Historischer Vergleich und Datenschutzdebatte. Der Beitrag greift die Debatte nach dem Privacy-Shield-Urteil von 2020 auf und wurde später um Produktangaben ergänzt. Die damaligen Bewertungen sind keine aktuelle rechtliche Bewertung von MailChimp oder den Alternativen. Ein deutscher Anbieter oder Serverstandort allein garantiert keine DSGVO-konforme Nutzung; entscheidend sind der konkrete Einsatz, die Verträge und Datenflüsse.
Dieser historische Vergleich betrachtete vier Alternativen zu MailChimp. Anlass war die damalige Debatte um Datentransfers nach dem Privacy-Shield-Urteil. Daraus folgt keine pauschale heutige Aussage über die Zulässigkeit eines Anbieters. Auch die Alternativen erfordern eine Prüfung ihrer Verträge und tatsächlichen Datenflüsse.
MailChimp wurde im damaligen Beitrag wegen seines Funktionsumfangs betrachtet. Im Mittelpunkt der Kritik stand die damalige Unsicherheit über internationale Datentransfers, nicht ein pauschal nachgewiesener Verstoß jedes Nutzers.
Als Alternativen wurden vier Newsletter-Dienste mit unterschiedlichen Funktionen verglichen. Die Auflistung ist keine rechtliche Freigabe und keine aktuelle Rangliste.
Die damalige Debatte um MailChimp und Datentransfers
MailChimp ist ein amerikanisches Unternehmen mit Servern in den USA. Das war schon bei Inkrafttreten der DSGVO ein Grund zur Vorsicht. Allerdings führten Befürworter von MailChimp immer zwei Argumente dafür an, warum man das Programm trotzdem weiterverwenden könne.
- MailChimp bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO an. Nachdem dieser sogar in die AGB integriert ist, müssen ihn Nutzer nicht einmal separat abschließen.
- Außerdem war das Programm unter dem EU/Schweiz-US-Privacy-Shield zertifiziert. Dadurch sollte garantiert werden, dass die Daten auf MailChimp-Servern so sicher sind wie in der EU.
Das damalige Privacy-Shield-Argument entfiel durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 16. Juli 2020. Die nachfolgenden Hinweise zu Standardvertragsklauseln geben die damalige Diskussion wieder und sind keine vollständige aktuelle Bewertung von Datentransfers.
Der Beitrag verwies damals auf einen konkreten Fall der Bayerischen Datenschutzaufsicht. Daraus sollte kein allgemeines, zeitlich unbegrenztes Nutzungsverbot abgeleitet werden.
Die damalige Präferenz für einen deutschen Anbieter ersetzt keine Prüfung seiner Datenverarbeitung.
Vor einer Entscheidung sind die heutigen Bedingungen des jeweiligen Anbieters zu prüfen.
Kriterien für den Vergleich
Vier damals betrachtete Alternativen zu MailChimp
1. GetResponse – Sehr mächtiges Marketingtool für höchste Ansprüche
Im Gegensatz zu einfachen Newsletter-Tools ist GetResponse ein sehr umfangreiches Marketinginstrument. Die umfangreiche Plattform bietet sich sowohl für kleine wie auch für große und sehr große Listen an und bringt unter anderem folgende Features mit:
- mehr als 300 Vorlagen und viele Möglichkeiten, diese designtechnisch anzupassen
- Integrierte E-Mail Analysen mit Diagrammen und individuellen Berichten
- A/B Tests
- Erstellen von Online-Umfragen
- Integration sozialer Medien
- Zahlreiche Automatisierungsfunktionen inklusive Listenautomatisierung (zum Beispiel Verschieben von Empfängern in eine bestimmte Liste nach einer definierten Handlung)
- Erstellung von Landingpages
- Segmentierung der Kontakte
Du siehst schon, GetResponse eröffnet viele Möglichkeiten und manche davon, wie die Listenautomatisierung und die Erstellung von Landingpages heben das Tool deutlich aus der Masse heraus. Nur für Einsteiger sind es vielleicht fast zu viele. Die Preise fallen verhältnismäßig fair aus.
