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  • Differenzierte Klassifikation von Keywords nach Suchintentionen

    Differenzierte Klassifikation von Keywords nach Suchintentionen

    Die Grundlage jeder SEO-Maßnahme stellt die Auswahl der Suchbegriffe dar, die zur jeweiligen Webseite und dem Angebot des Betreibers passen. Jedoch ist es für die Priorisierung von Themen und die Optimierung der Inhalte von zentraler Bedeutung, die Bedürfnisse der Suchenden zu kennen und diese bei der Gestaltung der Webseite und deren Inhalte zu berücksichtigen. Wer also weiß was die Suchenden als relevantes Ergebnis von der Suchmaschine erwartet, kann sein Ranking zielgenau verbessern.

    Für Web-Suchmaschinen ist das Verständnis der latenten Intentionen der Nutzer hinter den Suchanfragen ebenso von entscheidender Bedeutung, denn diese verwenden je nach Bedürfnis die unterschiedlichsten Daten und Algorithmen für die Ergebnisgenerierung und -sortierung, um eine möglichst hohe Nutzerzufriedenheit und damit Kundenbindung zu erreichen.

    Die dabei verwendeten Taxonomien für Suchanfragen der Suchmaschinenentwickler stellt sich bei genauer Betrachtung als hochentwickelt und sehr differenziert heraus und geht weit über die bekannten Klassen heraus. Ein Blick in meine Bachelorarbeit, die im Grin Verlag erschienen ist zeigt, dass es für SEOs hier wesentlich mehr zu entdecken gibt und sich eine Auseinandersetzung mit den Forschungsarbeiten im Bereich Information Retrieval sehr lohnen kann!

    Die Taxonomie Broders

    Um die unterschiedlichen Anforderungen an eine Suchmaschine verstehen zu können, entwickelte der spätere IBM Research-Mitarbeiter Andrei Broder bei AltaVista eine Taxonomie für Suchbegriffe in Web-Suchen, die das Bedürfnis hinter einer Suchanfrage in drei Klassen teilt, die bis heute ihre Gültigkeit behalten haben.

    Jede Suchanfrage, die ein Nutzer an die Suchmaschine richtet, impliziert demnach eine konkrete Frage und gibt mehr oder weniger Aufschluss über die Motivation und Erwartungen an die Suchergebnisse. Je nach Intention der Suchenden, lassen sich Suchanfragen unterscheiden und in folgende drei Anfragetypen unterteilen:

    • Navigationsorientierte Suchanfragen (eng.: Navigational search queries)
    • Informationsorientierte Suchanfragen (eng.: Informational search queries)
    • Transaktionsorientierte Suchanfragen (eng.: Transactional search queries)

    Broder führt diese wie folgt aus:[1]

    “In the web context[sic!] the ‘need behind the query’ is often not informational in nature. We classify web queries according to their intent into 3 classes:
    – Navigational. The immediate intent is to reach a particular site.
    – Informational. The intent is to acquire some information assumed to be present on one or more web pages.

    – Transactional. The intent is to perform some web-mediated activity.“

    Broder, 2002

    Festzuhalten sei an dieser Stelle, dass nicht immer ein relevantes Dokument zur Befriedigung des Informationsbedürfnisses notwendig ist, denn auch ein Wegweiser zur gesuchten Information kann bereits ein gutes Suchergebnis ausmachen, wie Broder ebenfalls feststellte:

    „It is interesting to note, that in almost 15% of all searches the desired target is a good collection of links on the subject, rather than a good document. (A good hub, rather than a good authority, in the language of Kleinberg)”

    Die von Broder aufgeführten Beispiele sollen als alternative Erklärung der Klassen dienen und werden hier zum besseren Verständnis aufgeführt. Er beginnt zunächst mit der Erläuterung der navigationsorientierten Suchanfragen:

    Navigational queries. The purpose of such queries is to reach a particular site that the user has in mind, either because they visited it in the past or because they assume that such a site exists. Some examples are

    • Greyhound Bus. Probable target http://www.greyhound.com 

    • Probable target http://www.compaq.com. 

    • national car rental. Probable target http://www.nationalcar.com 

    • american airlines home. Probable target http://www.aa.com 

    • Don Knuth. Probable target http://www-cs-faculty.stanford.edu/~knuth/ 


    This type of search is sometimes referred as ‘known item’ search in classical IR, but is mostly used in the evaluation of various systems. (…) These types of queries are essentially navigational queries.”

    Die aus Sicht des Autors wichtigste Aussage über die sogenannten navigational queries trifft Broder mit dem Satz: “With respect to evaluation, navigational queries have usually only one ‚right‘ result.” (Ebenda) Dies legt, aus Sicht des Verfassers den Schluss nahe, dass eindeutig als navigationsorientiert identifizierte Suchanfragen kein sinnvolles Optimierungspotential aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung darstellt.

    Anschließend verdeutlicht Broder die Absicht hinter den informationsorientierten Suchen wie folgt:

    “Informational queries. The purpose of such queries is to find information assumed to be available on the web in a static form. No further interaction is predicted, except reading. By static form we mean that the target document is not created in response to the user query.” (Ebenda)

    Außerdem verdeutlicht er die Bandbreite des potentiellen Informationsbedarfs:

    “What is different on the web is that many informational queries are extremely wide, for instance cars or San Francisco, while some are narrow, for instance normocytic anemia, Scoville heat units.” (Ebenda)

    Die Klasse der aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung interessantesten Suchanfragen, nämlich Suchanfragen mit klarer Kaufabsicht beschreibt Broder wie folgt:

    “Transactional queries. The purpose of such queries is to reach a site where further interaction will happen. This interaction constitutes the transaction defining these queries.” (Ebenda)

    Neben den Kaufabsichten, schließt Broder jedoch auch die Suche nach Downloads, Webdiensten, Datenbankabfragen oder Servern für Onlinespiele explizit mit ein. Für die Betrachtung der Klasse aus Sicht der Suchmaschine macht Broder eine interessante Anmerkung hinsichtlich der Evaluierbarkeit derartiger Ergebnisse:

    “The results of such queries are very hard to evaluate in terms of classic IR. Binary judgment might be all we have, say appropriate, non-appropriate. However most external factors important for users (e.g. price of goods, speed of service, quality of pictures, etc[sic!]) are usually unavailable to generic search engines.” (Ebenda)

    Diese Aussage zeigt, dass Broder das Ziel der transaktionsorientierten Suchanfrage in der Interaktion mit einer Entität außerhalb des Suchmaschinenindizes begreift.

    Diese drei Klassen bilden also das Spektrum von der Eingabe einer komplexen Fragestellung über die Anfrage ein bestimmtes Produkt online zu kaufen, bis hin zu gezielten Suchen nach einer bestimmten Webseite ab, wofür sich jeweils unterschiedliche Ranking-Algorithmen besser bzw. schlechter zu eignen scheinen.[2] In dieser Arbeit beschreibt Broder, dass bis 2002 drei Entwicklungsstufen von Web-Suchmaschinen identifiziert werden konnten. Jede dieser Suchmaschinen-Generationen war, nach seinen Aussagen, in der Lage eine weitere Klasse seiner Taxonomie sinnvoll zu beantworten:

    1. Die erste Generation verwendete lediglich die on-Page-Daten, also den Text und dessen Auszeichnungen und ähnelt klassischen Information-Retrieval-Systemen sehr stark. Firmen wie AltaVista, Excite, WebCrawler und andere setzen diese Form der Websuche als State-Of-The-Art-Technologie etwa von 1995 bis 1997 ein. Dieser Ansatz funktionierte laut Broder lediglich für die Klasse sogenannter informational queries.
    2. Die zweite Generation zog off-Page-Daten heran, beispielsweise Link-Analysen, Link-Texte und Click-Through-Daten. So verwendete Google zum Beispiel Link-Analysen als erste Suchmaschine überhaupt als primären Rankingfaktor. DirectHit setzte seinerzeit [Anmerkung des Verfassers: 1998-1999] stärker auf Click-Through-Daten und ging später in Ask Jeeves auf. [3] Neben den informational queries sollte diese zweite Generation auch für die sogenannten navigational queries Mittlerweile verwenden laut Broder alle großen Suchmaschinen diese Daten für ihr Ranking. Insbesondere die Link-Analyse und die Link-Texte scheinen laut Broder unabdingbar für die Klasse der navigational queries zu sein.[4]
    3. Als dritte Generation, die sich laut Broder gerade erst entwickeln [Hinweis des Autors: Dies war bereits 2002], scheinen Daten aus unterschiedlichsten Quellen zu vermischen, um damit das Bedürfnis hinter der Suchanfrage zu beantworten. Als Beispiel führt er die Suchanfrage „San Francisco“ an, für diese die Suchmaschine möglichweise Links zu einer Hotelreservierung in San Francisco, einem Kartendienst, dem Wetter und weiteren Funktionen anzeigen könnte. Derartige Suchergebnisse lassen sich laut Broder durch eine Loslösung von einem festen Korpus mittels semantischer Analyse, Kontext-Erkennung, dynamischer Auswahl der Datenbasis, etc. erreichen. Weiter postuliert Broder, dass diese dritte Generation sich insbesondere mit dem effizienten Umgang mit transaktionsorientierten Suchanfragen auseinandersetzen. Einerseits da die Nutzerbedürfnisse dies schlichtweg verlangen und andererseits, da sich transactional queries sich besonders gut monetarisieren lassen.[5]

    Weiterentwicklung Broders Taxonomie

    Der Taxonomie Broders haben sich diverse Wissenschaftler und Entwickler auf Seite der Suchmaschinen angeschlossen.[6] Kofler et al. (Kofler, C., Larson, M. & Hanjalic, A., 2016. „User intent in multimedia search: A survey of the state of the art and future challenges“. „ACM Comput. Surv. “, S. 36.) machten in ihren Studien vergleichbare Beobachtungen und konnten Broders Taxonomie bestätigen.[7] Sie beschrieben ebenfalls den sogenannten Intent, als das zugrundeliegende Ziel einer Websuche. Auch Lorigo et al. stellten 2006 (Lorigo, L. et al., 2006. „The influence of task and gender on search and evaluation behavior using Google“. „Information Processing and Management“, S. 1123-1131.) fest, dass Broders Taxonomie breite Anerkennung findet und auch von Kang & Kim (Kang, I.-H. & Kim, G.C., 2004. „Integration of multiple evidences based on a query type for web search“. „Information Processing and Management“, S. 459–478.) bestätig werden konnte:

    „Navigational tasks are tasks where the users[sic!] intent is to find a particular web page, such as a homepage; informational tasks arise when the intent is to find information about a topic that may reside on one or more web pages; and transactional search tasks reflect the desire of the user to perform an action, such as an online purchase.” [8]

    Im Laufe der letzten zehn Jahre konnte diese Dreiteilung ergänzt, erweitert und stärker ausdifferenziert werden. Lewandowski et al. (Lewandowski, , Drechsler, & von Mach, S., 2012. „Deriving query intents from web search engine queries“. „Journal of the American Society for Information Science and Technology “, S. 1773-1788.) fügen den drei Klassen von Broder zwei weitere hinzu. Diese ergeben sich aus der Ausdifferenzierung der Suchmaschinen im Hinblick auf die Integration von Werbeanzeigen und lokalen Ergebnissen und wurden als kommerziell, sowie lokalisiert beschrieben:

    „Commercial, where the query has “commercial potential” (i.e., the user might be interested in commercial offerings). This also can be an indicator whether to show advertisements on the search engine results page (SERP).” (Ebenda) “Local, where the user is searching for information near his or her current geographic position.” (Ebenda).

    Rose & Levinson verfeinerten Broders Ansatz und stellten 2004 in Ihrer ein eigenes Framework für Ziele der Suchenden vor (Abbildung 1). Dabei schufen sie innerhalb der Klasse Informational weitere Unterklassen, um den Informationsbedarf des Nutzers noch genauer spezifizieren zu können. So beschreibt 2.1.1 der Hierarchie beispielsweise eine geschlossene Frage, die laut Rose & Levinson nur eine einzige und eindeutige Antwort hat.[7] Die Klasse der transaktionsorientierten Suchanfragen von Broder wird in diesem Framework durch die unkommerzielle Klasse der Resource abgebildet und erhält zusätzliche Subklassen für Interaktion, Download, Unterhaltung und Beschaffung.

    Abbildung 4: “The Search Goal Hierarchy” in Rose & Levinson (2004)
    Abbildung 1: “The Search Goal Hierarchy” in Rose & Levinson (2004) [7]

    Die drei Ebenen der Klassifikation

    Die aus Sicht des Verfassers zentrale Arbeit im Bereich der Keyword-Klassifikation, stellt die Studie von Jansen et al. (Jansen, B.J., Booth, D.L. & Spink, A., 2008. „Determining the informational, navigational, and transactional intent of Web queries“. „Information Processing and Management: an International Journal“, S. 1251-1266.) dar. Die Forscher stellen darin ein detailliertes Klassifikationssystem für den User Intent von Websuchen vor, welches sie auf eigenen Analysen und vorhergegangen Arbeiten aufbauen. Diese Arbeit eine Synthese sämtlicher bisherigen Arbeiten zu diesem Thema dar und liefert in der folgenden Tabelle einen Überblick über die Hierarchien des eigenen Frameworks mit drei weiteren Betrachtungsebenen, sowie die Analogien und Abweichungen der vorherigen Arbeiten hierzu.

    Im Gegensatz zu vorherigen Arbeiten, die meist nur Beispiele nennen, ohne Details über die Klassifikationsmethoden zu nennen, werden bei Jansen et al. die Kategorien auch operationalisiert. Die Software, welche von den Forschern entwickelt wurde, klassifiziert automatisch Keywords mittels Suchanfragen aus dem Logs von Web-Suchmaschinen.

    Diese Ergebnisse wurden mittels 400 manuell klassifizierten Begriffen validiert und zeigten eine Genauigkeit von 74%. [9] Bei den verbleibenden Suchanfragen ist die Suchintention laut Aussagen der Forscher entweder relativ vage, oder hat unterschiedliche Facetten [10] Eine weitere Besonderheit dieser Studie sind, laut der Autoren, der Umfang und die Vielfältigkeit der verwendeten Daten. Diese nutzten über anderthalb Millionen Suchanfragen, frühere Arbeiten jeweils nur wenige Hundert bis einige Tausend.[11] In deren Definition der informationsorientierten Suchanfragen, taucht außerdem erstmals der Begriff Multimedia auf. Neben reinen Texten und Dokumenten sollten auch Daten oder Audio- bzw. Videomaterial zur Befriedigung des Informationsbedürfnisses eine Rolle spielen:

    “Informational searching: The intent of informational searching is to locate content concerning a particular topic in order to address an information need of the searcher. The content can be in a variety of forms, including data, text, documents, and multimedia. The need can be along a spectrum from very precise to very vague.“ [12]

    In der Definition der navigationsorientierten Suchanfragen findet sich ebenfalls eine nennenswerte Neuerung, nämlich die Erweiterung auf eine Suchanfrage, bei der der Suchende davon ausgeht, dass eine bestimmte Webseite existiert:

    “Navigational searching: The intent of navigational searching is to locate a particular Website. The Website can be that of a person or organization. It can be a particular Web page, site or a hub site. The searcher may have a particular Website in mind, or the searcher may just ‘think’ a particular Website exists.“ [13]

    Bei der transaktionsorientierten Suche schließen sich die Forscher wieder den vorherigen Arbeiten an:

    „Transactional searching: The intent of transactional searching is to locate a Website with the goal to obtain some other product, which may require executing some Web service on that Website. Examples include purchase of a product, execution of an online application, or downloading multimedia.“ [14]

    In der Taxonomie wird die Informationssuche in fünf Unterkomponenten unterteilt (directed, undirected, find, list, sowie advice). und die Navigationssuche in zwei Unterkategorien (Navigation zu einer Transaktionsseite oder Navigation zu einer Informationsseite). Laut Jansen et al. kann es aus Nutzersicht auch Folgeziele geben, sobald der Nutzer an seinem vermeintlichen Ziel angekommen ist. So kann die Navigationssuche als Ausdruck einer Zwischenabsicht betrachtet werden, die auf die Befriedigung eines größeren Suchziels abzielt.[15] Die transaktionsorientierte Suche wird in der Arbeit mit vier Unterkategorien (Erhalten, Herunterladen, Interagieren sowie Suchmaschinen-Ergebnisse) ebenfalls differenziert dargestellt. Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist die letzte Unterkategorie „Suchmaschinen-Ergebnisse“, da sie die Möglichkeiten direkter Antworten durch die Web-Suchmaschinen bereits inkludiert. Diese Klasse umfasst diejenigen Suchanfragen, bei denen die Ergebnisseite der Web-Suchmaschine das Endziel ist. Bei dieser Art der Suche erscheint die „Antwort“ direkt auf der Ergebnisseite der Suchmaschine, z. B. Vorschläge für die korrekte Schreibweise oder als Begriffe bereits im Titel, der URL oder dem Snippet des Ergebnisses.

    Dem besseren Verständnis der von Jansen et al. verwendeten Klassifikationen dient folgende Tabelle. Diese enthält alle drei Spezifikationsebenen (Levels) und liefert für jede Klasse ein Beispiel (Abbildung 2). Alle Suchanfragen-Beispiele in der Tabelle aus Abbildung 2 stammen aus dem Dogpile Transaktionsprotokoll, dass in der Arbeit zur automatischen Klassifizierung von Jansen et al. verwendet wurde.

    Definitionen der einzelnen Klassifikationen in der Taxonomie der Benutzerabsicht
    Abbildung 2: Definitionen der einzelnen Klassifikationen in der Taxonomie der Benutzerabsicht [16]
    Diese Taxonomie für die Klassifikation von Suchanfragen an Web-Suchmaschinen stellt als Synthese vorheriger Arbeiten mit umfangreichen eigenen Studien eine detaillierte und ausdifferenzierte Kategorisierung dar und findet daher in den weiteren Kapiteln dieser Arbeit Anwendung.

    Quellen

    • [1 – 5] Broder, A., 2002. „A taxonomy of web search“. „SIGIR Forum“, S. 3-10.
    • [3] CNET, o. V., 2002. „Ask Jeeves to acquire Direct Hit for $506 million“. https://www.cnet.com/news/ask-jeeves-to-acquire-direct-hit-for-506-million/ (Abgerufen am 13.09.2017).
    • [6 + 8] Kang, I.-H. & Kim, G.C., 2004. „Integration of multiple evidences based on a query type for web search“. „Information Processing and Management“, S. 459–478; Choudhari, K. & Bhalla, V.K., 2015. „Video Search Engine Optimization Using Keyword and Feature Analysis“. „Procedia Computer Science“, S. 691-697.
    • [7] Rose, D.E. & Levinson, D., 2004. „Understanding user goals in web search“ in „Proceedings of the 13th international conference on World Wide Web“. New York, NY, USA, 2004. ACM, S. 13-19.; Jones, R. & Klinkner, K.L., 2008. „Beyond the session timeout: Automatic hierarchical segmentation of search topics in query logs“ in „In Proceedings of the 17th ACM Conference on Information and Knowledge Management“. New York, NY, USA, 2008. ACM, S. 699-708 sowie Strohmaier, M. & Kröll, M., 2012. „Acquiring knowledge about human goals from search query logs“. „Information Processing & Management“, January. S. 63–82.
    • [9-16] Jansen, B.J., Booth, D.L. & Spink, A., 2008. „Determining the informational, navigational, and transactional intent of Web queries“. „Information Processing and Management: an International Journal“, S. 1251-1266.
  • Testbericht: 7 WordPress Page Builder im Vergleich

    Testbericht: 7 WordPress Page Builder im Vergleich

    Das Leben eines Website-Betreibers ist schon schwer genug. Da muss jener nicht auch noch eine Menge Zeit damit verschwenden, Blogbeiträge und Seiten mit HTML und CSS „schön“ zu machen. Dafür gibt es seit geraumer Zeit eine ganze Reihe sogenannter WordPress-Page-Builder. Das sind Plugins, mit denen sich im Handumdrehen sehr ansehnliche, moderne Designs und Layouts für die eigenen Seiten zusammenstellen lassen. Sie machen das Einpflegen und Aufbereiten von Inhalten zum Kinderspiel – zumindest im Vergleich zum Standard-Editor von WordPress. Daher haben sich Page Builder in den letzten Jahren als eine der populärsten WordPress-Plugin-Kategorien etabliert. Dieser Beitrag zeigt Euch, welche Vor- und Nachteile die sieben populärsten Page-Builder haben:

    [toc heading_levels=“2″]

    Was ist ein WordPress-PageBuilder und was bringt er mir?

