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Representational State Transfer (REST) – RESTful

    Representational State Transfer (REST) ist ein Architekturstil für die Entwicklung von Web-API’s (Application Programming Interfaces). Es wurde ursprünglich von Roy Fielding in seiner Doktorarbeit „Architectural Styles and the Design of Network-based Software Architectures“ beschrieben.

    REST ist eine Art von Architektur, die sich an den Konzepten der Verteilung und Inklusion von Hypermedia in der Architektur des World Wide Web orientiert. Im Gegensatz zu anderen Architekturstilen, die auf feste Operationen und Endpunkte setzen, stellt REST eine flexiblere Architektur dar, die es ermöglicht, dass verschiedene Endpunkte unterschiedliche Operationen ausführen können.

    Ein RESTful Web-API ist ein API, das die REST-Architektur verwendet. Um als RESTful API betrachtet zu werden, muss ein API bestimmte Anforderungen erfüllen, die als REST-Prinzipien bezeichnet werden. Dazu gehören:

    1. Client-Server-Architektur: In einem RESTful-System gibt es einen Client, der Anfragen an einen Server sendet, und einen Server, der die Anfragen des Clients bearbeitet und Antworten zurückgibt. Diese Trennung von Client und Server ermöglicht es, dass sich die Systeme unabhängig voneinander ändern können, ohne dass die Integrität des Gesamtsystems beeinträchtigt wird.
    2. Stateless: Ein RESTful-System sollte stateless sein, das heißt, dass kein Server den Zustand einer Anfrage oder einer Sitzung zwischen verschiedenen Anfragen speichern muss. Stattdessen sollte jede Anfrage alle Informationen enthalten, die der Server benötigt, um die Anfrage zu bearbeiten.
    3. Cacheability: Ein RESTful-System sollte in der Lage sein, anzugeben, ob eine Antwort cachebar ist oder nicht. Dies ermöglicht es dem Client, Antworten zu speichern und bei zukünftigen Anfragen zu verwenden, um die Netzwerkbelastung zu reduzieren.
    4. Layered System: Ein RESTful-System kann aus mehreren Schichten bestehen, die einander nicht kennen müssen. Dies ermöglicht es, dass sich die einzelnen Schichten unabhängig voneinander ändern können, ohne dass dies Auswirkungen auf andere Schichten hat.
    5. Code on Demand (optional): Ein RESTful-System kann auch Code an den Client senden, um ihn zu erweitern. Dies ist jedoch keine Pflicht und kann optional sein.

    Um eine RESTful API zu entwickeln, gibt es einige Tipps und Best Practices, die man beachten sollte:

    1. Verwenden Sie HTTP-Methoden entsprechend ihrer Bedeutung: Verwenden Sie GET, um Daten abzurufen, POST, um neue Daten zu erstellen, PUT, um vorhandene Daten zu aktualisieren, und DELETE, um Daten zu löschen.
    2. Verwenden Sie HTTP-Statuscodes entsprechend ihrer Bedeutung: Verwenden Sie Statuscodes wie 200 (OK), 201 (Created), 204 (No Content), 400 (Bad Request), 401 (Unauthorized), 403 (Forbidden), 404 (Not Found) und 500 (Internal Server Error) entsprechend ihrer Bedeutung, um den Client über den Erfolg oder das Scheitern von Anfragen zu informieren.
    3. Verwenden Sie Hypermedia als Engine für den Zustand: Verwenden Sie Hypermedia, um den Client durch das RESTful-API zu führen, anstatt ihm feste Endpunkte und Operationen bereitzustellen. Dies ermöglicht es dem Client, sich anzupassen und neue Funktionalitäten zu nutzen, wenn sie verfügbar werden.
    4. Halten Sie Ihr API einfach und schlank: Vermeiden Sie es, unnötige Funktionalitäten oder Daten in Ihr API aufzunehmen. Stattdessen sollte es sich auf die Kernfunktionalitäten konzentrieren und einfach und leicht zu verstehen sein.
    5. Verwenden Sie ein eindeutiges und hierarchisches Routing: Verwenden Sie eindeutige und hierarchische Pfade für Ihre API-Endpunkte, um sie leicht verständlich und pflegbar zu halten.

    Ich hoffe, dass diese Informationen hilfreich sind und Ihnen einen guten Überblick über die Konzepte von Representational State Transfer (REST) und die Entwicklung von RESTful Web-API’s geben.

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