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  • Humor: Die besten Witze nur für SEOs

    Humor: Die besten Witze nur für SEOs

    Ich dachte mir, wir könnten doch zwischendurch mal ein paar humorigere Töne im Blog anschlagen. Daher kommen hier nun 12 Witze, die garantiert nur ein SEO versteht, die lustigsten SEO Memes und 11 Dinge, an denen du merkst, dass du ein echter SEO bist!

    12 Witze, die garantiert nur ein SEO versteht!

    1. Was bekommt man, wenn man einen Pinguin und einen Panda kreuzt? – Ein Ranking Problem!!
    2. Letztens im Hotel hatte ich Zimmer 404 – ich habs nicht gefunden und dann in Zimmer 301 geschaut, ob ich vielleicht in ein anderes Zimmer muss.
    3. Geht ein SEO in eine Bar, Bars, Pub, Irish Pub, Trinkhalle und bestellt Alkohol, Wein, Bier, Whiskey, Rum, Wodka
    4. Eine Webseite ist nur so stark, wie ihr schwächster Link!
    5. Was ist der Lieblings-Rankingfaktor eines Piraten? – CTRrrrrrrrr!
    6. Was ist das Lieblings-Contentformat eines Piraten? – Webinarrrrrrr!
    7. Wieviele SEOs braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Eine Birne, das Licht oder auch LED, vielleicht ein Leuchtmittel oder eine Lampe?
    8. Der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken?Seite 2 bei Google!
    9. Was essen Pandas am liebsten? <meta name=”keywords” content=”Bambus, Bambus Blätter, Bambus Stängel, Bambus Triebe, Bambus Stämme, Bambus Pflanzen”>
    10. Was macht ein SEO in den Flitterwochen? – Er hängt ein Schild mit dem Wort NOFOLLOW an die Zimmertür
    11. Was ist der Lieblingsfilm alles SEOs? – Backlink to the future!
    12. Wieso mögen SEOs keine Trampoline? – Zu hohe Bouncerate!

    Ursprünglich habe ich die Liste schonmal zum SEO-Sommerloch 2010 veröffentlicht. Falls Du sie noch nicht kennst, hier ist die nicht ganz ernst gemeinte Liste:

    11 Dinge, an denen du merkst, dass du ein echter SEO bist

    1. Wenn du irgendwo Zwillingen begegnest, musst du an Duplicate Content und den Canonical Tag denken!
    2. Du hast schon in der Schule Keywords anstatt Vokabeln gelernt!
    3. Hübsche Menschen fragst du nicht nach der Telefonnummer sondern nach einem Link!
    4. PPC bedeutet für dich nur „Porn, Pills & Casino“!
    5. Bei einem Räumungsverkauf in der Stadt, versuchst du als erstes deren expired Domain zu snappen!
    6. Du bescheißt lieber deinen Merchant, als deinen Ehepartner!
    7. Deine Antwort auf alle Fragen: Google es!
    8. Du wiederholst in deinen Sätzen ständig die gleichen Begriffe
    9. Du ärgerst dich, weil die meisten Formulare nur ein Feld für URLs bieten!
    10. Du schmierst Toilettenwände mit Domainnamen statt Telefonnummern voll!
    11. Du freust dich, wenn du von jemandem gelinkt wirst!

    Fallen dir noch weitere SEO-Witze ein? Dann ab in die Kommentare damit!

    Hier noch die lustigsten SEO-Meme

  • Meine Teilnahme an der Google Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC)

    Meine Teilnahme an der Google Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC)

    Die Online-Marketing-Challenge ist eine einzigartige Gelegenheit für Studenten, praktische Erfahrungen bei der Erstellung und Durchführung von Online-Marketingkampagnen für echte gemeinnützige Organisationen zu sammeln, indem sie ein monatliches Budget von 10.000 USD in Form von Google Ads-Werbebudgets über das Google Ad Grants-Programm nutzen. Dieses globale akademische Programm bringt zwei Welten zusammen, indem es Studenten und gemeinnützige Organisationen zusammenbringt, um die Entwicklung digitaler Fähigkeiten zu unterstützen und positive Veränderungen auf der ganzen Welt voranzutreiben.

    Wer kann teilnehmen?

    Die Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC) ist offen für Hochschulstudenten aus Grund- oder Aufbaustudiengängen, unabhängig vom Hauptfach. Die Studierenden müssen Teams von 2-5 Mitgliedern bilden und sich unter einem verifizierten Fakultätsmitglied, Dozenten oder Dozenten anmelden, der gegenwärtig an einer akkreditierten Hochschule angestellt ist. Google wird Studententeams mit ausgewählten gemeinnützigen Organisationen zusammenarbeiten, die Teil des Ad Grants-Programms sind und sich für die Teilnahme an der Challenge entschieden haben.

    Die OMC ist eine phantastische Möglichkeit, die Marketingtheorie zum Leben zuerwecken, indem den Studierenden eine praktische Lernerfahrung vermittelt wird, die ihnen die Möglichkeit dazu gibt:

    • durch praktische Erfahrung wertvolle Geschäfts-, Marketing-, Analyse- und Beratungsfähigkeiten zu erwerben.
    • Zu einer sinnvollen Sache beitragen und gleichzeitig von echten Organisationen lernen.
    • Effektive Zusammenarbeit in einem echten Team zu lernen.
    • Eine echte Beziehung zu einem Kunden aufbauen und im wirklichen Leben etwas bewirken.
    • Gewinnen Sie Einblick in die digitale Marketinglandschaft mit echtem Geld auf einer Live-Werbeplattform.
    • Aufbau taktischer Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind.

    Was ist mit der GOMC passiert?

    Die OMC hieß noch GOMC und war die weltweite Google Online Marketing Challenge. Damals konnten sich nicht nur gemeinnützige Unternehmen über das Ad Grands Programm bewerben, sondern es war möglich mit jedem Unternehmen, das noch nie, oder zumindest nicht in den letzten 12 Monaten Werbung über Google Ads geschaltet hatte. Im Gegensatz zu den 10.000 USD, die gemeinnützige Unternehmen erhalten, hatten die Unternehmen in der GOMC lediglich 250 USD an Budget zur Verfügung und mussten somit in sehr kurzer Zeit, mit sehr wenig Budget und Daten das Maximale herausholen!

    Ich selbst habe im Jahr 2016, während meines Studiums an der FHWS zum Bachelor of Science in E-Commerce mit einem Team und dem Kunden YOU CAN FIGHT! teilgenommen und dabei den Sieg im Finale nur knapp verfehlt:

    Unsere AdWords Strategie für “YOU CAN FIGHT!”

    Für die Keyword-Research nutzen wir im Keyword Planer die Vorschläge auf Basis von Suchbegriffen, der URLs der Mitbewerber, sowie allgemeiner Seiten, wie z.B. der Wikipedia-Seite zu Krav Maga. Außerdem werten wir die Suchbegriffe aus dem Analytics-Konto, der Google Search Console und die Long Tail Suchanfragen aus Google Trends, den ähnlichen Suchen auf der Suchergebnisseite und den Vorschlägen von Google Suggest im Suchfeld aus. Diese Daten werden auch für die Erstellung einer Liste von Negative-Keywords verwendet. Für unsere Keyword-Bidding-Strategie haben wir ein Nachfragemodell erstellt, welches für jede Phase der potentiellen Customer-Journey die CPCs anhand der potentiellen Conversionrate festlegt:

    Nachfragemodell für CPC-Gebote nach potentieller Conversion-Rate (CR)

    Wir gruppieren ähnliche Keywords in granulare AdGroups. Darin schalten wir gezielte Anzeigen, passend zum jeweiligen User-Intent. Jede AdGroup soll mindestens drei Anzeigen-Varianten enthalten, die gegeneinander getestet werden. Insbesondere werden wir emotionale Ansprache gegen rationale Anzeigentexte testen.