    Ein PageBuilder, wörtlich übersetzt „Seitenbauer“, ist ein Werkzeug, das beim Designen von Webseiten hilft, ohne dabei Programmierkenntnisse in HTML, CSS oder JavaScript zu erfordern. Solche Tools übertreffen die Standardfunktionalität des Standardeditors, der sich in mehr als 10 Jahren kaum verändert hat. PageBuilder mit Frontend-Funktionalität geben dem Nutzer zusätzlich die Möglichkeit der unabhängigen Echtzeitkontrolle über jedes einzelne Element einer Seite bzw. Site. Das wird auch gerne WYSIWYG (What You See Is What You Get) genannt.

    2018 hat WordPress mit Version 5.0 den Standardeditor dann endlich mit dem Gutenberg-Editor ersetzt. Der neue Editor stellt einen Quantensprung in Richtung Erleichterung bei der Layoutarbeit dar. Allerdings ist das Projekt noch jung und im Vergleich zu den PageBuildern hat der neue Editor einiges an Ausbaupotenzial. Weiter unten findet sich eine Einschätzung. Da sich in Sachen Gutenberg-ready Themes derzeit viel tut, werden wir diesen Artikel permanent aktualisieren!

    Standardeditor vs. PageBuilder

    Wenn es nur um einfache Texte mit Bildern und gelegentlichen Videos geht, die in einer einzelnen Spalte dargestellt werden können, dann braucht es tatsächlich keinen besonderen „Builder“. Wer jedoch gestalterisch etwas kreativere Ansprüche hat, der hat sicher mehr Spaß mit einem der vorgestellten Plugins mit deutlich erweiterten Funktionen. Was die Page-Builder beispielsweise grundlegend vom Standardeditor unterscheidet, ist die Option, Inhalte in Zeilen und Spalten zu gliedern. Das ermöglicht vielfältige moderne Designs.

    Standard-Editor vs. Page-Builder

    Darüber hinaus bieten die meisten Page-Builder-Plugins eine Vielzahl von Funktionen, das Erscheinungsbild der Layoutboxen frei zu gestalten: unterschiedliche Hintergründe, Parallax-Effekte, individuelle CSS-Anweisungen u. v. m.

    Weitere Vorteile der PageBuilder:

    • Oft gibt es für besonders populäre Layout-Elemente Vorlagen, z. B. für Porträtbilder, Galerien, Slider, Countdown-Elemente (x Tage bis), Animationen, Feature-Tabellen etc. Ein, zwei Klicks und schon zaubert das Plugin ein fertig gestaltetes Element her, das der User nur noch mit eigenen Inhalten füllen muss.
    • Es sind keine HTML-, CSS- oder gar JavaScript-Kenntnisse notwendig.
    • Klicken, ziehen und ablegen – mehr muss man beim Einsatz von Page-Buildern nicht können. Echtes Drag’n’Drop eben.
    • Bei den visuellen WP PageBuildern passiert das sogar in Echtzeit auf der Seite, die der User gerade erstellt. So sieht man das Ergebnis sofort und muss nicht erst speichern und auf „Vorschau“ klicken.
    • Professionelle Vorlagen erlauben einen sehr schnellen Kreationsprozess.
    • In der Vergangenheit hat das oft ein Webdesigner machen müssen, was natürlich mit zusätzlichen Kosten verbunden war.

    Aber: Wo Sonne scheint, da gibt es auch Schatten.

    Hier einige Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt:

    • Page-Builder erfordern Konfigurationsarbeit. Sie sind umfangreiche Werkzeuge mit vielen Optionen. Die wollen richtig eingestellt sein und das erfordert anfangs auf jeden Fall ein kleines Zeitinvestment.
    • Um diesen hohen Grad an Annehmlichkeit bei der Gestaltung zu erreichen, generieren Page-Builder verhältnismäßig komplexen Code. Das ist notwendig. Es bedeutet aber auch, dass der Quellcode etwas aufgebläht wird und sich die Ladezeit verschlechtern kann. Nur wenige Page-Builder werben damit, besonders schlanken Code zu generieren. Aus SEO-Sicht ist das besonders wichtig.
    • Genau aus dem gleichen Grund: Komplexer Code kann hier und da zu ärgerlichen Bugs führen, die erfordern, dass etwas zeitaufwendig neu erstellt werden muss (immer fleißig Backups machen!).
    • Wer den Page-Builder wechseln möchte, der muss sehr wahrscheinlich alle Seiten neu erstellen. Untereinander sind diese meist nicht kompatibel. Mit anderen Worten: Wer sich einmal entschieden hat, der ist festgelegt.
    • Die meisten Page-Builder können aufgrund spezifischer Layoutanweisungen nicht automatisch bestehende Inhalte umwandeln.
    • Im Vergleich zum normalen Editor fühlen sich Page-Builder manchmal sehr träge und schwerfällig an. Einfache Aktionen im Frontend-Editor dauern mehrere Sekunden, im Backend dauern sie dagegen nur den Bruchteil einer Sekunde.
    • Fehler in der Software führen unter Umständen zu Problemen auf der eigenen Website. Sie können sich in jede Software einschleichen. Wenn sie jedoch in WordPress selbst auftreten, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Update sie bereinigt, eventuell etwas höher.

    Insgesamt überwiegen für die meisten Nutzer klar die Vorteile. Wer WordPress professionell einsetzt und dabei beim Layout nicht auf externe Designer angewiesen sein möchte, der kommt ohnehin nicht um sie herum.

    Frontend- vs. Backend-Builder

    Historisch haben die ersten Page-Builder sich darin versucht, visuell über das Backend, also über den WordPress-Editor, verschiedene Layout-Varianten anzubieten. Dieser Ansatz gilt allerdings UInterface-technisch als überholt. Einige Builder bieten dieses Modell noch an, aber es ist sicherlich auf dem Abstellgleis. Auch wenn diese Form der Seitenbearbeitung effizienter sein kann, weil das Layout einer Seite oder eines Beitrags bei der Bearbeitung nicht „im Weg“ ist. Die Zukunft gehört den Frontend-Editoren, die das Bearbeiten des Layouts auf der Seite selbst und in Echtzeit ermöglichen.

    Welches Theme ist ideal für den WordPress-Page-Builder?

    Wer sich intensiv mit Page-Buildern auseinandersetzt, stellt früher oder später fest, dass zum Schluss die Auswahl eines passenden Themes immer noch Stunden über Stunden an Zeitaufwand nach sich ziehen kann. Die Standardthemes in WordPress und auch viele andere Themes funktionieren einfach nicht sonderlich gut. Das liegt daran, dass die meisten Themes zu viele Entscheidungen treffen, was das Aussehen der finalen Website betrifft. Wer seine Seite komplett mit einem WordPress-Page-Builder selbst gestalten möchte, sollte – je nach gewünschtem Page Builder – ein optimiertes PageBuilder Theme einsetzen. Diese sind extra für die Ausgestaltung mit einem WYSIWYG-Editor konzipiert und bringen selbst wenig Code und Styling mit.

    Elementor hat hier mit seinem „Hello“-Theme eine gute Lösung. Kurz gesagt ist dieses Theme auf das Allernötigste reduziert, sodass die Vorlagen aus dem Page-Builder auch so aussehen wie angezeigt und sich ideal in das Layout einfügen. Andere Builder überschreiben einfach jedes Theme und übernehmen die volle Kontrolle. Der Beaver Builder möchte, dass man 100 USD mehr bezahlt, um ein ideales Theme zu erhalten. Für unsere Videos haben wir das Plugin Blank Slate installiert. Es ist kostenlos und erlaubt bei jeder neuen Seite ganz ohne Layout zu beginnen!

    Ein Theme für alle Page Builder

    page-builder-framework

    Das neue Page Builder Framework Theme ist sehr einfach anzupassen. So kannst Du über der Theme alle Bereiche außerhalb des Contents gestalten, also Dein Menü, die Farben, etc. einfach über den integrierten WordPress Customizer anpassen und die restlichen Seitenelemente mit dem Page Builder ausgestalten.

    Das Page Builder Framework Theme kann in seiner einfachsten Standard-Version kostenlos heruntergeladen, muss aber für einen sinnvollen Einsatz schon mit dem kostenpflichtigen Premium Plugin für 58 USD jährlich oder 248 USD einmalig erweitert werden. Das Theme arbeiten dann exzellent mit elementor, dem beaverbuilder, Brizy, divi, Visual Composer sowie dem SiteOrigin PageBuilder zusammen.

    unterstuetzte-page-builder-theme

    Wenn Du Dich also in einen der vielen Page Builder verliebt hast, würde ich Dir in der Tat das Page Builder Framework Theme empfehlen. Denn damit kannst Du beliebig viele Webseiten erstellen und jeden Aspekt Deiner visuellen Gestaltung selbst kontrollieren – und das auch noch schnell, einfach und ohne Programmierkenntnisse!

    Die Surfschule – unser Beispielprojekt

    Um die verschiedenen Page-Builder genau unter die Lupe zu nehmen, haben wir eine kleine Beispielseite entwickelt: „Die Surfschule“. Diese Seite haben wir dann in fast allen Plugins nachgebaut und dazu ein ausführliches Video erstellt. Das Video kannst du dir gerne anschauen, um selbst zu beurteilen, wie sich das jeweilige Plugin „anfühlt“. Wenn du ernsthaft über den Einsatz eines Page-Builders nachdenkst, dann schau unbedingt in die Videos rein.

    So sieht die Webseite der Surfschule aus:

    Und jetzt geht es ans Eingemachte! Die 7 besten WordPress-Page-Builder im Vergleich:

    Der Markt der WordPress-Page-Builder ist aktuell kaum überschaubar. Es gibt über 20 davon. Alle haben ihren Sweetspot und manche kann man auch getrost links liegen lassen. Daher haben wir eine Vorauswahl der besten und populärsten Editoren getroffen, die für die meisten Wortpresser kaum Wünsche übrig lassen sollten.

    Empfehlung: Divi Builder *Testsieger*

    Der Divi-Builder ist stylisch und hat einen enormen Funktionsumfang. Er glänzt vor allem mit zahlreichen Content-Elementen und einer weitestgehend intuitiven Bedienoberfläche.

    Divi WordPress Page-Builder
    Die Divi-Demopage: extrem poppig und attraktiv

    Vorteile und Funktionen des Divi-Page-Builders

    • Der wahrscheinlich größte Vorteil bei Divi ist die Tatsache, dass der Hersteller „Elegant Themes“ zusammen mit dem Page-Builder über 110 komplette Website-Themes im Paket anbietet. Darüber hinaus gibt es über 880 gestaltete Seitenlayouts (Designs), viele davon optisch sehr ansprechend.
    • Besonders cool ist die Möglichkeit, den Text direkt auf der Seite zu editieren. Hier geht nicht etwa eine Box auf, die der Nutzer ausfüllt und mit einem Klick auf „Speichern“ schließt, bevor der Text dann auf der Seite erscheint. Nein, der Text auf der Seite selbst kann editiert werden. Sogar Kopieren und Einfügen sind möglich.
    • Auch der Wireframe-Modus kann ein extrem nützliches Feature sein. Wer mit einem Page-Builder gearbeitet hat, der weiß, wie fiddelig diese sein können. Manchmal ist es kaum möglich, ein Element anzufassen, um es an der richtigen Stelle zwischen zwei anderen Elementen wieder einzusetzen. Ständig flitschen die Elemente hin und her, und man weiß nicht, wann genau man loslassen soll. Hier hilft der Wireframe-Modus, der es ermöglicht, die verschiedenen Content-Elemente in eine andere Ansicht zu versetzen. Das Einfügen und das Verschieben der Elemente gehen in diesem Modus viel leichter.
    • Eine Besonderheit: Das Divi-Theme hat ein eingebautes A/B-Testing. Damit lassen sich verschiedene Layouts und Inhalte (z. B. Headlines) testen.
    Divi Layouts

    Nachteile des Divi-Page-Builders

    • Seiten mit wenigen Elementen fühlen sich sehr flink in der Bedienung an. Sobald die Anzahl der Elemente auf der Seite jedoch größer wird, verlangsamt sich auch die Bedienung merklich.
    • Das Divi-eigene CSS ist wahrlich enorm. Es gibt für die meisten Elemente überschreibende Layoutanweisungen, die oft mehr als ein Dutzend Zeilen lang sind. Wer also selbst bestimmen möchte, wie etwas auszusehen hat, der muss sich ganz schön tief in die Vorgaben reinfuchsen. Divi möchte einfach nicht, dass User selbst am Design rumspielen. Das ist auf der einen Seite ja gar nicht so schlecht, kann aber zum größeren Problem werden, wenn ein Plugin eines Drittanbieters verwendet werden soll (z. B. WooCommerce oder Gravity Forms). Hier kann es durchaus passieren, dass umfangreiche „Korrekturarbeiten“ notwendig werden. Die können zeitaufwendig und kostspielig sein.
    • Auch wenn Divi die Möglichkeit bietet, Filter auf die Bilder anzuwenden, so sind manchmal extrem einfache Optionen unauffindbar, z. B. die Anzahl der Spalten in einer Bildergalerie.
    • Wie viele andere Page-Builder verwendet auch Divi intern einen Shortcode-Parser. Das wird evident, wenn man Divi deaktiviert. Denn dann sind komplexe Seiten voll mit einem Wust von Shortcodes, durch die niemand mehr durchblickt.

    Kosten & Besonderheiten des Divi-Page-Builders

    Der Preis für den Divi-Page-Builder staffelt sich wie folgt:

    • 89 USD pro Nutzer pro Jahr für alle Themes und Plugins!
    • 249 USD einmalig und lebenslangen Zugriff auf alles. Kein Abo.

    Dafür bekommt man:

    • unbegrenzte Anzahl von Websites
    • über 110 Website-Layouts und über 880 Designelemente
    • als Bonus ein Social-Sharing-Plugin und einen Pop-up-Designer

    Unsere Einschätzung

    Divi ist als Gesamtpaket sehr attraktiv. Wer mit den ansprechenden Templates und Designvorlagen von Elegant Themes arbeiten will, für den ist Divi eine gute Entscheidung. Vor allem dann, wenn die zu erstellenden Seiten nicht sehr umfangreich sind oder oft überarbeitet werden müssen. Zu bedenken ist hier, dass Probleme mit dem Builder womöglich erst dann sichtbar werden, wenn wirklich mal ein Tweak notwendig wird oder vielleicht ein externes Modul zum Einsatz kommen soll.

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    Video: Die Surfschule mit dem Divi-Page-Builder nachgebaut

    Über unseren Link kannst du Divi ausprobieren →


    Elementor

    Elementor WordPress Page-Builder

    Elementor ist längst kein Neuling mehr unter den WordPress-Page-Buildern, um den sich mittlerweile eine riesige Community gebildet hat. Das liegt vermutlich am gelungenen User-Interface, dem starken Funktionsumfang und einer kostenlosen Version, die für die meisten Nutzer schon völlig ausreicht. Wer als kostenbewusster Blogger mit einem moderaten Featurebedarf unterwegs ist, hat hier eine kostenlose Möglichkeit, eigene WordPress-Seiten schön zu machen!

    Elementor bietet Animationen, Gradienten-Hintergründe, Effekte für Überschriften und mehr. Außerdem enthält es eine große Anzahl von professionell gestalteten Vorlagen und Hunderte professionelle Erweiterungen. Die kostenlose Version ermöglicht volle Optimierung auf mobil. Darüber hinaus gibt es unter anderem Unterstützung für den Wartungsmodus, Under-Construction-Seiten und Landingpages.

    Vorteile und Funktionen des Elementor-Page-Builders

    • Was Elementor von der Konkurrenz unterscheidet, sind die Layout-Features. Kein anderes Plugin hat hier so viele Einstellungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Sektionen leicht auf Bildschirmhöhe angepasst werden.
    • In der Standardversion sind bereits fast 30 Elemente enthalten, darunter Überschriften, Bilder, Videos, Buttons, Maps, Galerien, Bilderkarussells, Testimonials, Counter, Fortschrittsbalken und viele mehr.
    Elementor WordPress Page-Builder Elemente
    • In den Pro-Versionen gibt es darüber hinaus mehr als 20 weitere Elemente. Hier finden sich zusätzlich Preislisten & -tabellen, Formulare, Menüs, animierte Headlines, Facebook-Button und -Kommentare und vieles mehr.
    Elementor Pro WordPress Page-Builder
    • Zudem gibt es noch viele weitere Elemente, die einen Einsatz in verschiedenen Themes ermöglichen. Elemente für WooCommerce gibt es auch. So spricht auch nichts gegen den Einsatz von Elementor in E-Commerce-Projekten.
    • Als Besonderheit lässt sich bei Elementor das „Hello“-Theme erwähnen. Es ist ein simples Theme, das alle standardmäßig vorhandenen Layoutanweisungen zurücksetzt und so einen optimalen Startpunkt für eigene Designs bietet. Unserer Meinung nach lohnt es sich schon wegen des Theme-Builders, die Pro-Version zu kaufen. Das eingebundene Elementor-Demovideo zeigt, wie einfach es ist, alle notwendigen Seitentypen direkt im Theme-Builder einzurichten und über ein elegantes Regelwerk (Conditions) in die Website zu integrieren.
    • Elementor ist Open Source und somit sind Anpassungen am Quelltext möglich. Das spielt für viele, vor allem technisch versierte Nutzer eine Rolle, aber auch für diejenigen, die trotzdem noch einen Entwickler für die Website beschäftigen.
    • Beim Deaktivieren von Elementor hinterlässt der Editor keine proprietären Codeschnipsel. Das ist sehr gut und sonst bei den wenigsten Plugins zu finden.

    Neu: Mit Elementor Templates schneller zum Ziel!

    Einer der größten Vorteile der Neuen Version von Elementor ist die Möglichkeit, sogenannte Elementor Templates zu verwenden. Das sind quasi vorgefertigte Seitenvorlagen, die man in jede Website importieren kann.

