gehalten. In den letzten Jahren hat er sich intensiv mit Large Language Models beschäftigt und sich als Experte für die Textgenerierung mit Hilfe künstlicher Intelligenz etabliert. Seine Karriere begann er mit einer Ausbildung zum Mediengestalter (IHK), bevor er den Bachelor of Science (B.Sc) in E-Commerce absolvierte. Anschließend erwarb er den Master of Science (M.Sc) in Web Science und forschte an der RPTU im Bereich angewandter generativer KI.

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