    AusrichtungNur SuchnetzwerkNur Suchnetzwerk
    ZielgruppeTrainierende (B2C)Instructor Ausildung (B2B)
    TargetingKöln (20 km um den Standort)Deutschland
    Sprache, ZeitDeutsch, Wochentags 8:00-19:00 Uhr (Bürozeiten)
    AdGroups
    Beispiele
    Selbstbewusstsein AdGroup,Selbstverteidigung AdGroup,
    Krav Maga Training AdGroup, …
    Krav Maga Instructor AdGroup,
    Krav Maga Unterrichten AdGroup,
    Selbstverteidigung unterrichten AdGroup, …
    Keywords
    Beispiele
    [krav maga köln]
    +selbstbewusstsein +stärken
    “krav maga lernen”
    +selbstverteidigung
    +taekwondo
    [krav maga instructor]
    “krav maga unterrichten”
    “krav maga ausbilder werden”
    +selbstverteidigung
    +unterrichten
    Anzeigen
    Beispiele


    Negative Beispiele-instructor, -ausrüstung, -”ausbilder werden”-training, -ausrüstung, -kostenlos
    Anzeigen-erweiterungenStandorterweiterung, Anruferweiterung, Sitelinks, ZusatzinformationenAnruferweiterung, Sitelinks, Zusatzinformationen
    Kampagnen im Suchnetzwerk mit Targeting, Beipiel AdGroups und Keywords

    Budget-Verteilung und Ziele

    Wir teilen das Budget auf Kundenwunsch in die Bereiche der Trainierenden (B2C) und der Instructor-Ausbildung (B2B) im Verhältnis von 5:2 auf. Für das Display-Netzwerk, die Brand Searches und das Retargeting erstellen wir separate Kampagnen für beide Zielgruppen.

    KampagneSuche B2CSuche B2BDisplayBrandRetargeting
    Woche 120% = 10$/day8% = 4$/day4% = 2$/day3% = 1,5$/day0%
    Woche 210% = 5$/day4% = 2$/day2% = 1$/day2% = 1$/day2% = 1$/day
    Woche 320% = 10$/day8% = 4$/day4% = 2$/day5% = 2,5$/day8% = 4$/day
    Gesamt50%20%10%10%10%
    Impressions / Clicks2.500 / 250500 / 25100.000 / 100200 / 1005.000 / 50
    Ø CPC / Ø CTR$0,50 / 10%$2,00 / 5%$0,50 / 0,1%$0,25 / 50%$0,50 / 1%
    Budgetverteilung für alle fünf Kampagnen 

    Metriken und KPIs

    • Micro-Conversions: Fortschritte im Anmeldeprozess, Eingabe von Daten.
    • Soft-Conversions: Generierte Leads, Ebook Downloads, Newsletter-Abos.
    • Hard-Conversions: Anrufe, Buchungen, Anmeldung zum Probetraining.

    Das Hauptziel der Kampagnen war die wirtschaftliche Kundengewinnung. Diese sollten daher auf Kostenumsatzrelation per CPO ausgesteuert werden.Der maximale CPO im Bereich B2C liegt laut YCF UG bei 15 EUR, für B2B bei 150 EUR. Die wichtigsten Hebel sind: Die Identifikation geeigneter Suchbegriffe mit dazu passenden Anzeigentexten und Landingpages, sowie ein optimaler Nutzerfluss auf der Website.

    Ergebnisse unserer GOMC-AdWords-Kampagne

    Die YCF UG bietet Krav Maga Selbstverteidigungskurse und Ausbildungen zum Instructor an. Hauptziele der Kampagnen waren die Neukundengewinnung (B2C) sowie die Positionierung als Instructor-Ausbilder (B2B). Als sekundäres Ziel galt es, Aufmerksamkeit für die „taktische Selbstverteidigung“ zu schaffen. Die Botschaft „Niemand muss Opfer körperlicher Gewalt sein“ sollte klar kommuniziert werden. Das Budget wurde für die unterschiedlichen Ziele strategisch aufgeteilt und in separaten Kampagnen umgesetzt. Im Display-Netzwerk haben wir primär auf Branding und Positionierung gesetzt. Eine Remarketing-Kampagne (RLSA) sollte die Effektivität des Budgets maximieren.Die AdWords-Kampagne lief 21 Tage (26.04 bis 16.05.16) und verbrauchte US$ 243,25 Budget.

    Die Ergebnisse der Kampagnen sind durchweg positiv. Insbesondere die Konversionsraten haben alle Erwartungen übertroffen. Mit US$ 243,25 wurden 76 Interessenten für Probetrainings, sowie 20 für die Instructor-Ausbildung gewonnen. Unsere Planzahlen sowie der Forecast haben sich als sehr realistisch herausgestellt:

     BudgetImpressionsClicksØ CPCØ CTR
    Goal $250.00108,200525 $0.480.49%
    Achieved $243.2595,793521 $0.470.54%
    Planzahlen im Vergleich zu den tatsächlichen Werten

    Die Anzahl der Conversions hat alle Erwartungen übertroffen. Die vorgegebenen CPAs wurden in sämtlichen Kampagnen deutlich unterboten (Tab. 2).

    CPAB2CB2B
    Goal $ 15.00$ 150.00
    Achieved$ 2.35$ 3.57
    CPA

    Die von uns erstellten Landingpages haben zu hohen Konversionsraten und niedrigen Absprungraten geführt und damit neben gezieltem Targeting und optimalen Anzeigentexten, den Ausschlag für den Erfolg der AdWords-Kampagne gegeben.

    Die B2C-Kampagne kann zur Neukundengewinnung deutschlandweit auf alle YCF-Standorte adaptiert werden. Neue Ausbilder können im B2B kosteneffizient akquiriert werden und mit neuen Kunden ihre eigenen Trainingsteams aufbauen. Der Buchungsprozess, der bislang noch bei einem externen Dienstleister liegt, sollte nutzerzentriert auf der eigenen Webseite umgesetzt werden, um die Konversionsraten weiter zu steigern. Mit erhöhtem Budget kann auf die automatische Gebotseinstellung „Ziel-CPA“ umgestellt werden, um mehr Kunden zu erreichen und den Aufwand für die Gebotsverwaltung zu reduzieren. Die erfolgreiche Social Media Kampagne auf Google+ sollte fortgeführt und auf Facebook adaptiert werden.

    Kampagnenstrategie

    Die Kampagne „B2C Search“ wurde zur Neukundengewinnung für den Trainingsstandort Köln eingesetzt. Durch die „B2B Search“-Kampagne wurden Interessenten für eine Ausbildung zum „Krav Maga Instructor“ gewonnen. Auf das bestehende Gefühl von Unsicherheit vieler Menschen, insbesondere nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht in Köln, haben wir mit der klaren Botschaft: „Du kannst Dich selbst verteidigen“ geantwortet. Krav Maga wurde als effektives Selbstverteidigungssystem präsentiert, und damit die Nachfrage nach Kursen und Instructor-Ausbildungen gesteigert. Durch eine intensive Keyword-Recherche wurde eine breite Abdeckung relevanter Suchanfragen von Beginn an sichergestellt. Die Identifizierung zahlreicher „Negative Keywords“ half irrelevante Impressionen zu vermeiden. Die Kampagnen wurden bereits zum Start granular aufgesetzt. Für viele Suchanfragen wurden eigene AdGroups mit passenden Anzeigentexten und Landingpages angelegt, die auf die jeweilige Suchintention der Nutzer ausgerichtet wurden.

    Insgesamt haben wir 37 Anzeigengruppen in 5 Kampagnen mit 233 Keywords, 36 negativen Keywords und 155 verschiedenen Anzeigen eingesetzt. Es kamen 4 verschiedene Anzeigenerweiterung zum Einsatz (Standort, Sitelinks, Anruf und Zusatzinformationen).