    Envato, der größte Marktplatz der Welt für WordPress Themes bietet seit Neuestem nun auch eine ganze Reihe professioneller Elementor-Vorlagen-Kits an. Bei diesen Kits handelt es sich um eine Sammlung ähnlich gestalteter Vorlagen, Stock-Photos und Grafiken, die dazu gedacht sind, auf einer Website gemeinsam verwendet zu werden und dadurch automatisch super zusammen zu passen. 

    Damit kannst Du in Windeseile eine ganze Website super schnell und einfach zusammen bauen. Und das beste: Von Fotos und Videos bis hin zu Hintergründen und Schriftarten, in den Template-Kits sind bereit sämtliche Lizenzen für die Medien enthalten!

    Weitere Pro-Features, die eine Anschaffung lohnenswert machen:

    • Mit dem Pop-up-Builder lassen sich Pop-ups kreieren, die zum Beispiel zum Abfragen von E-Mail-Adressen eingesetzt werden können.
    • Der visuelle Formular-Generator ermöglicht es, eigene Formulare zu kreieren.
    • Dynamische Inhalte lassen sich innerhalb des Page-Builders verwenden.
    • Es gibt Animationen, Parallax- & Maus-Effekte für interaktive und bewegte Inhalte.

    Nachteile des Elementor-Page-Builders

    • Elementor kämpfte in der Vergangenheit immer wieder mal mit leichten Layout-Differenzen: Elemente, die in Elementor leicht anders aussehen als in der Vorschau. Das kann bei der Arbeit als Entwickler frustrieren.
    • Es ist nicht möglich, Elementor abzuschalten, um sich das finale Layout einer Seite anzuschauen. Es ist nur möglich, wieder in das Backend zurückzukehren oder ein Preview auf einer neuen Seite anzuschauen. Das geht besser und viel intuitiver, z. B. im Beaver Builder.

    Die Kosten & Besonderheiten

    Der Preis für Elementor staffelt sich wie folgt:

    • 49 USD jährlich für eine Website
    • 99 USD jährlich für bis zu drei Websites
    • 199 USD jährlich für bis zu 1.000 Websites

    Dafür gibt es:

    • 30-Tage-Geld-zurück-Garantie
    • Wer die Lizenz jährlich nicht verlängert, kann Elementor weiterhin verwenden, kommt aber nicht in den Genuss von Updates, Support und neuen Features.
    • Wer später upgraden möchte, muss nur die Differenz zum gewünschten Paket bezahlen.

    Unsere Einschätzung

    Alles in allem scheint Elementor die Nase bei den Features vorne zu haben. Vor allem die Layoutgestaltung ist unglaublich flexibel. Dafür ist der Page-Builder ein wenig buggyer. Es kann aber nur eine Frage der Zeit sein, bis hier alles funktioniert. Aufgrund der kostenlosen Version kann jeder genau ausprobieren, ob er von den Bugs betroffen ist. Nicht jeder mag unbedingt die Software mit den meisten Features. Also ist es ohnehin eine Frage des Testens.

    Video: Die Surfschule mit Elementor nachgebaut

    Über unseren Link kannst du Elementor ausprobieren →


    WPBakery Page Builder (ehemals Visual Composer)

    WPBakery WordPress Page-Builder

    Der Page-Builder von WPBakery bringt viele Jahre Produkterfahrung mit sich – er war einer der ersten visuellen WordPress-Editoren. Er hat einen enormen Funktionsumfang, ist allerdings auf das Editieren von Seiten beschränkt! Wer auch den Rest der Website mit dem visuellen Drag-and-Drop-Editor bearbeiten will, der braucht den Visual Composer. Zum Hintergrund: Das Unternehmen hat den auf das Bearbeiten von Seiten spezialisierten Editor in „WPBakery Page Builder“ umbenannt und einen nagelneuen Editor namens Visual Composer erschaffen, mit dem sich die gesamte Website einschließlich Header und Footer bearbeiten lässt.

    Vorteile und Funktionen des WPBakery Page Builders

    • Der Builder ist mobile-first, also sehr stark auf mobile Seiten fokussiert. Layouts werden im Hinblick darauf erstellt, dass die meisten Besucher die Seite über das Smartphone ansteuern. Erst von dort wird das Layout für größere Displays optimiert bzw. erweitert.
    • Aufgrund des Alters des Plugins gibt es Integrationen mit so ziemlich jedem größeren Plugin von Drittanbietern. Wo andere Editoren sich auf Shortcodes verlassen, glänzt WPBakery mit einem grafischen Interface. Über 250 Integrationen gibt es.
    • WPBakery schreibt sich auf die Fahne, dass der Page-Builder mit jeden Theme zusammenarbeitet. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Plugin intern alles über Shortcodes darstellt und eine Menge Code in das Contentfeld einfügt. Auf der einen Seite mag das ein Vorteil sein, andererseits (siehe Nachteile) aber auch nicht.
    • Es gibt eine große Auswahl an Designvorlagen, die der Nutzer herunterladen kann.
    • Das Plugin bietet eine umfangreiche Zahl von Content-Elementen für nahezu jeden Anwendungsfall.
    WPBakery Features

    Nachteile des WPBakery Page Builders

    • Der Live-Editor ist teilweise merklich langsamer als seine Konkurrenten. Auch muss man immer auf „Speichern“ klicken, bevor eine Liveänderung auf der Seite angezeigt wird, z. B. beim Einbinden einer Hintergrundgrafik für ein Element. Die Notwendigkeit, immer auf „Speichern“ zu klicken, um ein Preview angezeigt zu bekommen, ermüdet auf Dauer sehr.
    • Die Oberfläche fühlt sich manchmal überladen an und gewisse Bedienelemente werden von anderen überdeckt.
    • Andere Bedienelemente sind völlig daneben, zum Beispiel die berühmte Auswahl der Bildgröße für die Bilder einer Bildergalerie. Hier wählt der Nutzer die Größe der Bilder nicht in einer Dropbox aus, die zum Beispiel „groß“, „mittel“, „klein“ oder „thumbnail“ zur Auswahl hat – nein, das Tool verlangt das Eintippen des Wortes „thumbnail“ in ein einfaches Textfeld! Dies ist bei Weitem nicht das einzige Manko des User-Interfaces.
    • Klicken macht Spaß, aber manchmal sind Tasten schneller. Beim Einfügen von Elementen geht ein großes Fenster auf, aus dem sich ein passendes Modul auswählen lässt. Wer das Fenster wieder schließen möchte, zum Beispiel aufgrund eines Fehlklicks, der muss auf das X klicken. Die ESC-Taste oder ein Klick neben das Fenster funktionieren nicht.
    • Es ist nur mit einigen Tricks möglich, eine Zeile zu definieren, die sich über die gesamte Breite erstreckt und dann zum Beispiel in der Mitte eine Spalte enthält, die mit Content befüllt werden kann. Das macht es unmöglich, moderne Landingpages zu erstellen. Das ist auch der Hauptgrund, warum wir die Surfschule nicht mit WPBakery nachgebaut haben.
    • Es gibt viele weitere kleine Unzulänglichkeiten, die wir hier nicht alle aufzählen wollen. Es besteht immerhin die Hoffnung, dass die Entwickler viele davon aus dem Weg räumen. Bei einem so alten Produkt stellt sich aber die Frage, warum dies nicht schon längst passiert ist. Vielleicht liegt es auch an der Architektur des Plugins, welche sich nicht einfach ändern lässt, ohne die Kompatibilität zu bestehenden Seiten zu gefährden.

    Kosten & Besonderheiten des WPBakery Page Builders

    Der Preis für den WPBakery Page Builder staffelt sich wie folgt:

    • 45 USD einmalig für den Einsatz auf einer Domain
    • 245 USD einmalig für den Einsatz in einer eigenen SaaS-Anwendung (z. B. für Theme-Entwickler)

    Dafür bekommt man:

    • kostenlose Updates
    • Premiumsupport
    • Zugriff auf alle Templates

    Unsere Einschätzung

    Zu diesem Zeitpunkt können wir WPBakery auch trotz der Vorteile nicht so richtig empfehlen. Am meisten stört wirklich das ständige Speichern-Müssen. Wer darüber hinwegsehen kann, der sollte sich das Plugin genauer anschauen. Vielleicht ist ja Flexibilität bei den Integrationen wichtiger.

    Video: Die Surfschule mit WPBakery Page Builder nachgebaut

    Zu gerne hätten wir hierzu ein Video gemacht. Allerdings war dies schlichtweg nicht möglich, ohne sich tagelang in das Plugin einzuarbeiten und dann noch etliche Hacks nutzen zu müssen. Wenn man ohnehin schon für alles CSS-Schnipsel einbauen muss, wozu dann noch ein Plugin? Es war noch nicht einmal möglich, die Fontfarbe einer Überschrift auf Weiß zu stellen. In der derzeitigen Version können wir den WPBakery Page Builder daher leider nicht empfehlen!

    Über unseren Link kannst du WPBakery Page Builder ausprobieren →

    Visual Composer Site Builder

    Dies ist kein Märchen: Der Visual Composer war einmal ein Page-Builder. Dieser wurde jedoch in den WPBakery Page Builder umbenannt. Danach wurde der Visual Composer zu einem Site-Builder ausgebaut. Die Geschichte ist kompliziert.

    Der Visual Composer Site Builder ist ein modernes Plugin für die WYSIWYG-Erstellung von Seiten und Beiträgen. Außerdem kann man auch Themes für Seiten und Elemente/Blöcke mit ihm erstellen. Eine komplette Feature-Liste des Plugins gibt es auf der Seite des Herstellers.

    Vorteile des Visual Composer Site Builders

    • Nach einer kurzen Einarbeitung in den Zeilen-/Spalten-Layout-Builder sind auch moderne Layouts einfach möglich.
    • Für manche mag es ein Vorteil sein, dass der Visual Composer Site Builder auf eine lange Vergangenheit zurückblicken kann. Er war einer der ersten Builder überhaupt.

    • Text und das Layout lassen sich direkt auf der Seite bearbeiten. Das fühlt sich sehr zügig an im Vergleich zu WPBakery, das bei jedem Klick erst einen Roundtrip zum Backend erzeugt.

    • Das Visual Composer Hub bietet zahlreiche Erweiterungen und Addons für den Site Builder.
    • Es gibt alleine über 100 Content-Elemente für die Gestaltung der unterschiedlichsten Layouts.
    • Auch mit Layouts geizt der Visual Composer nicht. Es gibt über 100 davon
    • Das User-Interface ist anpassbar. Es lässt sich frei schwebend oder angedockt an einer Seite nutzen.
    • Der Themebuilder ist sicher ein Alleinstellungsmerkmal der Premium-Version. Mit ihm lassen sich komplette Layouts für ganze Seiten oder die einzelnen Komponenten (Headers, Footers, Sidebars etc.) erstellen
    • Parallax, Hintergrundvideos, Gradienten und andere beliebte Effekte beherrscht das Plugin ohne Probleme
    • Visual Composer wirbt mit einer umfangreichen Entwickler-API.

    Nachteile des Visual Composer Site Builders

    • Der Visual Composer Site Builder ist manchmal, so der Eindruck nach eigenen ausführlichen Tests (s. Surfschule-Video), etwas in der Vergangenheit hängengeblieben. Die Größe eines Bildes bestimmt sich beispielsweise über ein Wort, das in ein Textfeld einzugeben ist. Genaue Pixelgröße angeben geht nicht.
    • Bei der Bearbeitung von Text direkt auf der Seite verdunkelt der Visual Composer alles außer den Text. Das soll wohl helfen, uns hat es eher irritiert, da es sich anfühlt, als wären die restlichen Features nicht mehr nutzbar. Nur ein Klick führt aus diesem Modus wieder raus.
    • Rückgängig/Wiederherstellen funktioniert nicht zuverlässig, wenn überhaupt. Das als Feature zu listen, ist schon mutig.
    • Das Visual Composer Hub wird als Besonderheit angeboten. So besonders ist es dann aber auch nicht. Andere Plugins liefern die meisten Content-Elemente direkt mit und man muss diese nicht erst in einem „Hub“ runterladen.
    • Das Plugin gibt es nur im Abomodell.

    Kosten & Besonderheiten des Visual Composer Site Builders

    Der Preis für den Visual Composer Site Builder staffelt sich wie folgt:

    • 59 USD jährlich für eine einzelne Websitelizenz
    • 149 USD jährlich für für drei Websitelizenzen
    • 349 USD jährlich für beliebig viele Websitelizenzen

    Ab dem zweiten Jahr gibt es einen Nachlass von 40 %.
    Innerhalb von 15 Tagen gibt es eine 100 % Geld-zurück-Garantie.

    Unsere Einschätzung

    Der Visual Composer hat seine eigene Fangemeinde. Er ist immer noch sehr beliebt. Die Abspaltung zum WPBakery Page Builder hat sicherlich gut getan. Die neue Oberfläche fühlt sich modern und zukunftssicher an. Auch wenn der Visual Composer Site Builder nicht unsere erste Wahl wäre, so muss man ihm schon zugestehen, dass einige Features wirklich überzeugen, z. B. die Galeriefunktion aber auch der Umgang mit Zeilen und Spalten geht gut von der Hand. Wer über die teils altbackenen Funktionen hinwegsehen kann, der findet mit dem Visual Composer Site Builder ein Plugin, das moderne Layouts im Handumdrehen ermöglicht – eine gründliche Einarbeitung vorausgesetzt. Die regelmäßigen Updates lassen hoffen, dass sich die Situation in der Zukunft immer weiter verbessert.

    Video: Die Surfschule mit dem Visual Composer Site Builder nachgebaut

    Über unseren Link kannst du Visual Composer Site Builder ausprobieren →


    Der Beaver Builder

    Beaver-Builder WordPress Page-Builder

    Der Beaver Builder ist vor allem für seine Zuverlässigkeit bekannt. Die Feature-Auswahl ist im Vergleich zu den meisten anderen Buildern beschränkt. Jedoch lässt sich alles Notwendige durchaus mit dem Beaver Builder bewerkstelligen. Allerdings muss man hier manchmal zweimal hinschauen, bevor man das Feature findet.

    Vorteile und Funktionen des Beaver Builders

    • Der Frontend-Modus ist einfach und übersichtlich. Das Umschalten zwischen Bearbeiten-Modus und Vorschau funktioniert in Echtzeit.
    • Änderungen am Inhalt und den Styling-Optionen sind zwar nicht auf der Seite selbst (inline), sondern in einer eigenen Box, werden dafür aber (fast) in Echtzeit auf der Seite angezeigt.
    • Layout-Anweisungen werden über klar strukturiertes HTML und CSS eingestellt. Beaver Builder generiert keine Shortcodes.
    • Wenn Beaver Builder ausgeschaltet wird, bleibt ein klar strukturiertes HTML-Gerüst zurück. Das macht ein späteres Verarbeiten deutlich einfacher (– sollte dies jemals notwendig sein).
    • BB befreit den Nutzer davon, ein Theme basierend auf einem Design auszuwählen. Er ermöglicht das einfache Erstellen eigener Designs.
    • Die Entwickler arbeiten mit großer Geschwindigkeit an der Verbesserung des Plugins (besseres UI, bessere Performance etc.) und nicht – wie andere Plugin-Hersteller – ausschließlich am Hinzufügen von Eye-Candy.
    • Es gibt eine große aktive und leidenschaftliche Entwickler-Community rund um Beaver Builder. Das ist wichtig, wenn doch mal was schiefgeht bzw. der Website-Betreiber einen Entwickler finden möchte, um die eigene Website mit zusätzlicher Funktionalität auszustatten.
    Beaver Builder WordPress Theme

    Nachteile des Beaver Builders

    • Der Inline-Editor ist der einzige Teil der Software, der manchmal herumzickt.
    • Beaver Builder besitzt unter allen WordPress-Page-Builder-Plugins mit Abstand die wenigsten Vorlagen für Content-Elemente. Dies scheint eine bewusste Entscheidung der Hersteller zu sein. Oft ist es möglich, die eigenen Wünsche zu erfüllen, allerdings ist die Auswahl des richtigen Moduls etwas schwieriger, da die Icons bzw. die Beschreibung nicht unbedingt dem Industriestandard entsprechen.
    • Für Layout-Änderungen gibt es kein Undo. Manchmal bedeutet das, von vorne anfangen zu müssen.
    • Um wirklich die größtmögliche Flexibilität beim Layout zu erhalten, empfiehlt es sich, zusammen mit dem Plugin das „Beaver Builder Theme“ zu erwerben. Für insgesamt 199 USD hat man dann wirklich alles, was man braucht, von einem Hersteller. Im Vergleich mit anderen Plugins ist das eher teuer.

    Kosten & Besonderheiten des Beaver Builders

    Der Preis des Beaver Builders staffelt sich wie folgt:

    • 99 USD einmalig für eine Lizenz und unbegrenzte Installationen
    • 199 USD einmalig für das „Beaver Builder Theme“ und die Option, Multisite zu nutzen
    • 399 USD einmalig zahlen Agenturen, die zusätzlich Whitelabelling haben wollen.

    Nach einem Jahr muss man allerdings erneuern, um Updates zu erhalten. Die Erneuerung kostet 40 % weniger.

    Unsere Einschätzung

    Von uns erhält der Beaver Builder eine klare Empfehlung – einfach wegen des Gefühls, das sich bei der Arbeit mit BB einstellt. Selbst komplexere Layouts lassen sich leicht erstellen. Auch wenn der Builder manchmal nicht 100 % intuitiv ist, bietet die Oberfläche nach entsprechender Einarbeitungszeit fast immer eine passende Lösung. Wenn das Team rund um diesen Page-Builder jetzt noch mehr Vorlagen für Content-Elemente einbaut und kleinere Probleme bei der Nutzung der Editoren in den Griff bekommt, dann wäre der Beaver Builder wahrscheinlich der beste WordPress-Page-Builder.

    Video: Die Surfschule mit dem Beaver Builder nachgebaut

    Über unseren Link kannst du Beaver Builder ausprobieren →


    Brizy-Page-Builder

    brizy WordPress Page-Builder

    Brizy ist ein verhältnismäßig neuer und schneller WordPress-Page-Builder. Besonders augenfällig sind die vielen professionell gestalteten Templates und Designs.

