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Wie zitiere ich im Usenet? - Zitatzeichen ("Quotezeichen")

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3. Zitatzeichen ("Quotezeichen")

3.1 Welches Zeichen soll ich als Quotezeichen verwenden?

Ein Größerzeichen (»>«). Dies wird von so gut wie jedem Newsreader als solches erkannt und ist auch in technischen (Son-of-RFC 1036 und Nachfolger) und sozialen Regeln (Netiquette) so erwähnt.

3.2 Soll ich ein Leerzeichen nach dem Quotezeichen einfügen?

An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Die einen finden es ästhetischer, wenn nach jedem Zitatzeichen ein Leerzeichen eingefügt wird. Dem wird entgegengehalten, daß dadurch beim Zitieren schon zwei Zeichen einer Zeile verlorengehen und so bei mehrfachem Zitieren die 80 Zeichen/Zeile schneller erreicht werden. Andererseits ist es selten notwendig, mehr als zwei oder drei Vorredner zu zitieren.

Anderen gefällt es besser, wenn der zitierte Text direkt an das Quotezeichen anschließt. Hier gibt es aber wieder Leute, die den zitierten Text als an das Quotezeichen »angeklatscht« und schwieriger zu lesen finden. Als Nachteil wird von manchen auch angesehen, daß so eine Ganzwörtersuche mit Newsreadern, die eine solche nicht von vornherein unterstützen, schwieriger ist.

Einen Kompromiß stellt die Lösung dar, aufeinanderfolgende Zitatzeichen ohne Leerzeichen darzustellen und erst zwischen dem letzten Quotezeichen und dem zitierten Text ein Space einzufügen. Als Nachteil dieser Zitierform wird teilweise empfunden, daß das Zitatzeichen bei übernommenen Zitaten gegenüber der Einleitung des Zitats nach links eingerückt ist, so daß für dieses Zitat kein einheitlicher linker Rand besteht.

Welche Lösung man letztlich bevorzugt, hängt vom eigenen ästhetischen Empfinden ab; sämtliche drei beschriebenen Formen kommen im Usenet vor und werden von ihren Verwendern in den immer wieder auftretenden Diskussionen mehr oder weniger heftig verteidigt.

3.3 Warum sind Initialen als Quotezeichen nicht sinnvoll?

  • Aus Platzgründen. Daß das bei wenigen hintereinandergeschachtelten Antworten nicht so schlimm ist, leuchtet ein. Es kommt aber durchaus vor, daß vier, fünf, sechs oder noch mehr Ebenen zitiert werden (wer das nicht glaubt, sollte mal in die Newsgroup de.talk.bizarre schauen). In der Regel wird aber von den Autoren rechts nicht so viel Platz gelassen, daß deren Text dann auch noch auf einem 80-Zeichen/Zeile-Terminal dargestellt werden kann. Diesem Punkt wird oft von den Befürworten von Initialen widersprochen, denn die korrekte Verwendung sehe keine Verschachtelung von Zitierebenen hintereinander vor. Vielmehr bekämen alle Zitate die Initialen ihrer Urheber auf derselben Ebene. Dem ist zweierlei entgegenzuhalten: Zum einen ist auf diese Weise oft überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen, in welcher Reihenfolge wer was geschrieben hat, ohne sich die Vorgängerartikel zu holen. Zum anderen geht die Nicht-Verschachtelung zum Teufel, sobald auch nur eine Person antwortet, die einen Newsreader einsetzt, die mit den Initialen nichts anfangen kann. Und solche Newsreader dürften in einer überwältigenden Mehrheit sein.
  • Weil es im Usenet keinen Sinn hat. Wer soll denn bitte »P« oder von mir aus auch »DN« sein? Was meinst Du, auf wie viele der hunderttausenden Usenet-Leser »DN« paßt? In einer Mailbox geht das in Ordnung, da werden gleiche Kombinationen mangels Masse nicht so häufig auftreten.
  • Weil es hier so üblich ist. Das mag ein schwaches Argument sein, dennoch ist es schwierig, sich ein einmal angewöhntes »Look-And-Feel« wieder abzugewöhnen. Vor allem, wenn »>« und »DN>« durcheinander verwendet wird, fällt es schwer, alles nachzuvollziehen. Weil man es nicht gewohnt ist, braucht man länger zum Lesen, da man quasi dauernd über die »merkwürdige« Zitatweise stolpert -- für Vielleser häufig ein Grund, einen Artikel gar nicht erst zuende zu lesen.
  • Weil es die automatische Zeilenumbruchfunktion von Newsreadern durcheinanderbringen kann. Manche Newsreader formatieren bei überlangen Zeilen den Text automatisch so neu, daß er in die definierte Zeilenbreite paßt. Dabei orientieren sie sich an den bisherigen Quotezeichen, um die einzelnen Quoteebenen wieder rekonstruieren zu können. Initialen vor einem Quotezeichen sind aber nicht eindeutig als solche zu erkennen, sondern könnten auch normaler Text sein.
  • Viele Newsreader können heute zitierten Text besonders hervorheben, indem sie diesen in einer anderen Farbe oder mit einem anderen Schriftstil darstellen. Dazu ist aber eine möglichst eindeutige Kennzeichnung notwendig. Oft wird von bestimmten »Standardzeichen« ausgegangen, die ein Zitat kennzeichnen sollen (»>«, »:«, »|«, »<«, »#« etc.). In der Regel gehen die Programme außerdem davon aus, daß eine Zeile, die mit einem Buchstaben beginnt, eine Text-Zeile ist und nehmen daher diese Hervorhebung bei mit Initialen eingeleiteten Zitaten oft nicht vor.
  • Und schließlich ist es eigentlich eine Sache der Präsentation des Newsreaders beim Leser. Wenn es dem Leser gefällt, kann er sich -- ein passendes Programm vorausgesetzt -- Initialen anzeigen lassen.


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