    Displayanzeige (HTML5)

    Die Kampagne im Display-Netzwerk zielte besonders auf Branding und Positionierung der YCF UG ab. Hierfür wurden in erster Linie animierte HTML5 Displayanzeigen eingesetzt (Abb. 1). Diese wurden über den integrierten Editor in Google AdWords erstellt und konnten somit in sämtlichen Anzeigeformaten genutzt werden. Dies reduzierte den Aufwand für die Erstellung und Anpassung auf ein Minimum. Da die Webseite der YCF UG bereits über Traffic aus der organischen Suche verfügte, konnten Remarketing-Listen (RLSA) erstellt werden, um die Konversionswahrscheinlichkeit und Kundenbindung zu erhöhen. Dort haben wir eine vorhandene Liste aus dem E-Mail-Marketing als Zielgruppe eingesetzt. Das Remarketing-Potential konnte leider nicht voll ausgeschöpft werden, da unseren spezifischeren RLSA-Listen im Kampagnen-Zeitraum nicht ausreichend Daten zur Verfügung standen. Operational Details: Die ersten Gespräche und Briefings mit dem Kunden erfolgten telefonisch. Um die Distanz zu verringern und unseren Kunden persönlich kennenzulernen, haben wir uns entschlossen zu einem Kickoff-Meeting nach Köln zu reisen. Um die Ansichten des Kunden besser zu verstehen, haben wir gemeinsam an einem Probetraining vor Ort teilgenommen. Wir haben dort die Effektivität von Krav Maga kennengelernt und erlebt, wie wichtig eine Teilnahme am Training für die Kundengewinnung ist. Bei dieser Gelegenheit konnten wir mit Teilnehmern des Probetrainings sowie geübten „Kravisten“ sprechen und wichtige Informationen für die Konzeption der Landingpages gewinnen. Ausgestattet mit einem besseren Verständnis für die Ziele des Kunden und den Schilderungen der Trainierenden, begannen wir mit der Konzeption der Landingpages. Wir erstellten für jede Zielgruppe eine eigene Zielseite im User-Centered-Design Verfahren. Dabei haben wir unsere Ansätze direkt in WordPress umgesetzt und anschließend im Usability-Labor unserer Hochschule mit Probanden getestet. Wir haben sowohl Eye-Tracking (Abb. 2), als auch qualitative Nutzerbefragungen durchgeführt und etliche Konversionshürden identifiziert. Diese konnten nach Rücksprache mit dem Kunden beseitigt:

    Eye-Tracking Ergebnisse

    werden. Insgesamt haben wir acht unterschiedliche Landingpages, passend zur jeweiligen Zielgruppe und Suchintention erstellt. Um die Konversionswahrscheinlichkeit zu erhöhen, mussten wir die extrem langen Ladezeiten der Webseite reduzieren. Daher haben wir den Serverstandort nach Deutschland verlagert, ein CDN eingesetzt (CloudFlare) und mit Google PageSpeed Insights und mod_pagespeed die Ladezeiten verbessert. Zur Absicherung der Kundendaten und dem Aufbau von Vertrauen, stellten wir die Seite auf SSL um (HSTS). Mit den Zielgruppen im Hinterkopf haben wir anschließend unsere Keyword Research durchgeführt. Wir kombinierten Daten aus dem Google Analytics Konto, der Google Search Console sowie des AdWords Keyword Planer. Long Tail Suchanfragen gewannen wir aus Google Trends, den ähnlichen Suchen und Google Suggest. Sämtliche Begriffe, die auf eine abweichende Nutzerintention hindeuteten, haben wir in diesem Schritt in eine Negativ-Keywordliste aufgenommen. Während die B2C Search Kampagne per Umkreisausrichtung auf einen Radius von 30 km um Köln beschränkt wurde, lief die B2B Search KampagneDeutschlandweit. Als Brand Kampagne buchten wir die Namen der Trainer, sowie die Marke YOU CAN FIGHT im Suchnetzwerk ein. Für die Remarketing Kampagne verwendeten wir die E-Mail-Liste aus dem Newsletter-Marketing. Außerdem wurden sämtliche Website Besucher via Google Analytics als RLSA-Zielgruppe hinzugefügt. Im Display-Netzwerk haben wir drei AdGroups mit Targeting per Placements, Interessen und Keywords erstellt.

    Zum Kampagnenstart richteten wir die lokale Standorterweiterung über die Verknüpfung mit Google MyBusiness ein. Da laut unserem Kunden die Verkaufswahrscheinlichkeit bei telefonischer Kontaktaufnahme sehr hoch ist, aktivierten wir während der Bürozeiten die Anruferweiterung. Um die Kampagnen-Performance besser beurteilen zu können, haben wir in Google Analytics Ziele definiert und das AdWords Conversion Tracking implementiert. Durch automatische Berichte konnten wir jeweils den vorherigen Tag auswerten und unsere Optimierungsansätze planen. Unsere erstellten Keywordlisten haben wir in granulare AdGroups gegliedert und für jede AdGroup drei unterschiedliche Anzeigen erstellt. Als Zielseiten dienten die zur Suchintention passenden Landingpages, welche die geschalteten Keywords direkt widerspiegelten (Abb. 3).

    Relevanz von Suche, Matching, Anzeige und Landingpage

    Die Anzeigentexte wurden möglichst ansprechend unter Verwendung der Keywords und mit einer klaren Call-To-Action formuliert. Um das Matching der Broad Keywords zu verbessern, haben wir die Keywords aller anderen AdGroups jeweils als „Negatives“ hinzugefügt. Die Remarketing-Listen wurden auf allen anderen Kampagnen ausgeschlossen.

    Wir haben in den ersten Tagen ganz bewusst unsere Anzeigen auf der Top-Position platziert, um möglichst schnell an aussagekräftige Daten hinsichtlich der CTR und CR zu gelangen. Bei vorgeschlagenen „First-Page Bids“ von US$ 3,36 mussten wir den Qualitätsfaktor über den Durchschnitt heben, um unsere geplanten Klickpreise zu erreichen. Da die Qualitätsfaktoren sich im Bereich von 10 bis 7 eingependelt haben, konnten wir bereits nach wenigen Tagen unsere CPC-Gebote senken.

    Ø CPC im Verlauf

    Durch immer relevantere Anzeigen und granularere AdGroups konnten wir diese weiter verbessern (Abb. 4). Ineffektive Keywords, die keinen Anteil an Konversionen hatten, wurden pausiert (Tab. 3). Bei teuren Keywords haben wir gezielt die Gebote auf Position 2 und 3 gesenkt. Den Suchanfragenbericht haben wir regelmäßig ausgewertet und weitere „Negatives“ hinzugefügt.

    KeywordImp.QSCTR
     +köln +sicher1460,00%
     +köln +sicherheit8761,15%
    Ineffektive Keywords
    MyBusiness Card

    Die „B2C Search“-Kampagne lief sehr erfolgreich, war jedoch durch das Tagesbudget in ihren möglichen Impressionen beschränkt. Der Ø CPC lag insgesamt 44% über unserem Ziel, da die geplanten 10% CTR zu optimistisch waren. In der „B2B Search“-Kampagne war die Nachfrage niedriger als erwartet. Trotzdem konnten wir durch eine CTR von 14%doppelt so viele Klicks wie geplant generieren. Statt der „Suggested Bid“ von US$ 3,36 haben wir nur US$ 0,41 pro Klick bezahlt. In der Display-Kampagne konnten wir bei einem Ø CPC von nur US$ 0,23sehr günstig Anzeigen schalten. Daher haben wir das Budget für Display um 69% erhöht und die geplanten Klicks um 84% übertroffen. Die Brand-Kampagne hatte zwar mehr Impressions als geplant, konnte aber durch die niedrige CTR weniger Klicks verbuchen. Es hat sich herausgestellt, dass die Prominenz des Google MyBusiness Eintrages (Abb. 5) von der Anzeige ablenkt. In der Remarketing-Kampagne konnten wir die dreifache CTR erreichen, wenn auch zu einem etwas höheren CPC als erwartet. Insgesamt gab es hier wenige Impressions, da einige RLSA-Listen noch nicht genug Daten für eine Anzeigenschaltung enthielten. In der Multi-Channel-Analyse hat sich gezeigt, dass AdWords die anderen Kanäle nicht kannibalisiert, sondern zusätzliche Kunden erreicht.