    Die Vorteile und Funktionen von Brizy

    • Direkt bei der ersten Nutzung wird klar, wie gut das visuelle Bearbeiten von Seitenelementen klappt. Der Nutzer arbeitet direkt auf der Seite. Das funktioniert sehr zuverlässig und schnell. Dieses Erlebnis sollten alle Page-Builder liefern.
    • Die Brizy-Vorlagen lassen sich wirklich sehen. Für jeden Anwendungsfall (Kontakt, Karten, Features, Testimonials etc.) gibt es eine gute Auswahl an professionellen Layouts. Es kommen auch ständig neue hinzu.
    • Responsives Layout ist von Grund auf integriert.
    • Eigene Spalten-basierte Layouts zu erstellen ist kinderleicht.
    • Brizy Pro erlaubt das Erstellen von Headern und Footern, damit ist Brizy wie der neue Visual Composer mehr als nur ein Page-Builder.
    • Ein Rollen-basiertes System erlaubt die Eingrenzung der Rechte beim Bearbeiten einer Seite. Ein Feature, das bei größeren Teams eine Rolle spielen kann.
    • Brizy verwendet keine Shortcodes, was ein Wechsel zu einer anderen Plattform deutlich erleichtern kann.
    • Global Blocks erlauben das Abspeichern von einmal erstellten Content-Elementen, sodass diese auch auf weiteren Seiten eingebunden werden können. Der Clou: Bei Änderung eines globalen Blocks werden diese Änderungen auch auf allen Seiten sichtbar, auf denen dieser globale Block eingebunden ist.
    • Undo/Redo funktioniert recht gut. Das hat nicht jeder Builder.
    • Automatisches Speichern funktioniert ähnlich wie bei Google-Docs und hat auch sonst niemand.
    • Für das Neusortieren von Blöcken gibt es ein eigenes Interface, das das Verschieben etwas vereinfacht.
    brizy Layouts und Templates

    Die Nachteile von Brizy

    • Das Projekt ist recht neu. Viele Kernfeatures müssen noch weiter ausgebaut werden, um auf das Niveau der etablierten Page-Builder zu gelangen. Das Brizy-Team veröffentlicht jedoch ständig neue Features und Verbesserungen.
    • Die Dokumentation ist nicht wirklich berauschend. Es gibt, wahrscheinlich aufgrund der Neuheit, einfach noch nicht so viele Tutorials.
    • Sehr unüblicher Customer-Support über Github. Man muss dort – auch als Nicht-Entwickler – erst ein Konto einrichten und dann Tickets erstellen.

    Kosten & Besonderheiten von Brizy

    Der Preis von Brizy staffelt sich wie folgt:

    • 49 USD jährlich für 3 Sites
    • 99 USD jährlich für unbegrenzte Sites
    • 299 USD einmalig für Lifetime-Updates und -Support

    Brizy hat einen noch recht jungen Cloud-Dienst gelauncht, der es auch ohne WordPress möglich macht, mit Brizy Seiten zu gestalten. Damit tritt Brizy mit Squarespace in Konkurrenz, wobei es hier eher darum geht, einzelne Seiten zu erstellen, um diese zur Vermarktung von Produkten und Leistungen zu verwenden. Im Abo ist brizy.cloud aktuell noch kostenlos enthalten. Wer nur den Cloud-Dienst nutzen will, zahlt extra.

    Unsere Einschätzung

    Brizy hat als Branchenneuling enormes Potenzial. Mit der Oberfläche zu arbeiten, macht einfach nur Spaß. Wenn das Team wie bisher an der Produktqualität arbeitet, dann bekommen Elementor, Oxygen und Beaver Builder bald ernstzunehmende Konkurrenz. Der Editor fühlt sich sehr gut an und ist auf jeden Fall einen Test wert.

    Die Surfschule mit dem Page-Builder Brizy nachgebaut

    Über unseren Link kannst du Brizy ausprobieren →


    Der Oxygen-Builder

    Oxygen WordPress Page-Builder

    Der Oxygen-Builder ist am ehesten mit Brizy zu vergleichen, auch wenn der Builder ein paar Jahre älter ist. Content und Layouts werden live auf der Seite erstellt. Die Auswahl an Templates und Designs ist ebenfalls vergleichbar. Oxygen ist jedoch schon ein bisschen ausgereifter als Brizy.

    Vorteile und Funktionen von Oxygen

    • Oxygen hat ein intuitives Drag-and-Drop-Interface. Ganze Seitenlayouts lassen sich im Handumdrehen erstellen. Auch Vorlagen für einzelne Seitenelemente gibt es zur Genüge.
    • Der Builder bietet darüber hinaus auch gute Unterstützung für Coder, die mit JavaScript, HTML, PHP und CSS arbeiten.
    • Oxygen hat aktuell ein attraktives Preismodell. Der Kunde zahlt nur einmal und erhält auf Lebenszeit Updates und Support.
    • Die Gliederung ist mächtiger als bei Brizy.
    • Die Bedienung von Oxygen ist wirklich flüssig.
    Oxygen Layouts

    Nachteile von Oxygen

    • Anders als die meisten Page-Builder ist Oxygen mehr auf den Entwickler fokussiert. Die meisten Aufgaben lassen sich aber auch als Nicht-Entwickler erledigen.
    • Der Page-Builder erzeugt eine Menge Shortcode-Müll, der bei einem Umzug störend ist.
    • Wie tragbar das Preismodell ist, muss sich erst noch zeigen. Unter Umständen könnte es den Anbieter in Schwierigkeiten bringen. Damit ist auch niemandem geholfen.

    Kosten & Besonderheiten von Oxygen

    Das Preismodell von Oxygen ist ziemlich simpel: Für 99 USD einmalig gibt es Lifetime-Support und -Updates. Zudem gibt es eine 60-Tage-Geld-zurück-Garantie, also könnt Ihr Oxygen einfach ausprobieren.

    Unsere Einschätzung

    Wer sich gleichzeitig Brizy und Oxygen anschaut, der kommt ins Grübeln. Beide Page-Builder sind einfach zu bedienen und unter der Haube ganz schön mächtig. Wer sich den einen anschaut, der sollte auch den anderen prüfen. Letztendlich ist das Geschmackssache.

    Video: Die Surfschule mit dem Page-Builder Oxygen nachgebaut

    Über unseren Link kannst du Oxygen ausprobieren →


    Page Builder von SiteOrigin

    Den kostenlosen Page Builder von SiteOrigin haben wir bei unserer ersten Recherche irgendwie übersehen. Das beliebte Plugin zur Seitenerstellung für WordPress wurde mehr als eine Million mal herunter geladen. Damit lassen sich relativ einfach, responsive und spaltenbasierte Inhalte zu erstellen. Dabei platziert man Widgets, die man bereits aus dem WordPress Backend kennt in vorher definierte Bereiche. Der Page Builder arbeitet mit Standard WordPress Widgets, so dass man aus einer sehr großen Anzahl vorhandener Elemente wählen kann, oder mittels Plugins weitere Widgets hinzufügen kann. In der Premium-Version sind dann viele nützliche und sinnvolle Widgets enthalten:

    siteorigin-premium-pagebuilder

    Der Page Builder von SiteOrigin funktioniert grundsätzlich mit jedem Theme. Dank der einfachen Drag-and-Drop-Funktion des Page Builders muss man keine Zeile Code schreiben. Der Page Builder generiert den gesamten Code für die Darstellung, allerdings kann es natürlich zu Überschneidungen beim CSS kommen. Wir empfehlen daher eines der kostenlosen Themes oder der Premium Themes von SiteOrigin zu verwenden!

    Mittels Zeilen- und Widgetstile lassen sich die eigenen Inhalte optisch anpassen und somit einzigartig gestalten. Eigenschaften wie Abstände, Hintergrundfarben und Spaltenabstände lassen sich ebenfalls gezielt anpassen oder mit eigenem CSS-Code gezielt umgestalten.

    Kosten & Besonderheiten von SiteOrigin Premium

    Das jährliche Abo startet bei 29 USD für eine Webseite, bis 5 Webseiten kosten 49 USD und die Developer-Lizenz für 99 USD ist dann unbeschränkt für beliebig viele Webseiten gültig. Eine aktive Lizenz ermöglicht den Zugriff auf den Premium-E-Mail-Support und sämtliche Plugin-Updates. Die  Lizenz kann natürlich jederzeit gekündigt werden. Sehr gut ist: SiteOrigin bietet eine 60-Tage-Geld-zurück-Garantie auf alle Jahres- und Einmalpakete.

    Unsere Einschätzung

    Insbesondere die SiteOrigin Premium Version enthält alle Elemente, die man auf einer normalen Webseite benötigt und kann eine tolle Alternative sein, seine Webseite aufzubauen. Der Page Builder unterstützt eine Live-Bearbeitung womit man Inhalte sehen und Widgets in Echtzeit bearbeiten kann. Mit einem der kostenlosen Themes oder einem Premium Themes von SiteOrigin kann man seine Seite sehr schnell und professionell gestalten.

    Über unseren Link kannst du SiteOrigin ausprobieren →


    Gutenberg-Editor (kostenlos)

    Gutenberg ist der aktuelle WordPress-Editor, der mit Version 5.0 im Backend den altbackenen Standardeditor ersetzt hat. Da der Editor aktuell noch auf das Backend beschränkt ist, konkurriert er nicht wirklich mit den Frontend-Page-Buildern, die wir hier getestet haben. Die Frage ist vielmehr, ob die Einführung von Gutenberg es obsolet macht, sich heute noch einen Page-Builder anzuschaffen.

    Aus unserer Sicht können wir dies derzeit noch ganz klar verneinen. Gutenberg ist bis jetzt nicht in der Lage, die Welt der Frontend-Editoren umzukrempeln. Das hat vor allem drei Gründe:

    1. Gutenberg hat zwar mittlerweile auch Spalten, allerdings sind die in ihrer Funktionsweise noch relativ rudimentär.
    2. Gutenberg hat aktuell noch keine Zeilen, die es ermöglichen, Spalten darin zu platzieren – zumindest nicht ohne entsprechende Shortcode-Plugins. Mit der grandiosen Toolset-Erweiterung kannst Du aber trotzdem individuelle Layouts und sogar eigene Post-Types ohne Programmieraufwand erstellen.
    3. Außerdem ist Gutenberg nicht im Frontend, also auf der Seite selbst, zu finden. Er ist ausschließlich im Adminpanel als Backend-Editor implementiert. Er wird also auch in Zukunft wahrscheinlich keine Livebearbeitung von Elementen auf einer Seite unterstützen.

    Es könnte sein, dass sich das irgendwann einmal ändert. Die WordPress-Roadmap sieht eine tiefere Integration von Gutenberg für Header, Footer und Sidebar vor, allerdings steht das derzeit noch alles in den Sternen. Bis es so weit ist, führt also kein Weg an einem ordentlichen WordPress-Page-Builder vorbei. Wenigstens nicht für Website-Betreiber, die gehobenere Ansprüche an Layout und Content-Darstellung haben und sich nicht auf feste Templates beschränken lassen wollen.

    Fazit: Welcher Page-Builder ist denn jetzt der beste für mich?

    Das möchte jeder gerne wissen. Allerdings ist diese Frage nicht allgemein und für jeden gleichermaßen zu beantworten. Auch wenn nach einem Test jeder seinen eigenen Favoriten haben wird, so heißt das nicht, dass dieser Page-Builder der beste für alle ist. Ausprobieren ist angesagt. Und hier können wir folgenden Tipp geben: Einfach die folgenden vier Page-Builder in dieser Reihenfolge testen und ausprobieren, womit Du am besten zurechtkommst!

    Dabei wird garantiert jeder SEINEN Page-Builder finden <3

    Wir wünschen viel Spaß beim Testen 🙂

  • Die besten Lead-Generation-Plugins für WordPress

    Die besten Lead-Generation-Plugins für WordPress

    Heute starten wir mit diesem Artikel unsere neue dreiteilige Serie „E-Mail-Marketing mit WordPress“! Los geht’s logischerweise mit dem Einsammeln von E-Mail-Adressen und Leads über sogenannte Lead-Generation-Plugins.

    Die Leadgenerierung ist der erste und zugleich wichtigste Teil eines guten E-Mail-Marketings, bei dem ein potenzieller Interessent zum Abonnenten beispielsweise Eures Newsletters oder eines Gewinnspiels wird. Egal ob Blog, Start-up, Agentur oder großes Unternehmen – wer die Kontaktinformationen eines Leads sammeln möchte, muss einen echten Mehrwert bieten. Welche E-Mail-Kampagne Ihr nach dem Einsammeln der Leads aufbaut, entscheidet Ihr je nach Marketingstrategie und den Produkten, die Ihr verkaufen wollt.

    Vorwort: Der Newsletter-Versand ist kein Kinderspiel

    Ein wichtiger Hinweis vorab: Die meisten Plugins in dieser Liste arbeiten mit externen Newsletter-Diensten. Dies hat mehrere Gründe, zum Beispiel ist bei vielen günstigeren Hostingpaketen die PHP-Funktion mail() nicht verfügbar. Warum? Wegen Hackern und Spam! Wer beispielsweise sein Kontaktformular selbst programmiert und Mails direkt aus WordPress versenden möchte, muss sehr genau sein. Lückenhafte PHP-Kontaktformulare bieten Spammern eine Plattform, ihre Nachrichten zu verbreiten. Das ist weder für Euch gut noch für den Server-Betreiber. Daher stellen viele Webhoster diese Funktion gar nicht erst zur Verfügung.

    Dieses Problem könnt Ihr lösen, indem Ihr Eure Marketing-E-Mails entweder über einen externen Dienst wie Amazons SES oder einen Newsletteranbieter verschickt – oder zumindest eine eigene E-Mail-Adresse mit einem richtigen Postfach in Eurem Hostingpaket erstellt und die E-Mails dann über SMTP oder andere Mail-Relay Dienste versendet. Dieses Feature ist allerdings in vielen Hostingpaketen stark eingeschränkt. Denn auch hier gibt es eine Menge zu beachten, wenn man will, dass die E-Mails auch erfolgreich (und damit an den Spamfiltern vorbei) zugestellt werden. Außerdem landet eine neue E-Mail-Adresse sehr schnell auf den Filterlisten der großen E-Mail-Anbieter wie web.de, Googlemail und Co., wenn Ihr von heute auf morgen anfangt, tausende Mails am Tag zu versenden. Also immer schön langsam starten und hocharbeiten. Entscheidet Euch besser für einen externen Dienst und ein professionelles Lead-Generation-Plugin, welches sauber getestet und stets aktuell gehalten wird. Damit gebt Ihr Hackern kaum eine Chance, Eure E-Mail-Adresse zu missbrauchen.

    Mehr dazu erfahrt Ihr im zweiten Teil der Reihe E-Mail-Marketing mit WordPress, in der es um Newsletter-Plugins geht!

    Am Anfang steht aber das Einsammeln der Adressen. Die folgende Best-of-Liste bietet Euch einen umfassenden Überblick, welches Plugin das Beste zur Generierung von Leads und Newsletter-Abonnenten für Eure E-Mail-Marketing-Kampagne sein könnte.

    TIPP: Bloom – sammle erfolgreich E-Mail-Opt-ins und Leads

    Bloom eMail Opt-In And Lead Generation Plugin For WordPress

    Bloom ist ein richtig geiles Lead-Generation-Plugin und Teil von Divi, das auf die Erstellung von Anmeldeformularen ausgerichtet ist. Es bietet über 100 vorgefertigte und individualisierbare Vorlagen mit sechs verschiedenen Anzeigetypen. Die Formulare werden auf dem PC, Tablet und Smartphone angezeigt.

    Bloom funktioniert aktuell mit den 19 größten Newsletter-Anbietern. Ihr habt unzählige Möglichkeiten für die Integration: Pop-ups ploppen in der Seitenmitte auf und können nach einem Zeitintervall oder nach der Leadgenerierung erneut auftauchen – wie und wann bestimmt Ihr. Zusätzlich sind Fly-ins in der Sidebar oder im Footer möglich und Ihr könnt das Opt-in-Formular in Eure Beiträge und Seiten integrieren. Das Plugin von Elegant Themes kann nach einem Kauf, einem Kommentar oder längerer Inaktivität erscheinen. Ihr entscheidet auch, auf welcher Unterseite oder bei welchem Beitrag ein Formular aufploppen oder einfliegen soll. Gefällt Euch ein einmal designter Style besonders gut, könnt Ihr diesen einfach kopieren und erneut verwenden. Bloom ist für Anfänger und Profis geeignet. Es ist überschaubar und kann intuitiv erlernt werden. Zum noch besseren Verständnis liefern Erklärvideos Antworten und Wege zur Umsetzung.

    Das Beste: Entscheidet Ihr Euch für Bloom, könnt Ihr zwischen zwei Versionen wählen, mit denen Ihr automatisch auch die anderen Plugins von Elegant Themes erwerbt. Für 89 $ im Jahr bekommt Ihr die Themes Divi und Extra sowie das Lead-Generation-Plugin Bloom und das Social-Media-Sharing-Plugin Monarch. Für eine einmalige Zahlung von 249 $ bekommt Ihr lebenslange Updates, lebenslangen Support und könnt das Paket für so viele Websites nutzen, wie Ihr mögt.

    Fazit: Bloom möchte ein Rundum-sorglos-Paket liefern, mit dem Ihr WordPress-Websites aufbauen und zusätzlich Marketing betreiben könnt. Es ist nicht möglich, sich nur für Bloom zu entscheiden – Ihr kauft immer gleich alle Produkte. Der einmalige Preis von 249 $ ist überschaubar im Vergleich zu anderen Plugins, die jährlich teilweise weit mehr kosten. Wer es also bequem mag und nicht bei mehreren Anbietern verschiedene Produkte kaufen möchte, für den ist die Elegant-Themes-Reihe das Richtige. Habt Ihr einmal ein Problem oder braucht Hilfe, müsst Ihr Euch nur an einen einzigen Support wenden, die Produkte sind immer gleichzeitig up to date und Ihr könnt die Tools auf beliebig vielen Websites verwenden.

    Convert Pro – Sehr umfangreiches Profi Plugin

    Convert Pro Plugin

    Convert Pro arbeitet nahtlos mit allen großen Anbietern von Newsletter-Systemen und E-Mail-Marketing zusammen. Die Ein-Klick-Integration macht es wirklich einfach mit der Erfassung und Verwaltung von Lead-Daten direkt im WordPress-Backend zu starten.

    In Sachen Features bringt Convert Pro einen Drag-and-Drop-Editor mit, der es ermöglicht jedes Element und an beliebiger Stelle zu platzieren. So lassen sich schöne Opt-in-Formulare ohne eine einzige Zeile Code erstellen. Natürlich sind auch hier sehr gut konvertierende Vorlagen dabei, mit denen man direkt loslegen kann.

    Das Timing spielt bei der Lead-Generierung eine wichtige Rolle. Man muss den richtigen Zeitpunkt kennen, an dem ein Besucher wahrscheinlich konvertieren wird. Das Anzeigen einer Nachricht oder eines Formulars im richtigen Moment erhöht die Chancen eine gesunde E-Mail-Liste aufzubauen und den Gesamtumsatz zu steigern. Hier bietet Convert Pro eine super Auswahl von effektiven Triggern:

    conver-pro-trigger

    Fazit: Mit 99 USD pro Jahr oder 399 USD einmalig ist Convert Pro leider nicht ganz billig, dafür erhält man ein Lead-Generierungs-Plugin, dass in Sachen Qualität, Funktionalität und Design Seinesgleichen sucht. Insbesondere das Split- bzw. A/B-Testing. die Erkennung von Referrern, Devices und AdBlockern ist den Aufpreis aus meiner Sicht wirklich wert!

    Convert Plus – Günstiges Plugin zum Einstieg

    convertplus-pro

    Convert Plus ist ein All-in-One WordPress Popup-Plugin, mit dem man Elemente zur Lead-Generierung sehr schnell und einfach in jede beliebige Webseite integrieren kann. Damit lassen sich in wenigen Minuten schöne Popups erstellen und Website-Besucher in Abonnenten, soziale Follower und Kunden zu verwandeln. Funktionen wie das Exit-Popup, Opt-in-Popup, Slide-in-Popup, Video-Popup, On-Click-Popup, Social Popup, eingebettete Formulare, Widget-Boxen, Infobalken machen es zu einem sehr leistungsfähigen Popup- und Lead-Generation-Plugin.

    convert plus Elemente

    Fazit: Für nur 24 USD einmalig erhält mit Convert Plus man ein tolles Paket aus unbegrenzten Updates und 6 Monaten Support. Einhalten sind 10+ Popup-Display-Positionen, 12+ verschiedenen Verhaltenstrigger und Filtern. sowie eine riesige Bibliothek mit über 100+ schön gestalteten und hochkonvertierenden vorgefertigten Vorlagen mitbringt.

