Der Algorithmus einer Suchmaschine ist eine Reihe von Regeln, die eine Suchmaschine verwendet, um Listen als Antwort auf eine Suchanfrage zu erstellen und wird manchmal auch als die „secret sauce“ bezeichnet. Suchmaschinen schicken in regelmäßigen Abständen einen Crawler durch das Netz, um erreichbare Webseiten zu entdecken und deren Inhalte für eine mögliche Indexierung zu erfassen. Nicht jede entdeckte Seite wird gecrawlt oder indexiert.
Der erste Schritt besteht darin, herauszufinden, welche Seiten im Internet existieren. Da es kein zentrales Verzeichnis aller Webseiten gibt, muss jede Suchmaschine ständig nach neuen Seiten suchen und sie in die Liste der bekannten Seiten aufnehmen. Einige Seiten sind bekannt, weil die Suchmaschine sie schon einmal besucht hat. Andere Seiten werden entdeckt, wenn der Crawler einem Link von einer bekannten Seite zu einer neuen Seite folgt. Wieder andere Seiten werden entdeckt, wenn der Eigentümer einer Website eine Liste von Seiten (eine Sitemap) zum Crawlen einreicht. Diesen Vorgang bezeichnet man als Crawling.
Sobald eine Suchmaschine eine neue Seiten-URL entdeckt hat, wird die Seite besucht oder gecrawlt, um herauszufinden, was sich auf der Seite befindet. Moderne Suchmaschinen rendern die Seite sogar und analysieren anschließend sowohl den Text- und Nicht-Text-Inhalt als auch das gesamte visuelle Layout, um zu entscheiden, wo die Seite in den Suchergebnissen erscheinen kann. Je besser eine Suchmaschine eine Website verstehen kann, desto besser wird diese zu Begriffen zugeordnet, nach denen Menschen suchen.
Nachdem eine Seite entdeckt wurde, versucht die Suchmaschine zu verstehen, worum es auf der Seite geht. Dieser Vorgang wird als Indizierung bezeichnet. Moderne Suchmaschinen analysieren den Inhalt der Seite, katalogisieren die auf der Seite eingebetteten Bilder und Videodateien und versuchen auch sonst, die Seite zu verstehen. Diese Informationen werden im Suchmaschinen-Index gespeichert, einer riesigen Datenbank, die auf vielen Computern gespeichert ist.
Anschließend analysieren komplexe Programme die abgelegten Daten jeder Webseite, aber auch Daten von anderen Webseiten über jede Webseite, um jede Website einzeln zu bewerten und festzulegen, ob und wie hoch oder niedrig die Seiten der Website bei verschiedenen Suchanfragen erscheinen werden. Diese Algorithmen können sehr kompliziert sein. Es gibt keinen öffentlich vollständigen, dauerhaft gültigen Katalog aller Rankingfaktoren. Die Systeme und ihre Gewichtungen entwickeln sich weiter; öffentlich dokumentierte Grundlagen erklären deshalb nicht jedes einzelne Ranking.
Wenn ein Nutzer eine Suchanfrage eingibt, versucht eine Suchmaschine, die relevanteste Antwort aus ihrem Index zu finden, wobei je nach Suchanfrage unterschiedlich viele Faktoren berücksichtigt werden. Die Suchmaschine versucht stets, die qualitativ hochwertigsten Antworten zu ermitteln und andere Faktoren zu berücksichtigen, die das beste Nutzererlebnis und die passendste Antwort bieten, indem Dinge wie der Standort des Nutzers, die Sprache und das Gerät (Desktop oder Telefon) berücksichtigt werden. So würde zum Beispiel die Suche nach „Fahrradwerkstätten“ einem Nutzer in München andere Ergebnisse liefern als einem Nutzer in Hamburg.
Übrigens: Die meisten Suchmaschinen, allen voran natürlich Google und bing akzeptieren keine Zahlungen, um Seiten höher zu platzieren! Organische Rankings entstehen überwiegend automatisiert. Suchmaschinen können zusätzlich Regeln und manuelle Maßnahmen anwenden; Websitebetreiber können Qualität und technische Zugänglichkeit verbessern, aber keine bestimmte Platzierung garantieren.
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Diese Unterscheidung bleibt auch bei KI-Suche wichtig: Eine technisch auffindbare Seite wird nicht zwangsläufig als Quelle ausgewählt oder in einer Antwort genannt. Für die Bewertung von Sichtbarkeit gehören technische Voraussetzungen, Inhalt und die konkrete Suchaufgabe zusammen.
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