2. Brevo (ehemals Sendinblue) mit SMS-Kampagnen und vielfältigen Automatisierungsmöglichkeiten
Der damalige Vergleich hob den Serverstandort hervor. Für eine heutige Entscheidung sind Anbieterunterlagen und tatsächliche Datenflüsse maßgeblich.
Das Programm überzeugt mit einem breiten Funktionsumfang inklusive:
- Etwa 65 vorgefertigte Templates
- Einem guten Editor für individuelle Designs
- A/B-Tests
- Umfangreiche Möglichkeiten für Marketing-Automation (E-Mail-Kampagnen lassen sich sogar durch das Surfverhalten von Webseiten-Besuchern auslösen)
- Erstellung von Landingpages (nicht in allen Tarifen)
- Möglichkeit, SMS-Kampagnen zu erstellen und Live-Chat zu nutzen
Sendinblue bietet mehrere Preiskategorien mit unterschiedlichen Funktionen und ist für Nutzer mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen geeignet. Dabei hebt sich das Tool vor allem durch seine Möglichkeiten zur Automatisierung und zum Versenden von SMS-Kampagnen und seinen fantastischen Support vom Rest der Anbieter ab.
3. rapidmail – Einfach, intuitiv und verdammt zuverlässig! *TIPP*
rapidmail wurde im Beitrag als auf Newsletter-Versand konzentrierte Alternative betrachtet.
Das bietet rapidmail im Überblick:
- Über 250 responsive Vorlagen: Professionelle Designs, die auf jedem Endgerät gut aussehen.
- Intuitiver Editor: Drag-and-Drop ohne Einarbeitungszeit.
- Smartes E-Mail-Marketing: Autoresponder, Follow-up-Mailings und eine präzise Tagging-Funktion zur Segmentierung von Kontakten.
- A/B-Tests: Absender und Betreffzeile einfach optimieren.
- Nahtlose Integration: Newsletter-Anmeldeformulare können mit dem Anmeldeformular-Editor von rapidmail super einfach in jede WordPress-Seite eingebaut werden.
Ein Standortmerkmal kann die Prüfung erleichtern, ersetzt sie aber nicht.
Preise & Fairness: Wer Wert auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis legt, ist hier genau richtig. Der Einstieg ist bereits ab 15 EUR im Monat (für bis zu 500 Kontakte) möglich. Das Beste: Der allererste Versand an bis zu 2.000 Empfänger ist bei rapidmail komplett kostenlos!
Fazit des damaligen Vergleichs: rapidmail wurde wegen seiner Bedienbarkeit und Newsletter-Funktionen hervorgehoben.
4. CleverReach – Ideal für kleine Listen, mit Automatisierung
Auch bei CleverReach hängt die Datenschutzbewertung von der konkreten Nutzung ab.
Außerdem bietet CleverReach
- etwa 60 vorgefertigte responsive Designs
- Funktionen wie ConversionTracking und A/B-Tests
- Unterstützung verschiedener Kampagnenarten
- einen gut bedienbaren Editor
- E-Mail-Marketing-Automation
CleverReach wurde damals als vergleichsweise übersichtliche Lösung mit Automatisierungsfunktionen beschrieben. Für eine heutige Auswahl sind der benötigte Funktionsumfang und ein Angebot auf Basis der eigenen Kontaktliste zu vergleichen.
Für DSGVO-konformes Newsletter-Marketing sind einige Dinge zu beachten
Bei der Anbieterwahl sind neben den Funktionen die Verträge und Datenflüsse zu prüfen.
Der verlinkte Beitrag zu Datenschutz und E-Mail-Marketing sammelt Anforderungen und Prüfpunkte aus der damaligen Diskussion. Die Checkliste ersetzt keine Bewertung des konkreten heutigen Einsatzes.
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