    OptinMonster – Das Monster der Lead-Generation-Plugins

    OptinMonster Convert and Monetize Your Website Traffic

    Wer von Leadgenerierung spricht, kommt nicht umhin, OptinMonster im selben Satz zu erwähnen. Das beliebte Pop-up-Tool mit eigenem WordPress-Plugin unterstützt die meisten großen US-Newsletter-Anbieter, wie Aweber und MailChimp, und lässt sich über den Editor einfach individualisieren. Geeignet ist es für Blogger, E-Commerce-Unternehmen und Stores, die zusätzlich über ihre Website Produkte verkaufen möchten oder effizient Newsletter-Abonnenten aus ihrem Blog generieren wollen. Um Eure Conversion-Rate zu steigern, könnt Ihr mit OptinMonster sogar echte A/B-Tests durchführen, diese analysieren und die jeweiligen Darstellungsformen auf jeder Unterseite verändern.

    Doch der Platzhirsch der E-Mail-Marketing-Plugins ist nicht kostenfrei zu haben, leider gibt es auch keine kostenlose Probeversion. Das Plugin kostet für eine Website regulär 19 $ monatlich im kleinsten Paket. Wer noch mehr Features für bis zu fünf Websites haben möchte, zahlt 99 $ im Monat.

    Wer sich für OptinMonster entscheidet, den erwartet eine große Palette an professionellen Vorlagen. So könnt Ihr mit einer bereits vorgefertigten Vorlage arbeiten, diese zusätzlich verändern und mit minimalem Aufwand auf Eurer Website platzieren. Oder aber Ihr entscheidet Euch dafür, alles selbst zu gestalten, und erstellt Eure Vorlage mit dem Drag-and-drop-Generator. Dabei sind Pop-ups im Header, im Footer oder in der Seitenmitte möglich. Die integrierte Exit-Intent-Technologie lässt das Formular genau dann aufploppen, wenn der Website-Besucher seinen Cursor von der Seite wegführt. So kann er das Pop-up nicht übersehen und man vermeidet vielleicht einen Leser zu verlieren.

    Fazit: Nachteile gibt es eigentlich keine. OptinMonster ist ein Lead-Generation-Plugin, das für Anfänger und Profis gleichermaßen geeignet ist. Es ist einfach zu bedienen, schnell zu erlernen und so vielfältig individualisierbar, dass es sich für jede Marketingstrategie anpassen lässt. Das Plugin garantiert, dass Ihr in kürzester Zeit jede Menge Leads sammelt. Wer bereit ist, Geld zu investieren, kann mit OptinMonster nichts falsch machen.

    Sumo – einfache Integration und effektiver Aufbau von Listen

    Sumo The Easiest Way To Turn Your Visitors Into Ecommerce Customers
    Sumo The Easiest Way To Turn Your Visitors Into Ecommerce Customers

    Ein weiteres Pop-up-Plugin zur Leadgenerierung ist Sumo – eins der wenigen Plugins dieser Art, die auch auf dem Smartphone zuverlässig funktionieren. Das früher noch SumoMe genannte Sumo arbeitet mit den gängigen Newsletter-Anbietern wie Aweber, MailChimp und weiteren zusammen. Um Eure Conversion-Rate zu optimieren, führt das Plugin Heatmap-Tracking durch. Es zeigt Euch Abonnement-Statistiken und Image-Sharing-Statistiken an, hat eine schwebende Social-Bar zum Posten auf mehreren Plattformen und lässt sich mit dem Drag-and-drop-Generator einfach Euren Marketingbedürfnissen anpassen. Neben dem hohen Maß an Kreativität für Eure Newsletter und Pop-ups sorgt es für eine schnelle Leadgenerierung.

    Im Gegensatz zum oben genannten Tool kann Sumo kostenlos getestet werden, bevor man zur Pro-Version wechselt. In der Pro-Version kostet es 39 $ monatlich. Besonders fair ist, dass es nicht mehrere Preiskategorien gibt. Für 39 $ im Monat bekommt Ihr alles, was Sumo kann!

    Fazit: Sumo hat sehr viele Funktionen und ist für kreative Unternehmen und Firmen geeignet. Wenn Ihr viel Wert auf Social Media legt, seid Ihr hier genau richtig. Die hohen Kosten von 468 $ pro Jahr (bzw. 120 $ mehr, je nach Zahlweise) werden schon fast nebensächlich, wenn man sich die umfangreichen Funktionen ansieht, die einem sogar in der kostenlosen Version zur Verfügung stehen. Allerdings gehören unter anderem A/B-Tests und E-Commerce-Designvorlagen leider nicht dazu. Dafür aber E-Mail-Kampagnen, Besucher-Targeting, Posten auf Social-Media-Plattformen, unbegrenzte Subscriber und vieles mehr.

    Optin Forms – kostenlos, aber eingeschränkte Funktionen

    Optin Forms

    Ein vollkommen kostenfreies Opt-in-Plugin für Euer E-Mail-Marketing ist Optin Forms. Das von Fancy Themes entwickelte Tool ist hauptsächlich dazu da, Formulare zu erstellen und auf Websites zu platzieren, um Leads zu generieren.

    Optin Forms funktioniert mit acht verschiedenen Newsletterdiensten. Dass das Plugin gerade mal fünf unterschiedliche Formularentwürfe hat, scheint erst einmal wenig, diese sind jedoch alle komplett anpassbar: Schriften, Texte, Größe, Elemente und Farben – alles kann neu gestaltet werden. Das Plugin ist Widget-freundlich und kann mithilfe eines Widget-Plugins und eines Shortcodes im gewünschten Bereich, wie Sidebar oder Footer, platziert werden. Mehr gibt es über Optin Forms kaum zu sagen – es ist simpel und tut, was es tun soll: Formulare erstellen, damit Besucher ihre Daten hinterlassen und zu Leads werden.

    Fazit: Das Plugin ist einfach zu bedienen und überschaubar. Es ist für Anfänger bestens geeignet, da man weder HTML- noch CSS-Kenntnisse braucht und man von den Funktionen nicht überfordert wird. Wer mehr Vorlagen und weitere Möglichkeiten haben möchte, sollte sich für Optin Monster oder Sumo entscheiden. Aber auch bei Optin Forms passen sich die ausgesuchten Layouts an den Look der Website an und Ihr könnt die Formulare individualisieren. Ein Punkt, der absolut für dieses Plugin spricht: Es kostet keinen Cent! Davon dürften sich vor allem Start-ups und Kleinunternehmer angesprochen fühlen, deren Business noch ganz am Anfang steht und die mit den ersten Leads starten wollen.

    Icegram – kostenlos starten und später upgraden

    icegram The most popular WordPress plugin to grow subscribers, increase conversions and engage visitors.

    Hat da jemand kostenlos gesagt? Ganz genau, Lead-Generation-Plugins müssen nicht unbedingt viel kosten. Icegram ist in einer Free Version zu haben und bietet dort bereits einige Features. Wenn Euch diese nicht reichen, könnt Ihr auf Pro (97 $ im Jahr) oder Max (147 $ im Jahr) aufstocken und bekommt noch mehr Vorlagen.

    Dieses kostengünstige Plugin ermöglicht Euch die Erstellung von Welcome-Bars, Pop-ups, Slide-in-Messengern und Opt-in-Formularen. Die Pop-ups erscheinen auf dem PC, Tablet und Smartphone. Dabei schlägt Icegram sogar Headlines vor, allerdings auf Englisch. Die Vorlagen lassen sich an den Stil Eurer Website anpassen und Ihr entscheidet, in welchem Bereich Eurer Website sie angezeigt werden: links, rechts, unten, oben oder in der Mitte. Es ist sogar möglich, die Anzeigen nur bestimmten Nutzern einzublenden und sie nach einem gewissen Zeitplan auf verschiedenen Unterseiten aufploppen zu lassen. Mit einem gratis Add-on könnt Ihr Euch einen Analysebericht zusenden lassen. Geeignet ist dieses Plugin – vor allem in der kostenfreien Version – für alle, die zunächst kein Geld investieren wollen oder das Plugin vor dem Kauf genauer prüfen möchten. Icegram funktioniert mit den großen Newsletter-Softwares, wie zum Beispiel MailChimp und Aweber.

    Fazit: Ihr könnt kostenlos starten und Euch später für Icegram Pro oder Max entscheiden. Bei diesen Versionen bleiben die Kosten überschaubar und sind im Vergleich zu anderen Plugins gering. Die Call-to-Action-Schaltflächen können beliebig verändert und platziert werden, die Vorlagen sind vielfältig und die Entwickler versprechen den gewünschten Erfolg!

    Leadboxer – erfahre noch viel mehr über Deine Leads

    Leadboxer: Your Personal Lead Generation Machine

    Ebenfalls bestens zur Leadgenerierung geeignet, aber schon ein eher extremes Spezialtool ist das Plugin von Leadboxer. Im B2B-Bereich bietet es großen und kleinen Unternehmen die Möglichkeit, Neu- und Bestandskunden sowie Website-Besucher und Interessenten genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Wie funktioniert das? Die anonymen Website-Besucher werden identifiziert, die Schritte der Interessenten auf Eurer Website nachverfolgt und sogar Firmenname, E-Mail-Adressen und Unternehmensgröße werden von Leadboxer sichtbar gemacht. Noch bevor der Besucher Euch seine Daten preisgibt, wisst Ihr schon eine ganze Menge über ihn. Er wird also zum Lead, noch bevor er es weiß. Das Plugin wertet die Kontakte nach einem Scoring aus und stellt so fest, welche Kriterien die gesammelten Daten erfüllen. Ihr legt fest, auf welche Daten es Euch ankommt. Geeignet ist dieses Plugin vor allem für E-Mail-Marketingstrategien.

    Doch auch für dieses Plugin müsst Ihr Geld in die Hand nehmen. Leadboxer bietet keine kostenlose Version. Bei jährlicher Zahlung kostet das Starterpaket 79 $ pro Monat. Zahlt Ihr monatlich, kostet es 99 $ im Monat. Beim Corporate-Paket, das weitere Funktionen mitbringt, kommt Ihr auf 399 $ oder 499 $ je nach Zahlungsrhythmus. Ein Vorteil ist, dass Leadboxer Euch eine Liste aller qualifizierten Leads zusendet. Auf Wunsch sogar täglich. Ihr müsst nur einmalig einstellen, welche Daten Eurer Leads Euch wichtig sind, und das Plugin übernimmt den Rest. Selbstverständlich könnt Ihr das jederzeit ändern.

    Fazit: Der stolze Preis kann sich durchaus lohnen, wenn Euch genaue Einblicke in Eure Leads wichtig sind. Ein Besuch von Eurem potenziellen Kunden und Ihr habt einen ganzen Datensatz zur Verfügung – wie der Lead das findet, sei mal dahingestellt. Unternehmen, die ihr Hauptaugenmerk auf diese Art von E-Mail-Marketingstrategie setzen, werden mit diesem Plugin zufrieden sein.

    Thrive Leads – umfangreiche Suite zur Leadgenerierung

    Thrive Leads

    Ein weiteres großes Plugin mit vielen Funktionen: Thrive Leads soll eine All-in-one-Lösung für Eure E-Mail-Marketingstrategie darstellen und verspricht den höchsten technologischen Standard.

    Auch bei diesem Tool könnt Ihr die Formulare mit einem Drag-and-drop-Generator beliebig verändern und an Euren Stil anpassen. Leuchtkästen, Opt-in-Formulare mit einem ersten und zweiten Schritt, Pop-up-Bänder, Exit-Intent, Smartlinks für bereits bestehende Leads, Advanced Targeting, A/B-Tests und noch viel mehr – Thrive Leads liefert die ganze Palette. Das Unternehmen Thrive Themes steckt hinter diesem und weiteren Thrive Plugins. Seit neuestem ist es nicht mehr möglich, ein einzelnes Plugin oder Theme zu kaufen. Statt dessen muss man für 19 $ im Monat die komplette Thrive Suite inklusive aller Plugins erwerben.

    Die Entwickler möchten mit Architect, Landingpages, Optimize und Leads alle Bereiche des E-Mail- und Online-Marketings abdecken. Doch auch alleine bietet Thrive Leads sehr viele technische Möglichkeiten und ist daher eher für fortgeschrittene Anwender geeignet. Sich in alle Einstellungen einzuarbeiten dauert einige Zeit und ist mithilfe von Videos erlernbar. Laut Thrive Themes ersetzt dieses Tool einen Entwickler, Ihr bräuchtet in Eurem Unternehmen also keinen Experten mehr, spart einen Arbeitsplatz und könnt Eure E-Mail-Marketing- oder sogar die komplette Online-Marketing-Strategie nach einer gewissen Einarbeitungszeit selbst umsetzen. Natürlich funktioniert auch dieses Plugin mit den gängigsten Newsletter-Softwares.

    Fazit: Dieses Plugin ist mehr als nur ein kleines Lead-Generation-Tool. Es wird immer aktuell gehalten, stetig weiterentwickelt und funktioniert mit über 30 weiteren Marketing-Softwares. Technologisch betrachtet ist Thrive Leads das wohl fortschrittlichste Plugin auf dem Markt. Aber: Für Anfänger ist es allerdings zu umfangreich und schwierig einzurichten. Kennt Ihr Euch in diesem Themengebiet bereits bestens aus, wird Euer Marketingherz bei Thrive Leads höherschlagen. Der Umfang der Thrive Suite ist enorm, der Preis mit 228 $ im Jahr allerdings ebenso.

    Mein Fazit und meine Empfehlung

    Meine Meinung ist: Als Anfänger solltet Ihr erstmal mit einem der kostenfreien oder günstigen Plugins starten und später zu einer Pro-Version wechseln. So könnt Ihr erstmal ausprobieren, ob Euch ein Plugin zur Leadgenerierung weiterbringt. Gerade in der Anfangsphase eines Unternehmens wird oft überlegt, für was am nötigsten Geld investiert werden sollte. Vielleicht gehört ein Lead-Generation-Plugin zu diesen Überlegungen. Vor allem zu Beginn ist es wichtig, Euer Business wachsen zu lassen, und dafür braucht Ihr Interessenten und potenzielle Neukunden. Die bekommt Ihr am einfachsten und schnellsten über eines der genannten Plugins.

    Seid Ihr bereits ein größeres Unternehmen oder habt viel Traffic, dann würde ich gleich zu einem professionellen Plugin wie Convert Pro, Optin Monster oder Bloom greifen. Wollt Ihr Eure E-Mail-Marketing-Liste ausbauen und auf eine neue Ebene katapultieren? Dann startet mit der Vollversion eines dieser Tools. Manche davon versprechen Euch in bereits wenigen Tagen viele Leads. Mein persönliches Ranking sieht so aus:

    Optin Monster ist mein persönlicher Sieger. Mich hat dieses Plugin absolut überzeugt. Ihr könnt es zwar nicht kostenlos testen, dafür bringt es alles mit, was Ihr von einem guten E-Mail-Marketing-Plugin erwarten könnt: sehr viele Funktionen und guten Support. Außerdem ist es für Anfänger und Profis (dank des einfachen Drag-and-drop-Generators) und für alle Branchen geeignet, da Ihr es komplett individualisieren könnt.

    Im Vergleich zu Bloom ist es überschaubarer, aber absolut ausreichend. Bloom ist zwar noch umfangreicher, dafür braucht Ihr aber eine Einarbeitungszeit und könnt unter Umständen nicht sofort loslegen. Dieses Tool ist eine All-in-one-Lösung, die für technisch versierte WordPress-User bestens geeignet ist. Anfänger werden sich jedoch überfordert fühlen.

    Daher mein Fazit: Mit OPTIN MONSTER müsste jeder klarkommen.

  • Humor: Die besten Witze nur für SEOs

    Humor: Die besten Witze nur für SEOs

    Ich dachte mir, wir könnten doch zwischendurch mal ein paar humorigere Töne im Blog anschlagen. Daher kommen hier nun 12 Witze, die garantiert nur ein SEO versteht, die lustigsten SEO Memes und 11 Dinge, an denen du merkst, dass du ein echter SEO bist!

    12 Witze, die garantiert nur ein SEO versteht!

    1. Was bekommt man, wenn man einen Pinguin und einen Panda kreuzt? – Ein Ranking Problem!!
    2. Letztens im Hotel hatte ich Zimmer 404 – ich habs nicht gefunden und dann in Zimmer 301 geschaut, ob ich vielleicht in ein anderes Zimmer muss.
    3. Geht ein SEO in eine Bar, Bars, Pub, Irish Pub, Trinkhalle und bestellt Alkohol, Wein, Bier, Whiskey, Rum, Wodka
    4. Eine Webseite ist nur so stark, wie ihr schwächster Link!
    5. Was ist der Lieblings-Rankingfaktor eines Piraten? – CTRrrrrrrrr!
    6. Was ist das Lieblings-Contentformat eines Piraten? – Webinarrrrrrr!
    7. Wieviele SEOs braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Eine Birne, das Licht oder auch LED, vielleicht ein Leuchtmittel oder eine Lampe?
    8. Der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken?Seite 2 bei Google!
    9. Was essen Pandas am liebsten? <meta name=”keywords” content=”Bambus, Bambus Blätter, Bambus Stängel, Bambus Triebe, Bambus Stämme, Bambus Pflanzen”>
    10. Was macht ein SEO in den Flitterwochen? – Er hängt ein Schild mit dem Wort NOFOLLOW an die Zimmertür
    11. Was ist der Lieblingsfilm alles SEOs? – Backlink to the future!
    12. Wieso mögen SEOs keine Trampoline? – Zu hohe Bouncerate!

    Ursprünglich habe ich die Liste schonmal zum SEO-Sommerloch 2010 veröffentlicht. Falls Du sie noch nicht kennst, hier ist die nicht ganz ernst gemeinte Liste:

    11 Dinge, an denen du merkst, dass du ein echter SEO bist

    1. Wenn du irgendwo Zwillingen begegnest, musst du an Duplicate Content und den Canonical Tag denken!
    2. Du hast schon in der Schule Keywords anstatt Vokabeln gelernt!
    3. Hübsche Menschen fragst du nicht nach der Telefonnummer sondern nach einem Link!
    4. PPC bedeutet für dich nur „Porn, Pills & Casino“!
    5. Bei einem Räumungsverkauf in der Stadt, versuchst du als erstes deren expired Domain zu snappen!
    6. Du bescheißt lieber deinen Merchant, als deinen Ehepartner!
    7. Deine Antwort auf alle Fragen: Google es!
    8. Du wiederholst in deinen Sätzen ständig die gleichen Begriffe
    9. Du ärgerst dich, weil die meisten Formulare nur ein Feld für URLs bieten!
    10. Du schmierst Toilettenwände mit Domainnamen statt Telefonnummern voll!
    11. Du freust dich, wenn du von jemandem gelinkt wirst!

    Fallen dir noch weitere SEO-Witze ein? Dann ab in die Kommentare damit!

