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Erläuterungen zur Einrichtung neuer Gruppen in der »de-Hierarchie« - Formulierung eines RfD3. Formulierung eines RfD3.1 Aufbau
Ein RfD für die Neueinrichtung einer Gruppe besteht aus einem Namensvorschlag für die Gruppe, dem Status der Gruppe (moderiert oder unmoderiert), einer zugehörigen Kurzbeschreibung und einer Charta. Als Grundlage für die Diskussion sollte ferner der Hintergrund des Vorschlags erläutert werden. In dieser Erläuterung sollte man insbesondere auf die oben genannten Punkte eingehen; andernfalls muß man damit rechnen, daß sie als »Standardfragen« in der Diskussion wieder auftauchen. Ein RfD sollte üblicherweise nur einen einzelnen Gruppenvorschlag behandeln - es verwirrt nur, wenn eine Gruppe über das Fortpflanzungsverhalten der Pflastersteine unter Berücksichtigung des besonderen Einflusses des Sonnenlichts im gleichen Thread diskutiert wird wie eine Gruppe, die dem Diskurs über die gesellschaftlichen Auswirkungen des Fernsehens dient. Eine Ausnahme von dieser Regel stellt die schon oben angesprochene Aufspaltung von Gruppen dar: Hier sollte man Sammel-RfDs und -CfVs veranstalten. Eine Sammelabstimmung ist so zu verfassen, daß jede Entscheidung auch einzeln zur Abstimmung kommen könnte. Eine Ausnahme gibt es bei der Aufteilung einer Gruppe: Die Umbenennung einer Gruppe in Gruppe.misc bei Annahme mindestens einer Untergruppe kann automatisch erfolgen.
3.2 Wahl des Gruppennamens
Der Name besteht aus mehreren durch Punkte getrennten Segmenten.
Die einzelnen Segmente dürfen nicht länger als 14 Zeichen werden und
müssen mindestens je einen Buchstaben enthalten. Erlaubte Zeichen
innerhalb eines Segments sind die Kleinbuchstaben (a-z), die
arabischen Ziffern (0-9) sowie das Plus-Zeichen (+), das Minus-Zeichen
(-) und der Unterstrich (_); letzterer ist aber unüblich (um
genau zu sein: es gibt zur Zeit keine einzige Newsgroup in Der Name sollte so aussagekräftig wie möglich sein und sich dabei in die bestehende Namenshierarchie einpassen:
Man sollte außerdem versuchen, im Gruppennamen möglichst keine kryptischen oder mehrdeutigen Abkürzungen zu verwenden. Wenn diese gar nicht zu vermeiden sind, sollte man sie in der Kurzbeschreibung, spätestens aber in der Charta auflösen.
3.3 Die Kurzbeschreibung
Die Kurzbeschreibung ist zum einen in den regelmäßigen Postings zu finden, die den Systemadministratoren helfen, die Auswahl der auf ihren Systemen bereitgehaltenen Gruppen auf dem neuesten Stand zu halten. Andererseits zeigen viele Newsprogramme diese Kurzbeschreibung auch an, um den Leser an das Thema der Gruppe zu erinnern und somit von Fehlpostings abzuhalten. Sie ist (neben dem Namen) häufig das erste, was ein potentieller Leser von einer Gruppe zu Gesicht bekommt. Daraus leiten sich mehrere Bedingungen an eine gute Kurzbeschreibung ab: Sie muß kurz, knapp und für jeden verständlich sein. »Diskussion über« oder »Informationen von« sind zum Beispiel notorisch überflüssige Formulierungen. Da die Kurzbeschreibung in Gruppenlisten auftaucht (auch in solchen, die von Newsreadern angezeigt werden), die meist auf 80 Spalten breiten Terminals gelesen werden, ergibt sich eine Beschränkung für die Länge der Kurzbeschreibung: Gruppenname, ein 8er-Tabulator und Kurzbeschreibung sollten in weniger als 80 Zeichen passen. Als Richtwert gilt für die Kurzbeschreibung gewöhnlich eine Maximallänge von 60 Zeichen. Kann ein Newsreader - aus welchem Grund auch immer - nicht die ganze Kurzbeschreibung anzeigen, wird er sich üblicherweise auf den Anfang der Kurzbeschreibung beschränken. Daraus folgt, daß die wichtigsten Punkte in einer Kurzbeschreibung an deren Anfang stehen sollten. Um Komplikationen zu vermeiden, sollten Kurzbeschreibungen keine Umlaute und sonstige Sonderzeichen enthalten; der Zeichenvorrat ist »US-ASCII«. Per Konvention endet jede Kurzbeschreibung mit einem Satzendezeichen (Punkt, Frage- oder Ausrufezeichen).
3.4 Der Status
Man unterscheidet zwischen moderierten und unmoderierten Gruppen. Artikel für eine unmoderierte Gruppe werden vom Newsreader dem lokalen Server übergeben, der sie mittels der üblichen Mechanismen an seine »Nachbarn« weiterleitet. Artikel für eine moderierte Gruppe werden zunächst zur Bestätigung per Mail an eine Moderation geschickt, die sie dann veröffentlicht. Moderierte Gruppen eignen sich vor allem für
Ankündigungen. Beispiele hierfür sind
Ein weiterer Grund für eine moderierte Gruppe kann sein,
daß (bei einem wissenschaftlichen Thema zum Beispiel) ein
gewisses Mindestniveau der Diskussion gewahrt werden soll. Als
Beispiele seien hier nur die internationalen
Ist man zu dem Ergebnis gekommen, daß man eine moderierte Gruppe einrichten will, sollte man sich über die folgenden Punkte klar werden:
3.5 Die Charta
Die Charta ist die Beschreibung der Newsgroup schlechthin. Hier wird in etwa ein bis zwei Absätzen in Form vollständiger Sätze erklärt, womit eine Newsgroup sich beschäftigt, welche Themen erwünscht sind, welche Themen nicht erwünscht sind, welche besonderen Konventionen gelten, etc. Beispiel für eine gelungene Charta ist diejenige von
3.6 Die Begründung
Hier hat man Gelegenheit, die Netzöffentlichkeit davon zu überzeugen, daß die vorgeschlagene Newsgroup sinnvoll ist und nicht nur Leser, sondern auch Autoren finden wird. Man sollte begründen, warum man selbst die Gruppe für sinnvoll hält, und seine Überlegungen zur Einordnung der Gruppe in die de-Hierarchie darlegen. Man sollte darauf eingehen, wo bereits über das Thema diskutiert wird - andere Newsgroups, Mailinglisten, die überlaufen, und dergleichen. Wird der Vorschlag von einer größeren Gruppe von Nutzern unterstützt (soll beispielsweise eine überquellende Diskussionsliste in eine Newsgroup umgewandelt werden), sollte man das hier erwähnen.
3.7 Muster
In diesem Abschnitt finden sich Muster für die formale Gestaltung von RfDs für moderierte und unmoderierte Gruppen.
RfD für eine unmoderierte Gruppe
RfD für eine moderierte Gruppe
Der RfD-Generator
Unter dem URL <http://piology.org/cgi-bin/rfd.pl> hat Boris 'pi' Piwinger ein Formular abgelegt, das die genannten RfD-Bestandteile abfragt, die Eingaben auf einige Fehler hin überprüft und daraus dann einen Text erzeugt, der sich an den Muster-RfDs orientiert.
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© 1998 - 2012 D. Nimmich |
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