    KeywordCampaignAdGroupQSClicksCTRØPos.ØCPC
    „you can fight“BrandYOU CAN FIGHT!95223,0 %1,00,17
    [krav maga köln]B2CKrav Maga Köln9268,6 %1,90,63
    „krav maga instructor“B2BInstructor101712,9 %1,10,26
    Effektivste Keywords der Search Kampagnen

    Schlussfolgerung

    Der Schlüssel zum Erfolg war, neben der strategischen Einrichtung und der laufenden Optimierung des AdWords Accounts, insbesondere das Verständnis für die Intention der Suchenden. Durch die qualitativen Nutzerbefragungen konnten wir die Motivationen und emotionalen Trigger verstehen, die sich in bestimmten Suchanfragen ausdrücken. Dies ermöglichte die Erstellung hochrelevanter Anzeigentexte und zielgerichteter Landingpages. Enorm wichtig war permanentes Monitoring der Kampagnen, sowie die Auswertung der täglichen Berichte zu Performance und Suchanfragen.

    OverviewCampaignB2C SearchB2B SearchDisplayBrandRemarketingTotal
    Budget (US$)Goal125.0050.00 25.00 25.00 25.00 250.00 
    Achieved134.34 21.9942.20 10.75 33.97 243.25 
    Result107%44%169%43%136%97%
    ImpressionsGoal2,500500100,0002005,000108,200
    Achieved3,15138690,6773651,21495,793
    Result126%77%91%183%24%89%
    ClicksGoal2502510010050525
    Achieved186531845939521
    Result74%212%184%59%78%99%
    Ø CPC (US$)Goal0.50 2.00 0.50 0.25 0.50 0.48 
    Achieved0.72 0.41 0.23 0.18 0.87 0.47 
    Result144%21%46%72%174%99%
    Ø CTRGoal10%5%0.1%50%1%0,485%
    Achieved6%14%0.2%16%3%0,544%
    Result59%275%200%32%321%112%
    ConversionsSum161415401297
    CPA (US$)Average8.391.572.810.272.832.51
    Alle Kampagnen mit Plan- und IST-Werten im Vergleich

    Unsere Empfehlungen für die Zukunft

    Budget-Simulation für die B2C Kampagne
    Budget-Simulation für die B2C Kampagne

    Um die Reichweite in der B2C-Kampagne zu maximieren sollte das Budget auf das von AdWords vorgeschlagene Niveau von US$ 23,00 angehoben werden (Abb. 6). Dadurch können noch mehr Neukunden akquiriert werden. Außerdem sollten neue Keywords getestet werden. So könnte der Nutzer beispielsweise bei einer Suche nach „selbstverteidigung karate“ auf eine Landingpage geführt werden. Dort sollten die Vorteile von Krav Maga gegenüber Karate dargestellt werden. Für die Challenge haben wir uns auf ziviles Krav Maga konzentriert. Professionelles Sicherheitspersonal stellt eine interessante Zielgruppe für „Military-“ und „Law Enforcement Krav Maga“ dar. Hierfür sollten neue AdGroups angelegt und getestet werden. Durch den hohen Anteil an mobilen Zugriffen, wäre es ratsam mittels „User ID“ geräteübergreifendes Tracking zu aktivieren und die gesamte Customer Journey auszuwerten. Über ein geeignetes Attributionsmodell kann der Beitrag einzelner Kampagnen zum Gesamterfolg gemessen werden und damit das Budget effizienter eingesetzt werden. Mittels Video-Placements könnten auf YouTube Betrachter von Krav Maga Videos und Berichten zu den Übergriffen in Köln gezielt erreicht werden. Gezielte A/B-Tests könnten neue Optimierungsansätze auf den Landingpages verifizieren und die Konversionsraten weiter steigern.

    Was haben wir daraus gelernt?

    Clicks und Conversions nach Gerät

    Die GOMC war für uns eine wichtige Erfahrung im letzten Jahr unseres Studiums. Für den Großteil des Teams war dies die Möglichkeit zum ersten Mal einen Kunden eigenständig und direkt zu betreuen. Die getroffenen Entscheidungen, hatten Einfluss auf ein reales Unternehmen sowie dessen Umsatz, Mitarbeiter und Kunden. Eine große Herausforderung für uns war die Kommunikation mit dem Kunden. Für uns selbstverständliche Fachbegriffe waren dem Kunden nicht geläufig und mussten zunächst erklärt werden. Wir konnten im Rahmen der GOMC echte Erfahrungen in der Kundengewinnung mit Google AdWords machen und haben dabei sehr positive Erfahrungen hinsichtlich der Werbemöglichkeiten, aber auch mit dem Unternehmen Google und dessen AdWords E-Mail und Telefonsupport gemacht. Die Mitarbeiter konnten uns bei Problemen stets eine Lösung aufzeigen. Die schnelle Freigabe der Website nach Ergänzung der fehlenden Datenschutzerklärung ist nur eines der positiven Beispiele. Für die Verwendung des Markennamens “YOU CAN FIGHT” in den Anzeigentexten haben wir eine Markenanmeldung an das AdWords-Team weitergeleitet. Wir wurden durch die positiven Beispiele der Trainierenden bestärkt für Krav Maga zu werben und weiteren Menschen zu mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu verhelfen. Sehr positiv war auch die Erkenntnis, wie effektiv nutzerzentrierte Webseiten konvertieren und wie man Landingpages auf Basis qualitativer Nutzerbefragung in der Praxis umsetzt und mittels Eye-Tracking verifiziert. Außerdem war es sehr interessant zu sehen, wie wichtig der mobile Traffic mittlerweile geworden ist. Dieser lag mit 56,3% noch vor dem Desktop und auch 53% aller Konversionen erfolgten über Smartphones (Abb. 7).

    An unserer Hochschule wurden interdisziplinäre Teams aus unterschiedlichen Vertiefungen des Studiengangs gebildet. Das gemeinsame Projekt profitierte von den unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten jedes einzelnen Teammitglieds. Wir teilten uns in Subteams für das AdWords-Account Management, die Conversion Optimierung und das Social Media auf Google+ auf. Über regelmäßige Hangouts haben wir Ideen diskutiert und Erfahrungen geteilt. Für die Dokumentation unserer Arbeit haben wir Google Docs verwendet und konnten so gleichzeitig an Dokumenten arbeiten. Auch menschlich war es eine rundum positive Erfahrung, denn wir haben uns gegenseitig besser kennen und schätzen gelernt und wurden als Team zusammengeschweißt. Wir können uns vorstellen nach dem Studium weiter zusammen zu arbeiten.

