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Kai joins ReachX!

Zu Beginn dieses Newsletter erstmal eine wirklich große Nachricht, zumindest für mich ganz persönlich:

Nach 14 Jahren Selbstständigkeit: Ich bin ab April Head of AI bei ReachX 🚀

Es ist meine erste Festanstellung seit 2011. Und nein – nicht, weil es als Selbstständiger nicht lief. Ganz im Gegenteil.

Aber ich habe in den letzten Jahren etwas erkannt: Als externer Berater bist du am Ende immer außen vor.

Du kämpfst um Budgets, statt um die beste Lösung. Du lieferst Strategien ab, aber wenn es an die Umsetzung geht, sitzt du nicht mehr mit am Tisch. Und du verkaufst deine eigene Arbeitszeit – statt deine Fähigkeiten so einzusetzen, dass sie einen echten Hebel haben.

Was mir gefehlt hat? Die Arbeit im Team. Der Moment, in dem man gemeinsam etwas aufbaut, das größer ist als das, was eine Person allein schaffen kann.

Ich bin als Freelancer quasi Interim zu Beginn des Jahres in die Rolle gestartet und nachdem die Zusammenarbeit wirklich Spaß macht und wir jetzt schon große Fortschritte gemacht haben, habe ich mich entschieden in Vollzeit bei ReachX einzusteigen.

Deshalb freue ich mich enorm, dass Sascha Behmüller und die ReachX mir das Vertrauen schenken, als Head of AI die gesamte Firma in die Lage zu versetzen, KI verantwortungsvoll und zielführend in unseren Prozessen einzusetzen. Die ReachX hat verstanden, wie fundamental die Veränderungen sind, die gerade auf unsere Branche zukommen – und handelt danach.

Was mich besonders begeistert: Die ReachX hat sich strategisch extrem klug positioniert. Durch den Zusammenschluss mit einer Brand Design Agentur und den MARKE&TING®-Ansatz verbinden wir Branding und Performance Marketing auf eine Weise, die in der Branche wahrscheinlich ihresgleichen sucht.

Für mich persönlich schließt sich damit auch ein Kreis: Nach meinem Ausflug in die KI-Beratung, Schulung und Implementierung kann ich jetzt mit dem Entstehen von GEO endlich meine SEO-Expertise und meine Leidenschaft für Blackboxen – erst Google, jetzt LLMs – zusammenbringen. 

Wer mich kennt, weiß: Mich hat schon immer fasziniert, wie diese Systeme unter der Haube funktionieren.

Und ich freue mich riesig, bald wieder auf Online-Marketing- und SEO-Konferenzen unterwegs zu sein!

Und es gibt noch etwas, das diesen Schritt für mich besonders macht:

Nach einer gesundheitlichen Pause nehme ich auch mein Promotionsvorhaben wieder auf – als Teil meiner Rolle bei ReachX!

An der RPTU Kaiserslautern-Landau forsche ich in der Forschungsgruppe Data Science and its Applications am DFKI zu Generative Engine Optimization (GEO): Wie antworten Chatbots und KI-Suchsysteme? Bei welchen Prompts ziehen die Systeme externes Wissen heran und bei welchen nicht? Welche Inhalte werden zitiert, welche ignoriert – und warum?

Das Besondere daran: Die Insights aus meiner Forschung fließen direkt in unsere Kundenprojekte ein.

Gemeinsam mit dem SEO/GEO-Team entwickeln wir eine GEO-Suite, die unseren Analyse- und Optimierungsansatz in ein Produkt überführt – und die bei ersten Kunden bereits im Einsatz ist.

Forschung, die nicht in der Schublade landet, sondern sofort Wirkung zeigt. Genau so stelle ich mir das vor.

14 Jahre Selbstständigkeit haben mich viel gelehrt. Jetzt ist es Zeit, dieses Wissen in etwas Größeres einzubringen.

Ich kann es kaum erwarten loszulegen. 💪

KI-News

Es ist wirklich erstaunlich, wieviele spannende KI-News es seit meinem letzten Newsletter schon wieder gibt. Ich versuche am besten garnicht mehr alles hier abzubilden, für den gesamten Stream an KI-News folgt ihr mir am besten bei LinkedIn, das hat Twitter für mich abgelöst.

Zum meinem Profil bei LinkedIn
ARC-AGI-3

AGI ist da! 🎉

...zumindest wenn man den Hype-Cycle verfolgt.