    Hier noch die lustigsten SEO-Meme

  • Meine Teilnahme an der Google Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC)

    Meine Teilnahme an der Google Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC)

    Die Online-Marketing-Challenge ist eine einzigartige Gelegenheit für Studenten, praktische Erfahrungen bei der Erstellung und Durchführung von Online-Marketingkampagnen für echte gemeinnützige Organisationen zu sammeln, indem sie ein monatliches Budget von 10.000 USD in Form von Google Ads-Werbebudgets über das Google Ad Grants-Programm nutzen. Dieses globale akademische Programm bringt zwei Welten zusammen, indem es Studenten und gemeinnützige Organisationen zusammenbringt, um die Entwicklung digitaler Fähigkeiten zu unterstützen und positive Veränderungen auf der ganzen Welt voranzutreiben.

    Wer kann teilnehmen?

    Die Ad Grants Online Marketing Challenge (OMC) ist offen für Hochschulstudenten aus Grund- oder Aufbaustudiengängen, unabhängig vom Hauptfach. Die Studierenden müssen Teams von 2-5 Mitgliedern bilden und sich unter einem verifizierten Fakultätsmitglied, Dozenten oder Dozenten anmelden, der gegenwärtig an einer akkreditierten Hochschule angestellt ist. Google wird Studententeams mit ausgewählten gemeinnützigen Organisationen zusammenarbeiten, die Teil des Ad Grants-Programms sind und sich für die Teilnahme an der Challenge entschieden haben.

    Die OMC ist eine phantastische Möglichkeit, die Marketingtheorie zum Leben zuerwecken, indem den Studierenden eine praktische Lernerfahrung vermittelt wird, die ihnen die Möglichkeit dazu gibt:

    • durch praktische Erfahrung wertvolle Geschäfts-, Marketing-, Analyse- und Beratungsfähigkeiten zu erwerben.
    • Zu einer sinnvollen Sache beitragen und gleichzeitig von echten Organisationen lernen.
    • Effektive Zusammenarbeit in einem echten Team zu lernen.
    • Eine echte Beziehung zu einem Kunden aufbauen und im wirklichen Leben etwas bewirken.
    • Gewinnen Sie Einblick in die digitale Marketinglandschaft mit echtem Geld auf einer Live-Werbeplattform.
    • Aufbau taktischer Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind.

    Was ist mit der GOMC passiert?

    Die OMC hieß noch GOMC und war die weltweite Google Online Marketing Challenge. Damals konnten sich nicht nur gemeinnützige Unternehmen über das Ad Grands Programm bewerben, sondern es war möglich mit jedem Unternehmen, das noch nie, oder zumindest nicht in den letzten 12 Monaten Werbung über Google Ads geschaltet hatte. Im Gegensatz zu den 10.000 USD, die gemeinnützige Unternehmen erhalten, hatten die Unternehmen in der GOMC lediglich 250 USD an Budget zur Verfügung und mussten somit in sehr kurzer Zeit, mit sehr wenig Budget und Daten das Maximale herausholen!

    Ich selbst habe im Jahr 2016, während meines Studiums an der FHWS zum Bachelor of Science in E-Commerce mit einem Team und dem Kunden YOU CAN FIGHT! teilgenommen und dabei den Sieg im Finale nur knapp verfehlt:

    Unsere AdWords Strategie für “YOU CAN FIGHT!”

    Für die Keyword-Research nutzen wir im Keyword Planer die Vorschläge auf Basis von Suchbegriffen, der URLs der Mitbewerber, sowie allgemeiner Seiten, wie z.B. der Wikipedia-Seite zu Krav Maga. Außerdem werten wir die Suchbegriffe aus dem Analytics-Konto, der Google Search Console und die Long Tail Suchanfragen aus Google Trends, den ähnlichen Suchen auf der Suchergebnisseite und den Vorschlägen von Google Suggest im Suchfeld aus. Diese Daten werden auch für die Erstellung einer Liste von Negative-Keywords verwendet. Für unsere Keyword-Bidding-Strategie haben wir ein Nachfragemodell erstellt, welches für jede Phase der potentiellen Customer-Journey die CPCs anhand der potentiellen Conversionrate festlegt:

    Nachfragemodell für CPC-Gebote nach potentieller Conversion-Rate (CR)

    Wir gruppieren ähnliche Keywords in granulare AdGroups. Darin schalten wir gezielte Anzeigen, passend zum jeweiligen User-Intent. Jede AdGroup soll mindestens drei Anzeigen-Varianten enthalten, die gegeneinander getestet werden. Insbesondere werden wir emotionale Ansprache gegen rationale Anzeigentexte testen.

    AusrichtungNur SuchnetzwerkNur Suchnetzwerk
    ZielgruppeTrainierende (B2C)Instructor Ausildung (B2B)
    TargetingKöln (20 km um den Standort)Deutschland
    Sprache, ZeitDeutsch, Wochentags 8:00-19:00 Uhr (Bürozeiten)
    AdGroups
    Beispiele
    Selbstbewusstsein AdGroup,Selbstverteidigung AdGroup,
    Krav Maga Training AdGroup, …
    Krav Maga Instructor AdGroup,
    Krav Maga Unterrichten AdGroup,
    Selbstverteidigung unterrichten AdGroup, …
    Keywords
    Beispiele
    [krav maga köln]
    +selbstbewusstsein +stärken
    “krav maga lernen”
    +selbstverteidigung
    +taekwondo
    [krav maga instructor]
    “krav maga unterrichten”
    “krav maga ausbilder werden”
    +selbstverteidigung
    +unterrichten
    Anzeigen
    Beispiele


    Negative Beispiele-instructor, -ausrüstung, -”ausbilder werden”-training, -ausrüstung, -kostenlos
    Anzeigen-erweiterungenStandorterweiterung, Anruferweiterung, Sitelinks, ZusatzinformationenAnruferweiterung, Sitelinks, Zusatzinformationen
    Kampagnen im Suchnetzwerk mit Targeting, Beipiel AdGroups und Keywords

    Budget-Verteilung und Ziele

    Wir teilen das Budget auf Kundenwunsch in die Bereiche der Trainierenden (B2C) und der Instructor-Ausbildung (B2B) im Verhältnis von 5:2 auf. Für das Display-Netzwerk, die Brand Searches und das Retargeting erstellen wir separate Kampagnen für beide Zielgruppen.

    KampagneSuche B2CSuche B2BDisplayBrandRetargeting
    Woche 120% = 10$/day8% = 4$/day4% = 2$/day3% = 1,5$/day0%
    Woche 210% = 5$/day4% = 2$/day2% = 1$/day2% = 1$/day2% = 1$/day
    Woche 320% = 10$/day8% = 4$/day4% = 2$/day5% = 2,5$/day8% = 4$/day
    Gesamt50%20%10%10%10%
    Impressions / Clicks2.500 / 250500 / 25100.000 / 100200 / 1005.000 / 50
    Ø CPC / Ø CTR$0,50 / 10%$2,00 / 5%$0,50 / 0,1%$0,25 / 50%$0,50 / 1%
    Budgetverteilung für alle fünf Kampagnen 

    Metriken und KPIs

    • Micro-Conversions: Fortschritte im Anmeldeprozess, Eingabe von Daten.
    • Soft-Conversions: Generierte Leads, Ebook Downloads, Newsletter-Abos.
    • Hard-Conversions: Anrufe, Buchungen, Anmeldung zum Probetraining.

    Das Hauptziel der Kampagnen war die wirtschaftliche Kundengewinnung. Diese sollten daher auf Kostenumsatzrelation per CPO ausgesteuert werden.Der maximale CPO im Bereich B2C liegt laut YCF UG bei 15 EUR, für B2B bei 150 EUR. Die wichtigsten Hebel sind: Die Identifikation geeigneter Suchbegriffe mit dazu passenden Anzeigentexten und Landingpages, sowie ein optimaler Nutzerfluss auf der Website.

    Ergebnisse unserer GOMC-AdWords-Kampagne

    Die YCF UG bietet Krav Maga Selbstverteidigungskurse und Ausbildungen zum Instructor an. Hauptziele der Kampagnen waren die Neukundengewinnung (B2C) sowie die Positionierung als Instructor-Ausbilder (B2B). Als sekundäres Ziel galt es, Aufmerksamkeit für die „taktische Selbstverteidigung“ zu schaffen. Die Botschaft „Niemand muss Opfer körperlicher Gewalt sein“ sollte klar kommuniziert werden. Das Budget wurde für die unterschiedlichen Ziele strategisch aufgeteilt und in separaten Kampagnen umgesetzt. Im Display-Netzwerk haben wir primär auf Branding und Positionierung gesetzt. Eine Remarketing-Kampagne (RLSA) sollte die Effektivität des Budgets maximieren.Die AdWords-Kampagne lief 21 Tage (26.04 bis 16.05.16) und verbrauchte US$ 243,25 Budget.

    Die Ergebnisse der Kampagnen sind durchweg positiv. Insbesondere die Konversionsraten haben alle Erwartungen übertroffen. Mit US$ 243,25 wurden 76 Interessenten für Probetrainings, sowie 20 für die Instructor-Ausbildung gewonnen. Unsere Planzahlen sowie der Forecast haben sich als sehr realistisch herausgestellt:

     BudgetImpressionsClicksØ CPCØ CTR
    Goal $250.00108,200525 $0.480.49%
    Achieved $243.2595,793521 $0.470.54%
    Planzahlen im Vergleich zu den tatsächlichen Werten

    Die Anzahl der Conversions hat alle Erwartungen übertroffen. Die vorgegebenen CPAs wurden in sämtlichen Kampagnen deutlich unterboten (Tab. 2).

    CPAB2CB2B
    Goal $ 15.00$ 150.00
    Achieved$ 2.35$ 3.57
    CPA

    Die von uns erstellten Landingpages haben zu hohen Konversionsraten und niedrigen Absprungraten geführt und damit neben gezieltem Targeting und optimalen Anzeigentexten, den Ausschlag für den Erfolg der AdWords-Kampagne gegeben.

    Die B2C-Kampagne kann zur Neukundengewinnung deutschlandweit auf alle YCF-Standorte adaptiert werden. Neue Ausbilder können im B2B kosteneffizient akquiriert werden und mit neuen Kunden ihre eigenen Trainingsteams aufbauen. Der Buchungsprozess, der bislang noch bei einem externen Dienstleister liegt, sollte nutzerzentriert auf der eigenen Webseite umgesetzt werden, um die Konversionsraten weiter zu steigern. Mit erhöhtem Budget kann auf die automatische Gebotseinstellung „Ziel-CPA“ umgestellt werden, um mehr Kunden zu erreichen und den Aufwand für die Gebotsverwaltung zu reduzieren. Die erfolgreiche Social Media Kampagne auf Google+ sollte fortgeführt und auf Facebook adaptiert werden.

    Kampagnenstrategie

    Die Kampagne „B2C Search“ wurde zur Neukundengewinnung für den Trainingsstandort Köln eingesetzt. Durch die „B2B Search“-Kampagne wurden Interessenten für eine Ausbildung zum „Krav Maga Instructor“ gewonnen. Auf das bestehende Gefühl von Unsicherheit vieler Menschen, insbesondere nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht in Köln, haben wir mit der klaren Botschaft: „Du kannst Dich selbst verteidigen“ geantwortet. Krav Maga wurde als effektives Selbstverteidigungssystem präsentiert, und damit die Nachfrage nach Kursen und Instructor-Ausbildungen gesteigert. Durch eine intensive Keyword-Recherche wurde eine breite Abdeckung relevanter Suchanfragen von Beginn an sichergestellt. Die Identifizierung zahlreicher „Negative Keywords“ half irrelevante Impressionen zu vermeiden. Die Kampagnen wurden bereits zum Start granular aufgesetzt. Für viele Suchanfragen wurden eigene AdGroups mit passenden Anzeigentexten und Landingpages angelegt, die auf die jeweilige Suchintention der Nutzer ausgerichtet wurden.

    Insgesamt haben wir 37 Anzeigengruppen in 5 Kampagnen mit 233 Keywords, 36 negativen Keywords und 155 verschiedenen Anzeigen eingesetzt. Es kamen 4 verschiedene Anzeigenerweiterung zum Einsatz (Standort, Sitelinks, Anruf und Zusatzinformationen).

    Displayanzeige (HTML5)

    Die Kampagne im Display-Netzwerk zielte besonders auf Branding und Positionierung der YCF UG ab. Hierfür wurden in erster Linie animierte HTML5 Displayanzeigen eingesetzt (Abb. 1). Diese wurden über den integrierten Editor in Google AdWords erstellt und konnten somit in sämtlichen Anzeigeformaten genutzt werden. Dies reduzierte den Aufwand für die Erstellung und Anpassung auf ein Minimum. Da die Webseite der YCF UG bereits über Traffic aus der organischen Suche verfügte, konnten Remarketing-Listen (RLSA) erstellt werden, um die Konversionswahrscheinlichkeit und Kundenbindung zu erhöhen. Dort haben wir eine vorhandene Liste aus dem E-Mail-Marketing als Zielgruppe eingesetzt. Das Remarketing-Potential konnte leider nicht voll ausgeschöpft werden, da unseren spezifischeren RLSA-Listen im Kampagnen-Zeitraum nicht ausreichend Daten zur Verfügung standen. Operational Details: Die ersten Gespräche und Briefings mit dem Kunden erfolgten telefonisch. Um die Distanz zu verringern und unseren Kunden persönlich kennenzulernen, haben wir uns entschlossen zu einem Kickoff-Meeting nach Köln zu reisen. Um die Ansichten des Kunden besser zu verstehen, haben wir gemeinsam an einem Probetraining vor Ort teilgenommen. Wir haben dort die Effektivität von Krav Maga kennengelernt und erlebt, wie wichtig eine Teilnahme am Training für die Kundengewinnung ist. Bei dieser Gelegenheit konnten wir mit Teilnehmern des Probetrainings sowie geübten „Kravisten“ sprechen und wichtige Informationen für die Konzeption der Landingpages gewinnen. Ausgestattet mit einem besseren Verständnis für die Ziele des Kunden und den Schilderungen der Trainierenden, begannen wir mit der Konzeption der Landingpages. Wir erstellten für jede Zielgruppe eine eigene Zielseite im User-Centered-Design Verfahren. Dabei haben wir unsere Ansätze direkt in WordPress umgesetzt und anschließend im Usability-Labor unserer Hochschule mit Probanden getestet. Wir haben sowohl Eye-Tracking (Abb. 2), als auch qualitative Nutzerbefragungen durchgeführt und etliche Konversionshürden identifiziert. Diese konnten nach Rücksprache mit dem Kunden beseitigt:

    Eye-Tracking Ergebnisse

    werden. Insgesamt haben wir acht unterschiedliche Landingpages, passend zur jeweiligen Zielgruppe und Suchintention erstellt. Um die Konversionswahrscheinlichkeit zu erhöhen, mussten wir die extrem langen Ladezeiten der Webseite reduzieren. Daher haben wir den Serverstandort nach Deutschland verlagert, ein CDN eingesetzt (CloudFlare) und mit Google PageSpeed Insights und mod_pagespeed die Ladezeiten verbessert. Zur Absicherung der Kundendaten und dem Aufbau von Vertrauen, stellten wir die Seite auf SSL um (HSTS). Mit den Zielgruppen im Hinterkopf haben wir anschließend unsere Keyword Research durchgeführt. Wir kombinierten Daten aus dem Google Analytics Konto, der Google Search Console sowie des AdWords Keyword Planer. Long Tail Suchanfragen gewannen wir aus Google Trends, den ähnlichen Suchen und Google Suggest. Sämtliche Begriffe, die auf eine abweichende Nutzerintention hindeuteten, haben wir in diesem Schritt in eine Negativ-Keywordliste aufgenommen. Während die B2C Search Kampagne per Umkreisausrichtung auf einen Radius von 30 km um Köln beschränkt wurde, lief die B2B Search KampagneDeutschlandweit. Als Brand Kampagne buchten wir die Namen der Trainer, sowie die Marke YOU CAN FIGHT im Suchnetzwerk ein. Für die Remarketing Kampagne verwendeten wir die E-Mail-Liste aus dem Newsletter-Marketing. Außerdem wurden sämtliche Website Besucher via Google Analytics als RLSA-Zielgruppe hinzugefügt. Im Display-Netzwerk haben wir drei AdGroups mit Targeting per Placements, Interessen und Keywords erstellt.

    Zum Kampagnenstart richteten wir die lokale Standorterweiterung über die Verknüpfung mit Google MyBusiness ein. Da laut unserem Kunden die Verkaufswahrscheinlichkeit bei telefonischer Kontaktaufnahme sehr hoch ist, aktivierten wir während der Bürozeiten die Anruferweiterung. Um die Kampagnen-Performance besser beurteilen zu können, haben wir in Google Analytics Ziele definiert und das AdWords Conversion Tracking implementiert. Durch automatische Berichte konnten wir jeweils den vorherigen Tag auswerten und unsere Optimierungsansätze planen. Unsere erstellten Keywordlisten haben wir in granulare AdGroups gegliedert und für jede AdGroup drei unterschiedliche Anzeigen erstellt. Als Zielseiten dienten die zur Suchintention passenden Landingpages, welche die geschalteten Keywords direkt widerspiegelten (Abb. 3).

    Relevanz von Suche, Matching, Anzeige und Landingpage

    Die Anzeigentexte wurden möglichst ansprechend unter Verwendung der Keywords und mit einer klaren Call-To-Action formuliert. Um das Matching der Broad Keywords zu verbessern, haben wir die Keywords aller anderen AdGroups jeweils als „Negatives“ hinzugefügt. Die Remarketing-Listen wurden auf allen anderen Kampagnen ausgeschlossen.

    Wir haben in den ersten Tagen ganz bewusst unsere Anzeigen auf der Top-Position platziert, um möglichst schnell an aussagekräftige Daten hinsichtlich der CTR und CR zu gelangen. Bei vorgeschlagenen „First-Page Bids“ von US$ 3,36 mussten wir den Qualitätsfaktor über den Durchschnitt heben, um unsere geplanten Klickpreise zu erreichen. Da die Qualitätsfaktoren sich im Bereich von 10 bis 7 eingependelt haben, konnten wir bereits nach wenigen Tagen unsere CPC-Gebote senken.

    Ø CPC im Verlauf

    Durch immer relevantere Anzeigen und granularere AdGroups konnten wir diese weiter verbessern (Abb. 4). Ineffektive Keywords, die keinen Anteil an Konversionen hatten, wurden pausiert (Tab. 3). Bei teuren Keywords haben wir gezielt die Gebote auf Position 2 und 3 gesenkt. Den Suchanfragenbericht haben wir regelmäßig ausgewertet und weitere „Negatives“ hinzugefügt.