    Unser Ansprechpartner war sehr kooperativ und hatte stets ein offenes Ohr für unsere Fragen und Vorschläge. Die räumliche Distanz galt es durch technische Hilfsmittel wie Hangouts, Docs und Skype zu überwinden. Damit der Kunde uns persönlich kennenlernen konnte, sind wir gemeinsam zu einem Kickoff-Meeting nach Köln gereist. Dort haben wir unser Konzept für die GOMC vorgestellt und diskutiert. Die Vertrauensbasis, die bei diesem Treffen geschaffen wurde, war Grundlage unserer produktiven Zusammenarbeit. Die Ziele, Motivationen und Beweggründe des Kunden und seiner Zielgruppe zu verstehen, war für uns eine entscheidende Voraussetzung für unsere erfolgreiche Kampagne. Der Kunde vertrat zum Teil Ansichten, die wir nur schwer nachvollziehen konnten. Für ihn wirkten bestimmte Formulierungen sowie die verwendete Bilderwelt positiv und relevant, obwohl diese unserer Ansicht nach nicht immer passend waren. Diese Botschaften sollten aus Sicht des Kunden gezielt provozieren. Wir entwickelten darauf eine eigene Hypothese und verifizierten diese mit einer Nutzerbefragung. Dabei stellte sich heraus, dass bestimmte Formulierungen und Bilder eher negative Emotionen weckten und die Interessenten so von einer Konversion abhielten. Daher haben wir positive Gefühle wie Sicherheit betont und den Kunden mehr Selbstvertrauen und eine Bestätigung der eigenen Fähigkeiten in Aussicht gestellt. Diese Strategie hat deutlich mehr Interessenten zu einem Probetraining bewegt und unseren Kunden überzeugt, unsere Strategie vollumfänglich umsetzen. Dies war eine sehr positive Erfahrung für unser Team, da unsere Ansichten von einem erfolgreichen Unternehmer berücksichtig wurden und sich später bestätigt haben.

    Weitere Empfehlungen

    Die Kampagne hätte von Beginn an stärker auf die konkrete Nachfrage nach Krav Maga Kursen ausgerichtet werden. Um Interessenten, die noch nie von Krav Maga gehört haben zu überzeugen, sollte ein separates strategisches Budget bereitgestellt werden.

    Unsere Aufteilung in Subteams machte zwar die Zusammenarbeit effizient, erschwerte jedoch die Möglichkeit in allen Bereichen Fachwissen aufzubauen. Durch detaillierte Dokumentation und Präsentation könnten wir im Team noch besser voneinander lernen.

    Neben der GOMC waren wir als Studenten in anderen Kursen und Projekten eingebunden, was die Terminfindung oft komplizierte. Spontane Meetings haben zwar gut funktioniert, jedoch wäre es sinnvoll feste Termine zu vereinbaren um die Abstimmung zu vereinfachen.

    Zu unserer Aufgabe gehörte es auch den Internetauftritt des Kunden kritisch zu analysieren. Dabei haben wir gelernt, dass man dem Kunden auch positive Aspekte aufzeigen sollte, um ihn in seinen bisherigen Anstrengungen zu bestärken. Auch, dass der Kunde eine spürbare emotionale Bindung zu seiner Arbeit hat, sollte bei Kritik stets beachtet werden.

  • Video: Webinar RankBrain, Machine Learning und die Zukunft von SEO

    Video: Webinar RankBrain, Machine Learning und die Zukunft von SEO

    Spätestens mit der Veröffentlichung von RankBrain ist klar: Google setzt bei seiner Suche auf Künstliche Intelligenz. In diesem Webinar erkläre ich was es eigentlich mit künstlicher Intelligenz auf sich hat und was das für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet. Insbesondere gehe ich darauf ein, was der aktuelle Stand in Sachen KI ist und wo (noch) die Grenzen liegen. Außerdem zeige ich, wie neuronale Netze und Deep Learning funktionieren.

    Das wirst Du nach dem Webinar erreicht haben:

    Nach dem Seminar verstehst Du besser, wie künstliche Intelligenz, neuronale Netze bzw. Deep Learning funktionieren und mit welchen Waffen Google zukünftig die Suchergebnisse weiter verbessern wird.

    Webinar RankBrain & SEO jetzt ansehen:

  • OpenOffice auf über 21% der Computer 2010

    OpenOffice auf über 21% der Computer 2010

    In der Webmasterpro Webanalyse untersuchten wir 2010 erstmals die Verbreitung der meistgenutzten Office-Pakete unter deutschsprachigen Internetnutzern.

    Zur Verbreitung von OpenOffice (als größtem Konkurrenten von Microsoft Office) gab es bis dato nur relativ ungenaue Daten aus einer Umfrage von 2007. Mit unserer Studie wollten wir eine statistisch signifikante Analyse der Verbreitung unter deutschsprachigen Internetnutzern liefern.

    Mit einer völlig neuen Methodik konnten vollautomatisch bei mehr als einer Million Internetnutzern die installierten Office-Programme ermittelt werden. Dadurch war es möglich, Verbreitung und Trends bei Office-Programmen ausfindig zu machen, wie es bei Browser-Marktanteilen schon lange üblich ist.

    Die folgende Tabelle zeigt den Anteil der Internetnutzer die Anfang 2010 ein bestimmtes Office-Paket installiert hatten:

    Installiertes Office-PaketVerbreitung unter deutschsprachigen Internetanwendern
    Microsoft Office72 %
    OpenOffice.org (StarOffice, IBM Lotus Symphony, andere Derivate)21,5 %
    WordPerfect Office2,7 %
    Apple iWork1,4 %
    SoftMaker Office0,3 %
    KOffice (nur Version 1.6)0,03 %
    Keines der obigen Office-Pakete installiert17,1 %

    Stand: Januar 2010

    Beobachtungen

    OpenOffice war 2010 auf über 21% der Internet-PCs installiert und damit zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten von Microsoft Office aufgestiegen.

    Auffallend ist natürlich die dominante Stellung von Microsofts Office. Dies ist nicht sehr überraschend, da für viele Anwender Textverarbeitung immer noch mit Word und Tabellenkalkulation mit Excel gleichgesetzt wird. Hierbei ist aber zu beachten, dass bei neueren PCs häufig MS Office 2007 als Testversion vorinstalliert wird (Microsoft Office Ready). Das bedeutet, dass die echten Nutzerzahlen niedriger liegen dürften, da ein Teil dieser Testversionen wohl abgelaufen ist.

    Der Marktanteil des nur für OS X erhältlichen iWork lässt darauf schließen, dass fast jeder dritte Mac-Besitzer Apples iWork verwendet.

    Eine große Anzahl von Benutzern hat auch mehrere Office-Pakete installiert. Dies kann wiederum an nicht verwendeten MS Office-Testversionen liegen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass viele Benutzer aus Kompatibilitätsgründen mehrere Office-Pakete nutzen oder sich gerade im Umstiegsprozess befinden.

    Trend

    Der Langzeittrend zeigte, dass OpenOffice einen Zuwachs von über 3 Prozentpunkten binnen des letzten Jahres erreichen konnte. Das Wachstum war relativ konstant über das Jahr hinweg und betrug somit jedes Quartal fast einen Prozentpunkt.

    Privatanwender / Unternehmensumgebung

    Unterschiede bei der Verwendung zu Hause und am Arbeitsplatz können grob durch einen Vergleich der Zahlen der Wochentage und der Sonntage ermittelt werden.

    MS Office zeigt eine um ca. 3 Prozentpunkte höhere Verbreitung im Unternehmenseinsatz. OpenOffice wird um etwa einen Prozentpunkt häufiger Privat benutzt. WordPerfect wird stärker beruflich, Softmaker etwas mehr privat verwendet. Bei Apples iWork zeigt sich kein Unterschied.

    Methodik und Datenbasis

    Die Daten wurden durch den ehemaligen FlashCounter Statistik-Service bei mehr als einer Million deutschsprachiger Internetnutzer auf über 100.000 Webseiten ermittelt.

