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Wer testet wann wie wo und warum? - Überblick

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1. Überblick

1.1 Warum überhaupt testen?

Jedes technische Gerät sollte vor seinem dauerhaften Einsatz einem Test unterzogen werden. Dies ist bei der Konfiguration von Software nicht anders. Ganz besonders gilt dies, wenn von dieser Konfiguration nicht nur der eigene, sondern auch andere Rechner und andere Benutzer betroffen sind. Und im Usenet sind eine ganze Menge anderer Computer und deren User betroffen.

Es ist daher von großem Interesse aller Teilnehmer am Usenet, daß jedes Programm -- und hier ist auch wirklich jedes gemeint --, das zur Teilnahme eingesetzt wird, auch wirklich richtig konfiguriert ist. Nicht selten können schon geringe Fehler in der eigenen Konfiguration zu kleinen und größeren Problemen auf anderen Rechnern führen.

Mit einer korrekten Konfiguration geht die Neugier des Usenetteilnehmers einher, der wissen will, ob die Artikel, die er in das Usenet abschickt, auch wirklich verteilt werden. Und natürlich interessiert ihn, ob ihm jemand antworten kann.

1.2 Wo soll man testen?

Das ist eine sehr gute Frage :-). So, wie eine Band ihren Soundcheck nicht vor versammeltem Publikum, sondern in anderen Räumen oder vor dem Auftritt macht, genauso prüft man seine Testpostings in besonderen »Räumen«: den *.test Gruppen. Und nur dort.

Denn vor allem in lokalen und regionalen Testgruppen lesen auch technisch Versierte mit, die auf kleine und große Konfigurationsfehler hinweisen können.

Wichtig ist, daß man klein anfängt: Zunächst sollte man versuchen, den eigenen Newsserver bzw. den des Providers dazu zu bringen, einen Artikel in einer Testnewsgroup des Providers (z.B. t-online.test, eunet.test, metronet.test) überhaupt anzunehmen. Wenn bereits hier Probleme auftreten, etwa wenn Dein Testposting nicht angenommen wird, sollte man sich gleich an den Anschlußgeber wenden.

Hat es geklappt, ist zu prüfen, ob der Artikel so aussieht, wie er aussehen soll. Kriterien sollen hier neben dem eigentlichen »Layout« auch die Absenderadresse (From:-Zeile) und die Message-Id im Kopf der Nachricht sein. Einige Hinweise, wie diese aussehen sollten, finden sich im Anhang dieses Textes.

Ist alles in Ordnung, macht man mit einer *.test-Gruppe weiter, die das lokale oder regionale Umfeld abdeckt, z.B. in bln.test, muenster.test, westf.test, kiel.test usw.

1.3 Ich will auch testen!

Das ist lobenswert. Jeder, der am Usenet teilnimmt, sollte mindestens einmal, bevor er einen Artikel postet, ein Testposting abgesetzt haben. Das hat einige Vorteile:

Erstens lernt man, mit seinem Newsreader umzugehen. Das sollte man besser nicht in einer laufenden Diskussion versuchen. Wenn etwas dann nicht funktioniert, ist man schnell frustriert. Klappt es, sorgt die fehlerhafte Bedienung aber für Zündstoff, bleibt von vielleicht guten Argumenten in der Diskussion manchmal nicht mehr viel übrig.

Zweitens sieht man, ob die eigenen Postings auch wirklich angenommen und verteilt werden. Und, wenn man einen solchen Testartikel in der dafür vorgesehenen Newsgroup absetzt, erhält man u. U. auch Mail von anderen Computern, die diesen Testartikel aufgefangen haben. Aus einer solchen Mail kann man dann erkennen, wohin überall der Artikel verteilt wurde, wie lange er dafür gebraucht hat und bei fast allen solchen Antworten auch, über welche Systeme der Artikel verteilt wurde. Wie man diese Informationen erkennt, wird im Kapitel über Reflektoren erklärt.

1.4 Was soll ich testen?

Man sollte zunächst einmal einen Artikel in eine Test- oder lokale (nur auf dem eigenen Rechner oder beim Provider verfügbare) Newsgroup setzen und anschließend nachsehen, wie er aussieht. Möglicherweise taucht der Artikel nicht sofort in der Newsgroup auf; welche Gründe das haben kann und wie man damit umgeht, steht im Abschnitt 3.1.

Als nächstes sollte man versuchen, auf seinen eigenen Artikel zu antworten, einmal als sogenannter »Followup« (öffentliche Antwort) und einmal als »Reply« (Antwort per E-Mail).

Zum guten Schluß sollte man noch ausprobieren, ein eigenes Posting zu widerrufen (zu »canceln«; bei manchen schlecht übersetzten Programmen heißt diese Funktion »abbrechen«). Jeder Newsreader bietet diese Möglichkeit, einem einmal veröffentlichten eigenen Artikel eine Nachricht hinterherzuschicken, die jeden Newsserver anweist, diesen wieder zu löschen und nicht weiter zu verteilen. (Wenn es auch vereinzelt Newsserver gibt, die diese Aufforderung ignorieren.)

Wie genau das geht, sollte der Anleitung bzw. der man-page des Newsreaders stehen. Eine Auflistung für diverse gebräuchliche Programme findet sich in »Fragen und Antworten: de.newusers.questions« von Christof Awater in der Newsgroup de.newusers.questions. Auch beim Canceln gilt wie bei normalen Posting, daß der Effekt u. U. nicht sofort sichtbar ist.

Hat das alles geklappt, ist man für das wichtigste gerüstet.


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