    KeywordImp.QSCTR
     +köln +sicher1460,00%
     +köln +sicherheit8761,15%
    Ineffektive Keywords
    MyBusiness Card

    Die „B2C Search“-Kampagne lief sehr erfolgreich, war jedoch durch das Tagesbudget in ihren möglichen Impressionen beschränkt. Der Ø CPC lag insgesamt 44% über unserem Ziel, da die geplanten 10% CTR zu optimistisch waren. In der „B2B Search“-Kampagne war die Nachfrage niedriger als erwartet. Trotzdem konnten wir durch eine CTR von 14%doppelt so viele Klicks wie geplant generieren. Statt der „Suggested Bid“ von US$ 3,36 haben wir nur US$ 0,41 pro Klick bezahlt. In der Display-Kampagne konnten wir bei einem Ø CPC von nur US$ 0,23sehr günstig Anzeigen schalten. Daher haben wir das Budget für Display um 69% erhöht und die geplanten Klicks um 84% übertroffen. Die Brand-Kampagne hatte zwar mehr Impressions als geplant, konnte aber durch die niedrige CTR weniger Klicks verbuchen. Es hat sich herausgestellt, dass die Prominenz des Google MyBusiness Eintrages (Abb. 5) von der Anzeige ablenkt. In der Remarketing-Kampagne konnten wir die dreifache CTR erreichen, wenn auch zu einem etwas höheren CPC als erwartet. Insgesamt gab es hier wenige Impressions, da einige RLSA-Listen noch nicht genug Daten für eine Anzeigenschaltung enthielten. In der Multi-Channel-Analyse hat sich gezeigt, dass AdWords die anderen Kanäle nicht kannibalisiert, sondern zusätzliche Kunden erreicht.

    KeywordCampaignAdGroupQSClicksCTRØPos.ØCPC
    „you can fight“BrandYOU CAN FIGHT!95223,0 %1,00,17
    [krav maga köln]B2CKrav Maga Köln9268,6 %1,90,63
    „krav maga instructor“B2BInstructor101712,9 %1,10,26
    Effektivste Keywords der Search Kampagnen

    Schlussfolgerung

    Der Schlüssel zum Erfolg war, neben der strategischen Einrichtung und der laufenden Optimierung des AdWords Accounts, insbesondere das Verständnis für die Intention der Suchenden. Durch die qualitativen Nutzerbefragungen konnten wir die Motivationen und emotionalen Trigger verstehen, die sich in bestimmten Suchanfragen ausdrücken. Dies ermöglichte die Erstellung hochrelevanter Anzeigentexte und zielgerichteter Landingpages. Enorm wichtig war permanentes Monitoring der Kampagnen, sowie die Auswertung der täglichen Berichte zu Performance und Suchanfragen.

    OverviewCampaignB2C SearchB2B SearchDisplayBrandRemarketingTotal
    Budget (US$)Goal125.0050.00 25.00 25.00 25.00 250.00 
    Achieved134.34 21.9942.20 10.75 33.97 243.25 
    Result107%44%169%43%136%97%
    ImpressionsGoal2,500500100,0002005,000108,200
    Achieved3,15138690,6773651,21495,793
    Result126%77%91%183%24%89%
    ClicksGoal2502510010050525
    Achieved186531845939521
    Result74%212%184%59%78%99%
    Ø CPC (US$)Goal0.50 2.00 0.50 0.25 0.50 0.48 
    Achieved0.72 0.41 0.23 0.18 0.87 0.47 
    Result144%21%46%72%174%99%
    Ø CTRGoal10%5%0.1%50%1%0,485%
    Achieved6%14%0.2%16%3%0,544%
    Result59%275%200%32%321%112%
    ConversionsSum161415401297
    CPA (US$)Average8.391.572.810.272.832.51
    Alle Kampagnen mit Plan- und IST-Werten im Vergleich

    Unsere Empfehlungen für die Zukunft

    Budget-Simulation für die B2C Kampagne
    Budget-Simulation für die B2C Kampagne

    Um die Reichweite in der B2C-Kampagne zu maximieren sollte das Budget auf das von AdWords vorgeschlagene Niveau von US$ 23,00 angehoben werden (Abb. 6). Dadurch können noch mehr Neukunden akquiriert werden. Außerdem sollten neue Keywords getestet werden. So könnte der Nutzer beispielsweise bei einer Suche nach „selbstverteidigung karate“ auf eine Landingpage geführt werden. Dort sollten die Vorteile von Krav Maga gegenüber Karate dargestellt werden. Für die Challenge haben wir uns auf ziviles Krav Maga konzentriert. Professionelles Sicherheitspersonal stellt eine interessante Zielgruppe für „Military-“ und „Law Enforcement Krav Maga“ dar. Hierfür sollten neue AdGroups angelegt und getestet werden. Durch den hohen Anteil an mobilen Zugriffen, wäre es ratsam mittels „User ID“ geräteübergreifendes Tracking zu aktivieren und die gesamte Customer Journey auszuwerten. Über ein geeignetes Attributionsmodell kann der Beitrag einzelner Kampagnen zum Gesamterfolg gemessen werden und damit das Budget effizienter eingesetzt werden. Mittels Video-Placements könnten auf YouTube Betrachter von Krav Maga Videos und Berichten zu den Übergriffen in Köln gezielt erreicht werden. Gezielte A/B-Tests könnten neue Optimierungsansätze auf den Landingpages verifizieren und die Konversionsraten weiter steigern.

    Was haben wir daraus gelernt?

    Clicks und Conversions nach Gerät

    Die GOMC war für uns eine wichtige Erfahrung im letzten Jahr unseres Studiums. Für den Großteil des Teams war dies die Möglichkeit zum ersten Mal einen Kunden eigenständig und direkt zu betreuen. Die getroffenen Entscheidungen, hatten Einfluss auf ein reales Unternehmen sowie dessen Umsatz, Mitarbeiter und Kunden. Eine große Herausforderung für uns war die Kommunikation mit dem Kunden. Für uns selbstverständliche Fachbegriffe waren dem Kunden nicht geläufig und mussten zunächst erklärt werden. Wir konnten im Rahmen der GOMC echte Erfahrungen in der Kundengewinnung mit Google AdWords machen und haben dabei sehr positive Erfahrungen hinsichtlich der Werbemöglichkeiten, aber auch mit dem Unternehmen Google und dessen AdWords E-Mail und Telefonsupport gemacht. Die Mitarbeiter konnten uns bei Problemen stets eine Lösung aufzeigen. Die schnelle Freigabe der Website nach Ergänzung der fehlenden Datenschutzerklärung ist nur eines der positiven Beispiele. Für die Verwendung des Markennamens “YOU CAN FIGHT” in den Anzeigentexten haben wir eine Markenanmeldung an das AdWords-Team weitergeleitet. Wir wurden durch die positiven Beispiele der Trainierenden bestärkt für Krav Maga zu werben und weiteren Menschen zu mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu verhelfen. Sehr positiv war auch die Erkenntnis, wie effektiv nutzerzentrierte Webseiten konvertieren und wie man Landingpages auf Basis qualitativer Nutzerbefragung in der Praxis umsetzt und mittels Eye-Tracking verifiziert. Außerdem war es sehr interessant zu sehen, wie wichtig der mobile Traffic mittlerweile geworden ist. Dieser lag mit 56,3% noch vor dem Desktop und auch 53% aller Konversionen erfolgten über Smartphones (Abb. 7).

    An unserer Hochschule wurden interdisziplinäre Teams aus unterschiedlichen Vertiefungen des Studiengangs gebildet. Das gemeinsame Projekt profitierte von den unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten jedes einzelnen Teammitglieds. Wir teilten uns in Subteams für das AdWords-Account Management, die Conversion Optimierung und das Social Media auf Google+ auf. Über regelmäßige Hangouts haben wir Ideen diskutiert und Erfahrungen geteilt. Für die Dokumentation unserer Arbeit haben wir Google Docs verwendet und konnten so gleichzeitig an Dokumenten arbeiten. Auch menschlich war es eine rundum positive Erfahrung, denn wir haben uns gegenseitig besser kennen und schätzen gelernt und wurden als Team zusammengeschweißt. Wir können uns vorstellen nach dem Studium weiter zusammen zu arbeiten.

    Unser Ansprechpartner war sehr kooperativ und hatte stets ein offenes Ohr für unsere Fragen und Vorschläge. Die räumliche Distanz galt es durch technische Hilfsmittel wie Hangouts, Docs und Skype zu überwinden. Damit der Kunde uns persönlich kennenlernen konnte, sind wir gemeinsam zu einem Kickoff-Meeting nach Köln gereist. Dort haben wir unser Konzept für die GOMC vorgestellt und diskutiert. Die Vertrauensbasis, die bei diesem Treffen geschaffen wurde, war Grundlage unserer produktiven Zusammenarbeit. Die Ziele, Motivationen und Beweggründe des Kunden und seiner Zielgruppe zu verstehen, war für uns eine entscheidende Voraussetzung für unsere erfolgreiche Kampagne. Der Kunde vertrat zum Teil Ansichten, die wir nur schwer nachvollziehen konnten. Für ihn wirkten bestimmte Formulierungen sowie die verwendete Bilderwelt positiv und relevant, obwohl diese unserer Ansicht nach nicht immer passend waren. Diese Botschaften sollten aus Sicht des Kunden gezielt provozieren. Wir entwickelten darauf eine eigene Hypothese und verifizierten diese mit einer Nutzerbefragung. Dabei stellte sich heraus, dass bestimmte Formulierungen und Bilder eher negative Emotionen weckten und die Interessenten so von einer Konversion abhielten. Daher haben wir positive Gefühle wie Sicherheit betont und den Kunden mehr Selbstvertrauen und eine Bestätigung der eigenen Fähigkeiten in Aussicht gestellt. Diese Strategie hat deutlich mehr Interessenten zu einem Probetraining bewegt und unseren Kunden überzeugt, unsere Strategie vollumfänglich umsetzen. Dies war eine sehr positive Erfahrung für unser Team, da unsere Ansichten von einem erfolgreichen Unternehmer berücksichtig wurden und sich später bestätigt haben.

    Weitere Empfehlungen

    Die Kampagne hätte von Beginn an stärker auf die konkrete Nachfrage nach Krav Maga Kursen ausgerichtet werden. Um Interessenten, die noch nie von Krav Maga gehört haben zu überzeugen, sollte ein separates strategisches Budget bereitgestellt werden.

    Unsere Aufteilung in Subteams machte zwar die Zusammenarbeit effizient, erschwerte jedoch die Möglichkeit in allen Bereichen Fachwissen aufzubauen. Durch detaillierte Dokumentation und Präsentation könnten wir im Team noch besser voneinander lernen.

    Neben der GOMC waren wir als Studenten in anderen Kursen und Projekten eingebunden, was die Terminfindung oft komplizierte. Spontane Meetings haben zwar gut funktioniert, jedoch wäre es sinnvoll feste Termine zu vereinbaren um die Abstimmung zu vereinfachen.

    Zu unserer Aufgabe gehörte es auch den Internetauftritt des Kunden kritisch zu analysieren. Dabei haben wir gelernt, dass man dem Kunden auch positive Aspekte aufzeigen sollte, um ihn in seinen bisherigen Anstrengungen zu bestärken. Auch, dass der Kunde eine spürbare emotionale Bindung zu seiner Arbeit hat, sollte bei Kritik stets beachtet werden.

  • Video: Webinar RankBrain, Machine Learning und die Zukunft von SEO

    Video: Webinar RankBrain, Machine Learning und die Zukunft von SEO

    Spätestens mit der Veröffentlichung von RankBrain ist klar: Google setzt bei seiner Suche auf Künstliche Intelligenz. In diesem Webinar erkläre ich was es eigentlich mit künstlicher Intelligenz auf sich hat und was das für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet. Insbesondere gehe ich darauf ein, was der aktuelle Stand in Sachen KI ist und wo (noch) die Grenzen liegen. Außerdem zeige ich, wie neuronale Netze und Deep Learning funktionieren.

    Das wirst Du nach dem Webinar erreicht haben:

    Nach dem Seminar verstehst Du besser, wie künstliche Intelligenz, neuronale Netze bzw. Deep Learning funktionieren und mit welchen Waffen Google zukünftig die Suchergebnisse weiter verbessern wird.

    Webinar RankBrain & SEO jetzt ansehen:

  • OpenOffice auf über 21% der Computer 2010

    OpenOffice auf über 21% der Computer 2010

    In der Webmasterpro Webanalyse untersuchten wir 2010 erstmals die Verbreitung der meistgenutzten Office-Pakete unter deutschsprachigen Internetnutzern.

    Zur Verbreitung von OpenOffice (als größtem Konkurrenten von Microsoft Office) gab es bis dato nur relativ ungenaue Daten aus einer Umfrage von 2007. Mit unserer Studie wollten wir eine statistisch signifikante Analyse der Verbreitung unter deutschsprachigen Internetnutzern liefern.

    Mit einer völlig neuen Methodik konnten vollautomatisch bei mehr als einer Million Internetnutzern die installierten Office-Programme ermittelt werden. Dadurch war es möglich, Verbreitung und Trends bei Office-Programmen ausfindig zu machen, wie es bei Browser-Marktanteilen schon lange üblich ist.

    Die folgende Tabelle zeigt den Anteil der Internetnutzer die Anfang 2010 ein bestimmtes Office-Paket installiert hatten:

    Installiertes Office-PaketVerbreitung unter deutschsprachigen Internetanwendern
    Microsoft Office72 %
    OpenOffice.org (StarOffice, IBM Lotus Symphony, andere Derivate)21,5 %
    WordPerfect Office2,7 %
    Apple iWork1,4 %
    SoftMaker Office0,3 %
    KOffice (nur Version 1.6)0,03 %
    Keines der obigen Office-Pakete installiert17,1 %

    Stand: Januar 2010

    Beobachtungen

    OpenOffice war 2010 auf über 21% der Internet-PCs installiert und damit zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten von Microsoft Office aufgestiegen.

    Auffallend ist natürlich die dominante Stellung von Microsofts Office. Dies ist nicht sehr überraschend, da für viele Anwender Textverarbeitung immer noch mit Word und Tabellenkalkulation mit Excel gleichgesetzt wird. Hierbei ist aber zu beachten, dass bei neueren PCs häufig MS Office 2007 als Testversion vorinstalliert wird (Microsoft Office Ready). Das bedeutet, dass die echten Nutzerzahlen niedriger liegen dürften, da ein Teil dieser Testversionen wohl abgelaufen ist.

    Der Marktanteil des nur für OS X erhältlichen iWork lässt darauf schließen, dass fast jeder dritte Mac-Besitzer Apples iWork verwendet.

    Eine große Anzahl von Benutzern hat auch mehrere Office-Pakete installiert. Dies kann wiederum an nicht verwendeten MS Office-Testversionen liegen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass viele Benutzer aus Kompatibilitätsgründen mehrere Office-Pakete nutzen oder sich gerade im Umstiegsprozess befinden.

    Trend

    Der Langzeittrend zeigte, dass OpenOffice einen Zuwachs von über 3 Prozentpunkten binnen des letzten Jahres erreichen konnte. Das Wachstum war relativ konstant über das Jahr hinweg und betrug somit jedes Quartal fast einen Prozentpunkt.

    Privatanwender / Unternehmensumgebung

    Unterschiede bei der Verwendung zu Hause und am Arbeitsplatz können grob durch einen Vergleich der Zahlen der Wochentage und der Sonntage ermittelt werden.

    MS Office zeigt eine um ca. 3 Prozentpunkte höhere Verbreitung im Unternehmenseinsatz. OpenOffice wird um etwa einen Prozentpunkt häufiger Privat benutzt. WordPerfect wird stärker beruflich, Softmaker etwas mehr privat verwendet. Bei Apples iWork zeigt sich kein Unterschied.

    Methodik und Datenbasis

    Die Daten wurden durch den ehemaligen FlashCounter Statistik-Service bei mehr als einer Million deutschsprachiger Internetnutzer auf über 100.000 Webseiten ermittelt.

    Um auf die Installation einer Office-Umgebung zu schließen wurden die auf dem System installierten Schriftarten analysiert. Dazu verwendeten wir die selbe (Javascript-basierte) Technik wie in unserer Webanalyse Verbreitung von Schriftarten bei Web-Usern. Da die untersuchten Office-Pakete charakteristische Schriftarten installieren, konnte so auf deren Verbreitung geschlossen werden. Bei OpenOffice ist die Detektion besonders einfach und genau, da dieses die Schriftart OpenSymbol, die sonst in keinem verbreiteten Produkt mitgeliefert wird, installiert. Bei MS Office mussten hingegen mehrere verschiedener Schriften untersucht wurden, da viele Schriftarten auch in anderen Microsoft Produkten ausgeliefert werden (z.B. Publisher, Powerpoint Viewe …). Der Fehlerbereich liegt dadurch bei MS Office bei ±10%, bei den restlichen Programmen unter ± 0,5 %.

    Due to the strong international interest in this analysis, we’ve had also compiled some numbers on international OpenOffice installations back in 2010.

  • Wie zitiere ich im Usenet?

    Wie zitiere ich im Usenet?

    Von Dirk Nimmich

    $Revision: 2.4 $


    Dieser Text beschreibt allgemeine Zitiergewohnheiten (»quoten«) im Usenet. Die dabei gemachten Äußerungen und Erläuterungen basieren dabei auf Erfahrungen des Autors. Der Text war in der jeweils aktuellen Fassung auch im WWW unter dem URL <https://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/ oder <http://learn.to/quote/> abrufbar.

    1. Zitateinleitung

    1.1 Wie leite ich ein Zitat ein?

    Viele Newsreader ermöglichen es, eine Art Schablone zu definieren, die am Anfang eines (Antwort-) Postings automatisch eingefügt wird. Oft findet man dann zig Zeilen lange Einleitungen folgender Art:

    Der Benutzer *Aqua Blubb*
    mit der E-Mailadresse *aqua@blubb.blubber.de*
    äußerte sich am *Montag, dem 13. Oktober 1753*
    zum Thema *Wasserblasen im Aquarium*
    wie folgt:

    Diese Romane, oft auch in einen (aus Sicht des Autors) mehr oder weniger witzigen Satz eingebettet, sind völlig ungeeignet, die hier übliche Zitattechnik nach folgendem Muster zu verwenden:

    Nutzer C. schrieb:
    > Nutzer B. schrieb:
    > > Nutzer A. schrieb:
    > > > blablabla
    > > blubberblubber
    > laberlaber

    Jedem Nutzer kann hier eindeutig sein Geschreibsel zugeordnet werden, indem man die Zitatzeichen am Anfang zählt (Einrückungen wie diese erleichtern die Zuordnung). Jedesmal wird dafür nur eine einzige Zeile verbraucht. Damit bekommt man schnell einen Überblick darüber, um welche Autoren und um welche Äußerungen aus vorangegangenen Postings es geht.

    Der Anfang des Postings ist ausschlaggebend dafür, daß weitergelesen wird. Wenn dort bereits die Hälfte der ersten Bildschirmseite mit Müll (oder vielleicht abgeschwächter: uninformativem Text) gefüllt ist, lesen viele erst gar nicht weiter.

    Abgesehen davon sind die gebräuchlichen »witzigen« Einleitungen spätestens beim dritten oder vierten Posting jedem bekannt und danach meist gar nicht mehr so witzig.

    Deshalb sollte die Einleitung eines Zitats sich auf das wesentliche beschränken und höchstens eine Zeile umfassen.

    1.2 Was soll ich in die Einleitung aufnehmen, was nicht?

    Die meisten Angaben, die man normalerweise in einer Antwort macht, sind schon im Kopf eines jeden Postings vorhanden. Im allgemeinen reicht es deshalb, wenn man in der Einleitungszeile einfach nur den Namen des Autors aufnimmt, den man zitiert. Viele Menschen nehmen hier auch oder alternativ die E-Mail-Adresse des Autors auf. Da man es hier aber mit Menschen zutun hat und man sich auch eher Namen als E-Mail-Adressen merken kann, ist der Name des Autors jedoch sinnvoller. Darüber hinaus haben einige Leute mehrere E-Mail-Adressen, von denen sie aus posten. Manchmal stimmt diese Adresse auch nicht, sondern nur die zusätzlich angegebene Antwort- (Reply-To-) Adresse, so daß die Angabe der E-Mail-Adresse aus dem Absender- (From-) Feld in die Irre führen kann.