    Um auf die Installation einer Office-Umgebung zu schließen wurden die auf dem System installierten Schriftarten analysiert. Dazu verwendeten wir die selbe (Javascript-basierte) Technik wie in unserer Webanalyse Verbreitung von Schriftarten bei Web-Usern. Da die untersuchten Office-Pakete charakteristische Schriftarten installieren, konnte so auf deren Verbreitung geschlossen werden. Bei OpenOffice ist die Detektion besonders einfach und genau, da dieses die Schriftart OpenSymbol, die sonst in keinem verbreiteten Produkt mitgeliefert wird, installiert. Bei MS Office mussten hingegen mehrere verschiedener Schriften untersucht wurden, da viele Schriftarten auch in anderen Microsoft Produkten ausgeliefert werden (z.B. Publisher, Powerpoint Viewe …). Der Fehlerbereich liegt dadurch bei MS Office bei ±10%, bei den restlichen Programmen unter ± 0,5 %.

    Due to the strong international interest in this analysis, we’ve had also compiled some numbers on international OpenOffice installations back in 2010.

  • Wie zitiere ich im Usenet?

    Wie zitiere ich im Usenet?

    Von Dirk Nimmich

    $Revision: 2.4 $


    Dieser Text beschreibt allgemeine Zitiergewohnheiten (»quoten«) im Usenet. Die dabei gemachten Äußerungen und Erläuterungen basieren dabei auf Erfahrungen des Autors. Der Text war in der jeweils aktuellen Fassung auch im WWW unter dem URL <https://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/ oder <http://learn.to/quote/> abrufbar.

    1. Zitateinleitung

    1.1 Wie leite ich ein Zitat ein?

    Viele Newsreader ermöglichen es, eine Art Schablone zu definieren, die am Anfang eines (Antwort-) Postings automatisch eingefügt wird. Oft findet man dann zig Zeilen lange Einleitungen folgender Art:

    Der Benutzer *Aqua Blubb*
    mit der E-Mailadresse *aqua@blubb.blubber.de*
    äußerte sich am *Montag, dem 13. Oktober 1753*
    zum Thema *Wasserblasen im Aquarium*
    wie folgt:

    Diese Romane, oft auch in einen (aus Sicht des Autors) mehr oder weniger witzigen Satz eingebettet, sind völlig ungeeignet, die hier übliche Zitattechnik nach folgendem Muster zu verwenden:

    Nutzer C. schrieb:
    > Nutzer B. schrieb:
    > > Nutzer A. schrieb:
    > > > blablabla
    > > blubberblubber
    > laberlaber

    Jedem Nutzer kann hier eindeutig sein Geschreibsel zugeordnet werden, indem man die Zitatzeichen am Anfang zählt (Einrückungen wie diese erleichtern die Zuordnung). Jedesmal wird dafür nur eine einzige Zeile verbraucht. Damit bekommt man schnell einen Überblick darüber, um welche Autoren und um welche Äußerungen aus vorangegangenen Postings es geht.

    Der Anfang des Postings ist ausschlaggebend dafür, daß weitergelesen wird. Wenn dort bereits die Hälfte der ersten Bildschirmseite mit Müll (oder vielleicht abgeschwächter: uninformativem Text) gefüllt ist, lesen viele erst gar nicht weiter.

    Abgesehen davon sind die gebräuchlichen »witzigen« Einleitungen spätestens beim dritten oder vierten Posting jedem bekannt und danach meist gar nicht mehr so witzig.

    Deshalb sollte die Einleitung eines Zitats sich auf das wesentliche beschränken und höchstens eine Zeile umfassen.

    1.2 Was soll ich in die Einleitung aufnehmen, was nicht?

    Die meisten Angaben, die man normalerweise in einer Antwort macht, sind schon im Kopf eines jeden Postings vorhanden. Im allgemeinen reicht es deshalb, wenn man in der Einleitungszeile einfach nur den Namen des Autors aufnimmt, den man zitiert. Viele Menschen nehmen hier auch oder alternativ die E-Mail-Adresse des Autors auf. Da man es hier aber mit Menschen zutun hat und man sich auch eher Namen als E-Mail-Adressen merken kann, ist der Name des Autors jedoch sinnvoller. Darüber hinaus haben einige Leute mehrere E-Mail-Adressen, von denen sie aus posten. Manchmal stimmt diese Adresse auch nicht, sondern nur die zusätzlich angegebene Antwort- (Reply-To-) Adresse, so daß die Angabe der E-Mail-Adresse aus dem Absender- (From-) Feld in die Irre führen kann.

    Das Aufführen der Message-Id ist nicht notwendig, weil diese schon automatisch im Kopf der Nachricht in den References (Bezügen) auftaucht. Einige Usenetteilnehmer führen diese trotzdem auf, weil es Gateways zu Netzen gibt, in denen eine solche Bezugsverkettung unbekannt ist.

    Auch die Newsgroup, in die die Antwort gepostet wird, ist bereits im Header eingetragen, so daß sie normalerweise nicht mehr extra erwähnt werden muß. Bei Crosspostings in eine neue Newsgroup ist es jedoch sinnvoll, den Ursprung der Nachricht doch aufzuführen, um den Lesern das Nachvollziehen der gesamten Diskussion zu erleichtern.

    Der Betreff, auch Subject genannt, wird dem Benutzer schon in der Artikelübersicht und oft auch in der Kopfzeile des Bildschirms oder Fensters angezeigt. Er braucht deshalb nicht noch einmal in der Zitateinleitung wiederholt werden.

    Das Datum des Artikels, auf den man sich bezieht, hat in der Regel keinen zusätzlichen Informationswert für den Leser der Antwort. Normalerweise antwortet man ohnehin auf Postings, die in den vergangenen Tagen geschrieben wurden, so daß er den Lesern noch einigermaßen präsent sein dürfte; der Interessierte kann sich das Absendedatum des Originals auch über die Kommentarverkettung selbst besorgen. Lediglich bei Antworten auf ältere Artikel ist es sinnvoll, das Datum des Ursprungsartikels einzufügen, um auch einen zeitlichen Zusammenhang herzustellen.

    Der Eintreffzeitpunkt des Ursprungsartikels beim Autor der Antwort interessiert so gut wie keinen. Das Erstellungsdatum der Nachricht braucht, ebenso wie der Ort, nicht extra im Text erwähnt werden. Beide sind bereits im Kopf der Nachricht enthalten (Datum) oder können dort bequem untergebracht werden (Ort in der Organization:-Zeile eintragen).

    Im allgemeinen reicht es also aus, ein Zitat einfach mit

    Vorname Name schrieb:

    einzuleiten. Bei Crosspostings und Umleiten der Antworten in eine andere Newsgroup (Followup-To) fügt man noch die Ursprungsnewsgruppe ein, um den Lesern der neu hinzugekommenen Newsgroup die Zurückverfolgung der Diskussion zu erleichtern:

    Vorname Name schrieb in de.alte.newsgroup:

    2. Zitieren und antworten

    2.1 Wieviel soll ich zitieren?

    Es ist nicht nötig, den gesamten Text des Vorredners zu zitieren. Zitate sollen in erster Linie einen Bezugspunkt darstellen, der den Mitlesenden einen schnellen Wiedereinstieg in den Thread ermöglicht. Sie sind nicht dazu gedacht, den vorangegangenen Artikel noch einmal zu veröffentlichen.

    Im Normalfall reicht es daher völlig aus, genau die Aussage stehen zu lassen, auf die man sich beziehen möchte. Die Mitlesenden sind entweder ohnehin darüber im Bilde, worum es in der Diskussion geht, oder in der Lage, den vorangegangenen Artikel anhand der Bezüge (References) zu finden und selber komplett zu lesen. Für das Verständnis der Aussagen ist das Lesen der vorangegangenen Artikel sowieso häufig nötig, da sie aufeinander aufbauen und gelegentlich sogar nur in diesem Kontext Gültigkeit besitzen.

    Durch sparsames Zitieren wird auch die Lesbarkeit deutlich verbessert, insbesondere bei längeren Artikeln. Lange Zitate erschweren die Übersicht und das Auffinden Deines eigenen Textes. Nicht selten führen sie dazu, daß ein Artikel gar nicht bis zum Ende gelesen wird; wer sucht schon lange nach Neuem in einem Text, den er schon kennt?