Die Realität sieht jedoch anders aus!

François Chollets ARC Prize Foundation hat gerade ARC-AGI-3 veröffentlicht – und diesmal ist es ein komplett neues Spielfeld. Denn V3 ist kein statischer Puzzle-Benchmark mehr. Es ist der erste interaktive Reasoning-Benchmark für KI-Agenten.

Was heißt das konkret?

Agenten werden in unbekannte Umgebungen geworfen – ohne Instruktionen, ohne Prompts, ohne vorgeladenes Wissen. Sie müssen selbst herausfinden, was die Regeln sind, welche Ziele sie verfolgen und welche Strategie funktioniert. Und das nicht einmalig, sondern über mehrere Schritte hinweg – mit der Fähigkeit, aus Erfahrung zu lernen und ihre Überzeugungen bei neuer Evidenz anzupassen.

Etwas, das jeder Mensch intuitiv kann. Menschen lösen 100 % der Aufgaben beim ersten Versuch!

Die besten KI-Modelle der Welt?

Googles Gemini Pro: 0,37 % GPT 5.4 High: 0,26 % Claude Opus 4.6: 0,25 % Grok 4.20: 0 % – Null. Komma. Nichts.

Das Muster kennen wir: Labs investieren Millionen, um auf früheren Versionen von 3 % auf 50 % zu klettern. Dann kommt eine neue Version – und alle stehen wieder bei unter 1 %.

Aber genau das ist Chollets Punkt: Solange eine Lücke zwischen menschlichem und maschinellem Lernen besteht, haben wir keine AGI. ARC-AGI-3 macht diese Lücke erstmals über Zeit messbar – nicht nur korrekte Antworten, sondern Planungshorizonte, Gedächtniskompression und echte Anpassungsfähigkeit.

Die spannende Frage bleibt: Wenn die Modelle auch V3 in den nächsten Monaten knacken – ist das dann echtes Reasoning? Oder einfach nur teureres Brute-Forcing?

AGI ist nicht erreicht. Aber wir haben endlich einen Benchmark, der uns ehrlich sagt, wie weit der Weg noch ist.

Persönliche Empfehlung: Mein neues Buch – aber nicht für Dich!

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Am 28. April erscheint mein neues Buch „Smarter leben mit KI“. Und ja, ich bin ehrlich – Du bist nicht die Zielgruppe. Wer diesen Newsletter liest, arbeitet vermutlich bereits täglich mit KI-Tools.

Aber: Kennt ihr diese eine Person im Freundeskreis oder in der Familie, die immer fragt, was man eigentlich mit ChatGPT machen kann? Die, die KI spannend findet, aber keinen Einstieg hat? Genau dafür ist das Buch. Alltagstauglich, ohne Fachsprech, mit konkreten Anleitungen für alles von Familienorganisation über Gesundheit bis kreative Projekte.

Also: weniger Lesetipp für euch, mehr Geschenktipp für euer Umfeld.

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Smarter leben mit ki 4 3

Google DeepMind zeigt: KI kann Kaufentscheidungen gezielt manipulieren – Marketer sollten das kennen

Google DeepMind hat in neun Studien mit über 10.000 Teilnehmenden (USA, UK, Indien) untersucht, wie effektiv KI Menschen in Hochrisiko-Bereichen manipulieren kann. Für Marketer ist das Ergebnis relevant: Besonders bei Finanzentscheidungen – getestet in simulierten Investment-Szenarien – war die manipulative Wirkung hoch. Bei Gesundheitsthemen dagegen kaum.

Warum das für die Branche wichtig ist: Die Studie liefert erstmals einen empirisch validierten Rahmen, um die Grenze zwischen legitimer Überzeugung (Fakten, rationale Argumente) und schädlicher Manipulation (Ausnutzung kognitiver Verzerrungen) messbar zu machen. Wer KI für Kundenkommunikation, Anzeigentexte oder Conversion-Optimierung einsetzt, sollte diese Unterscheidung kennen – denn genau hier setzt auch die Regulierung an. Der EU AI Act verbietet manipulative KI-Praktiken bereits, und DeepMind baut die Ergebnisse jetzt in sein Frontier Safety Framework ein, das definiert, ab wann ein Modell als manipulationsfähig gilt. Langfristig dürfte das beeinflussen, was KI-gestützte Marketing-Tools dürfen und was nicht.

DeepMind stellt alle Studienmaterialien offen zur Verfügung.

→ DeepMind Blog

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