    Das Aufführen der Message-Id ist nicht notwendig, weil diese schon automatisch im Kopf der Nachricht in den References (Bezügen) auftaucht. Einige Usenetteilnehmer führen diese trotzdem auf, weil es Gateways zu Netzen gibt, in denen eine solche Bezugsverkettung unbekannt ist.

    Auch die Newsgroup, in die die Antwort gepostet wird, ist bereits im Header eingetragen, so daß sie normalerweise nicht mehr extra erwähnt werden muß. Bei Crosspostings in eine neue Newsgroup ist es jedoch sinnvoll, den Ursprung der Nachricht doch aufzuführen, um den Lesern das Nachvollziehen der gesamten Diskussion zu erleichtern.

    Der Betreff, auch Subject genannt, wird dem Benutzer schon in der Artikelübersicht und oft auch in der Kopfzeile des Bildschirms oder Fensters angezeigt. Er braucht deshalb nicht noch einmal in der Zitateinleitung wiederholt werden.

    Das Datum des Artikels, auf den man sich bezieht, hat in der Regel keinen zusätzlichen Informationswert für den Leser der Antwort. Normalerweise antwortet man ohnehin auf Postings, die in den vergangenen Tagen geschrieben wurden, so daß er den Lesern noch einigermaßen präsent sein dürfte; der Interessierte kann sich das Absendedatum des Originals auch über die Kommentarverkettung selbst besorgen. Lediglich bei Antworten auf ältere Artikel ist es sinnvoll, das Datum des Ursprungsartikels einzufügen, um auch einen zeitlichen Zusammenhang herzustellen.

    Der Eintreffzeitpunkt des Ursprungsartikels beim Autor der Antwort interessiert so gut wie keinen. Das Erstellungsdatum der Nachricht braucht, ebenso wie der Ort, nicht extra im Text erwähnt werden. Beide sind bereits im Kopf der Nachricht enthalten (Datum) oder können dort bequem untergebracht werden (Ort in der Organization:-Zeile eintragen).

    Im allgemeinen reicht es also aus, ein Zitat einfach mit

    Vorname Name schrieb:

    einzuleiten. Bei Crosspostings und Umleiten der Antworten in eine andere Newsgroup (Followup-To) fügt man noch die Ursprungsnewsgruppe ein, um den Lesern der neu hinzugekommenen Newsgroup die Zurückverfolgung der Diskussion zu erleichtern:

    Vorname Name schrieb in de.alte.newsgroup:

    2. Zitieren und antworten

    2.1 Wieviel soll ich zitieren?

    Es ist nicht nötig, den gesamten Text des Vorredners zu zitieren. Zitate sollen in erster Linie einen Bezugspunkt darstellen, der den Mitlesenden einen schnellen Wiedereinstieg in den Thread ermöglicht. Sie sind nicht dazu gedacht, den vorangegangenen Artikel noch einmal zu veröffentlichen.

    Im Normalfall reicht es daher völlig aus, genau die Aussage stehen zu lassen, auf die man sich beziehen möchte. Die Mitlesenden sind entweder ohnehin darüber im Bilde, worum es in der Diskussion geht, oder in der Lage, den vorangegangenen Artikel anhand der Bezüge (References) zu finden und selber komplett zu lesen. Für das Verständnis der Aussagen ist das Lesen der vorangegangenen Artikel sowieso häufig nötig, da sie aufeinander aufbauen und gelegentlich sogar nur in diesem Kontext Gültigkeit besitzen.

    Durch sparsames Zitieren wird auch die Lesbarkeit deutlich verbessert, insbesondere bei längeren Artikeln. Lange Zitate erschweren die Übersicht und das Auffinden Deines eigenen Textes. Nicht selten führen sie dazu, daß ein Artikel gar nicht bis zum Ende gelesen wird; wer sucht schon lange nach Neuem in einem Text, den er schon kennt?

    Auf der anderen Seite sollte ein Zitat nicht so knapp ausfallen, daß die Aussage des Autors unklar wird oder gar in einem völlig anderen, falschen Licht erscheint.

    2.2 Was sollte ich nicht zitieren?

    Text, auf den Du nicht eingehst, solltest Du löschen. Damit reduzierst Du den Leseaufwand bei Deinen Lesern, die nun auch nicht mehr Deine Antwort zwischen schon bekanntem Text suchen müssen. Außerdem sparst tausenden von Servern Übertragungs- und Speicherkapazität.

    Signaturen haben normalerweise nichts mit dem eigentlichen Artikel Deines Vorredners zu tun, und in aller Regel wirst Du auch nicht darauf eingehen. Deshalb sollen Signaturen nicht zitiert werden. Gute Newsreader schneiden Signaturen (auf Wunsch) beim Antworten ohnehin automatisch ab — jedenfalls dann, wenn sie »korrekt« durch zwei Minuszeichen und ein Leerzeichen in einer eigenen Zeile vom Rest des Artikels abgesetzt sind.

    2.3 Warum soll ich meine Antwort nach dem Zitat plazieren?

    Die normale Leserichtung ist von links nach rechts und von oben nach unten, und man erwartet in dieser Richtung auch eine zeitliche und logische Abfolge in den Texten, die man liest. Vor allem Leser, die eine Menge von Artikeln lesen (und damit, nebenbei bemerkt, ideale Antwortgeber sind), schätzen es sehr, wenn sie zuerst den Text lesen können, auf den Du Dich beziehst. Das Zitat dient hier als Erinnerungshilfe, die natürlich dann nicht gegeben ist, wenn Du das Zitat ans Ende stellst.

    Außerdem ist es hier so üblich. Das mag ein schwaches Argument sein. Aber weil es ungewohnt ist, wundert man sich als Leser, worauf sich der Autor bezieht, blättert ein wenig vor und wieder zurück, vielleicht holt man sich den referenzierten Artikel, weil man das Ende noch nicht lesen will, kurz: man braucht länger zum Lesen — für Vielleser häufig ein Grund, einen Artikel gar nicht erst zuende zu lesen, wenn der Zusammenhang nicht klar ist.

    Und jetzt mal ehrlich: sieht das nicht auch ein wenig bescheuert aus und ist man nicht verwundert, wenn man erst die Antwort erhält und dann die Frage gestellt bekommt? (Mal abgesehen von irgendwelchen Gameshows, wo das üblich ist.)

    Weiterhin spart Dir (ja: Dir) diese Art des Zitierens Zeit: Du brauchst nicht zu wiederholen, was Dein Vorredner geschrieben hat, um den Zusammenhang klar zu machen. Du stellst Deine Antwort einfach hinter das, was Du kommentieren willst, und sofort weiß jeder, worauf Du Dich beziehst. Dadurch wird Dir zudem klar, auf welche Teile Du Dich nicht beziehst und kannst den entsprechenden Text einfach löschen.

    Also: Durch dieses Verfahren sparst Du Zeit, sparen Deine Leser Zeit, und auf vielen Newsservern wird Speicherplatz und Übertragungskapazität gespart. Genial, was man mit so simplen Methoden alles sparen kann, nicht wahr?

    2.4 Aber mein Newsreader plaziert den Cursor über dem zitierten Text.

    Ja. Damit Du die Möglichkeit hast, von oben nach unten den Text durchzugehen und nicht benötigte Teile zu löschen. Und natürlich, damit Du an den richtigen Stellen Deine Antwort einfügen kannst, denn von allein kann Dein Newsreader ja nicht wissen, auf was Du eingehen willst.

    2.5 Warum soll ich den Originalartikel nicht am Ende anhängen?

    Die meisten Menschen lesen einen Artikel von oben nach unten. (Du nicht?) Oft ist das Ende eines Artikels nicht auf dem Bildschirm oder im Fenster zu sehen. Wenn Du den kompletten Artikel Deines Vorredners am Ende Deines Postings anhängst, können viele Leute nicht abschätzen, ob Du noch etwas dazu schreibst oder nicht. Deshalb müssen sie erst bis zum Ende durchblättern, um festzustellen, daß da doch nichts neues mehr kommt. Das ist gerade für Vielleser ärgerlich. Bedenke: auch das Überfliegen eines Artikels bis zum Ende kostet Zeit, und nicht nur der einzelne, sondern alle Artikel zählen.

    Außerdem widerspricht das Anhängen des kompletten Vorgängerartikels dem Prinzip, nur das zu zitieren, worauf man sich bezieht. Abgesehen davon muß ja nicht jeder Artikel x-mal (nämlich in jeder Antwort und jeder darauf folgenden Antwort usw.) neu verbreitet werden; die Übertragungs- und Speicherungskosten würden innerhalb kürzester Zeit explodieren.

    2.6 Eine Leerzeile zwischen zitiertem und eigenem Text? Wozu?

    Zwischen zitiertem und eigenem Text eine Leerzeile einzufügen, hilft dem Leser, beides voneinander zu trennen und leichter aufzufinden. Keiner sucht gerne die Antwort in einem Text, den er schon kennt. Nicht jeder Newsreader oder jedes Terminal ist in der Lage, zitierten Text farblich oder durch anderen Schriftstil von der Antwort abzusetzen; aber selbst wenn eine solche Kennzeichnung vorgenommen wird, ist es für das Auge einfacher, wenn auch noch ein Leerraum dazwischen liegt.

    2.7 Wie kennzeichne ich ausgelassenen Text?

    Ausgelassenen Text sollte man mit der Zeichenfolge […] oder (…) kennzeichnen. Die erste Variante ist dabei weiter verbreitet.

    Die meisten Antwortenden löschen jedoch einfach die Zeilen aus dem Artikel ihres Vorredners, auf die sie sich nicht beziehen wollen oder die nicht zur Wahrung des Zusammenhangs notwendig sind, ohne dies näher zu kennzeichnen. Dies ist selten unhöflich gemeint, sondern spart dem Antwortenden Zeit. Den Originalkontext kann jeder Leser über die Bezüge (»References«) wiederherstellen.

    Läßt man Teile von Sätzen weg, sollte man dies aber auf jeden Fall wie oben beschrieben markieren.

    2.8 Darf ich zitierten Text neu formatieren?

    Ja. Allerdings gibt es einige Menschen im Netz, die ein solches Umformatieren unhöflich finden oder gar als »Quotemardern« bezeichnen. Solange jedoch nur neu formatiert und die Aussage des Vorredners nicht durch Auslassungen verändert wird, gehen solche Anwürfe meist an der eigentlichen Diskussion vorbei und sollten keine Beachtung finden. Schließlich kann die Originalformatierung einfach über die Bezüge nachgelesen werden. Und in Büchern und Zeitschriften zitiert man ja auch nicht, indem man das Original in der Formatierung 1:1 übernimmt.

    Achte aber bei der Umformatierung darauf, daß die Zitatzeichen am linken Rand erhalten bleiben.

    2.9 Und wie sieht das mit Verbessern von Rechtschreibfehlern aus?

    Im allgemeinen lautet die Antwort: Laß es lieber sein. Auch wenn es gut gemeint ist, viele Leute fühlen sich bevormundet, wenn Du an ihren Texten „Verbesserungen“ anbringst. Manchmal ist ein Schreibfehler auch Absicht, etwa wenn jemand statt »falsch« »flasch« schreibt.

    Und wenn man es genau nimmt, handelt es sich dann auch nicht mehr um ein Zitat.

    2.10 Was ist mit »kaputten« Umlauten?

    Manche Newsreader sind nicht in der Lage, Umlaute darzustellen oder quoted-printable-kodierte Umlaute (z. B. =E4) in lesbare Zeichen umzusetzen. Manchmal passiert es auch, daß ein Artikel mit defekten Umlauten (etwa v für ö oder á für ß) ankommt. In diesen Fällen sollte man diese »kaputten« Umlaute durch ihre Umschreibung oder »richtige« Umlaute ersetzen. Die Leser Deines Artikels werden es Dir danken.

    3. Zitatzeichen („Quotezeichen“)

    3.1 Welches Zeichen soll ich als Quotezeichen verwenden?

    Ein Größerzeichen (»>«). Dies wird von so gut wie jedem Newsreader als solches erkannt und ist auch technischen (Son-of-RFC 1036 und Nachfolger) und sozialen Regeln (Netiquette) so erwähnt.

    3.2 Soll ich ein Leerzeichen nach dem Quotezeichen einfügen?

    An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Die einen finden es ästhetischer, wenn nach jedem Zitatzeichen ein Leerzeichen eingefügt wird. Dem wird entgegengehalten, daß dadurch beim Zitieren schon zwei Zeichen einer Zeile verlorengehen und so bei mehrfachem Zitieren die 80 Zeichen/Zeile schneller erreicht werden. Andererseits ist es selten notwendig, mehr als zwei oder drei Vorredner zu zitieren.

    Anderen gefällt es besser, wenn der zitierte Text direkt an das Quotezeichen anschließt. Hier gibt es aber wieder Leute, die den zitierten Text als an das Quotezeichen »angeklatscht« und schwieriger zu lesen finden. Als Nachteil wird von manchen auch angesehen, daß so eine Ganzwörtersuche mit Newsreadern, die eine solche nicht von vornherein unterstützen, schwieriger ist.

    Einen Kompromiß stellt die Lösung dar, aufeinanderfolgende Zitatzeichen ohne Leerzeichen darzustellen und erst zwischen dem letzten Quotezeichen und dem zitierten Text ein Space einzufügen. Als Nachteil dieser Zitierform wird teilweise empfunden, daß das Zitatzeichen bei übernommenen Zitaten gegenüber der Einleitung des Zitats nach links eingerückt ist, so daß für dieses Zitat kein einheitlicher linker Rand besteht.

    Welche Lösung man letztlich bevorzugt, hängt vom eigenen ästhetischen Empfinden ab; sämtliche drei beschriebenen Formen kommen im Usenet vor und werden von ihren Verwendern in den immer wieder auftretenden Diskussionen mehr oder weniger heftig verteidigt.

    3.3 Warum sind Initialen als Quotezeichen nicht sinnvoll?

    • Aus Platzgründen. Daß das bei wenigen hintereinandergeschachtelten Antworten nicht so schlimm ist, leuchtet ein. Es kommt aber durchaus vor, daß vier, fünf, sechs oder noch mehr Ebenen zitiert werden (wer das nicht glaubt, sollte mal in die Newsgroup de.talk.bizarre schauen). In der Regel wird aber von den Autoren rechts nicht so viel Platz gelassen, daß deren Text dann auch noch auf einem 80-Zeichen/Zeile-Terminal dargestellt werden kann. Diesem Punkt wird oft von den Befürworten von Initialen widersprochen, denn die korrekte Verwendung sehe keine Verschachtelung von Zitierebenen hintereinander vor. Vielmehr bekämen alle Zitate die Initialen ihrer Urheber auf derselben Ebene. Dem ist zweierlei entgegenzuhalten: Zum einen ist auf diese Weise oft überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen, in welcher Reihenfolge wer was geschrieben hat, ohne sich die Vorgängerartikel zu holen. Zum anderen geht die Nicht-Verschachtelung zum Teufel, sobald auch nur eine Person antwortet, die einen Newsreader einsetzt, die mit den Initialen nichts anfangen kann. Und solche Newsreader dürften in einer überwältigenden Mehrheit sein.
    • Weil es im Usenet keinen Sinn hat. Wer soll denn bitte »P« oder von mir aus auch »DN« sein? Was meinst Du, auf wie viele der hunderttausenden Usenet-Leser »DN« paßt? In einer Mailbox geht das in Ordnung, da werden gleiche Kombinationen mangels Masse nicht so häufig auftreten.
    • Weil es hier so üblich ist. Das mag ein schwaches Argument sein, dennoch ist es schwierig, sich ein einmal angewöhntes »Look-And-Feel« wieder abzugewöhnen. Vor allem, wenn »>« und »DN>« durcheinander verwendet wird, fällt es schwer, alles nachzuvollziehen. Weil man es nicht gewohnt ist, braucht man länger zum Lesen, da man quasi dauernd über die »merkwürdige« Zitatweise stolpert — für Vielleser häufig ein Grund, einen Artikel gar nicht erst zuende zu lesen.
    • Weil es die automatische Zeilenumbruchfunktion von Newsreadern durcheinanderbringen kann. Manche Newsreader formatieren bei überlangen Zeilen den Text automatisch so neu, daß er in die definierte Zeilenbreite paßt. Dabei orientieren sie sich an den bisherigen Quotezeichen, um die einzelnen Quoteebenen wieder rekonstruieren zu können. Initialen vor einem Quotezeichen sind aber nicht eindeutig als solche zu erkennen, sondern könnten auch normaler Text sein.
    • Viele Newsreader können heute zitierten Text besonders hervorheben, indem sie diesen in einer anderen Farbe oder mit einem anderen Schriftstil darstellen. Dazu ist aber eine möglichst eindeutige Kennzeichnung notwendig. Oft wird von bestimmten »Standardzeichen« ausgegangen, die ein Zitat kennzeichnen sollen (»>«, »:«, »|«, »<«, »#« etc.). In der Regel gehen die Programme außerdem davon aus, daß eine Zeile, die mit einem Buchstaben beginnt, eine Text-Zeile ist und nehmen daher diese Hervorhebung bei mit Initialen eingeleiteten Zitaten oft nicht vor.
    • Und schließlich ist es eigentlich eine Sache der Präsentation des Newsreaders beim Leser. Wenn es dem Leser gefällt, kann er sich — ein passendes Programm vorausgesetzt — Initialen anzeigen lassen.

    4. Wie zitiere ich aus anderen Quellen?

    Von Zeit zu Zeit kommt es vor, daß man nicht nur aus dem Artikel seines Vorredners zitieren möchte, sondern Belege zum Beispiel aus Büchern beifügen möchte. Dazu setzt man den Text einfach in Anführungszeichen, wie man es auch in »normalen« Texten tun würde. Bei längeren Zitaten rückt man den Text entweder um einige Zeichen ein, oder man verwendet wie beim Zitieren von Vorgängerartikeln ein Zitatzeichen am linken Rand. Zur Unterscheidung wird dazu oft ein anderes Zitatzeichen genommen, in vielen Fällen »|«. Die Verwendung eines Zitatzeichens hat den Vorteil, daß das Zitat von bestimmten Newsreadern auch als solches speziell gekennzeichnet wird, zum Beispiel durch eine andere Farbe oder einen anderen Schriftstil.

    Egal, für welche Zitierweise man sich entscheidet: Grundsätzlich gibt man die genaue Quelle (Autor, Titel, Seite, evtl. Auflage, Erscheinungsjahr und Zeitungs-/Zeitschriftentitel) an, damit andere das Zitat nachprüfen können.

    5. Danksagungen

    Für hilfreiche Anregungen und Ergänzungen zu diesem Text danke ich

    Nicole Simon <nisi@lynet.de>
    Peter Heirich <peter@heirich.in-berlin.de>
    Markus Schmidinger <max@didi.westend.com>
    Christof Zottmann <cz@hanfzeit.com>

    Dirk Nimmich