    Auf der anderen Seite sollte ein Zitat nicht so knapp ausfallen, daß die Aussage des Autors unklar wird oder gar in einem völlig anderen, falschen Licht erscheint.

    2.2 Was sollte ich nicht zitieren?

    Text, auf den Du nicht eingehst, solltest Du löschen. Damit reduzierst Du den Leseaufwand bei Deinen Lesern, die nun auch nicht mehr Deine Antwort zwischen schon bekanntem Text suchen müssen. Außerdem sparst tausenden von Servern Übertragungs- und Speicherkapazität.

    Signaturen haben normalerweise nichts mit dem eigentlichen Artikel Deines Vorredners zu tun, und in aller Regel wirst Du auch nicht darauf eingehen. Deshalb sollen Signaturen nicht zitiert werden. Gute Newsreader schneiden Signaturen (auf Wunsch) beim Antworten ohnehin automatisch ab — jedenfalls dann, wenn sie »korrekt« durch zwei Minuszeichen und ein Leerzeichen in einer eigenen Zeile vom Rest des Artikels abgesetzt sind.

    2.3 Warum soll ich meine Antwort nach dem Zitat plazieren?

    Die normale Leserichtung ist von links nach rechts und von oben nach unten, und man erwartet in dieser Richtung auch eine zeitliche und logische Abfolge in den Texten, die man liest. Vor allem Leser, die eine Menge von Artikeln lesen (und damit, nebenbei bemerkt, ideale Antwortgeber sind), schätzen es sehr, wenn sie zuerst den Text lesen können, auf den Du Dich beziehst. Das Zitat dient hier als Erinnerungshilfe, die natürlich dann nicht gegeben ist, wenn Du das Zitat ans Ende stellst.

    Außerdem ist es hier so üblich. Das mag ein schwaches Argument sein. Aber weil es ungewohnt ist, wundert man sich als Leser, worauf sich der Autor bezieht, blättert ein wenig vor und wieder zurück, vielleicht holt man sich den referenzierten Artikel, weil man das Ende noch nicht lesen will, kurz: man braucht länger zum Lesen — für Vielleser häufig ein Grund, einen Artikel gar nicht erst zuende zu lesen, wenn der Zusammenhang nicht klar ist.

    Und jetzt mal ehrlich: sieht das nicht auch ein wenig bescheuert aus und ist man nicht verwundert, wenn man erst die Antwort erhält und dann die Frage gestellt bekommt? (Mal abgesehen von irgendwelchen Gameshows, wo das üblich ist.)

    Weiterhin spart Dir (ja: Dir) diese Art des Zitierens Zeit: Du brauchst nicht zu wiederholen, was Dein Vorredner geschrieben hat, um den Zusammenhang klar zu machen. Du stellst Deine Antwort einfach hinter das, was Du kommentieren willst, und sofort weiß jeder, worauf Du Dich beziehst. Dadurch wird Dir zudem klar, auf welche Teile Du Dich nicht beziehst und kannst den entsprechenden Text einfach löschen.

    Also: Durch dieses Verfahren sparst Du Zeit, sparen Deine Leser Zeit, und auf vielen Newsservern wird Speicherplatz und Übertragungskapazität gespart. Genial, was man mit so simplen Methoden alles sparen kann, nicht wahr?

    2.4 Aber mein Newsreader plaziert den Cursor über dem zitierten Text.

    Ja. Damit Du die Möglichkeit hast, von oben nach unten den Text durchzugehen und nicht benötigte Teile zu löschen. Und natürlich, damit Du an den richtigen Stellen Deine Antwort einfügen kannst, denn von allein kann Dein Newsreader ja nicht wissen, auf was Du eingehen willst.

    2.5 Warum soll ich den Originalartikel nicht am Ende anhängen?

    Die meisten Menschen lesen einen Artikel von oben nach unten. (Du nicht?) Oft ist das Ende eines Artikels nicht auf dem Bildschirm oder im Fenster zu sehen. Wenn Du den kompletten Artikel Deines Vorredners am Ende Deines Postings anhängst, können viele Leute nicht abschätzen, ob Du noch etwas dazu schreibst oder nicht. Deshalb müssen sie erst bis zum Ende durchblättern, um festzustellen, daß da doch nichts neues mehr kommt. Das ist gerade für Vielleser ärgerlich. Bedenke: auch das Überfliegen eines Artikels bis zum Ende kostet Zeit, und nicht nur der einzelne, sondern alle Artikel zählen.

    Außerdem widerspricht das Anhängen des kompletten Vorgängerartikels dem Prinzip, nur das zu zitieren, worauf man sich bezieht. Abgesehen davon muß ja nicht jeder Artikel x-mal (nämlich in jeder Antwort und jeder darauf folgenden Antwort usw.) neu verbreitet werden; die Übertragungs- und Speicherungskosten würden innerhalb kürzester Zeit explodieren.

    2.6 Eine Leerzeile zwischen zitiertem und eigenem Text? Wozu?

    Zwischen zitiertem und eigenem Text eine Leerzeile einzufügen, hilft dem Leser, beides voneinander zu trennen und leichter aufzufinden. Keiner sucht gerne die Antwort in einem Text, den er schon kennt. Nicht jeder Newsreader oder jedes Terminal ist in der Lage, zitierten Text farblich oder durch anderen Schriftstil von der Antwort abzusetzen; aber selbst wenn eine solche Kennzeichnung vorgenommen wird, ist es für das Auge einfacher, wenn auch noch ein Leerraum dazwischen liegt.

    2.7 Wie kennzeichne ich ausgelassenen Text?

    Ausgelassenen Text sollte man mit der Zeichenfolge […] oder (…) kennzeichnen. Die erste Variante ist dabei weiter verbreitet.

    Die meisten Antwortenden löschen jedoch einfach die Zeilen aus dem Artikel ihres Vorredners, auf die sie sich nicht beziehen wollen oder die nicht zur Wahrung des Zusammenhangs notwendig sind, ohne dies näher zu kennzeichnen. Dies ist selten unhöflich gemeint, sondern spart dem Antwortenden Zeit. Den Originalkontext kann jeder Leser über die Bezüge (»References«) wiederherstellen.

    Läßt man Teile von Sätzen weg, sollte man dies aber auf jeden Fall wie oben beschrieben markieren.

    2.8 Darf ich zitierten Text neu formatieren?

    Ja. Allerdings gibt es einige Menschen im Netz, die ein solches Umformatieren unhöflich finden oder gar als »Quotemardern« bezeichnen. Solange jedoch nur neu formatiert und die Aussage des Vorredners nicht durch Auslassungen verändert wird, gehen solche Anwürfe meist an der eigentlichen Diskussion vorbei und sollten keine Beachtung finden. Schließlich kann die Originalformatierung einfach über die Bezüge nachgelesen werden. Und in Büchern und Zeitschriften zitiert man ja auch nicht, indem man das Original in der Formatierung 1:1 übernimmt.

    Achte aber bei der Umformatierung darauf, daß die Zitatzeichen am linken Rand erhalten bleiben.

    2.9 Und wie sieht das mit Verbessern von Rechtschreibfehlern aus?

    Im allgemeinen lautet die Antwort: Laß es lieber sein. Auch wenn es gut gemeint ist, viele Leute fühlen sich bevormundet, wenn Du an ihren Texten „Verbesserungen“ anbringst. Manchmal ist ein Schreibfehler auch Absicht, etwa wenn jemand statt »falsch« »flasch« schreibt.

    Und wenn man es genau nimmt, handelt es sich dann auch nicht mehr um ein Zitat.

    2.10 Was ist mit »kaputten« Umlauten?

    Manche Newsreader sind nicht in der Lage, Umlaute darzustellen oder quoted-printable-kodierte Umlaute (z. B. =E4) in lesbare Zeichen umzusetzen. Manchmal passiert es auch, daß ein Artikel mit defekten Umlauten (etwa v für ö oder á für ß) ankommt. In diesen Fällen sollte man diese »kaputten« Umlaute durch ihre Umschreibung oder »richtige« Umlaute ersetzen. Die Leser Deines Artikels werden es Dir danken.

    3. Zitatzeichen („Quotezeichen“)

    3.1 Welches Zeichen soll ich als Quotezeichen verwenden?

    Ein Größerzeichen (»>«). Dies wird von so gut wie jedem Newsreader als solches erkannt und ist auch technischen (Son-of-RFC 1036 und Nachfolger) und sozialen Regeln (Netiquette) so erwähnt.

    3.2 Soll ich ein Leerzeichen nach dem Quotezeichen einfügen?

    An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Die einen finden es ästhetischer, wenn nach jedem Zitatzeichen ein Leerzeichen eingefügt wird. Dem wird entgegengehalten, daß dadurch beim Zitieren schon zwei Zeichen einer Zeile verlorengehen und so bei mehrfachem Zitieren die 80 Zeichen/Zeile schneller erreicht werden. Andererseits ist es selten notwendig, mehr als zwei oder drei Vorredner zu zitieren.

    Anderen gefällt es besser, wenn der zitierte Text direkt an das Quotezeichen anschließt. Hier gibt es aber wieder Leute, die den zitierten Text als an das Quotezeichen »angeklatscht« und schwieriger zu lesen finden. Als Nachteil wird von manchen auch angesehen, daß so eine Ganzwörtersuche mit Newsreadern, die eine solche nicht von vornherein unterstützen, schwieriger ist.

    Einen Kompromiß stellt die Lösung dar, aufeinanderfolgende Zitatzeichen ohne Leerzeichen darzustellen und erst zwischen dem letzten Quotezeichen und dem zitierten Text ein Space einzufügen. Als Nachteil dieser Zitierform wird teilweise empfunden, daß das Zitatzeichen bei übernommenen Zitaten gegenüber der Einleitung des Zitats nach links eingerückt ist, so daß für dieses Zitat kein einheitlicher linker Rand besteht.

    Welche Lösung man letztlich bevorzugt, hängt vom eigenen ästhetischen Empfinden ab; sämtliche drei beschriebenen Formen kommen im Usenet vor und werden von ihren Verwendern in den immer wieder auftretenden Diskussionen mehr oder weniger heftig verteidigt.

    3.3 Warum sind Initialen als Quotezeichen nicht sinnvoll?

    • Aus Platzgründen. Daß das bei wenigen hintereinandergeschachtelten Antworten nicht so schlimm ist, leuchtet ein. Es kommt aber durchaus vor, daß vier, fünf, sechs oder noch mehr Ebenen zitiert werden (wer das nicht glaubt, sollte mal in die Newsgroup de.talk.bizarre schauen). In der Regel wird aber von den Autoren rechts nicht so viel Platz gelassen, daß deren Text dann auch noch auf einem 80-Zeichen/Zeile-Terminal dargestellt werden kann. Diesem Punkt wird oft von den Befürworten von Initialen widersprochen, denn die korrekte Verwendung sehe keine Verschachtelung von Zitierebenen hintereinander vor. Vielmehr bekämen alle Zitate die Initialen ihrer Urheber auf derselben Ebene. Dem ist zweierlei entgegenzuhalten: Zum einen ist auf diese Weise oft überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen, in welcher Reihenfolge wer was geschrieben hat, ohne sich die Vorgängerartikel zu holen. Zum anderen geht die Nicht-Verschachtelung zum Teufel, sobald auch nur eine Person antwortet, die einen Newsreader einsetzt, die mit den Initialen nichts anfangen kann. Und solche Newsreader dürften in einer überwältigenden Mehrheit sein.
    • Weil es im Usenet keinen Sinn hat. Wer soll denn bitte »P« oder von mir aus auch »DN« sein? Was meinst Du, auf wie viele der hunderttausenden Usenet-Leser »DN« paßt? In einer Mailbox geht das in Ordnung, da werden gleiche Kombinationen mangels Masse nicht so häufig auftreten.
    • Weil es hier so üblich ist. Das mag ein schwaches Argument sein, dennoch ist es schwierig, sich ein einmal angewöhntes »Look-And-Feel« wieder abzugewöhnen. Vor allem, wenn »>« und »DN>« durcheinander verwendet wird, fällt es schwer, alles nachzuvollziehen. Weil man es nicht gewohnt ist, braucht man länger zum Lesen, da man quasi dauernd über die »merkwürdige« Zitatweise stolpert — für Vielleser häufig ein Grund, einen Artikel gar nicht erst zuende zu lesen.
    • Weil es die automatische Zeilenumbruchfunktion von Newsreadern durcheinanderbringen kann. Manche Newsreader formatieren bei überlangen Zeilen den Text automatisch so neu, daß er in die definierte Zeilenbreite paßt. Dabei orientieren sie sich an den bisherigen Quotezeichen, um die einzelnen Quoteebenen wieder rekonstruieren zu können. Initialen vor einem Quotezeichen sind aber nicht eindeutig als solche zu erkennen, sondern könnten auch normaler Text sein.
    • Viele Newsreader können heute zitierten Text besonders hervorheben, indem sie diesen in einer anderen Farbe oder mit einem anderen Schriftstil darstellen. Dazu ist aber eine möglichst eindeutige Kennzeichnung notwendig. Oft wird von bestimmten »Standardzeichen« ausgegangen, die ein Zitat kennzeichnen sollen (»>«, »:«, »|«, »<«, »#« etc.). In der Regel gehen die Programme außerdem davon aus, daß eine Zeile, die mit einem Buchstaben beginnt, eine Text-Zeile ist und nehmen daher diese Hervorhebung bei mit Initialen eingeleiteten Zitaten oft nicht vor.
    • Und schließlich ist es eigentlich eine Sache der Präsentation des Newsreaders beim Leser. Wenn es dem Leser gefällt, kann er sich — ein passendes Programm vorausgesetzt — Initialen anzeigen lassen.

    4. Wie zitiere ich aus anderen Quellen?

    Von Zeit zu Zeit kommt es vor, daß man nicht nur aus dem Artikel seines Vorredners zitieren möchte, sondern Belege zum Beispiel aus Büchern beifügen möchte. Dazu setzt man den Text einfach in Anführungszeichen, wie man es auch in »normalen« Texten tun würde. Bei längeren Zitaten rückt man den Text entweder um einige Zeichen ein, oder man verwendet wie beim Zitieren von Vorgängerartikeln ein Zitatzeichen am linken Rand. Zur Unterscheidung wird dazu oft ein anderes Zitatzeichen genommen, in vielen Fällen »|«. Die Verwendung eines Zitatzeichens hat den Vorteil, daß das Zitat von bestimmten Newsreadern auch als solches speziell gekennzeichnet wird, zum Beispiel durch eine andere Farbe oder einen anderen Schriftstil.

    Egal, für welche Zitierweise man sich entscheidet: Grundsätzlich gibt man die genaue Quelle (Autor, Titel, Seite, evtl. Auflage, Erscheinungsjahr und Zeitungs-/Zeitschriftentitel) an, damit andere das Zitat nachprüfen können.

    5. Danksagungen

    Für hilfreiche Anregungen und Ergänzungen zu diesem Text danke ich

    Nicole Simon <nisi@lynet.de>
    Peter Heirich <peter@heirich.in-berlin.de>
    Markus Schmidinger <max@didi.westend.com>
    Christof Zottmann <cz@hanfzeit.com>

    Dirk Nimmich